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	<title>Maximilian Mann-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Maximilian Mann-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine gelungene, erwachsene Neuinszenierung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:43:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2225 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für die Premiere im La Jolla Playhouse in San Diego im Herbst 2014 wurde James Lapines Buch von Peter Parnell dahingehend überarbeitet, dass weniger das Süßliche im Mittelpunkt steht, für das Disney so beliebt ist, sondern die einzelnen Charaktere deutlich mehr Tiefgang bekommen.</p>
<p>Auch Alan Menken und Stephen Schwartz haben die Songs überarbeitet bzw. ergänzt und durch den Einsatz eines großes (Kirchen-)Chores der ganzen Show ein noch beeindruckenderes Klangbild gegeben.</p>
<p>Diese neue, „erwachsene“ Ausrichtung wird schon in der ersten Szene spürbar: Frollo ist ein verbitterter, fast schon bösartiger Kirchenfürst. Doch ein Rückblick in seine Vergangenheit zeigt, dass er sich seit Jugendtagen schuldig fühlt, seinen Bruder, der mit einer Zigeunerin durchbrennen wollte, im Stich gelassen  zu haben.</p>
<p>Quasimodo ist demzufolge auch kein Findelkind, sondern der Sohn seines Bruders und damit Frollos eigen Fleisch und Blut. Frollo (gespielt von einem herausragenden Felix Martin) versucht, sich der „Missgeburt“ zu entledigen, bringt es aber nicht über sich und verschreibt sich fortan der Kirche .</p>
<p>Zum „Narrenfest“ wird es nicht nur bunt auf der Bühne, auch die Integration von verschiedenen Religionsspezifischen  Klanginstrumenten ist sehr gelungen. Überhaupt wird hier viel mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen gespielt, die – wenn man sie wahrnehmen möchte – durchaus Spaß machen. König Louis XI , der mit der durch Andrea Merkel bekannt gewordenen Handhaltung des stabilen Dreiecks über die Bühne streitet, ist nur ein Beispiel hierfür.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2227 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg" alt="" width="400" height="256" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson.jpg 540w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Parnells Vorstellung lebt Quasimodo in seiner Welt über den Dächern Paris’ nicht mit einigen wenigen Wasserspeiern zusammen, sondern mit fast zwei Dutzend, die ihm alle gehörig die Meinung sagen, ihm aber auch nahezu bedingungslos zur Seite stehen. Einzig als der frustrierte und verletzte Quasimodo seine steinernen Freunde anzweifelt und beleidigt („Nur aus Stein“), ziehen sie sich (vorübergehend) von ihm zurück.</p>
<p>Jede der Glocken, die in Alexander Dodges Bühnenbild anmutig und gewaltig zugleich erscheinen, hat einen Namen, den Quasimodo ehrfurchtsvoll und voller Liebe ausspricht. „Draußen“ hat einen wunderschönen, kindlichen Charme und ist voller Neugier. David Jakobs gelingt es, den entstellten Glöckner stimmlich sehr verletzlich zu intonieren. Seine Jugend hilft ihm dabei, binnen Sekunden zu einem großen Sympathieträger zu werden.</p>
<p>Das Kostümdesign von Alejo Vietti besticht durch viele Details und eine weniger „schreiende“ Farbenpracht. Es wirkt alles etwas dezenter und natürlicher als man es sonst von Disney-Musicals gewöhnt ist. Kostümwechsel finden vor den Augen der Zuschauer statt, in dem kleine Einzelteile ausgetauscht werden, die das Gesamtbild komplett verändern.</p>
