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	<title>Schwerin-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Schwerin-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein berührendes Plädoyer für trans* Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 10:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Hedwig]]></category>
		<category><![CDATA[Hedwig & The Angry Inch]]></category>
		<category><![CDATA[Itziar Lesaka]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Alexander]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Heep]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Hedwig and the Angry Inch“ ist laut, schrill und kontrovers. Punkrock ist das musikalisch bestimmende Element, die Hauptfigur eine auf allen Ebenen gescheiterte Drag Queen, deren Schicksal nachdenklich macht und berührt. John Cameron Mitchell und Stephen Trask haben sich Hedwig, die als Hansel Schmidt in Ost-Berlin aufwuchs und trotz einer missglückten Geschlechtsumwandlung als Frau an ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Hedwig and the Angry Inch“ ist laut, schrill und kontrovers. Punkrock ist das musikalisch bestimmende Element, die Hauptfigur eine auf allen Ebenen gescheiterte Drag Queen, deren Schicksal nachdenklich macht und berührt. John Cameron Mitchell und Stephen Trask haben sich Hedwig, die als Hansel Schmidt in Ost-Berlin aufwuchs und trotz einer missglückten Geschlechtsumwandlung als Frau an der Seite von GI Luther in die USA auswandert, dort von Männern misshandelt wird und auch beruflich kein Glück findet, ausgedacht. Doch nach diesem Abend im Schweriner E-Werk kommt so manch einer im Publikum ins Grübeln…</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3202 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hedwig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto3-Silke_Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hedwig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto3-Silke_Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hedwig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto3-Silke_Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hedwig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto3-Silke_Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hedwig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto3-Silke_Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hedwig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto3-Silke_Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Performancekünstlerin Lili Alexander steht im wahrsten Wortsinn im Mittelpunkt des Geschehens. Die Zuschauer sitzen links und rechts der Bühne, die famose vierköpfige Band unter der Leitung von Martin Schelhaas ist an der Stirnseite platziert und Itziar Lesaka, die in verschiedene Rollen schlüpft und als Kamerafrau fungiert, schließt den Kreis um die Bühne.</p>
<p>Noch bevor es überhaupt losgeht, führt Lili Alexander das Publikum ohne Umweg auf das Kernthema des Abends hin: Sie definiert sich als trans* nonbinär und hat für sich die Pronomen Sie / Ihr (They / Their) gewählt. Nur sehr wenige Menschen wissen, was genau damit gemeint ist, welche Konsequenzen diese Entscheidung hat sowie welchen Unwägbarkeiten und Diffamierungen sich trans* Menschen wie Lili gegenübersehen. Dies ändert sich an diesem Abend!</p>
<p>Lili Alexander schlägt den Bogen zu Hedwig, deren Leben glitzernd wie eine Discokugel ist. Auch Lili Alexanders Leben ist glitzernd. Und eigentlich, so sagt Lili, enden hier auch schon die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Künstlerinnen.</p>
