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	<title>Mozart-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Mozart-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Mozart! Das Musical &#8211; Live aus dem Raimund Theater</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 10:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Fassung von &#8222;Mozart!&#8220;, die im Sommer 2015 in Wien ihre Premiere feierte, konnte eingefleischte Fans weder inszenatorisch und von der Besetzung her wirklich überzeugen. Wer es nicht geschafft hat, sich die Show in Wien anzusehen, bevor sie nach China verlegt wurde, kann sich nun mit einer exzellenten DVD ein eigenes Bild von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/mozart-das-musical-live-aus-dem-raimund-theater/">Mozart! Das Musical &#8211; Live aus dem Raimund Theater</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Fassung von &#8222;Mozart!&#8220;, die im Sommer 2015 in Wien ihre Premiere feierte, konnte eingefleischte Fans weder inszenatorisch und von der Besetzung her wirklich <a href="http://www.musicals-online.com/?p=154"><span style="color: #333399;">überzeugen</span></a>. Wer es nicht geschafft hat, sich die Show in Wien anzusehen, bevor sie nach China verlegt wurde, kann sich nun mit einer exzellenten DVD ein eigenes Bild von der Neu-Inszenierung machen.</p>
<p>Technisch gibt es wie bei allem Live-Aufnahmen aus den Wiener Musicalhäusern &#8211; sei es Audio oder Video &#8211; nichts auszusetzen. Die Aufnahme ist gestochen scharf, ruckelt nicht und der Regisseur setzt im Bildschnitt die richtigen Akzente. Es handelt sich um eine Live-Aufnahme aus dem Theater und genau das ist es auch! Die Nahaufnahmen sind nicht zu nah, zu jeder Zeit bleibt man Zuschauer. Nicht so, wie bei <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=305">&#8222;Miss Saigon&#8220;</a></span>, wo die Intimität zwischen den handelnden Akteuren durch die eingesetzte Kameratechnik nahezu vollständig verloren geht.</p>
<p>Dieser Live-Mitschnitt hat zwei sehr große Vorteile. Zum einen erlebt man die einzelnen Szenen noch intensiver, da die Mimik der Darsteller sehr gut eingefangen wird. Sitzt man im Theater vor der Bühne gehen durch die Distanz viele mimische Details fast zwangsläufig verloren.</p>
<p>Außerdem kommen die von mir bei Theaterbesuch wenig geschätzten Hintergrundprojektionen durch die vielen Totalen sehr gut zur Geltung. Sie bilden schöne Räume und schaffen zusammen mit dem guten Lichtdesign in einigen Szenen ein eindrucksvoll stimmiges Gesamtbild.</p>
<p>Insofern ist diese DVD sehr sehenswert und wirklich jedem zu empfehlen, der es nicht nach Wien geschafft hat.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Bernie Boess</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Oedo Kuipers, Thomas Borchert, Mark Seibert, Ana Milva Gomes, Barbara Obermeier</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong> Sylvester Levay / Michael Kunze</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Verleih / Fotos: </span></strong>MG-Sound Studios Vienna</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><center><iframe width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/flVs6XKHYIY" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/flVs6XKHYIY?autoplay=1"></iframe></center></p>
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		<title>Eine verkrampfte Neu-Inszenierung ohne Charme</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-verkrampfte-neu-inszenierung-ohne-charme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2015 18:56:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Ana Milva Gomes]]></category>
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		<category><![CDATA[Jon G. Goldsworthy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im September 2015 hob sich für „Mozart!“ 14 Jahre nach der Derniere der allerersten Produktion erneut der Vorhang in Wien. Diesmal war jedoch nicht mehr das Theater an der Wien die Heimstatt des erfolgreichen deutschen Musicalexports, sondern das Raimund Theater. Nach mehr als 20 Inszenierungen in Europa und Asien kam für diese Wiederaufnahme das Kreativteam ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
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<p>Im September 2015 hob sich für „Mozart!“ 14 Jahre nach der Derniere der allerersten Produktion erneut der Vorhang in Wien. Diesmal war jedoch nicht mehr das Theater an der Wien die Heimstatt des erfolgreichen deutschen Musicalexports, sondern das Raimund Theater.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach mehr als 20 Inszenierungen in Europa und Asien kam für diese Wiederaufnahme das Kreativteam von 1999 erneut zusammen und versprach eine außergewöhnliche neue Fassung: Harry Kupfer (Regie), Yan Tax (Kostüme), Dennis Callahan (Choreographie) und Hans Schavernoch (Bühnenbild) haben schon die Weltpremiere geschaffen. Auch Michael Kunze (Buch und Liedtexte) und Sylvester Levay (Musik) haben sich für die Neu-Inszenierung einige Neuerungen überlegt und zudem ein neues Liebesduett zwischen Mozart und seiner Constanze komponiert.</p>
<p class="Body">Wer also „Mozart!“ bereits zuvor in Wien, Hamburg oder Tecklenburg besucht hatte, sah dem neuen „Mozart!“ gespannt und voller Vorfreude entgegen.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_285">