<p>Dies gilt auch für die alle Männer bezirzende Esmeralda (Mercedesz Csampai). Ihr Slow-Motion-Tücher-Tanz ist sehr lasziv gedacht, doch Csampai wirkt zu sehr wie eine Latina und ihr Hüftschwung ist mit dem einer versierten Bauchtänzerin nicht zu vergleichen. Dies mag aber durchaus Absicht von Chase Brock (Choreographie) gewesen sein, denn auch viele Ensemble-Tanznummern haben einen eindeutig spanischen Einschlag, der aber leider von den Tänzern tendenziell wenig akkurat umgesetzt wird.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2229 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei Männer – Frollo, Hauptmann Phoebus  und Quasimodo – wickelt Esmeralda spielend um den Finger. Ihre Zuneigung zu Quasimodo ist echt, sie verbringt Zeit mit ihm im Glockenturm von Notre Dame, lässt sich von ihm Gebärdensprache (toller Clou, denn laut Hugo’s Vorlage hat Quasimodo durch den Lärm der Glocken sein Gehör verloren) beibringen und fühlt sich sichtlich geborgen.</p>
<p>Ihre Stärke zeigt sich insbesondere dann, wenn sie sich frech gegen Frollo stellt.</p>
<p>Dieser sieht in ihr zunehmend eine Bedrohung – nicht nur für seine selbst auferlegte Keuschheit. Die erblühende Leidenschaft zwischen Esmeralda und Phoebus ist ihm ebenso ein Dorn im Auge wie die Zuneigung, die Esmeralda ganz offensichtlich für Quasimodo hegt. „Feuer der Hölle“ ist folgerichtig sehr intensiv, denn Felix Martin wird vom Chor großartig unterstützt – Gänsehaut pur!</p>
<p>Hauptmann Phoebus (Maximilian Mann) ist nicht bloß der tumbe Schönling, den man aus dem Disney-Trickfilm kennt, sondern hat durchaus Charakterstärke, die sich insbesondere in seinem Widerstand gegen Frollo zeigt. Den Kampf zwischen Frollo und Phoebus am Ende des ersten Akts beenden die Zigeuner mit einem (viele Zuschauer erschreckenden) Knalleffekt. Damit retten sie jedoch beiden Kontrahenten das Leben.</p>
<p>Doch das Drama geht weiter: Quasimodo muss mit ansehen, wie sich Esmeralda und Phoebus lieben, und Frollo verspricht Esmeralda Phoebus das Leben zu schenken, wenn sie ihm zu Willen ist. Sie willigt nur scheinbar ein, doch nachdem Phoebus bei Quasimodo in Sicherheit ist, wendet sie sich von Frollo ab und landet daher auf dem Scheiterhaufen. Dort spuckt sie Frollo ins Gesicht und sieht ihrem Ende entgegen. Doch Quasimodo rettet sie, während sich Clopin  um Phoebus Sicherheit kümmert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2228 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg" alt="" width="400" height="298" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Leider hält das vermeintliche Glück nicht lange: Esmeralda stirbt kurz nach ihrer Rettung, woraufhin sich Quasimodos geballte Wut entlädt und er den Verursacher allen Leids, Frollo, vom Kirchturm wirft.</p>
<p>Parnells Buch ist deutlich dichter dran an Victor Hugo’s düsterer Vorlage und lässt den „Disney-Filter“ weitgehend weg. Nicht unbedingt das Richtige für kleinere Kinder, aber ab 12 Jahren kann man die Handlung sicherlich verarbeiten. In Kombination mit symphonischen Showstoppern wie „Herz aus Stein“, „Hilf den Verstoß’nen“ und natürlich dem Ohrwurm „Einmal“ – der in der neuen Inszenierung sehr ruhig und melancholisch ist – wird der „Glöckner von Notre Dame“ richtig erwachsen.</p>
<p>Der Star der Show ist neben Quasimodo der 24-köpfige Chor, der mal a capella, mal als Verstärkung des Ensembles richtig Druck macht und für zahlreiche Gänsehautschauer sorgt. Die Zigeuner hingegen bleiben trotz schwungvoller Songs („Drunter Drüber“) blass, gleiches gilt für ihren „König“ Clopin (Gavin Turnbull), der zwar mit viel Wortwitz agiert, aber so richtig präsent ist er nicht.</p>
<p>Dafür haben die Wasserspeier – wie bereits erwähnt – deutlich an Bedeutung hinzugewonnen. &#8222;Ein Mann wie du&#8220;, Wie aus Stein&#8220; und das finale „Einmal“ bestechen durch Witz, Freundschaft und Tiefgang. Insbesondere die letzte Szene, in der zunächst alle mit Masken und entstellt auf die Bühne kommen, was am Ende durch Quasimodo aufgelöst wird, indem er sich selbst von Buckel und Maske befreit, bleibt lange im Gedächtnis haften.</p>
<p>Die neue Tourfassung von „Der Glöckner von Notre Dame“ ist sehens- und hörenswert. Das Bühnenbild wirkt durch seine Holzkonstruktion spartanisch und warm zugleich. Das Orchester (in Stuttgart unter der bewährten Leitung von Bernhard Volk) verleiht Menkens Kompositionen genau das richtige Volumen und bringt sowohl die leisen Töne als auch die symphonischen Passagen absolut souverän zu Gehör.</p>