<p>Da jedoch Hedwigs Geschichte immer wieder für Vergleiche mit Lili Alexanders Leben sowie Berichte aus dem Leben von trans* Menschen unterbrochen wird, kommt man schnell zu dem Schluss: Diese Inszenierung (Regie: Thomas Heep) hat nur sehr wenig mit dem eigentlichen Musical „Hedwig and the Angry Inch“ zu tun. Doch man sollte sich unbedingt darauf einlassen! Selten erlebt man ein Stück, in dem eine Künstlerin so pur und authentisch vor einem steht. Dieser Seelenstriptease ist nicht gespielt. Diese Tränen, diese ergreifende Gefühlsachterbahn sind echt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3203 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hewdig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto2-Silke_Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hewdig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto2-Silke_Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hewdig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto2-Silke_Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hewdig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto2-Silke_Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hewdig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto2-Silke_Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/05/Hewdig_and_the_Angry_Inch-Lili_Alexander-Foto2-Silke_Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Statements wie „Egal, ob OP, Hormonbehandlung oder gewählte(s) Pronomen – wir sind alle trans* Menschen!“ sprechen eine klare Sprache. Eingespielte Videos von einer Sitzung des TIM* (trans* und inter* Menschen in Mecklenburg) e.V., in denen Dysphorie, Diskriminierungen und Suizid thematisiert werden, rütteln wach und machen fassungslos. Fassungslos, ob der immer noch tief verwurzelten Denkschemata, die trans* Menschen aufgrund von Klischeevorstellungen oder Angst vor Andersartigem ausgrenzen oder wie Menschen niedrigster Klasse behandeln. Sprachlos und entsetzt, weil sie Behörden und Gutachtern nach wie vor beweisen müssen, warum sie so sind wie sie sind. Unglaublich und beschämend, was die TIM* Mitglieder hier berichten, was sie durchleiden mussten und immer noch müssen!</p>
<p>Lili Alexander macht „Hedwig“ anfassbar. Die zahlreichen Querbezüge bieten sich an und sind sehr gut gewählt. Als Sängerin überzeugt Lili Alexander vor allem in den Balladen, als Schauspielerin verfügt Lili Alexander über eine sehr authentische emotionale Bandbreite. Ja, es werden nicht alle Songs gesungen und ja, es ist kein Musical, das das Publikum an diesem Abend erlebt, aber diese Performance ist jede Sekunde wert! Besonders spannend ist dies, da Thomas Heep bereits 2017 in Frankfurt „Hedwig and the Angry Inch“ inszenierte, was gänzlich anders aussah, einen anderen Schwerpunkt hatte, aber die Zuschauer mindestens genauso mitriss.</p>
<p>Es gäbe noch unendlich viel zu Lili Alexander und der Schweriner „Hedwig“-Produktion zu erzählen, doch das einzig wichtige an diesem Abend ist: Wir sind alle Menschen! Warum lassen wir nicht jeden so leben, wie er/sie/sie es möchte/n und bieten unsere Unterstützung an?</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> E-Werk, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">13</span><span class="Bold">. März 2022<br />
<strong>Darsteller:</strong> Lili Alexander; Itziar Lesaka<br />
<strong>Regie: </strong>Thomas Heep<br />
<strong>Fotos: </strong>Silke Winkler<br />
</span></span></p>
</div>
</div>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/beeindruckende-umsetzung-dieses-hochpolitischen-und-nicht-weniger-hochemotionalen-musicals-mit-einem-wermutstropfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Gergen]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelius Lewenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Fabio Diso]]></category>
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		<category><![CDATA[Marc Clear]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburgisches Staatstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Rasmus Borkowski]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerin]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kroggel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2925 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x980.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1306.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch mit Highlights wie der brennenden Bühne bei Trumpers ergreifenden Erinnerungen an seine unglückliche Kindheit („Sei nie ein Kind“) macht Hinrichs dies spielend wett.</p>
<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
