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	<title>Rasmus Borkowski-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Rasmus Borkowski-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/beeindruckende-umsetzung-dieses-hochpolitischen-und-nicht-weniger-hochemotionalen-musicals-mit-einem-wermutstropfen/">Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
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<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
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<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
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<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Ein rundum gelungener Klassiker in einmaliger Umgebung</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2015 13:18:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Hersfelder Festspiele]]></category>
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		<category><![CDATA[Rasmus Borkowski]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 65 Jahren strömen alljährlich Tausende Besucher in die Ruine des alten Benediktinerstifts in Bad Hersfeld, um dort Schauspiel und Musical auf höchstem Niveau zu erleben. TV-Regisseur Dieter Wedel hat in diesem Jahr die Intendanz der Bad Hersfelder Festspiele übernommen, was bei einem Theaterschaffenden seiner Reputation die Erwartungen naturgemäß um einiges höher schraubt. Als Musical ...</p>
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<p>Seit 65 Jahren strömen alljährlich Tausende Besucher in die Ruine des alten Benediktinerstifts in Bad Hersfeld, um dort Schauspiel und Musical auf höchstem Niveau zu erleben. TV-Regisseur Dieter Wedel hat in diesem Jahr die Intendanz der Bad Hersfelder Festspiele übernommen, was bei einem Theaterschaffenden seiner Reputation die Erwartungen naturgemäß um einiges höher schraubt.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Als Musical wurde in diesem Jahr der Kander/Ebb-Hit „Cabaret“ auf den Spielplan gesetzt. Die Besetzung ließ schon vermuten, dass Regisseur Gil Mehmert keine alltägliche Inszenierung des Musicals auf die Bühne der Stiftsruine bringen wollte. Mit Helen Schneider als Conférencier, Bettina Mönch als Sally Bowles, Rasmus Borkowski als Clifford Bradshaw, Judy Winter als Fräulein Schneider und Helmut Baumann als Herr Schultz konnte das Publikum sich ausrechnen, dass es ein hochkarätiger Abend werden würde.</p>
<p class="Body">Das große Orchester unter der bewährten Leitung von Christoph Wohlleben zieht das Publikum sofort in seinen Bann. Helen Schneider bahnt sich ihren Weg durch die Reihen und begrüßt die Zuschauer mit dem weltbekannten „Willkommen, Bienvenue, Welcome“. Man muss schon genau hinschauen, um direkt zu erkennen, dass der Conférencier hier eine Frau ist. Das Kostüm erinnert vage an den verrückten Hutmacher aus Tim Burtons „Alice im Wunderland“. Die Vermutung liegt nahe, dass Johnny Depp und die ihm eigene exzentrische Auslegung verschiedener Charaktere bei der Schaffung des Conférenciers Pate stand.</p>
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<p class="Body">Das Reich des Conférenciers, der Kit Kat Klub, wird mittels einer Drehbühne (Heike Meixner) zum Leben erweckt: Auf einem übergroßen Flügen tanzen die Kit Kat Girls und Boys, verdreht Sally Bowles den zumeist männlichen Gästen den Kopf und Fräulein Kost findet weitere Matrosen, deren Wünsche nach Gesellschaft sie nur zu gern erfüllt. Der Conférencier spielt mit seinen übergroßen, an Stäben angebrachten Händen nicht nur das Klavier, sondern nimmt auf die ein oder andere Weise auch am Schicksal der Protagonisten teil.</p>