<p>Die aktuelle Besetzung ist durch die Bank gut, allen voran David Jakobs, der den verspielten, naiven und liebenswert ehrlichen Quasimodo sowohl spielerisch als auch gesanglich von der ersten bis zur letzten Minute sehr glaubwürdig durch die Achterbahn der Gefühle steuert. Felix Martin gelingt der Spagat zwischen Frollos durch eigene Fehler und dem klerikalen Machtmenschen bedingte Verbitterung hervorragend. Es ist spannend zu sehen, wie Martin hinter dieser streitbaren und umstrittenen Figur verschwindet. So kennt man ihn ganz sicher nicht. Und Mercedesz Csampai legt Esmeralda weniger oberflächlich an als man es sonst gewohnt ist. Manchmal ist sie jedoch zu ernst und zu erwachsen, da wäre etwas mehr Leichtigkeit schöner gewesen.</p>
<p>Doch auch in Scott Schwartz&#8217;s Inszenierung sind es die Wasserspeier, die das gesellschaftliche Gewissen repräsentieren. Hier findet sich jeder in der ein oder anderen Ansicht oder Haltung wieder. Großartig!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span class="Bold" style="color: #003366;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. Februar 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>David Jakobs</span>, Felix Martin, Maximilian Mann, Mercedesz Csampai, Gavin Turnbull</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Scott Schwartz / Alan Menken</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> D. Overmann / J. Persson</span></div>
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		<title>Manchmal ist es einfach gut, sich auf Altbewährtes zu verlassen</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/manchmal-ist-es-einfach-gut-sich-auf-altbewaehrtes-zu-verlassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2015 14:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Angelika Wedekind]]></category>
		<category><![CDATA[Colosseum]]></category>
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		<category><![CDATA[Kurosch Abbasi]]></category>
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		<category><![CDATA[Sylvester Levay]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hohler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elisabeth und ihr Tête-à-tête mit dem Tod, der Mörder Lucheni, der ein sehr düsteres, egoistisches Bild der österreichischen Kitsch-Kaiserin zeichnet , Kaiser Franz-Josef und Kronprinz Rudolf, die vergeblich versuchen, Elisabeths Herz zu erreichen – das alles kennt die Musicalwelt schon seit 1992. Das Stück von Sylvester Levay und Michael Kunze hat Pia Douwes und Uwe ...</p>
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<p>Elisabeth und ihr Tête-à-tête mit dem Tod, der Mörder Lucheni, der ein sehr düsteres, egoistisches Bild der österreichischen Kitsch-Kaiserin zeichnet , Kaiser Franz-Josef und Kronprinz Rudolf, die vergeblich versuchen, Elisabeths Herz zu erreichen – das alles kennt die Musicalwelt schon seit 1992. Das Stück von Sylvester Levay und Michael Kunze hat Pia Douwes und Uwe Kröger unsterblich gemacht – doch nach mehr als 20 Jahren wird es wirklich Zeit für einen Generationswechsel auf der Bühne.</p>
<div id="body_layer">
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<div class="text-content style_External_390_251">
<div class="style_2">
<p class="Body">2015 / 2016 tourt Semmel Concerts bereits mit der dritten Tour des Drama-Musicals durch Europa und Asien. Beim Kreativteam verlässt man sich auf „Elisabeth“-erfahrene Experten: Levay kümmerte sich um die Orchestrierung, Harry Kupfer um die Inszenierung, Dennis Callahan mit Doris Marlis um die Choreographien sowie Hans Schavernoch und Yan Tax um Bühne und Kostüme.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Die aktuelle Fassung unterscheidet sich in erster Linie dadurch von der Vorgängerversion, dass den bekannten Charaktere durch die Interpretationen der neuen Darstellerinnen und Darsteller neuer, frischer Wind eingehaucht wird.</p>