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<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2927 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg" alt="" width="400" height="289" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x289.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x740.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x555.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1109.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Carmen-Danen-Fabio-Diso-Finja-Harder-hinten-Cornelius-Lewenberg-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1479.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Besetzung könnte insgesamt kaum besser sein. Einzig „One Night in Bangkok“ – der vom Publikum heiß ersehnte Welthit dieser Show – verpufft etwas. Die Szene sieht gut aus, das Ensemble tanzt mitreißend, doch Fabio Diso scheint in den Song nicht reinzukommen. Warum am Schluss die englischen Songtexte eingeblendet werden (während zu Beginn Deutsch gesungen wird) und man nun offenbar in einer Karaoke-Bar ist, kommt beim Publikum nicht an. Anstatt Jubelstürmen, die man sonst bei diesem Hit gern erlebt, geht das Publikum einfach zur nächsten Szene über.</p>
<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Auch Stadttheater können Broadway-Feeling vermitteln</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/auch-stadttheater-koennen-broadway-feeling-vermitteln/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 27 Oct 2013 15:20:35 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">„Frühling für Hitler“ &#8211; das wohl schlechteste Musical aller Zeiten sollte Max Bialystock und Leo Bloom auf zugegebenermaßen leicht illegalem Weg zu Reichtum verhelfen. Doch die skurrile Show über einen tanzenden Hitler, hüftschwingende SS-Soldaten, mit klischeetriefenden Texten und banalsten Choreographien wird zum Erfolg! Kritiker und Publikum lieben die Show gleichermaßen, Max Bialystock wird eingebuchtet und Leo Bloom flüchtet mit seiner Ulla nach Rio.</p>
<p class="Body">Dass eine solch ungewöhnliche Idee zu einer Bühnenshow nur einem ausgemachten Querdenker wie Mel Brooks entstammen kann, ist klar. Und doch hätte ihn mit der Adaption seines Films dasselbe Schicksal ereilen können wie Max Bialystock vor „Frühling für Hitler“. Doch sechs erfolgreiche Jahre am Broadway, vier Jahre im West End und unzählige Auszeichnungen machten „The Producers“ zu einem der erfolgreichsten Stücke der letzten Jahre.</p>
<p class="Body">Die kurzen Spielzeiten in Wien und Berlin (2008 und 2009) reichten bei weitem nicht an den Erfolg der internationalen Vorgänger-Produktionen heran.</p>
<p class="Body">Nun hat sich also das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin die Aufführungsrechte sichern können. Sicherlich nicht das einfachste Pflaster für ein Stück, in dem vermeintlich die deutsche Geschichte verhohnepipelt wird. Und doch kann man den Entscheidern und Kreativen nur zur ihrer mehr als gelungenen Inszenierung gratulieren. „The Producers“ in Schwerin lässt es an nichts vermissen und braucht sich hinter den großen Produktionen in Wien und London nicht verstecken. Ein Hauch von Broadway im Nord-Osten unserer Republik &#8211; wie das geht, kann man sich jetzt in Schwerin anschauen!</p>
<p class="Body">Optisch schöpft die Inszenierung von Peter Dehler (Regie) aus dem Vollen, Ulv Jakobsen schafft mit seinen Kulissen zu jeder Szene den richtigen Rahmen, spart nicht mit Klischees (mein Favorit: die rosa Plüschtreppe in Roger DeBris Appartement) und die Kostüme von Susanne Richter unterstützen diesen rundum gelungenen Eindruck. Sogar der Chor trat in eigens entworfenen Kleidern auf. Hier wurde offenbar nicht am falschen Ende gespart, wie es leider recht oft in vielen Stadttheatern der Fall ist.</p>
<p class="Body">Die Hauptdarsteller spielen also vor eindrucksvollen Kulissen und werden von einem nicht minder beindruckenden Orchester begleitet. Unter der Leitung von Martin Schelhaas gelangen die schmissigen, typisch amerikanischen Broadwayklänge aus der Feder von Mel Brooks direkt ins Ohr. Das Publikum wippt mit den Füßen und klatscht begeistert mit, wenn das mehr als 30-köpfige Orchester loslegt.</p>
