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	<title>Markus Schneider-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Markus Schneider-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Kein schöner Ort&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 14:52:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Grand Hotel&#8220; hat als Buch und Film vor knapp 100 Jahren große Erfolge gefeiert. 1989 folgte (nach einem ersten erfolglosen Versuch in den späten 1950er Jahren) das Broadway-Debüt des Musicals und hat sich seither als anspruchsvolles Stück einen Namen gemacht. Dass sich ein Drei-Sparten-Haus wie Lüneburg an diesen alles andere als leichten Stoff wagt, ist ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Grand Hotel&#8220; hat als Buch und Film vor knapp 100 Jahren große Erfolge gefeiert. 1989 folgte (nach einem ersten erfolglosen Versuch in den späten 1950er Jahren) das Broadway-Debüt des Musicals und hat sich seither als anspruchsvolles Stück einen Namen gemacht. Dass sich ein Drei-Sparten-Haus wie Lüneburg an diesen alles andere als leichten Stoff wagt, ist bemerkenswert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3604 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_020-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Mindestens genau ungewöhnlich ist, dass mit Philipp Kochheim ein in Lüneburg bisher unbekannter Regsisseur die Inszenierung übernahm. Dazu wurden viele musicalische Gäste engagiert, um dem Stück auch hier gerecht zu werden.</p>
<p>Die Bühne von Barbara Bloch sieht auf den ersten Blick vielversprechend aus. Düster, ein wenig in die Jahre gekommen und ganz sicher nicht so wie man sich ein Grand Hotel vorstellt, doch irgendwie spannend. Auch die Kostüme und deren detailverliebtes Design sind sehr gelungen.</p>
<p>Doch schon die ersten fünf Minuten überfordern viele im Publikum. Die Gäste und Angestellten reden kreuz und quer durcheinander und man fragt sich, wann es endlich losgeht. Dieser Grad der Irritiation wird im Laufe der insgesamt 110 Minuten (die aus gutem Grund ohne Pause aufgeführt werden) ins nahezu Unermessliche gesteigert. Es fällt schwer, den Beweggründen der Protagonisten zu folgen &#8211; wahlweise sind sie einfach zu oberflächlich wie Flämmchen oder zu undurchschaubar wie Kringelein. Auch musikalisch fehlt der rote Faden, auch wenn sich die Lüneburger Symphoniker redlich bemühen, die anspruchsvollen Kompositionen verdaulich zu Gehör zu bringen.</p>
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<p>Das liegt zum einen sicherlich am historischen Hintergrund, vor dem die Handlung stattfindet: Berlin 1928, der Judenhass wird immer sichtbarer und nationalsozialistisches Gedankengut erobert immer mehr den Alltag. Doch auch die weitgehend dunkle Bühne, die Kostüme und Choreographien, die schrägen Charaktere &#8211; all das erschwert den Genuss dieses Bühnenkunstwerks sehr.</p>
<p>Natürlich gibt es auch hier Licht und Schatten, wobei man nach dem Licht schon sehr suchen muss: Da ist bspw. Masha Karell als Primaballerina Elizaveta Grushinskay, die herrlich exzentrisch, zutiefst unsicher und gleichzeitig sehr naiv ist. Karell verleiht der Figur Substanz und tanzt auf dem sprichwörtlichen Drahtseil. Man hat unweigerlich Mitleid mit ihr. Frank Logemann darf als todkranker Buchhalter Otto Kringelein das Publikum von einem sorgenfreien Leben träumen lassen, erdet aber alle auch direkt, wenn er die Fäden zwischen Flämmchens übergriffigen Chef, seinem nahenden Tod und seiner Verletzlichkeit spannt. Den abgebrannten, aber nicht minder gewitzten Baron von Gaigern darf Markus Schneider spielen. Er hat einen sehr dankbaren Part, der ihm ermöglicht, eine große Bandbreite an Gefühlen und Können (sowohl tänzerisch alös auch gesanglich) zu zeigen. Er spielt federleicht und jungenhaft, wenn er mit Flämmchen schäkert, gleichzeitig gelingt ihm die Gratwanderung zwischen geplangten Betrug und ehrlicher Zuneigung zu Elizaveta ganz hervorragend. Wann immer Karell und Schneider gemeinsam auf der Bühne sind, fühlt sich das Publikum wohl.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3605 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/11/GrandHotel_FotoJQ_097-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Aber reichen diese wenigen Highlights? Leider nein. Die weiteren Rollen bieten charakterlich wenig &#8222;Spielfläche&#8220;, auf der sich die Darstellerinnen und Darsteller austoben könnten. Die Choreographien (Riccardo den Nigris) sind weder Fisch noch Fleisch: Mal ein hauch von Fosse, dann wieder Charleston, dann Contemporary &#8211; so richtig kann man nicht erkennen, wo die Reise hier hingehen soll.</p>