<div class="style_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_Wien_2015_files/shapeimage_5.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Schon während der, durch starke Nebengeräusche beeinträchtigten, Ouvertüre zeigt sich einer der wesentlichen Unterschiede: Die Bühne ist hell, im Hintergrund werden (unscharfe) Fotos und Gemälde eingeblendet. Dieses Setting bleibt während der gesamten Aufführung weitgehend unverändert. Es gibt nur sehr wenige Großkulissen (bspw. der Bischofsstab, vom dem später in der Show Leopold Mozart herabsteigt). Das Ensemble bringt seine Stühle mit auf die Bühne, platziert diese dem Szenenthema entsprechend oder tanzt mit ihnen. Die Sinnhaftigkeit dieser Stühlerückerei bleibt dem Zuschauer verborgen.</p>
<p class="Body">Yan Tax hat die Kostüme teilweise einer argen Modernisierung unterzogen: die Baronin von Waldstätten tritt in drei farblich identischen Abendkleidern auf, wie sie auch heutzutage auf dem Wiener Opernball getragen werden könnten. Ihre Eleganz und Erhabenheit beeinträchtigt dies jedoch nicht.</p>
<p class="Body">Mozart selbst ist komplett in weiß gewandet, was seine Verletzlichkeit unterstreicht; der rebellenhafte Charakter bleibt hier jedoch auf der Strecke. Dies liegt sicherlich auch daran, dass es die bekannte Rastaperücke nicht mehr gibt und der Hauptdarsteller mit seiner natürlichen Frisur auf der Bühne steht.</p>
<p class="Body">Apropos Perücken, hier wurden ebenfalls deutliche Abstriche gemacht: Die feine Wiener Gesellschaft und die ihr eigene Extravaganz lässt sich an der braven Haarpracht und den lediglich farblich unterschiedlichen VoKuHiLa-Kleidern nicht mehr ablesen.</p>
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<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_261_278">
<div class="style_2">
<p class="Body">Colloredo, Leopold und Nannerl Mozart hingegen haben sich optisch gar nicht verändert. So wirken diese Figuren bei all den anderen Veränderungen fasst schon wie ein Ruhepol. Auch bei Familie Weber und Constanze hat sich kostümseitig nur wenig getan, außer dass diese durch die Kleidungsfetzen und den Einsatz von löchrigen Jeans jetzt eher an eine Prilblumen-Hippie-Kommune erinnert.</p>
<div class="tinyText stroke_3">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_Wien_2015_files/shapeimage_8.png" alt="" /></div>
</div>
<div>Doch wenden wir uns dem Inhalt zu. Alle Szenen wurden neu gestaged, was beispielsweise bei „Ich bin Musik“ dazu führt, dass dem Song durch zahlreiche Unterbrechungen Intensität genommen wird.</div>
</div>
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</div>
<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Interessant ist auch, dass Mozart sein Genie, den kleinen Amadé, direkt anspricht und ins Spiel einbezieht. Das passt so gar nicht zu dem ursprünglichen Bild, dass Amadé als sein genialer Schatten im Hintergrund und für andere unbemerkt agiert.</p>
<p class="Body">Erstaunlich und sehr bedauerlich ist, dass Constanze bei „Irgendwo wird immer getanzt“ eher an eine depressive, alleingelassene Ehefrau erinnert als an das Energiebündel, als das sie in früheren Inszenierungen ihrem Frust Ausdruck verliehen hat. Die Intensität dieses Songs verpufft gänzlich.</p>
<p class="Body">Dass sich Mozart bei seiner Auflehnung gegen den Fürsterzbischof hinter dem Piano stehen bleibt und sich dadurch unnötig klein macht gegenüber dem Fürsten, nimmt der Szene „Ich bleibe in Wien“ ihre Aussagekraft.</p>
<p class="Body">Zu den ewig fraglichen Szenen zählt auch weiterhin „In Salzburg ist Winter“. Auch die neuen Fassung gibt keinen Aufschluss über den weiteren Sinn der Szene, außer das Ensemble in Gänze Tanzen und singen zu lassen. In diesem Fall hopsen die Darsteller mit ihren Stühlen über die Bühne, was die Szenerie noch lächerlicher macht.</p>
<p class="Body">Doch es gibt auch nach wie vor die Szenen, die den inneren Kampf und die Auseinandersetzung Mozarts mit seiner Umwelt, insbesondere seinem Vater, zeigen: „Was für ein grausames Leben“ und „Wie wird man seinen Schatten los?“ gehören dazu. „Warum kannst Du mich nicht lieben?“ gehört zu den wenigen ganz pur inszenierten Momenten, in denen der singende Charakter im Mittelpunkt steht und der Zuschauer durch nichts abgelenkt wird.</p>
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<div class="text-content style_External_395_375">
<div class="style_2">
<p class="Body">Musikalisch hat sich ebenfalls einiges getan: „Die Wunder sind vorüber“ hat eine neue Melodie bekommen, „Ich bin extraordinär“ wird dank E-Gitarre und Schlagzeug zu einer fulminanten Rocknummer. Cäcilia Weber setzt ihre Tochter Constanze mit „Du hast ihn an der Angel“ sehr unter Druck. Der Song ist genauso neu wie das Liebesduett „Wir zwei zusammen“, das die liebevolle Beziehung von Mozart und Constanze sehr trefflich beschreibt.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_Wien_2015_files/shapeimage_6.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Als eher schwierig stellt sich das neue Arrangement von „Papa ist tot“ heraus: Die Parts von Nannerl und Constanze sind teilweise so disharmonisch, dass man überhaupt nicht verstehen kann, was die Damen singen.</p>
<p class="Body">Denjenigen, die sich wünschten, in einem Musical über Mozart auch mehr von seinen Kompositionen zu hören, wird ebenfalls Genüge getan: Allein die „Zauberflöte“ wird in einem Medley mehr als eine Minute gespielt. Zahlreiche weitere Einspielungen („Titus“ etc.) wurden ebenfalls in das Stück eingeflochten.</p>
