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	<title>Phyllida Lloyd-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Phyllida Lloyd-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Musik hat keine Farbe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 16:32:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hype um die Deutschlandpremiere von „Tina – Das Tina Turner Musical“ ist groß. Endlich wieder ein Hitmusical für Deutschland! Schon für die Präsentation der Hauptdarstellerin Kristina Love hatte die Stage Entertainment im vergangenen Herbst Tina Turner aus der Schweiz eingeflogen. Aber hält das Musical, was die Stage Entertainment verspricht? Die schon vor der Premiere ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hype um die Deutschlandpremiere von „Tina – Das Tina Turner Musical“ ist groß. Endlich wieder ein Hitmusical für Deutschland! Schon für die Präsentation der Hauptdarstellerin Kristina Love hatte die Stage Entertainment im vergangenen Herbst Tina Turner aus der Schweiz eingeflogen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2523 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Nutbush-Foto-Manuel-Harlan-400x246.jpg" alt="" width="400" height="246" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Nutbush-Foto-Manuel-Harlan-400x246.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Nutbush-Foto-Manuel-Harlan.jpg 681w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Aber hält das Musical, was die Stage Entertainment verspricht? Die schon vor der Premiere am 3. März 2019 mehr als 150.000 verkauften Tickets zeigen: Die Vorfreude ist riesig! Auch im Saal des Operettenhauses ist die Stimmung von Anfang an gut – kein Wunder, beginnt die Show doch mit den Klängen von „The Best“. Sofort spürt man die Energie, welche die Drums auslösen und merkt, das Publikum möchte tanzen, singen und feiern…</p>
<p>Doch Pustekuchen! Tina kommt auf die Bühne, setzt sich in den Schneidersitz und meditiert erst einmal.</p>
<p>Während dieser Meditation erscheinen Tinas Großmutter und ihr eigenes Kind-Ich auf der Bühne. Hieraus entwickelt sich ein mitreißender Gospel-Gottesdienst in Nutbush, Tennesee. Hier beginnt die Geschichte von Anna Mae Bullock, wie Tina Turner mit bürgerlichem Namen heißt. Und diese Geschichte ist alles andere als lustig und erfolgsverwöhnt.</p>
<p>Anna Mae wächst mit einem gewalttätigen Vater auf, wird von ihrer Mutter verstoßen und zum Sündenbock für alles gemacht, was schiefläuft. Schlussendlich lebt sie bei ihrer Großmutter, von der sie die richtigen Werte mit auf den Lebensweg bekommt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2519 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Club-Manhattan-Foto-Manuel-Harlan-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Club-Manhattan-Foto-Manuel-Harlan-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Club-Manhattan-Foto-Manuel-Harlan.jpg 585w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Ihre Schwester Alline holt sie nach St. Louis und die beiden Schwestern verbringen die Abende in mehr oder weniger verrufenen Clubs. Es dauert nicht lang, bis Bandleader Ike Turner auf Anna Maes besondere Stimme aufmerksam wird. Kurzerhand lädt er sie ein, mit auf Tour zu kommen, was Anna Mae nur zu gern annimmt. Doch die Schattenseiten – Drogen, Ikes Gewalttätigkeit, Geldprobleme – zeigen sich schnell. Als Anna Mae von einem Bandkollegen schwanger ist, setzt Ike sie unter Druck, so dass sie bei ihm bleibt.</p>
<p>Es folgen viele Jahre als musikalisches und bald auch privates Paar. In dieser Zeit schlägt Ike auch den Künstlernamen Tina Turner vor. Die „Ike &amp; Tina Turner Revue“ wird ein großer Erfolg. Die Plattenfirmen haben jedoch mehr Interesse an Tina, was Ike in seinem Stolz kränkt und zu weiteren Gewaltausbrüchen führt, die Tina – inzwischen zweifache Mutter – irgendwann nicht mehr ertragen kann. Mithilfe ihrer Managerin versucht sie, es in Las Vegas allein als Künstlerin zu schaffen. Doch die Plattenfirmen lassen die bald 40-Jährige abblitzen und Ike überzieht sie mit einer Klagewelle.</p>