<p>Was ist nun die Ursache für diese sehr gemischten Gefühle, mit denen man das Theater verlässt? Die Künstler auf und unter der Bühne sind allesamt Könner ihres Fachs. Und auch das bewährte Lüneburger Team bei Kulissen, Kostümen und Ensemble funktioniert. Liegt es nur an der Regie? Schwer zu sagen&#8230; Das Stück ist nicht leicht und dass man unweigerlich an &#8222;Black Rider&#8220; erinnert wird, ist beim Kochheims HIntergrund vielleicht nicht gänzlich abwegig. Doch auch das allein kann es nicht sein.</p>
<p>Vielleicht ist es wirklich die Gesamtkomposition aus dunkler Bühne, dunklem politischen Hintergrundgeschehen, tragischer Handlung, wenig liebenswerten Charakteren und musikalischem Anspruch, die das &#8222;Grand Hotel&#8220; in Lüneburg zu einem Ort macht, an dem man sich nicht wirklich gern aufhält&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">23</span><span class="Bold">. November 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Masha Karell, Frank Logemann, Katharina Maria Abt, Markus Schneider, Karl Schneider, Kirsten Patt, Marc Westphal, Marcus Billen, Steffen Neutze, Sascha Littig</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik:</strong> Philipp Kochheim / Robert Wright &amp; George Forrest &amp; Maury Yeston<br />
</span><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Fotos: </strong>Jochen Quast<br />
</span></p>
</div>
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		<title>Musikalisches Taktieren auf 64 Spielfeldern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musikalisches-taktieren-auf-64-spielfeldern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Aug 2018 14:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung schon kräftig angeheizt und so stehen sich zwei gegnerische Lager gegenüber, die die Weltpolitik mit Macht auf das Schachbrett übertragen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2290 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg" alt="" width="280" height="292" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg 384w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-768x800.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-982x1024.jpg 982w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981.jpg 993w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" />Gepaart mit der Verbissenheit Trumpers, der Verschlagenheit Molokovs, der Naivität Sergievskys und der Liebe von Florence entwickelt sich aus einem anfänglich sportlichen Wettbewerb eine tragische Geschichte um die Liebe einer Frau, die Zugehörigkeit zur eigenen Heimat und ganz am Rande um den erneuten Kampf um die Schachweltmeisterschaft.</p>
<p>Regisseur Markus Dietze hat die Handlung optisch 100%ig in den 1980er Jahren verortet: Das fängt bei den schauderhaft-schönen Vokuhila- und Dauerwellen-Frisuren an, geht weiter über die exzentrischen Schnitte und breiten Schulterpolster der Kostüme, führt über die farbenfroh bespielte LED-Wand im Hintergrund und endet beim nicht minder leuchtend bunten Make-Up.</p>
<p>Christian Binz (Bühne und Kostüme) hat hier eine sehr harmonische Welt in schwarz-weiß-pink geschaffen, die auch die überdimensionalen Schachfiguren und das wenige Mobiliar mit einschließt. Ein wahrer Augenschmaus!</p>
<p>Besonderes Gewicht legt Dietze in seiner Inszenierung auf die Tanzszenen. Katrin Wolfram hat sehr schöne Choreographien geschaffen, in denen das Ballett die Handlung wahlweise ergänzt oder spiegelt. Ob es dabei immer die Schachfiguren herumtragen muss, kann man diskutieren, aber die tänzerische Leistung fügt sich nahtlos in das künstlerische Gesamtbild ein.</p>