<p class="Body">Das finale, ebenfalls neue, Duett von Mozart und seinem neidvollen Erzfeind Colloredo „Der einfache Weg“ erinnert mehr an „Elisabeth“ und mag nicht so ganz zu „Mozart!“ passen.</p>
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<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_335">
<div class="style_2">
<p class="Body">Beim Finale, Mozarts Tod, besingt das Ensemble „Das Wunder Mozart“ vor eingeblendeten Notenblättern und Programmheften von Opernhäusern. Hierzu zählen auch die Met und die Sydney Opera, die zu Mozarts Lebzeiten sicherlich nicht mit seinen Werken bespielt wurden. Am Ende bleiben als einzige Mozart und Amadé vor einer überdimensionalen Einblendung von Wolfgang Amadeus Mozarts Konterfei auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Das Kreativteam hat an Eindrücken und Modernisierungen seiner neuen Fassung nicht gespart. Doch genau dies ist es, was diese Inszenierung so diskussionswürdig macht: Die ständig wechselnden Einblendungen im Hintergrund lenken zu sehr vom Bühnengeschehen ab und sind nur selten eine passende Ergänzung der eigentlichen Szenerie. Einige Kostüme wurden modernisiert, andere sind unverändert, wieder andere sind irgendetwas dazwischen. Auch hiermit sorgt man für mehr Verwirrung und nimmt dem Publikum die Chance, sich auf die eigentlichen Charaktere zu konzentrieren.</p>
<p>Doch auch an der Personenregie hat Harry Kupfer einiges verändert. Die Figuren sind deutlich weniger stark ausgeprägt als in früheren Inszenierungen und kaum einem gelingt es, seine Rolle so zu interpretieren, dass sie dem Zuschauer im Gedächtnis bleibt. Zu den Ausnahmen gehören Thomas Borchert (Leopold Mozart) und Barbara Obermeier (Nannerl). Gernot Romic (Wolfgang Mozart) und Ana Milva Gomes (Baronin von Waldstätten) holen alles aus ihren Charakteren heraus, was nach der Überarbeitung noch möglich ist.</p>
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<div class="text-content style_External_670_335">
<div class="style_2">
<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_Wien_2015_files/shapeimage_2.png" alt="" width="398" height="245" /></div>
<p class="Body">Jon G. Goldsworthy hat als Graf Arco ein gutes Auftreten, er kuscht nach oben und tritt nach unten. Familie Weber, allen voran Cäcilia (Susanna Panzner) ist laut und überzeugt durch ihre Durchtriebenheit, doch bleibt sie alles in allem recht fad. Schade, dass gerade Cäcilias überkandideltes, extravagantes Verhalten nicht mehr erkennbar ist.</p>
<p class="Body">Barbara Obermeier macht als Nannerl eine glaubhafte Wandlung von der schüchternen, traurigen kleinen Schwester zur selbstbewussten jungen Frau durch. Ihr Bedauern über den Wegzug des Bruders („Der Prinz ist fort“) gehört zu den schönsten und zugleich traurigsten Stücken des Abends.</p>
<p class="Body">Emanuel Schikaneder, dem die Vereinigten Bühnen Wien in der kommenden Spielzeit ein eigenes Musical widmen, wird von Martin Pasching sehr gut gespielt. Es ist eine kleine, aber für das Geschehen nicht unwesentliche Rolle, was Pasching gut umzusetzen weiß.</p>
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<div class="text-content style_External_400_367">
<div class="style_2">
<p class="Body">Als Wegbereiterin Mozarts, Baronin von Waldstätten, steht Ana Milva Gomes auf der Bühne des Raimund Theaters. Ihre warme Stimme passt gut zu der selbstbewussten Baronin und obgleich Gomes im Verhältnis sehr jung ist, gelingt es ihr, die über jeden Zweifel erhabene Dame der Wiener Gesellschaft glaubhaft darzustellen. Mark Seibert gibt den nicht weniger mächtigen Fürsterzbischof Colloredo. Er agiert durchaus rollendeckend, aber man vermisst die akzentuierten, selbstherrlichen Gesten, die Felix Martin in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Mozart.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1393">Hamburg</a></span> perfektioniert hat. Aus den gesungenen Schlagabtauschen mit Mozart (Romic) geht er keinesfalls immer als Sieger hervor.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_Wien_2015_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Ein weiterer starker Charakter, mit dem sich Wolfgang Mozart zeitlebens auseinandersetzte, war sein Vater. Thomas Borchert hat diese Rolle bereits bei der Uraufführung 1999 gespielt und kann aus dem Vollem schöpfen. Er ist streng, kann aber auch Gefühle zeigen. An seiner Interpretation gibt es nichts zu deuteln und man ist dankbar, dass dieser unbeugsame Charakter mit einem so erfahrenen Darsteller besetzt wurde.</p>
<p class="Body">Bleibt noch Franziska Schuster als Constanze Weber/Mozart/Nissen. Ihr gelingt es mit jugendlicher Leichtigkeit, Mozart den Kopf zu verdrehen und sie spielt die quirlige Rumtreiberin sehr gut.</p>
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<div id="id13" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Angeführt wird das Ensemble von Gernot Romic, der als Zweitbesetzung von Wolfgang Mozart zu sehen ist. Dessen jungenhaften Charme und die Gleichgültigkeit gegenüber Machtpersonen kann er sehr glaubhaft über die Rampe bringen und auch wenn nicht alle Töne hundertprozentig sitzen und einige Passagen zu schnell für ihn scheinen, weiß er als Freigeist Wolfgang Mozart zu überzeugen.</p>
<p class="Body">Was lässt sich als Fazit für diese Neu-Inszenierung festhalten? Manchmal ist es einfach gut, etwas Funktionierendes nicht zu ändern. Durch die vielen Projektionen, die Szenenwechsel mittels Stuhlverschiebungen und die uneinheitliche Linie bei den Kostümen wird das Publikum stark vom eigentlichen Inhalt und der Hauptfigur abgelenkt. Auch die geänderten Arrangements und neue Texte, die sich nicht reimen, gepaart mit schwach ausgearbeiteten Charakteren lassen diese Inszenierung nicht überzeugend wirken.</p>