<p class="Body">Dirk Audehm gibt einen sehr charismatischen Max Bialystock. Er überzeugt durch komödiantisches Talent, zeigt Stärken in Gesang und Tanz und lässt seinen Kollegen ausreichend Raum zur Entfaltung. Als Leopold Bloom steht Christoph Bornmüller seinen Mann. Er ist gleichermaßen bedauernswert als auch idealistisch, seine Tolpatschigkeit ist herzerwärmend und seine Anbandelei mit Ulla schreiend komisch. Als schwedisches Multitalent Ulla steht Sonja Isemer auf der Bühne. Sie überzieht den Charakter der dummen, schwedischen Blondine perfekt und fügt durch ein sehr ausgeprägtes Minenspiel noch das gewisse Etwas hinzu.</p>
<p class="Body">Andreas Lembcke fällt die Rolle des exzentrischen, in der Vergangenheit verhafteten Autoren Franz Liebkind zu. Dieser Charakter ist sicherlich einer der schwierigsten in „The Producers“, muss doch eine Gratwanderung zwischen der Propagierung nationalsozialistischen Gedankenguts und psychischer Entrücktheit gelingen. In Schwerin wurde diese Rolle leider etwas zu sehr ins Lächerliche gezogen. Lembckes Grimassen schießen deutlich über das Ziel hinaus und so kann man die Figur nicht einordnen, Liebkind als „Alpin Rambo“ weder Ernst nehmen noch über ihn lachen. Dennoch ist „Grüß di Gott, pitsch patsch“ eine der lustigsten Szenen des Abends, was nicht zuletzt auch an der perfekt umgesetzten Choreographie (Rüdiger Daas) liegt.</p>
<p class="Body">Roger DeBris „Lebensabschnittsassistentin“ Carmen Ghia wird von Klaus Bieligk wunderbar einfühlsam gespielt. Er bedient die Klischees der so genannten „weiblichen Seite“, ist mal extrem beleidigt, mal der Retter in der Not. Özgür Platte ist als zickiger, überkandidelter Regisseur und notgedrungener Titelheld von „Frühling für Hitler“ sehr überzeugend. Sein Roger DeBris gewinnt viele Sympathien, nicht zuletzt auch wegen seines einzigartigen Teams, das in „Mach es warm“ die volle Ladung Klischees und Vorurteile über Homosexuelle jeglicher Couleur über dem Publikum ausschüttet.</p>
<p class="Body">„The Producers“ lebt vom schönen Schein des Broadway. Dies muss sich natürlich auch in den Choreographien widerspiegeln. Ähnlich wie Peter Dehler in der Personenregie hat sich Rüdiger Daas in den Choreographien weitestgehend an der Originalinszenierung orientiert. So bekommt das Publikum 14 mit ihren Gehhilfen steppende Großmütterchen zu sehen, erfreut sich an Beine schwingenden Wehrmachtssoldatinnen in Hotpants und schüttet sich vor Lachen aus als die Bier-, Brezel- und Weißwurst-Tänzerinnen die Showtreppe hinunter balancieren. Ein Highlight bildet sicherlich das getanzte Hakenkreuz, das den Zuschauern durch einen gekippten Spiegel auch bis in die letzte Reihe deutlich gezeigt wird.</p>
<p class="Body">Ja, es ist befremdlich über diese abstruse Show so herzhaft zu lachen wie sie es verdient. Aber wenn man sich vor Augen führt, dass es letztlich um zwei jüdische Produzenten geht, die um jeden Preis einen Misserfolg am Broadway erzielen wollen und dafür ausgerechnet eine Hitler-Persiflage wählen, bekommt man eine andere Sichtweise. Dann fällt es auch nicht mehr schwer über Franz Liebkinds weiße Friedenstaube namens Adolf zu lachen, die unter ihrem rechten Flüge eine Mini-Hakenkreuzfahne versteckt hat.</p>
<p class="Body">Es wurde Zeit, dass „The Producers“ wieder auf einer deutschen Bühne gezeigt wird. Mit viel Liebe zum Detail, prächtig ausgestatteten Szenen und Darstellern, die ihr Handwerkszeug gekonnt einsetzen, beweist das Mecklenburgische Staatstheater, dass „Think Big“ nicht nur den Produzenten von Ensuite-Musicals vorbehalten sein muss.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>25. Oktober 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Dirk Audehm, Christoph Bornmüller, Sonja Isemer, Andreas Lembcke, Klaus Bieligk, Özgür Platte</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Mel Brooks / Peter Dehler<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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