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	<title>Mecklenburgisches Staatstheater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Mecklenburgisches Staatstheater-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein Genuss für alle Sinne!</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 11:19:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Maury Yestons Untergangs-Drama begeistert schon seit der Uraufführung 1997 mit symphonisch aufbrandenden Klängen, die die Zuschauer vollumfänglich in ihren Bann ziehen. Allein diese musikalische Kulisse open air bereitzustellen, ist eine Herausforderung für sich! Doch das Mecklenburgische Staatstheater hat keine Mühen gescheut und platziert sein komplettes Orchester Corona-konform Abstand haltend in einem großen Saal innerhalb des Theaters, von dem aus der Sound live in das Amphitheater im Alten Garten vor dem Theater übertragen wird. Und was für ein Sound das ist! Martin Schelhaas hat hier erstklassige Arbeit geleistet, die von der exzellenten Tontechnik ohne jeden Verlust zu Gehör gebracht wird. Und so sitzt das Publikum schon während der Ouvertüre mit Gänsehaut da und lauscht gebannt den musikalischen Wogen, auf denen die Titanic schwimmt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3075 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-1024x768.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3-1536x1152.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/Titanic-in-Schwerin-Wie-die-Schlossfestspiele-das-Schiffsunglueck-auf-die-Buehne-bringen_reference_4_3.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die Zuschauer wurden im Schachbrettmuster platziert und jede zweite Reihe blieb frei, so dass auch hier die obligatorischen 1,5 m Abstand gewahrt wurden. Das wunderbare Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning (blau-weiße Skizzen der Titanic säumen in Rundbögen links und rechts die verschiedenen Spielebenen), die dahinter aufblitzenden Türme des Schweriner Schlosses sowie die Möwen über den Köpfen des Publikums lassen diese Sicherheitsmaßnahmen jedoch schnell vergessen. Die schwungvollen Melodien, wenn die verschiedenen Gästeklassen „ihre“ Titanic entdecken, nehmen einen direkt mit auf große Fahrt!</p>
<p>Das Ensemble klingt voluminös; Daniel Kirchmann hat hier mit der Choreinstudierung ein gutes Händchen bewiesen. Nur selten hört man einzelne Darstellerinnen oder Darsteller aus der Gruppe heraus.</p>
<p>Auch optisch sind die Klassen der Passagiere sehr gut voneinander unterscheidbar: Während die dritte Klasse in dickeren Stoffen und Erdtönen gewandet ist, gibt es in der 2. Klasse durchweg feinere Gewebe in klareren Farben (insbesondere Alice und Edgar Beane) zu sehen. Die 1. Klasse sticht besonders durch die detailverliebten Kleider und Hüte hervor, die vor Satin und Glitzer nur so wimmeln. Adriana Mortelliti zeichnet für diese Kostümwelten verantwortlich.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-3072 size-medium" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-1536x979.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I9945-scaled-e1633261319846-2048x1306.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Inszeniert wurde dieses Festspiel-Musical von Toni Burkhardt, der als Operndirektor des Hauses auch schon einige andere Musicals („My Fair Lady“, „Im Weißen Rössl“) auf die Bühne gebracht hat. Burkhardt hat ein Gespür für große Stoffe, vergisst aber dabei nicht die Charaktere. Dies wird auch hier bei „Titanic“ sehr deutlich: So viel Empfindsamkeit und Menschlichkeit trifft man bei den Protagonisten selten an. So wirkt bspw. der 1. Offizier Murdoch (gespielt von Marco Fahrland-Jadue) sehr natürlich und bringt sein Solo „Ein Kapitän zu sein“ sehr gefühlvoll über die Rampe. Oliver Morschel sitzt zwar als Funker Bride in seinem kleinen Kämmerlein, doch auch er ist wundervoll nahbar und sein teils sehr klassischer Gesang („Die Nacht hallte wider“) berührt tief. Als der robuste und hemdsärmelige Heizer Barrett steht Dennis Weißert auf der Bühne. Auch er legt viel Gefühl in seinen Gesang und wirkt sehr authentisch in seinen Handlungen.</p>
<p>Die drei Kates (Carmen Danen als McGowan, Laura Saleh als Mullins und Katrin Hübner als Murphey) bringen die Sehnsüchte, die sie mit einem neuen Leben „in Amerika“ verbinden, ganz zauberhaft zum Ausdruck. Insbesondere Danen‘s rauchige Stimme passt ganz hervorragend zum burschikosen Wesen der Kate McGowan.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3069 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I0243-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Cornelius Lewenberg und Marion Wulf stehen als Edgar und Alice Beane auf der strahlend weißen Bühne. Ihre blauen Kostüme heben sich hier ganz vortrefflich ab. Während Alice in dieser Inszenierung zwar nicht so exzentrisch, aber dennoch sehr willensstark ist, besticht Edgar durch eine raumgreifende Souveränität. Lewenbergs tiefe Stimme verleiht dem seiner Frau vermeintlich hinterherlaufenden Edgar eine ganz besondere Nuance.</p>