<p class="Body">Die neue Generation Musicalbesucher kennt nur diese Inszenierung, die in der kommenden Spielzeit auf Tour geschickt wird. Ob sich diesen Zuschauern der Hype vermittelt, der einst von diesem dunklen, charakterstarken Musical ausging? Ich wage dies zu bezweifeln.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Raimund Theater, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span> </strong>12. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span> </strong>Gernot Romic, Ana Milva Gomes</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Bühne:</span> </strong>Harry Kuper / Hans Schavernoch</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>VBW / Deen van Meer 2015</span></div>
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		<item>
		<title>Mozart!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mozart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 13:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Ana Milva Gomes]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Obermeier]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Oedo Kuipers]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Borchert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fans werden dieses Album lieben! Nach 15 Jahren gibt es endlich eine Neuaufnahme des Wiener Hitmusicals von Sylvester Levay und Michael Kunze. Hit Squad Records stellt einmal mehr unter Beweis, dass sie Live-Aufnahmen aus den Wiener Theater perfektioniert haben. Kein Knarzen, kein Rauschen stört den Hörgenuss. Der Zuhörer hört genau das, was er auf der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/mozart/">Mozart!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Fans werden dieses Album lieben!</h3>
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_665_940">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach 15 Jahren gibt es endlich eine Neuaufnahme des Wiener Hitmusicals von Sylvester Levay und Michael Kunze. Hit Squad Records stellt einmal mehr unter Beweis, dass sie Live-Aufnahmen aus den Wiener Theater perfektioniert haben. Kein Knarzen, kein Rauschen stört den Hörgenuss. Der Zuhörer hört genau das, was er auf der Bühne des Raimund Theaters gesehen hat.</p>
<p class="Body">Das Doppelalbum beinhaltet 50 Songs, inklusive dreier neuer Stücke, die eigens für die Neuinszenierung geschrieben wurden. Neben einer umfangreichen Inhaltsangabe enthält das Booklet viele Szenenfotos aus der neuen Inszenierung von 2015 sowie den Songtext des neuen Liebesduetts von Mozart und Constanze.</p>
<p class="Body">Neben der Premierenbesetzung, die auf dem Doppelalbum zu hören ist, sind auch alle 34 Musiker des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien, die das Stück unter der Leitung von Koen Schoots jeden Abend live intoniert haben, namentlich genannt. Dies unterstreicht den Stellenwert, den die Musiker für die Wiener Musikerproduktionen haben. Deutsche Musicalproduzenten können sich von dieser Sichtweise gern eine Scheibe abschneiden.</p>
<p class="Body">Gleichermaßen vor- und nachteilig an dieser CD ist, dass man die vielen kleineren und größeren Änderungen sehr genau hören und die Möglichkeit nutzen kann, sich diese zur Verdeutlichung auch mehrfach anzuhören. So fallen textliche und musikalische Neuerungen deutlich mehr ins Gewicht, was <a>nicht immer gut</a> ist.</p>
<p class="Body">Thomas Borchert kann als Leopold Mozart seine ganze Erfahrung in die Waagschale legen. Ana Milva Gomes ist eine sehr junge, aber nichtsdestoweniger sehr souveräne Baronin von Waldstätten. Oedo Kuipers gibt den jugendlichen Springinsfeld Mozart mit viel Gefühl, doch es fehlt ihm manchmal an bühnenfüllendem Volumen. Auch Mark Seibert als Colloredo ist meist entweder zu seicht im Ausdruck oder klingt unnatürlich aufgesetzt. Dies wird unter anderem bei „Ich bleibe in Wien!“ deutlich. Sowohl Kuipers als auch Seibert intonieren ihren Schlagabtausch nicht kraftvoll genug. Es klingt alles zu glatt und fehlerfrei. Doch gerade bei der Intensität dieses Songs darf man stimmlich auch gern mal an die Grenzen gehen, um die starke Abneigung der beiden Protagonisten hervorzuheben.</p>
<p class="Body">Akustische Highlights sind „Schließ’ Dein Herz in Eisen ein“ (Thomas Borchert), „Was für ein grausames Leben“ (Oedo Kuipers), „Gold von den Sternen“ (Ana Milva Gomes) sowie die imposanten Ensemblenummern „Hier in Wien!“ und „Mozart, Mozart!“.</p>
<p class="Body">Das Orchester spielt fulminant. Die Streicher zum Auftakt von „Was für ein grausames Leben!“ sorgen für Gänsehaut. Auch „Wie wird man seinen Schatten los?“ klingt orchesterseitig großartig. Schade, dass der Gesang hier auch zu glatt und unaufgeregt ist.</p>
<p class="Body">Das neue Duett zwischen Frau Weber und ihrer Tochter Constanze („Du hast ihn an der Angel“) hat eine gute Energie. Brigitte Oelke kann die fiesen Hintergedanken der Mutter gut transportieren, während Franziska Schuster ihre Auflehnung gegen die hinterhältige Mutter ebenfalls überzeugend zum Ausdruck bringt. Die Hinleitung zum Motiv der Arie der Königin der Nacht aus Mozarts „Zauberflöte“ ist ein sehr unterhaltsamer Kniff des Kreativteams.</p>
<p class="Body">Auch Barbara Obermeier weiß als Nannerl ihre Momente im Rampenlicht zu nutzen. Ihr „Der Prinz ist fort“ schwankt zwischen Trotz und Verletzlichkeit. Ihr zuzuhören ist ein Genuss.</p>