<p class="Body">Allen voran natürlich Roberta Valentini, die Elisabeth sehr streng und berechnend anlegt. Ihre Stärken liegen ganz klar in der Interpretation der erwachsenen Elisabeth und weniger bei der verspielten, trotzigen Prinzessin. Gesanglich wird sie der anspruchsvollen Titelrolle mehr als gerecht. In keiner Sekunde gibt es auch nur einen Funken Unsicherheit, in die großen Fußstapfen von Pia Douwes zu treten.</p>
<p class="Body">Mark Seibert gelingt es als Tod zu überzeugen. Er ist unnachgiebig und zeigt druckvoll, was er von Elisabeth und Rudolf erwartet. Die leisen Töne gehen dabei etwas unter. Die Liebe und Todessehnsucht, die den Tod mit Elisabeth und Rudolf verbinden, hätte von Robert Wann (Associate Director) gern noch etwas deutlicher herausgearbeitet werden können.</p>
<p class="Body">Neben Valentini bekam Kurosch Abbasi für seine Darbietung von Luigi Lucheni den meisten Applaus. Er hat sicherlich mit Abstand die dankbarste Rolle, da er viel mit dem Publikum interagieren darf und auch keine Gelegenheit dazu auslässt. Gesanglich wirkt er dennoch manchmal etwas kraftlos, was nicht so recht zu den bissigen Texten seiner Soli passen mag. Doch auch diesmal ist die Szene im „Kaffeehaus“ wieder eine der mitreißendsten Momente des Abends.</p>
<p class="Body">Die Nebenrollen – Kaiser Franz Josef I., Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Sophie &#8211; sind mit Maximilian Mann, Angelika Wedekind und Thomas Hohler rollendeckend besetzt. Jedem von ihnen gelingt es, seinem Alter Ego eine unverwechselbare Handschrift zu geben: So gewinnt Mann das Publikum mit seinen gefühlvollen Duetten für sich, Wedekind gelingt der Wechsel von der gestrengen Kaiserin-Mutter zur gebrochenen Schwiegermutter beeindruckend, und Hohler überzeugt mit seinem Hin- und Hergerissensein zwischen Rebellion gegen den Vater und nicht erwiderter Liebe der Mutter.</p>
<p class="Body">Im Gedächtnis bleiben vor allem die Szenen im „Irrenhaus“, die viel beschworenen „Boote in der Nacht“ und die Szene „Hass“, die vielen Zuschauern einmal mehr eiskalte Schauer über den Rücken jagte.</p>
<p class="Body">Wenn man ein Musical mehrfach in verschiedenen Versionen gesehen hat und es die Show zudem auch komplett auf DVD gibt, sucht man förmlich nach dem Haar in der Suppe. Im Fall der aktuellen Tourproduktion wird man bei Orchestrierung und Choreographie fündig. Auffallend oft spielt das Orchester unter der Leitung von Paul Christ nicht akzentuiert. Auch einige Tanzszenen werden schlampig umgesetzt und dass obwohl Dennis Callahans Choreographien gerade für akkurate, zackige Bewegungsabläufe bekannt sind. Irritierend wirken auch die scheinbar ungebügelten, zerknitterten Ballkleider und die etwas billig wirkende Lederkluft vom Tod. Und wenn man hinter der durchaus beeindruckenden Videowand die Schatten der Bühnenarbeiter sieht oder das Ensemble, das sich für die nächste Szene aufstellt, mehr als deutlich zu erkennen ist, wundert man sich einmal mehr, warum auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten nicht ausreichend Wert gelegt wird.</p>
<p class="Body">Doch die Generation Zuschauer, die sich „Elisabeth“ zum ersten Mal anschaut, wird diese kleinen Mängel nicht wahrnehmen, sondern diese gelungene Bühnenshow genießen – und das zurecht!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Colosseum, Essen</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>27. Februar 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Roberta Valetini, Kurosch Abbasi, Marc Seibert,Maximilian Mann, Angelika Wedekind, Thomas Hohler </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Sylvester Levay / Robert Wann<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Juliane Bischof<br />
</span></div>
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