<p>Benny Andersson und Björn Ulvaeus haben für „Chess“ voluminöse Songs erschaffen, die man – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt sofort mit ABBA in Verbindung bringt. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Karsten Huschke bringt die Kompositionen zwar klangvoll zu Gehör, doch allzu oft fehlt es an der richtigen Akzentuierung. Viele Songs werden einfach nur durchgespielt, was sehr schade ist, denn hier wäre viel Potential drin gewesen, das Stück dauerhaft im Gehör der Zuschauer zu verankern. Dies fällt besonders bei den Showstoppern „One night in Bangkok“ und „Wer ich sein wollte“ sehr negativ auf. Einzig bei „War es nicht gut?“ bildet das Orchester mit den Sängern eine Einheit und spielt auf den Punkt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2287 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg" alt="" width="302" height="282" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-768x716.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454.jpg 982w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" />Gesanglich können Laura Bos, Kristina Ruge und Karsten Huschke aus dem Vollen schöpfen, denn neben sieben Protagonisten stehen in einigen Szenen fast 50 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne im Innenhof der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Opernchor und Extrachor unterstützen die Hauptdarsteller nach Kräften, was in den meisten Fällen auch sehr gut gelingt.</p>
<p>Bei den Hauptdarstellern stechen insbesondere Markus Schneider als Anatoly Sergievsky und Adrian Becker als Alexander Molokov hervor. Schneider hat ein Gespür für die sanften Töne, die „Hymne“ gelingt ihm hervorragend. Ganz wundervoll harmoniert er mit Monika Maria Staszak als Florence (u. a. „Du und ich“), die zwar optisch eher seine Mutter denn seine Geliebte sein könnte, aber stimmlich sehr gut zu den Kompositionen der ABBA-Herren passt. Staszak kämpft während der ganzen Vorstellung mit ihrer Authentizität, der optische Altersunterschied zu den beiden Schachspielern, deren Herzen sie erobert hat, ist einfach zu deutlich.</p>
<p>Adrian Becker erinnert sicherlich nicht nur zufällig an die berechnende, fiese Cruella de Vil aus „101 Dalmatiner“. Mit seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz und der exzellenten Körperbeherrschung stellt er alle anderen in den sprichwörtlichen Schatten. Zudem singt und tanzt er hervorragend und bekommt folgerichtig beim Schlussapplaus mit am meisten Anerkennung durch die Zuschauer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2288 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-681x1024.jpg 681w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider.jpg 998w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" />Als exzentrischer Schiedsrichter macht Christof Maria Kaiser eine tolle Figur. Er verleiht dem Referee mit seiner nachdrücklichen Mimik und seiner erhabenen Gestik etwas Mächtiges und Verschlagenes zugleich. Nachdem er im ersten Akt dank der etwas schwachen Tontechnik dieser Optik stimmlich leider nicht gerecht werden konnte, macht er dies im 2. Akt spielend wieder wett.</p>
<p>Als eine Art Jürgen Drews mit einer gehörigen Portion Exaltiertheit kommt Marcel Hoffmann daher. Sein Freddie Trumper ist zu keinem Zeitpunkt sympathisch, sondern immer egozentrisch. Auch die wenigen Momente, in der das Publikum hinter diese Fassade blicken kann („Pity the child“), wirken aufgesetzt und nicht glaubwürdig. Das was Schneider an Glaubwürdigkeit in rauen Mengen mitbringt, fehlt Hoffmann leider gänzlich. Sehr schade, denn auch Trumper hat eigentlich ein gutes Herz.</p>
<p>Blass bleiben auch Wolfram Boelzle und Michèle Silvestrini als Walter und Svetlana, die zwar rollendeckend spielen, aber sich nicht nachhaltig präsentieren können.</p>
<p>„Chess“ ist keine leichte Kost – da bildet Koblenz keine Ausnahme. Viele bewusst disharmonische Melodien und aggressiv verfeindete, wenig sympathische Charaktere machen es den Zuschauern nicht leicht, sich auf dieses Stück vollends einzulassen. Dietze gelingt es jedoch, die häufig holprige Handlung dank gut umrissener Charaktere verständlich über die Rampe zu bringen. Zudem machen das optische Gesamtkunstwerk sowie die Leistungen von Becker und Schneider diese Show in der aktuellen Inszenierung durchaus sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Festung Ehrenbreitstein, Koblenz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 18. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Markus Schneider, Adrian Becker, Christof Maria Kaiser, Marcel Hoffmann, Monika Maria Staszak, Wolfram Boelzle, Michèle Silvestrini</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Markus Dietze / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus für das Theater Koblenz<br />
</span></div>
</div>
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