<p class="Body">Hingegen erinnert Constanzes Protestsong „Irgendwo wird immer getanzt“ eher an das Gejammer einer gelangweilten Ehefrau als an das genervte Aufbegehren der vom Gatten verschmähten Muse. Bedauerlich, dass dieser so intensive Song in dieser Inszenierung so abgeflacht wurde.</p>
<p class="Body">Ähnlich dünn kommt „Wie kann es möglich sein?“ daher. Mark Seibert fehlt es zumindest akustisch an Intensität und Verzweiflung. Es gelingt ihm leider nicht, die Gratwanderung zwischen Bewunderung und Abscheu glaubhaft zu intonieren. Deutlich besser steht ihm da schon „Der einfache Weg“, einer neuen Szene, in der Colloredo versucht, Mozart eine Brücke zu bauen, was aber einmal mehr misslingt. Der Song klingt sehr nach „Rebecca“ und mag – wenn auch aus der gleichen kreativen Feder wie „Mozart!“ – nicht so recht zum Rest passen.</p>
<p class="Body">So einwandfrei die Aufnahme an sich ist, so herausragend das Orchester auch spielt. Es nützt alles nichts, wenn die Darsteller – aus regietechnischen Gründen oder eigenem Unvermögen – nicht die erforderliche Energie übertragen können, welche die rockig-poppigen Songs von Sylvester Levay brauchen, um vollends zu begeistern. Schade.</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>Jesus mal zwei plus Mozart = Patrick Stanke pur</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/jesus-mal-zwei-plus-mozart-patrick-stanke-pur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 16:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christ Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Stanke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michaela Flint: Sie spielen zurzeit den Jesus in Kassel und Magdeburg, in Tecklenburg werden sie diesen Sommer erneut als Mozart auf der Bühne stehen. Wird es nicht irgendwann etwas langweilig immer wieder die gleichen Rollen zu spielen? Patrick Stanke: Jesus in Magdeburg und Kassel zu spielen ist alles andere als langweilig; es ist vielmehr eine ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_526">
<div class="style_2">
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Sie spielen zurzeit den Jesus in Kassel und Magdeburg, in Tecklenburg werden sie diesen Sommer erneut als Mozart auf der Bühne stehen. Wird es nicht irgendwann etwas langweilig immer wieder die gleichen Rollen zu spielen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Jesus in Magdeburg und Kassel zu spielen ist alles andere als langweilig; es ist vielmehr eine Herausforderung, da die Inszenierungen ja sehr unterschiedlich sind. Ich bin sehr zufrieden so wie es gerade bei mir läuft. „Mozart!“ in Tecklenburg mit der Münchner Version von Dezember 2006 zu vergleichen, halte ich für grundfalsch. Es wird eine komplett andere Produktion und ich freue mich schon sehr darauf, wieder in diese Rolle schlüpfen zu dürfen. Ich habe tolle Kollegen dort und die Bühne ist phantastisch – ich kann den Probenstart kaum noch erwarten. Ich freue mich schon jetzt auf das Tecklenburger Publikum und einen wunderschönen Sommer dort.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Welche der beiden „Jesus Christ Superstar“-Inszenierung gefällt Ihnen besser?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Das kann ich so pauschal gar nicht sagen. Ich weiß, das ist die meist-gestellte Frage in letzter Zeit, aber ich muss sagen, dass beide Shows ihren Reiz und ihre Berechtigung haben. Ich freue mich jedes Mal sehr auf die Show in Kassel in klassischem Stil und mit hochkarätigen Kollegen, aber genauso sehr mag ich die moderne ausgeflippte Produktion hier in Magdeburg. In beiden Häusern wird das Stück durch stehende Ovationen vom Publikum angenommen. Es macht mich sehr stolz zeitgleich in zwei so fabelhaften Inszenierungen meine ersten Erfahrungen als Jesus machen zu dürfen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Gibt es aus Ihrer Sicht einen Vorteil von kleinen Produktionen gegenüber großen Ensuite-Musicals?</p>
</div>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Patrick Stanke:</strong> </span>Es hat alles Vor- und Nachteile. So hat eine Großproduktion eine viel größere Anzahl von Zuschauern und hat durch ihre Werbemöglichkeiten deutlich mehr Spielraum. Eine kleine Produktion hingegen glänzt meist durch ihren Charme und die Nähe zum Publikum. Zudem sind kleinere Produktionen nicht immer voll durchgestylt und lassen uns dadurch mehr künstlerischen Freiraum, den wir natürlich auch gern ausnutzen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie sind permanent unterwegs. Haben Sie eigentlich ein richtiges Zuhause?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke:</span> </strong>Ich lebe in Wuppertal und entspanne dort mit meiner Familie und meinen Freunden. Natürlich versuche ich auch jede freie Sekunde mit meiner Freundin zu verbringen. Ab und an nehmen wir uns gemeinsam eine Auszeit, in der wir nicht auf der Bühne stehen, auch keine Galas oder Konzerte veranstalten und fahren einfach in den Urlaub.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wissen Sie schon, wohin Ihr Weg Sie nach dem Musicalsommer in Tecklenburg verschlägt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke: </span></strong>Natürlich gibt es Pläne und viele neue Produktionen, aber noch ist nichts spruchreif.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Haben Sie ein Ziel, wo Sie hinkommen möchten &#8211; menschlich, künstlerisch&#8230;?