<p>Ein mutiger und gleichzeitig verzweifelter Schritt bringt Tina nach London, wo sie mit ihrem neuen Manager Roger Davies versucht, den europäischen Markt zu erobern. Doch auch dies misslingt. Erst als sie in die USA zurückkehrt und auf einem Konzert in New York „What’s love got to do“ präsentiert, bricht der Fluch. Sie rechnet mit Ike ab und sagt ihrer Mutter klar die Meinung.</p>
<p>Die Show endet mit der Auftaktszene: Tina sitzt meditierend hinter der Bühne des Maracana-Stadions in Rio de Janeiro, wo 180.000 Zuschauer auf ihren Auftritt warten. Nun bekommt das Publikum endlich das, worauf es die ganze Zeit schon wartet: 15 Minuten lang brennen Kristina Love, das gesamte Ensemble und das sehr gute Orchester unter der Leitung von Tobias Vogt ein Hitfeuerwerk ab!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2522 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-Finale-Foto-Manuel-Harlan-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-Finale-Foto-Manuel-Harlan-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-Finale-Foto-Manuel-Harlan-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-Finale-Foto-Manuel-Harlan-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-Finale-Foto-Manuel-Harlan.jpg 1326w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Diese Show steht und fällt mit der Hauptdarstellerin. Mit Kristina Love wurde eine exzellente Darstellerin gefunden, welcher der Spagat zwischen den eher weichgespülten Musicalsongs und den weltbekannten Rocksongs über weite Strecken sehr gut gelingt. Einzig bei „Ich werd weiter tanzen“ („Private Dancer“ im Original) spürt man, dass hier etwas nicht stimmt. Loves Stimmlage will so gar nicht zu diesem Song passen, was sehr schade ist. Schauspielerisch zeichnet sie das bewegte Leben von Anna Mae Brown emotional glaubwürdig nach.</p>
<p>Als Ike Turner wurde Mandela Wee Wee besetzt. Seine Stärken liegen sicherlich mehr im Schauspiel als im Gesang. Mit seinen Ensemblekollegen kann er jedenfalls leider nicht mithalten. Denise Lucia Aquino ist Anna Maes Schwester Alline. Ihre Lebensfreude ist ansteckend und sie macht auch als Tänzerin und Sängerin eine gute Figur.</p>
<p>Zelma Bullock zieht als Adisat Semenitsch alle Register: Sie ist mürrisch, stark, bevormundend und unerbittlich. Nebenbei sorgt sie aber auch für den ein oder anderen Lacher&#8230; Roger Davis und Erwin Bach, Manager und „Marketing-Fuzzi“, die Tina in London wieder in die Erfolgsspur helfen wollen, werden von Nikolas Heiber und Simon Mehlich rollendeckend gespielt. Dass allerdings Mehlich als „Kölscher Jung‘“ nur 1-2 Sätze Kölsch zum Besten gibt und ansonsten hochdeutsch redet, ist sehr bedauerlich. Hier hätte man sich mehr Konsequenz gewünscht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2521 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-in-Whats-Love-Foto-Manuel-Harlan-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-in-Whats-Love-Foto-Manuel-Harlan-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/03/JPG_72_dpi_RGB-TINA-Das-Tina-Turner-Musical-Kristina-Love-in-Whats-Love-Foto-Manuel-Harlan.jpg 585w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Etwas schwierig ist bei deutschsprachigen Musicals gemeinhin die Übersetzung von englischen, international bekannten Songs. Für „Tina – Das Tina Turner Musical“ haben sich Kevin Schröder und Sera Finale dieser Herausforderung gestellt und fast alle Songs zumindest großteils ins Deutsche übertragen. Dies gelingt zumeist sehr gut, dennoch hat das Publikum die englischen Originaltexte im Ohr. Und wenn man dann anstatt „I can’t stand the rain“ „Regen fällt wie Blei (an mein Fenster)“ hört, ist das schon etwas befremdlich. Die Mischung zwischen deutschen und englischen Texten fällt besonders im Finale auf: Zunächst singt Tina noch auf deutsch und „The Best“ kommt daher wie eine 08/15-Musicalballade, wenn sie dann aber die Treppe hinaufläuft, sich umdreht und „You’re simply the best“ schmettert, gibt es kein Halten mehr!</p>