<p class="Body">Nicht nur, dass die Bühne – auf der einen Seite der Kit Kat Klub, auf der anderen das Mietshaus mit den Wohnungen von Fräulein Schneider, Clifford Bradshaw, Herrn Schultz und Fräulein Kost; alles überragt von einem eindrucksvollen Berlin-Schriftzug – absolut überzeugt, auch andere szenische Einfälle erhalten Szenenapplaus. Hierzu zählt unter anderem die auf dem Steg zwischen Orchester und Publikum umgesetzte Zugfahrt, in der Cliff die verhängnisvolle Bekanntschaft von Ernst macht. Auch die Discokugeln, die beim Titelsong von den Tänzern eingesetzt werden, sorgen durch die direkte Beleuchtung für einen effektvollen Sternenhimmel am Dach des Zuschauerraums.</p>
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<p class="Body">„Cabaret“ lebt von einer gewissen Schlüpfrigkeit, spielt die Handlung doch im Rotlichtmilieu. Was Falk Bauer sich an Kostümen ausgedacht hat, passt zu jedem Charakter perfekt: Ob nun der exzentrische, überschminkte Conférencier im XXL-Anzug, die leicht anrüchig bekleidete Sally Bowles, die klassischen 1940er Jahre Anzüge von Bradshaw, Schultz und Ludwig oder Fräulein Kosts koketten Kleider, mit denen sie spielend die Aufmerksamkeit der Matrosen gewinnt. Am gelungensten sind jedoch die Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer: Es gibt Männer in Kostümen, die zur Hälfte aus einem schicken Abendkleid und zur anderen Hälfte aus eleganten Anzügen bestehen (inklusive entsprechend „geteilter“ Perücken und Schuhe). Aber natürlich gibt es auch viel nackte Haut zu sehen, die jedoch gekonnt mit entsprechenden Kleidern umrahmt wird.</p>
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<p class="Body">Die Rahmenbedingungen könnten nicht idealer sein. Man fühlt sich mit diesem Setup sehr wohl und es passt alles! Dass auch die Besetzung hält, was die großen Namen versprechen, ist nicht selbstverständlich. Aber Bad Hersfeld wird auch diesbezüglich seinem guten Ruf gerecht.</p>
<p class="Body">Bettina Mönch überragt nahezu alle anderen Darsteller um fast einen Kopf. Ihre große, schlanke Erscheinung ist ungewöhnlich für eine Sally, aber sie bewegt sich schön lasziv, weiß ihre Vorzüge einzusetzen und auch der eher unnötige Busenblitzer tut ihrer beeindruckenden Erscheinung keinen Abbruch. Hinzu kommt, dass es ihr gelingt, das Publikum schon bei ihrem erste Song „Mama“ in Erstaunen zu versetzen: Sie trifft jeden Ton, schafft eine perfekte Harmonie von Schauspiel und Gesang und spätestens bei „Mein Herr“ sind im Publikum laute Jubelrufe zu hören. Sie spielt sehr zielstrebig und offensiv. Auch die leisen Töne („Maybe this time“) gelingen ihr ausnehmend gut. Sie singt so gut, dass auch die große Liza Minelli, die ja bekanntermaßen die Rolle der Sally Bowles erst berühmt gemacht hat, vor Ihr den Hut ziehen würde. Bettina Mönch ist die perfekte Besetzung für diese durchaus komplexe Figur.</p>
<p class="Body">Als Cliff Bradshaw ist Rasmus Borkowski zu sehen. Dass der Lübecker mehr kann, hat er u. a. als Mozart im gleichnamigen Musical bewiesen. Doch auch diese vermeintlich kleine Rolle füllt er mit viel Energie glaubwürdig aus. Er sprüht vor Wissensdurst, seine Liebe zu Sally wirkt authentisch und sein gebrochenes Herz am Ende ist geradezu greifbar. Die Kompositionen von John Kander liegen ihm und sein nachdenkliches „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ zum Finale klingt noch lange nach.</p>
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<p class="Body">Das zweite Paar im Stück – die Vermieterin Fräulein Schneider und der Obsthändler Herr Schultz –, werden gespielt von Judy Winter und Helmut Baumann. Schauspielerisch sind die beiden Altstars der deutschen Theaterszene über jeden Zweifel erhaben. Sie harmonieren sehr gut und ihr „Ananas“-Duett ist zuckersüß und sehr charmant. Herr Schultz erzeugt große Betroffenheit – einerseits, weil er seine späte Liebe aufgrund des aufkommenden Nationalsozialismus nicht heiraten kann, andererseits, weil er sich mit aller Kraft gegen die unberechtigten Anfeindungen wehrt.</p>