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Patrick Stanke: </span></strong>Ich bin gespannt auf die Zukunft und was da noch alles kommt. Ich schaue immer nach vorn, bleibe offen für alle Richtungen und fahre mich nicht fest.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Sowohl künstlerisch als auch menschlich gibt es täglich, fast stündlich Neues zu entdecken und ich bin somit ständig auf der &#8222;neuen Reise&#8220;: Ich schaue und lerne. Ich liebe und lebe meinen Beruf und freue mich an dieser tollen Welt teilzuhaben.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wir danken Ihnen sehr für dieses Interview.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.adenberg.de/" href="http://www.patrickstanke.de/">www.patrickstanke.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Die Wunder sind vorüber!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-wunder-sind-vorueber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2002 11:56:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Yngve Gasoy-Romdal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach nur 320 Vorstellungen senkte sich der Vorhang für »Mozart! – Das Musical« in der Neuen Flora Hamburg zum letzten Mal. Das Aus für die Wiener Erfolgsproduktion von Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze kam sehr viel schneller als geplant. Doch bevor sich der fulminante Sternenhimmel, der jeden Besucher bereits beim Betreten des Saals verzauberte, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Nach nur 320 Vorstellungen senkte sich der Vorhang für »Mozart! – Das Musical« in der Neuen Flora Hamburg zum letzten Mal.</p>
<p class="Body">Das Aus für die Wiener Erfolgsproduktion von Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze kam sehr viel schneller als geplant. Doch bevor sich der fulminante Sternenhimmel, der jeden Besucher bereits beim Betreten des Saals verzauberte, für immer verdunkelte, gaben alle »Mozart!«-Darsteller, das Orchester und die Backstage-Mitarbeiter noch einmal ihr Bestes, um die kurze »Mozart!«-Zeit in Hamburg stilvoll zu beenden.</p>
<p class="Body">Die Show begann unter dem frenetischen Jubel der 1.800 Gäste. Die erste längere Unterbrechung gab es schon nach der 3. Szene, in der Felix Martin (Fürsterzbischof Colloredo) mit &#8222;Wo bleibt Mozart?&#8220; die Besucher zu spontanen Standing Ovations hinriss. Großen Applaus erntete auch Ethan Freeman, der als Leopold Mozart das Publikum zu Tränen rührte als er seinem Sohn Wolfgang ein letztes verzweifeltes Mal den guten Rat gab &#8222;Schließ&#8216; Dein Herz in Eisen ein&#8220;.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1377">
<div class="style_2">
<p class="Body">Dass diese »Mozart!«-Vorstellung eine ganz besondere war, wurde jedem spätestens in der Praterszene klar, nach der die Requisiteure eine weiße Fahne mit der Aufschrift „Tschüß“ aus dem Weberschen Wohnmobil hängten und beim Verlassen der Bühne zum Abschied ins Publikum winkten.</p>
<p class="Body">Die ganze Show war gespickt mit vielen kleinen Hinweisen auf das Ende des Stücks. Am deutlichsten waren gezielte Textänderungen von Aleksander di Capri, der als Graf Arco den rebellischen Wolfgang Mozart (ein letztes und erneut außergewöhnliches Mal gespielt von Yngve Gasoy-Romdal) nach Bad Hersfeld schickte, anstatt nach Salzburg – eine Anspielung auf Yngve Gasoy-Romdals dortiges Engagement als Jesus in Andrew Lloyd Webbers Jesus Christ Superstar. Am Ende der vorletzten Szene im 1. Akt fanden sowohl Aleksander di Capri als auch Yngve Gasoy-Romdal die eindringlichsten Worte: &#8222;Schade um uns Mozart! Jetzt ist es aus mit uns!&#8220; &#8222;Nein, wir fangen erst an, jetzt sind wir frei!!!!&#8220; Das Ergebnis dieser sehr emotionalen Einlage waren minutenlange Standing Ovations.</p>
<p class="Body">Nachdem der letzte Ton von „Wie wird man seinen Schatten los?“ verklungen war und Yngve Gasoy-Romdal den 1. Akt trotz seiner Rückenverletzung mit dem legendären Sprung über die Klaviertasten beendet hatte, wollte der Applaus für die grandiose Leistung des Ensembles nicht enden.</p>
<p class="Body">Auch im 2. Akt fanden die »Mozart!«-Darsteller die passenden Worte zum abrupten Ende der Spielzeit. So beklagte sich Maricel alias Constanze bei Wolfgang über die Umstände, die zur Absetzung des Stücks geführt haben, anstatt (wie es im Skript steht) um Schutz vor ihrer herrischen Mutter und deren Freund zu bitten: &#8222;Die haben mich hier rausgeworfen! Und Geld bekomme ich auch keins mehr!&#8220;</p>
<p class="Body">Einen Lacher ernteten die Requisiteure, die der Königin der Nacht, die während des Zauberflötenmedleys von der Bühnendecke schwebt, ein brasilianisches Fußballtrikot übergezogen hatten. Diese witzige Showeinlage drängte die aufsteigende Trauer noch einmal kurzzeitig zurück.</p>
<p class="Body">Als jedoch die Sterbeszene vorüber war und sich das »Mozart!«-Ensemble an den Bühnenrand vorwagte, um ein letztes Mal gemeinsam „Wie wird man seinen Schatten los?“ zu singen, stand bereits das gesamte Publikum und zwischen all den Jubelrufen und begeisterten Pfiffen hörte man tiefe Schluchzer und sah um sich herum viele Gäste mit Tränen in den Augen. Aber auch den Darstellern ging es nicht besser…</p>
<p class="Body">Der Geschäftsführer der Neuen Flora, Dieter Powitz, hielt eine kurze Rede und bedankte sich bei allen, die »Mozart!« während der schweren Monate in Hamburg unterstützt hatten. Dann bat er die Schöpfer von »Mozart!« Sylvester Levay und Dr. Michael Kunze zusammen mit den weiteren Wolfgang-Darstellern Fritz Schmid, Martin Pasching und Fernand Delosch auf die Bühne.</p>