<p>„Tina – Das Tina Turner Musical“ zeigt die bewegte und bewegende Lebensgeschichte der weltberühmten Sängerin. Dabei steht jedoch der Mensch Anna Mae Brown im Mittelpunkt und nicht die Musikerin Tina Turner. Mehr als zwei Drittel des Abends sehen die Zuschauer ein ungeschöntes Dramamusical, in dem Tina Turners Musik nur eine Nebenrolle spielt. Dafür werden sie die letzten 15 Minuten für ihr Durchhaltevermögen belohnt: Das Publikum steht schon nach wenigen Taktschlägen von „The Best“ und feiert!</p>
<p>Auch wenn sich viele wünschen, dass dieses Minikonzert nicht endet, gehen sie dennoch mit einem guten Gefühl und Tina Turners Welthits summend aus dem Theater. Und genau so soll es doch sein, oder?</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint<br />
</span><em><span style="color: #000080;">erschienen in</span> <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 3. März 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Kristina Love, Mandela Wee Wee, Denise Lucia Aquino, Zelma Bullock, Nikolas Heiber, Simon Mehlich</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Phyllida Lloyd &amp; Ola Ince / Tina Turner</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment / Manuel Harlan</span></div>
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		<title>Pompös, beeindruckend, unübertrefflich?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/pompoes-beeindruckend-unuebertrefflich/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 05 Nov 2002 11:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Fortenbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Logemann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hamburg, 3. November 2002, Premiere von »Mamma Mia!« im Operettenhaus. Die Stage Holding hatte im Vorfeld den Hamburger Spielbudenplatz mit einem massiven doppelstöckigen Zelt bebaut, in dem die über 2.000 geladenen Premierengäste nach der Show feiern sollten. Allein der Anblick dieses Zeltes ließ auf einen grandiosen Premierenabend hoffen. Das Wetter zeigte sich an diesem so ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Hamburg, 3. November 2002, Premiere von »Mamma Mia!« im Operettenhaus. Die Stage Holding hatte im Vorfeld den Hamburger Spielbudenplatz mit einem massiven doppelstöckigen Zelt bebaut, in dem die über 2.000 geladenen Premierengäste nach der Show feiern sollten. Allein der Anblick dieses Zeltes ließ auf einen grandiosen Premierenabend hoffen.</p>
<p class="Body">Das Wetter zeigte sich an diesem so wichtigen Tag leider von seiner allerschlechtesten Seite: Es war sehr kalt und regnete in Strömen. Sehr zum Bedauern der zahlreichen Schaulustigen und Fotografen am roten Teppich wurden die Gäste unter einem Himmel aus »Mamma Mia!«-Regenschirmen in das frisch renovierte Operettenhaus geleitet.</p>
<p class="Body">Im Theaterfoyer wurden alle Gäste von Maik Klokow (General Manager der Stage Holding Deutschland und Produzent von »Mamma Mia!«) persönlich begrüßt und defilierten an einer Heerschar von Fotografen, TV-Kameras und Mikrofonen vorbei.</p>
<p class="Body">Das Operettenhaus hat sich von innen nicht so <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=443">massiv verändert </a></span>wie man aufgrund der mehrere Millionen Euro hohen Baukosten vermuten könnte. Es wirkt alles etwas heller, allerdings hinterlassen nur die neue rot-gelbe Fassade und die Spiegelwand am Treppenaufgang zum Rang hinauf einen bleibenden Eindruck.</p>
<p class="Body">Unter den Premierengästen waren neben Thomas und Christoph Gottschalk, Thomas Hermans (Quatsch Comedy Club) auch viele TV-Stars wie Reinhold Beckmann, Johannes B. Kerner, Jörg Pilawa und die Daily Talker Franklin und Vera Int-Veen. Auch die Schauspieler Steffen Dürr, Carsten Spengemann und Telekom-Aushängeschild Enie van de Meiklokjes kamen der Einladung der Stage Holding gern nach. Für ein bisschen Lokalkolorit auf der Gästeliste sorgte Lilo Wanders (allerdings in zivil), die beiden NDR-Moderatorinnen Eva Herman und Bettina Tietjen sowie Hamburg 1 Chefredakteur Herbert Schalthoff.</p>