<p>„Kein Mond“, eine der ergreifendsten und aufwühlendsten Nummern dieses Stück, ist perfekt inszeniert: Konstantin Busack überstrahlt als Frederick Fleet im Krähennest mit seiner klaren Stimme alles! Das Ensemble erklingt einmal mehr tadellos.</p>
<p>Das Wasser vor der Bühne ist in dieser Szene tatsächlich komplett ruhig und der schwarze Mond, der im Hintergrund wohl die mondlose Nacht symbolisieren soll, geben dieser etwas Bedrohliches. In dem Moment, in dem die unsinkbare Titanic den Eisberg trifft, scheinen das ganze Amphitheater und alle Tribünen zu erbeben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3068 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I7587-scaled.jpg 1706w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Es gelingt dem Kreativteam Burkhardt-Schelhaas diese Intensität auch nach der Pause aufrechtzuerhalten: „Im Schlafanzug im Großen Saal“ strebt gleichsam energisch voran und schwebt trotzdem scheinbar leicht dahin. Alles gipfelt in der „Schuldfrage“, in der sich Eigentümer Ismay (Marc Clear), Schiffskonstrukteur Andrews (Max Niemeyer) und Captain Smith (Ansgar Schäfer) gegenseitig anklagen, für das Unglück verantwortlich zu sein. Sowohl gesanglich als auch mimisch lässt Clear hier keinen Zweifel aufkommen: Ismay ist gänzlich unschuldig. Doch die mitschwingende und deutlich sichtbare Emotionalität belegt etwas anderes. Andrews alias Niemeyer sieht sehr schnell, dass dieses Unglück ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist. Sein vehementes Gegenangehen wirkt so gar nicht britisch unterkühlt. Eine großartige Dramatik! In diesem Trio ist der Captain tatsächlich das schwächste Glied, doch irgendwie passt dessen Verletztheit und unbedingte Verantwortung perfekt dazu.</p>
<p>Zartfühlend und sehr liebevoll anzuschauen sind Femke Soetenga und Sven Mattke als alterndes Ehepaar Ida und Isidor Straus, das sich entschließt, seine Plätze in den Booten jüngeren Passagieren zu überlassen. „Wie vor aller Zeit“ ist einerseits sehr traurig, andererseits aber doch auch eine wundervolle Liebeserklärung, die von den beiden Sängern mit sehr viel Verve intoniert wird.</p>
<p>Max Niemeyer zeigt bei „Andrews‘ Vision“ nochmals viel Scham und Schuldgefühl, was in jedem Ton mitklingt. Man ist so gebannt von diesem Einzelschicksal, dass man fast verpasst, dass sich der Untergang nun auch auf der Bühne zeigt: Einzelne Spielebenen verschieben sich und werden immer schräger. Hier hätte man sich vielleicht etwas mehr gewünscht, doch eine umfassende Veränderung der Bühne hätte andererseits den Fokus auf die Protagonisten zu sehr gestört.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3071 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-1024x682.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-1536x1023.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2021/10/AF5I1577-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wenn zum Finale die Überlebenden am Bühnenrand stehen (Marc Clear alias Ismay würde aber wohl am liebsten im Erdboden verschwinden), während in der Großkulisse noch die Ertrunkenen liegen und das Ensemble ein letztes Mal zur Lobpreisung der Titanic ansetzt, sieht man hier und da im Publikum durchaus einige Tränen fließen. Die dramatische Geschichte über die vielen verschiedenen Menschen, die man in gut drei Stunden ein wenig kennenlernen durfte, eingefasst von Melodien, die mitreißender nicht sein könnten – bei den Schlossfestspielen in Schwerin erlebt man die perfekte Symbiose.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<em><span style="color: #000080;">leicht gekürzt erschienen in </span><a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #000080;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. Juni 2021</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong><span class="Bold">Marc Clear, Max Niemeyer, Ansgar Schäfer, Marco Fahrland-Jadue</span>, Oliver Morschel, Dennis Weißert, Carmen Danen, Laura Saleh, Katrin Hübner, Cornelius Lewenberg, Marion Wulf, Konstantin Busack, Femke Soetenga, Sven Mattke     </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span></strong> <span class="Bold">Toni Burkhardt<br />