<p class="Body">Aber damit war die letzte »Mozart!«-Show noch nicht zu Ende&#8230;</p>
<p class="Body">Das Ensemble hatte sich noch eine ganz besondere Überraschung ausgedacht: Zunächst hörte man nur ein einsames Klavier, das ein Lied anstimmte, dass von vielen Besuchern der Hamburger »Mozart!«-Inszenierung als das schönste des gesamten Stücks bezeichnet wurde: „Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise!“ erklang noch einmal in einer wundervollen Interpretation. Das zu Tränen gerührte Ensemble und ein sichtlich ergriffener Hauptdarsteller sangen die ersten Worte des in diesem Moment so passenden Liedes. Die nächste Strophe wurde von den vier Wolfgang-Darsteller allein gesungen und auch die „Originalfassung“, in der Wolfgang, sein Vater Leopold, seine Schwester Nannerl und seine Mutter Maria-Anna voneinander Abschied nehmen, wurde in einer weiteren Strophe aufgegriffen.</p>
<p class="Body">Wer bis zu dieser Minute dem Ende von »Mozart!« noch relativ gelassen entgegen gesehen hatte, rang spätestens jetzt mit seiner Fassung. Zahllose Rosen, Geschenke und Plakate, die zu den Darstellern auf die Bühne geworfen wurden, taten ein übriges, um jedem im Publikum klar zu machen, dass er hier die letzten Minuten eines der besten deutschsprachigen Musicals erlebte.</p>
<p class="Body">Abschließend sangen die »Mozart!«-Darsteller zusammen mit allen 1.800 Gästen ein letztes sehr bewegendes Mal „Gold von den Sternen“ und dann senkte sich der letzte Vorhang von »Mozart!« in Hamburg.</p>
<p class="Body">Für die Mitarbeiter der Neuen Flora gab es zum Abschied noch eine Dernierenparty, auf der sich die Künstler und Backstage-Mitarbeiter von ihrem »Mozart!« verabschieden konnten. Doch zuvor gab es noch eine eilig einberufene Mitarbeiterversammlung, auf der den Mitarbeitern das verkündet wurde, was am nächsten Tag in allen Zeitungen stand: dass die Stage Holding vier der fünf Stella-Theatern kaufen würde und die Nachfolgeproduktionen ebenfalls bereits feststehen.</p>
<p class="Body">Auch, wenn sich alle gewünscht hatten, dass es mit »Mozart!« weitergehen würde, war die verkündete Übernahme der Neuen Flora durch die Stage Holding ein Lichtblick. Aber bevor sich irgend jemand Gedanken über die Zukunft in Form eines riesigen Atlantik-Kreuzers namens »Titanic« machte, wurde im Foyer der Neuen Flora noch einmal eine der berühmt-berüchtigten Stella-Partys gefeiert: Es gab ein großes Buffet; und der DJ spielte einen Musikmix, der auch den erschöpftesten Mitarbeiter zum Tanzen animierte.</p>
<p class="Body">Dennoch sah man überall auch Menschen, die sich traurig in den Armen lagen und spürte ein bisschen von dem Wehmut über das plötzliche Ende von »Mozart!«. Es ließ sich eben doch nicht verhehlen, dass es sich um eine Abschiedsfeier handelte – Abschied von »Mozart!«, vom Theater, von den lieb gewonnenen Kolleginnen und Kollegen…</p>
<p class="Body">Als es am Montag morgen in Hamburg schon wieder hell wurde, war die Dernierenparty immer noch in vollem Gang.</p>
<p class="Body">Dass ein musikalisch und künstlerisch erstklassig besetztes Stück nach insgesamt nicht einmal 750 Vorstellungen in Wien und Hamburg abgesetzt werden muss, ist sehr schade. Das ist absolut kein Alter für Musical, wenn man bedenkt, dass Stücke wie »Cats«, »Starlight Express« und »Das Phantom der Oper« in Deutschland seit weit über zehn Jahren laufen und auch »Elisabeth« im Herbst 10-jähriges Jubiläum feiert. Vielleicht darf ja auch »Mozart!« eines Tages an einem anderen Standort eine Wiederauferstehung feiern.</p>
<p class="Body">Den 35 Künstlern, die in den vergangenen Monaten Abend für Abend auf der Bühne der Neuen Flora standen und die Besucher in ihren Bann zogen, kann man nur wünschen, dass sie möglichst bald ein Engagement bei einem ähnlich anspruchsvollen Musical und einem so begeisterungsfähigen Publikum wie dem in der Neuen Flora Hamburg finden.</p>
<p class="Body">Und für die Mitarbeiter der Neuen Flora bleibt zu hoffen, dass die Stage Holding nicht allzu viele Personalkürzungen vornimmt und dass das grandiose Team, das »Das Phantom der Oper« und »Mozart!« betreut hat auch der »Titanic« beim deutschen Stapellauf zur Seite stehen kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Derniere: </span></strong>30. Juni 2002</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Yngve Gasoy-Romdal, Felix Martin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong>  Michael Kunze / Sylvester Levay<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stella Entertainment<br />
</span></div>
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		<title>Mozart! &#8211; Perücken &#038; Kostüme</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mozart-peruecken-kostueme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2002 09:14:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Flora]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Zauber von &#8222;Mozart!&#8220; findet hinter der Bühne statt &#8211;  zumindest, wenn man den Worten von Werner Merz, Leiter der Masken- und Perückenabteilung bei »Mozart! &#8211; Das Musical« in Hamburg, Glauben schenkt. Grund genug, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu erleben, wie die phantastischen, vielseitigen Kostüme und Perücken entstehen, die die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">