<p class="Body">»Mamma Mia!« erzählt die Geschichte von der 20-Jährigen Sophie, die ihren Traummann Sky zum Entsetzen ihrer emanzipierten Mutter Donna heiraten möchte und zu ihrer Hochzeit – ohne das Wissen ihrer Mutter – ihre drei potentiellen Väter einlädt.</p>
<p class="Body">Das Premierenpublikum war im ersten Akt mit überschwänglichem Applaus noch etwas zurückhaltend, aber als im zweiten Akt Kerstin Marie Mäkelburg alias Tanja dem jungen Pepper (Guido Zarncke) zeigt, &#8222;wo der Hammer hängt&#8220;, wollte der Applaus gar nicht mehr enden. &#8218;Was sagt Deine Mami dazu?&#8216; – im englischen &#8218;Does your mother know?&#8216; – entwickelt sich zu einem regelrechten Show-Stopper, was in erster Linie auf das komödiantische Talent und die Stimmgewalt von Kerstin Marie Mäkelburg zurückzuführen ist.</p>
<p class="Body">Ein ähnlicher Knaller ist ‚Komm und wag’s mit mir’ (‚Take a chance on me’), eine Szene,  in der Rosie (Jasna Ivir) ihre Liebe zu Bill (Ulrich Wiggers) entdeckt und ihn auf sehr eindeutige Weise von sich zu überzeugen versucht. Eine urkomische Szene!</p>
<p class="Body">Überhaupt sind es die drei weiblichen Hauptrollen, die das Stück tragen. Kerstin Marie  Mäkelburg, Carolin Fortenbacher (Donna) und Jasna Ivir geben die erste Girlgroup &#8222;Donna And The Dynamos&#8220; und überzeugen gleichermaßen durch einfühlsames Schauspiel und ausdrucksstarke Komik.</p>
<p class="Body">Die drei möglichen Väter von Sophie, Sam (Frank Logemann), Bill (Ulrich Wiggers) und Harry (Cusch Jung), wirken stimmlich und schauspielerisch etwas blass, obwohl alle drei einen schauspielerisch-musikalischen Background haben. Dies fällt besonders während  der Songs auf, in denen die männlichen Darsteller sich gegenüber der lautstarken ABBA-Musik – gespielt von der grandiosen Band rund um den Musikalischen  Leiter Perrin Allen – kaum behaupten können.</p>
<p class="Body">Sky (Jörg Neubauer) und Sophie (Katja Berg) – das eigentlich im Mittelpunkt der Story stehende Brautpaar – bewegen sich sehr unauffällig durch die Show und setzen kaum Akzente in ihrem Spiel. Dies ist sehr schade, denn gerade Stücke wie &#8218;Leg Dein Herz an eine Leine&#8216; (&#8218;Lay all your love on me&#8216;) bieten hierzu zahllose Möglichkeiten.</p>
<p class="Body">Dem »Mamma Mia!«-Ensemble zuzuschauen, ist demgegenüber eine wahre Wonne! Die 18 Darstellerinnen und Darsteller beeindrucken durch ausgefeilte Tanzsequenzen, in denen die gegebene Möglichkeit zur Improvisation von allen eindrucksvoll genutzt wird. Auch in der Traumszene von Sophie begeistert das Ensemble die Zuschauer und hat die Lacher auf seiner Seite, denn es ist ganz sicher nicht einfach in Badeanzügen, Rettungswesten und Schnorcheln zu singen und zu tanzen.</p>
<p class="Body">Beeindruckende Lichteffekte und Farbspiele unterstützen die Popmusik perfekt und geben der Bühne immer wieder ein vollkommen neues Antlitz. Am besten wirkt die Light-Show aus dem Rang. Von dort kann man nicht nur die Choreographie der Darstellerinnen und Darsteller in allen Einzelheiten beobachten, sondern erlebt auch in allen Regenbogenfarben mit wie aus der Taverne auf einer griechischen Insel eine Disco wird.</p>
<p class="Body">Die Hamburger Inszenierung unterscheidet sich lediglich durch die übersetzten Texte von der Londoner Originalproduktion. Das Showdeck mit den eingelassenen Scheinwerfern, die Tavernenkulissen und sogar die Kostüme sind ein exaktes Abbild der West End Uraufführung vom 06.04.1999. Dies liegt vor allem daran, dass das Kreativ-Team das gleiche ist wie in London und allen anderen weltweiten »Mamma Mia!«-Produktionen. Björn Ulvaeus (ABBA), Phyllida Lloyd (Director), Judy Craymer (Original Producer) und Michael Kunze (Übersetzung der Liedtexte) zeigten sich beim donnernden Schlussapplaus sichtlich erleichtert, dass alles vorbei und Resonanz des Premierenpublikums so überwältigend war.</p>