</span></span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></p>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/beeindruckende-umsetzung-dieses-hochpolitischen-und-nicht-weniger-hochemotionalen-musicals-mit-einem-wermutstropfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Gergen]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
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		<category><![CDATA[Mecklenburgisches Staatstheater]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwerin]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kroggel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2925 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x980.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1306.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch mit Highlights wie der brennenden Bühne bei Trumpers ergreifenden Erinnerungen an seine unglückliche Kindheit („Sei nie ein Kind“) macht Hinrichs dies spielend wett.</p>
<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2924 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Viviane-Bretz-Konstantin-Busack-Rasmus-Burkowski-Marc-Clear-Finja-Harder-Balletensemble-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Trumpers Widersacher, Anatoly Sergievsky, wird von Marc Clear gespielt. Das Schweriner Publikum kennt ihn bereits von „Jekyll &amp; Hyde“ und wird auch bei „Chess“ nicht enttäuscht. Clears nur scheinbar unauffällige Erscheinung mündet in einer raumgreifenden Bühnenpräsenz, die sich bei „Wer ich sein will“ und natürlich der ergreifenden „Hymne“ Bahn bricht. Gergen hat die Dramaturgie bei „Anthem“ perfekt nachgezeichnet. Gesanglich meistert er die schwungvollen und textreichen Songs beeindruckend souverän. Wenn Clear am Schluss auf einer Mauer steht und um ihn herum Wachtürme, Stacheldraht und die UdSSR-Flagge projiziert werden, muss man dies neidlos als ein perfektes Szenenbild mit einer unzweideutigen Botschaft und einem herausragenden Protagonisten anerkennen. Gänsehaut pur!</p>
<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
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<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Auch Stadttheater können Broadway-Feeling vermitteln</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/auch-stadttheater-koennen-broadway-feeling-vermitteln/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 27 Oct 2013 15:20:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Lembcke]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bornmüller]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<p class="Body">„Frühling für Hitler“ &#8211; das wohl schlechteste Musical aller Zeiten sollte Max Bialystock und Leo Bloom auf zugegebenermaßen leicht illegalem Weg zu Reichtum verhelfen. Doch die skurrile Show über einen tanzenden Hitler, hüftschwingende SS-Soldaten, mit klischeetriefenden Texten und banalsten Choreographien wird zum Erfolg! Kritiker und Publikum lieben die Show gleichermaßen, Max Bialystock wird eingebuchtet und Leo Bloom flüchtet mit seiner Ulla nach Rio.</p>
<p class="Body">Dass eine solch ungewöhnliche Idee zu einer Bühnenshow nur einem ausgemachten Querdenker wie Mel Brooks entstammen kann, ist klar. Und doch hätte ihn mit der Adaption seines Films dasselbe Schicksal ereilen können wie Max Bialystock vor „Frühling für Hitler“. Doch sechs erfolgreiche Jahre am Broadway, vier Jahre im West End und unzählige Auszeichnungen machten „The Producers“ zu einem der erfolgreichsten Stücke der letzten Jahre.</p>
<p class="Body">Die kurzen Spielzeiten in Wien und Berlin (2008 und 2009) reichten bei weitem nicht an den Erfolg der internationalen Vorgänger-Produktionen heran.</p>
<p class="Body">Nun hat sich also das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin die Aufführungsrechte sichern können. Sicherlich nicht das einfachste Pflaster für ein Stück, in dem vermeintlich die deutsche Geschichte verhohnepipelt wird. Und doch kann man den Entscheidern und Kreativen nur zur ihrer mehr als gelungenen Inszenierung gratulieren. „The Producers“ in Schwerin lässt es an nichts vermissen und braucht sich hinter den großen Produktionen in Wien und London nicht verstecken. Ein Hauch von Broadway im Nord-Osten unserer Republik &#8211; wie das geht, kann man sich jetzt in Schwerin anschauen!</p>
<p class="Body">Optisch schöpft die Inszenierung von Peter Dehler (Regie) aus dem Vollen, Ulv Jakobsen schafft mit seinen Kulissen zu jeder Szene den richtigen Rahmen, spart nicht mit Klischees (mein Favorit: die rosa Plüschtreppe in Roger DeBris Appartement) und die Kostüme von Susanne Richter unterstützen diesen rundum gelungenen Eindruck. Sogar der Chor trat in eigens entworfenen Kleidern auf. Hier wurde offenbar nicht am falschen Ende gespart, wie es leider recht oft in vielen Stadttheatern der Fall ist.</p>