<p>Der Zauber von &#8222;Mozart!&#8220; findet hinter der Bühne statt &#8211;  zumindest, wenn man den Worten von Werner Merz, Leiter der Masken- und Perückenabteilung bei »Mozart! &#8211; Das Musical« in Hamburg, Glauben schenkt. Grund genug, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu erleben, wie die phantastischen, vielseitigen Kostüme und Perücken entstehen, die die Zuschauer allabendlich in ihren Bann ziehen.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Alles begann mit den Entwürfen des Kostümdesigners Yan Tax. Er gibt anhand von Zeichnungen genau vor, wie die Perücken aussehen sollen; bei den Kostümen macht er mit den so genannten Figurinen zusätzlich noch genaue Vorgaben bezüglich der zu verwendenden Stoffe.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_2002_files/shapeimage_3.png" alt="" width="311" height="401" /></div>
<p class="Body">Im nächsten Schritt wurde bei allen »Mozart!«- Darstellern Maß genommen, um Schnittmuster für die Kostüme und Gipsköpfe für die Perücken herstellen zu können.</p>
<p class="Title">Gerade bei den Rokoko-Kostümen war schneiderisches Geschick gefragt: Kostüme historisch exakt zu schneidern, hätte bedeutet, sie unbequem zu machen; zum Beispiel hatten die Herrenhemden der Rokoko-Zeit extrem steife, spitze Kragen und die Stahl-Reifröcke unter den Kleidern schränkten die Bewegungsfreiheit stark ein. Daher musste man den Kompromiss eingehen, die Kostüme den historischen Originalen möglichst ähnlich zu machen, sie aber dennoch so bequem zu schneidern, dass die Darsteller darin problemlos auf der Bühne spielen können.</p>
</div>
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<div id="id4" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_721">
<div class="style_2">
<p class="Body">Generell hat jede Erstbesetzung ihre eigenen, maßgefertigten Kostüme – die Zweitbesetzungen bekommen nur dann eigene Kostüme, wenn ihnen wirklich keines der Erstbesetzung passt. Dies trifft auch auf das aufwändige Praterkostüm von Cäcilia Weber zu: Da alle vier Cäcilia-Darstellerinnen in ein Kostüm hineinpassen, musste dieses über und über mit Pailletten bestickte Kostüm, das fast 20 kg wiegt, nur einmal hergestellt werden.</p>
<p class="Body">Die Anfertigung eines Palaiskleides, wie es das weibliche Ensemble in der Szene „Im Mesmerschen Palais in Wien“ trägt, dauert ca. 100 Arbeitsstunden. Für jedes Kleid werden mehr als 10 m Oberstoff zzgl. Einlagen, Futter, Unterröcken und Unterbau mit Stahlreifen verarbeitet. Durch diesen hohen Verarbeitungsaufwand entstehen Kosten von bis zu 6.000 Euro pro Kostüm.</p>
<p class="Body">Fragt man Holger Klingenberg, den Gewandmeister und Leiter der Kostümabteilung der Neuen Flora Hamburg nach seinem Lieblingskostüm von »Mozart!« so nennt er zunächst eben diese bis zu 1,2 m breiten Palaiskleider der Damen. Aber sein absoluter Favorit ist das leuchtend rote Colloredo-Kostüm mit seinen prunkvollen goldenen Stickereien.</p>
<p class="Body">Der Aufwand in der Maskenabteilung ist ähnlich groß wie bei den Kostümen. Nachdem von jedem Darsteller ein Gipskopf angefertigt wurde, wird anhand der Designvorgaben von Yan Tax jede Perücke handgefertigt. Hierzu wird jedes Haar einzeln in die Perücken geknüpft.</p>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Mozart_2002_files/shapeimage_2.png" alt="" width="401" height="247" /></div>
<p class="Body">Bei »Mozart!«- kommen zwei Arten von Echthaar zur Anwendung: Für die Rastaperücke von Wolfgang Mozart und die bis 75 cm hohen und 500-800g schweren Rokoko-Perücken wurde Büffelhaar verwendet, das viermal so dick und damit deutlich widerstandfähiger ist als europäisches Haar. Für die übrigen Perücken wurde asiatisches Menschenhaar eingesetzt, da es doppelt so dick, haltbarer und daher besser frisierbar ist.</p>
<p class="Body">Um das ursprünglich schwarze Haar färben zu können, werden zunächst die Haarschuppen abgezogen und das Haar gebleicht. Anhand von Farbmusterkarten wird dann die Farbe ausgewählt, die der Designer für die Perücke vorgegeben hat und das Haar entsprechend gefärbt. Um eine Perücke möglichst lebendig und real aussehen zu lassen, werden bis zu fünf verschiedene Farbtöne in einer Perücke verarbeitet.</p>
<p class="Body">Eine Perücke hält ca. 50 Vorstellungen, das heißt das alle 1-2 Monate für das komplette Ensemble neue Perücken hergestellt werden müssen. Der Arbeitsaufwand für eine Perücke liegt bei ca. 50 Stunden. Spitzenreiter mit bis zu 60 Stunden ist die Perücke von Cäcilia Weber in der Praterszene.</p>
<p class="Body">In jeder Vorstellung kommen 150 Perücken und 300 Kostüme zum Einsatz. Das macht ca. 300 Perücken- und Kostümwechsel, die teilweise in weniger als 20 Sekunden durchgeführt werden müssen. Da »Mozart!« ein echtes Ensemblestück ist, müssen  nach einigen Szenen bis zu 30 Wechsel gleichzeitig durchgeführt werden.</p>
<p class="Body">Die 31 Dresser, die den Darstellern während jeder Aufführung beim An- und Umkleiden behilflich sind führen Buch, was während der Show kaputt geht. Da bei »Mozart!«- sehr enthusiastisch gespielt wird und die empfindlichen, filigranen Materialien zudem starkunter dem Scheinwerferlicht und dem Schweiß leiden, sind Reparaturen an der Tagesordnung.</p>
<p class="Body">Nach der letzten Vorstellung von »Mozart!« in der Neuen Flora Hamburg am 30.06.2002, werden alle Kostüme nach Wien zurückgeschickt, da sie von den Vereinigten Bühnen Wien lediglich gemietet sind.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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