<p class="Body">Nach der Show wurde alle Theaterbesucher durch einen eigens aufgestellten überdachten Gang trockenen Fußes in das Partyzelt geführt. Beim Betreten dieses 3200 m² großen Zeltes verschlug es einem die Sprache! Im ganzen Zelt waren lange Tischreihen mit einer wunderschönen Dekoration aus tiefroten und lachs-farbenen Rosen sowie silbernen Kandelabern aufgebaut. Es war Teppich ausgelegt und – entgegen jeder Vermutung – angenehm warm im Zelt. An den zahlreichen Büffet-Stationen wurde das »Mamma Mia!«-Menü angeboten: Hierzu gehörten zehn Vorspeisen (u. a. Stockholmer Heringshappen, Sushi, Armagnacpastete, Schweinerückenfilet in Blätterteig) und zehn Hauptgänge (z. B. Atlantikseezungenröllchen, Lamm-carré, Truthahnroulade mit Pilzfarce, Romanescoröschen) und zahlreiche Torten- und Dessertvariationen.</p>
<p class="Body">Die ausgezeichnete 13-köpfige Live-Band „Soulkitchen“ unterhielt die Premierengesellschaft mit Rhythm&amp;Blues und lud später am Abend zum Tanzen auf die Tanzfläche.</p>
<p class="Body">Die Stimmung erreichte Ihren Höhepunkt als das »Mamma Mia!«-Ensemble im Zelt von den 2000 Premierengästen empfangen wurde. Von der großen Anspannung, die während der Show hinter der Bühne geherrscht hatte, war nichts mehr zu spüren. Alle waren froh und glücklich, dass die Premiere ohne Pannen abgelaufen war und die Resonanz so überwältigend war.</p>
<p class="Body">In vielen Unterhaltungen auf der Premiere wurde neben Lobeshymnen auf die außergewöhnliche Show und die Darsteller auch diskutiert, ob die Texte wirklich übersetzt werden mussten. Würde »Mamma Mia!« auf englisch nicht genauso gut ankommen? Und wäre es nicht vielleicht doch authentischer?</p>
<p class="Body">Diese Frage konnte aber nicht abschließend beantwortet werden. Sicherlich verliert die deutsche Produktion im Vergleich zum Original, da sich der britische Humor nicht einfach übertragen geschweige denn übersetzen lässt.<br />
Viele Dialoge gleiten ins Comedy-Fach ab, machen einen Slapstick-artigen Eindruck und wirken daher manchmal sehr aufgesetzt und künstlich.</p>
<p class="Body">Auch die Songtexte sind im Vergleich zum englischen Original lange nicht so flüssig wie sie sein müssten, um eine perfekte Show zu liefern. Am deutlichsten wird die größere Akzeptanz englischer Texte bei der Zugabe: Dancing Queen wird auf deutsch präsentiert und führte zu Jubel im Publikum, aber in dem Moment, wo Waterloo auf englisch angestimmt wurde, kannte die Begeisterung kein Halten mehr und das ganze Theater tobte.</p>
<p class="Body">Dennoch gibt die Begeisterung des Premierenpublikums den Kreativen recht, die die Entscheidung zur vollständigen Übersetzung des Stücks getroffen haben. »Mamma Mia!« ist eine Show, die von der genialen Musik von ABBA lebt. Ein unterhaltsamer Musicalabend, den man genießen kann, ohne sich über die Story Gedanken machen zu müssen, ist mit diesem Stück garantiert!</p>
<p class="Body">Die Premierengäste aus der Musical- und Entertainment-Branche waren von »Mamma Mia!« sehr angetan. Uwe Kröger, der für die Premiere aus Essen angereist war, wippte während der gesamten Show mit seinem Kopf im Takt und Felix Martin, der sich aktuell einem CD-Projekt mit Songs von Alexander S. Bermange widmet, hielt es bei der Zugabe nicht mehr auf seinem Sitz. Auch Andreas Bieber und Carsten Lepper (ab Dezember als Ingenieur Thomas Andrews bei »Titanic«) waren von dem Party-Musical und der powervollen Musik sehr angetan.</p>
<p class="Body">Der Aufwand, den die Stage Holding für diese Premiere betrieben hat, hat sich allemal gelohnt, denn alle mochten »Mamma Mia!« und konnten ihre Begeisterung für diese prunkvolle Premierenfeier kaum verhehlen. Und die mehr als 100.000 bereits vor der Premiere verkauften Tickets lassen darauf schließen, dass dieses Musical deutlich länger im Hamburger Operettenhaus verweilen wird als seine Vorgänger »Fosse« und »Oh! What a night«.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>3. November 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carolin Fortenbacher, Frank Logemann</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> ABBA / Phyllida Lloyd<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></div>
</div>
</div>
</div>
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