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<p class="Body">Baumann kann diese starken Emotionen gut über die Rampe bringen. Judy Winter führt als Hausverwalterin ein strenges Regiment. Sie wirkt in dieser Rolle absolut authentisch. In den Gesangsszenen (bspw. „Wie geht’s weiter?“) kann sie weniger überzeugen, doch ihre liebevolles Zusammenspiel mit Baumann macht dieses Manko spielend wett.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Fräulein Kost, gespielt von Jessica Kessler, die keine Gelegenheit auslässt, um einem Matrosen ihre Lustgrotte zu zeigen. Kessler spielt mit wunderbar frecher, Berliner Schnauze und ist herrlich burschikos. Sie ist auch die einzige, die Ernst Ludwig, dem Parteifunktionär, der ab der Mitte des Stücks seine Gesinnung in SA-Uniform deutlich zur Schau stellt, folgt. Björn Bonn verleiht diesem kritischen Charakter ein Gesicht, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Die Beklemmung, die von dieser Figur ausgeht, ist augenblicklich spürbar als er den Trenchcoat ablegt und das Hakenkreuz auf seinem Arm sichtbar wird. Doch insgesamt wird das Thema Faschismus in dieser Inszenierung weniger plakativ dargestellt: Eine einzelne Hakenkreuzfahne reicht für die optische Einordnung des Zeitgeschehens aus. Ansonsten wird viel mit Analogien gearbeitet: „Two Ladies“ ist, wenn auch eine insgesamt sehr verwirrende Szene, eine Persiflage auf Hitler. In einer anderen Szene werden die Federpuschel auf den Köpfen des Tanzensembles zu Stahlhelmen. Das ist sehr effektiv und zeigt die Wandlung des Umfeldes sehr klar.</p>
<p class="Body">Ähnlich bedrückend ist „Seht Ihr sie mit meinen Augen“ – hier tanzt der Conférencier mit einem Affen und stellt nachdrücklich das bittere Schicksal von Fräulein Schneider und Herrn Schultz dar. So gut Helen Schneider in dieser Szene ist, so bedauerlich ist es, dass sie bei „Money“ gesanglich nicht mitkommt. Sie hetzt dem Orchester hinterher anstatt die Führung bei diesem beeindrucken Stück Musicalgeschichte zu nehmen.</p>
<p class="Body">Mit Choreographien wird bei „Cabaret“ bekanntermaßen nicht gespart. Melissa Kling setzt diese in klarer Tradition von Bob Fosse um. Schon beim „Telefon-Song“ wird dies überdeutlich. Es wunderbar zu sehen, dass es noch Choreographen gibt, die ein funktionierendes Konzept nicht neu erfinden, nur um sich selbst ein Denkmal zu setzen.</p>
<p class="Body">In der letzten Szene steht eine abgewrackte Sally Bowles zwischen den riesenhaften Leuchtbuchstaben über der Bühne. Wie es mit ihr weitergeht? Das erfährt das Publikum nicht. Aber dass sie ganz sicher keiner rosigen Zukunft entgegentanzt, ist jedem Zuschauer klar.</p>
<p class="Body">Gil Mehmert hat „Cabaret“ geradlinig und von der ersten bis zur letzten Minute in sich stimmig umgesetzt. Er hat Gespür für die richtige Besetzung bewiesen und legt die Charaktere so an, dass sie sehr authentisch wirken. In dieser Konstellation beweist Bad Hersfeld einmal mehr, dass diese Festspiele einen festen Platz im deutschen Musicalspielplan haben.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stiftsruine Bad Hersfeld</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vostellung:</span></strong> <span class="Bold">19</span>. Juli 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Bettina Mönch, Rasmus Borkowski, Helen Schneider, Jessica Kessler</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  John Kander / <span class="Bold">Gil Mehmert<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Klaus Lefebvre<br />
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