<p class="Body">Die Hauptdarsteller spielen also vor eindrucksvollen Kulissen und werden von einem nicht minder beindruckenden Orchester begleitet. Unter der Leitung von Martin Schelhaas gelangen die schmissigen, typisch amerikanischen Broadwayklänge aus der Feder von Mel Brooks direkt ins Ohr. Das Publikum wippt mit den Füßen und klatscht begeistert mit, wenn das mehr als 30-köpfige Orchester loslegt.</p>
<p class="Body">Dirk Audehm gibt einen sehr charismatischen Max Bialystock. Er überzeugt durch komödiantisches Talent, zeigt Stärken in Gesang und Tanz und lässt seinen Kollegen ausreichend Raum zur Entfaltung. Als Leopold Bloom steht Christoph Bornmüller seinen Mann. Er ist gleichermaßen bedauernswert als auch idealistisch, seine Tolpatschigkeit ist herzerwärmend und seine Anbandelei mit Ulla schreiend komisch. Als schwedisches Multitalent Ulla steht Sonja Isemer auf der Bühne. Sie überzieht den Charakter der dummen, schwedischen Blondine perfekt und fügt durch ein sehr ausgeprägtes Minenspiel noch das gewisse Etwas hinzu.</p>
<p class="Body">Andreas Lembcke fällt die Rolle des exzentrischen, in der Vergangenheit verhafteten Autoren Franz Liebkind zu. Dieser Charakter ist sicherlich einer der schwierigsten in „The Producers“, muss doch eine Gratwanderung zwischen der Propagierung nationalsozialistischen Gedankenguts und psychischer Entrücktheit gelingen. In Schwerin wurde diese Rolle leider etwas zu sehr ins Lächerliche gezogen. Lembckes Grimassen schießen deutlich über das Ziel hinaus und so kann man die Figur nicht einordnen, Liebkind als „Alpin Rambo“ weder Ernst nehmen noch über ihn lachen. Dennoch ist „Grüß di Gott, pitsch patsch“ eine der lustigsten Szenen des Abends, was nicht zuletzt auch an der perfekt umgesetzten Choreographie (Rüdiger Daas) liegt.</p>
<p class="Body">Roger DeBris „Lebensabschnittsassistentin“ Carmen Ghia wird von Klaus Bieligk wunderbar einfühlsam gespielt. Er bedient die Klischees der so genannten „weiblichen Seite“, ist mal extrem beleidigt, mal der Retter in der Not. Özgür Platte ist als zickiger, überkandidelter Regisseur und notgedrungener Titelheld von „Frühling für Hitler“ sehr überzeugend. Sein Roger DeBris gewinnt viele Sympathien, nicht zuletzt auch wegen seines einzigartigen Teams, das in „Mach es warm“ die volle Ladung Klischees und Vorurteile über Homosexuelle jeglicher Couleur über dem Publikum ausschüttet.</p>
<p class="Body">„The Producers“ lebt vom schönen Schein des Broadway. Dies muss sich natürlich auch in den Choreographien widerspiegeln. Ähnlich wie Peter Dehler in der Personenregie hat sich Rüdiger Daas in den Choreographien weitestgehend an der Originalinszenierung orientiert. So bekommt das Publikum 14 mit ihren Gehhilfen steppende Großmütterchen zu sehen, erfreut sich an Beine schwingenden Wehrmachtssoldatinnen in Hotpants und schüttet sich vor Lachen aus als die Bier-, Brezel- und Weißwurst-Tänzerinnen die Showtreppe hinunter balancieren. Ein Highlight bildet sicherlich das getanzte Hakenkreuz, das den Zuschauern durch einen gekippten Spiegel auch bis in die letzte Reihe deutlich gezeigt wird.</p>
<p class="Body">Ja, es ist befremdlich über diese abstruse Show so herzhaft zu lachen wie sie es verdient. Aber wenn man sich vor Augen führt, dass es letztlich um zwei jüdische Produzenten geht, die um jeden Preis einen Misserfolg am Broadway erzielen wollen und dafür ausgerechnet eine Hitler-Persiflage wählen, bekommt man eine andere Sichtweise. Dann fällt es auch nicht mehr schwer über Franz Liebkinds weiße Friedenstaube namens Adolf zu lachen, die unter ihrem rechten Flüge eine Mini-Hakenkreuzfahne versteckt hat.</p>
<p class="Body">Es wurde Zeit, dass „The Producers“ wieder auf einer deutschen Bühne gezeigt wird. Mit viel Liebe zum Detail, prächtig ausgestatteten Szenen und Darstellern, die ihr Handwerkszeug gekonnt einsetzen, beweist das Mecklenburgische Staatstheater, dass „Think Big“ nicht nur den Produzenten von Ensuite-Musicals vorbehalten sein muss.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>25. Oktober 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Dirk Audehm, Christoph Bornmüller, Sonja Isemer, Andreas Lembcke, Klaus Bieligk, Özgür Platte</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Mel Brooks / Peter Dehler<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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