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	<title>Marius Bingel-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Marius Bingel-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine gelungene Bühnenadaption des Jerry Zucker Films von 1990</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2018 16:01:27 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-buehnenadaption-des-jerry-zucker-films-von-1990/">Eine gelungene Bühnenadaption des Jerry Zucker Films von 1990</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss sicherlich nicht jeden Film auf die Musicalbühne bringen. „Ghost“ gehört ganz klar zu den Stoffen, die sich nicht unbedingt sofort für eine Musicalfassung aufdrängen. Doch mit Dave Stewart und Glen Ballard hat man ein sehr rocklastiges Komponistenduo mit lyrischem Einschlag engagiert, das sich der romantischen Dramakomödie rund um Molly und Sam annahm. Entsprechend sind einige Songs auch sehr schwungvoll und energiegeladen (insbesondere „Mehr“ gesungen von Carl und „Nur weg von hier“ von Oda Mae Brown). Der Rest jedoch plätschert mit geringem Erinnerungswert dahin. „Jetzt und hier“ ist ein hübsches Liebeslied, aber auch nicht mehr.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2438 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/Ghost_das_musical_Hamburg_5.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bruce Joel Rubin hat neben dem Drehbuch für den Film auch das Buch für das Musical geliefert. Die einheitliche, harmonische Handschrift spürt man, denn als Theaterstück funktioniert „Ghost“ sehr gut. Als Musical jedoch zündet es jedoch nicht wirklich.</p>
<p>Das liegt aber weder an Matthias Davids Regie noch an Lee Prouds Choreografie. Beides ist gut und es gibt starke Momente.</p>
<p>Auch die Hauptdarsteller (Riccardo Greco als Sam, Roberta Valentini als Molly, John Vooijs als Carl und Marion Campbell als Oda Mae Brown) sind sehr gut gecastet. Greco, Valentini und Campbell haben ihre Rollen – teilweise in der Zweitbesetzung – bereits ins Linz und /oder Berlin gespielt.</p>
<p>Greco und Valentini geben als Sam und Molly ein sehr sympathisches Paar ab, das auch die fünfte Reprise der seltsam verfremdeten „Unchained Melody“ in jeweils wechselnder Gefühlswelt intoniert. Letztere kann wohl auch der Dirigent schon bei der Premiere nicht mehr hören, denn er albert während einer Reprise am Dirigentenpult ziemlich ausdrucksstark herum.</p>
<p>Mollys Trauer und Verzweiflung bringt Valentini vor allem schauspielerisch sehr glaubhaft über die Rampe („Du“). Die Zerrissenheit zwischen selbstbewusster Künstlerin und zwangsläufig nach vorn blickender, Carls vorgetäuschter Zuneigung nahezu verfallender, zerbrechlicher Frau, nimmt man ihr jederzeit ab.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2441 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71-768x487.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie6_Ghost_Stage_Entertainment_2dffd72f71.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass Sam unglaublich ehrgeizig und nervtötend sein kann, erlebt Oda Mae Brown. Greco überzeugt als zielstrebiger Geist, der unbedingt erlernen will, wie er Gegenstände bewegt und zeigt seine komische Seite, wenn er der Spiritistin mit „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ oder zahlreichen sarkastischen Seitenhieben (gute Übersetzungen der Dialoge on Ruth Deny) den letzten Nerv raubt.</p>
<p>Marion Campbell hat – ähnlich wie Whoopi Goldberg im Film – eine sehr dankbare Rolle. Allein schon aufgrund der Schrulligkeit des sehr erfinderischen Mediums zieht sie die Sympathie des Publikums auf sich. Hinzu kommt ihre gnadenlose Ehrlichkeit, die immer wieder für Lacher sorgt. Zudem verfügt Campbell über eine wundervolle warme Soulstimme, die sie sehr gekonnt einzusetzen weiß.</p>
<p>Carls Bösartigkeit wird schon sehr früh im Stück (bei „Mehr“) unbestreitbar klar. Choreographie, Szenenregie, Bühnenbild und Musik bilden in dieser Sequenz eine hervorragende Symbiose. Davon hätte man in der Folge nur zu gern sehr viel mehr gesehen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2436 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7-768x487.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/csm_Galerie5_Ghost_Stage_Entertainment_92bc7d14c7.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Einzig beim Auftritt des U-Bahn Geists Marius Bingel („Fokus“) und bei Oda Mae Browns „Nur weg von hier“ kommt dieses Zusammenspiel erneut zur Geltung. Das ist insgesamt jedoch leider zu wenig.</p>
<p>Das Bühnenbild von Hans Kudlich ist modern, zweckmäßig und somit Tournee-geeignet, was bei der Stage Entertainment in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Bespielungsmodell geworden ist. Trotz der vermeintlichen Tristesse der grauen Säulen und Betontreppen gelingt es mit guten Projektionen und einem durchdachten Lichtdesign die verschiedenen Spielebenen und Szenerien glaubhaft nachzuzeichnen.</p>
<p>Nichtsdestoweniger verlässt man das Operettenhaus in Hamburg nach der Show und fragt sich, ob diese Produktion ein Highlight der Musicalwelt ist. Dies muss mit nein beantwortet werden, da die Show insgesamt eher blass bleibt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em><span style="color: #000080;"> </span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 27. Oktober</span><span class="Bold" style="color: #000080;"> 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Riccardo Greco, Roberta Valentini, Marion Campbell, Marius Bingel, John Vooijs</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Matthias Davids / Dave Stewart &amp; Glen Ballard </span><br />
<span style="color: #000080;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment/Morris Mac Matzen </span></span><span style="color: #000080;"><br />
</span></div>
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		<title>Talente, die begeistern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/talente-die-begeistern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 20:07:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Vogt]]></category>
		<category><![CDATA[Antonia Wotberg]]></category>
		<category><![CDATA[Fame]]></category>
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		<category><![CDATA[Robin Apostel]]></category>
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		<category><![CDATA[Stage School]]></category>
		<category><![CDATA[Stage School of Music Dance and Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Alan Parkers Film über das Leben von Schülern einer Musicalakademie 1980 in die Kinos kam, waren die diesjährigen Absolventen der Hamburger Stage School noch gar nicht geboren. Doch David de Silvas damalige Beschreibung des Drucks, der Träume und Hoffnungen die angehende Bühnenkünstler nahezu rund um die Uhr beschäftigen, ist auch fast 40 Jahre später ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Alan Parkers Film über das Leben von Schülern einer Musicalakademie 1980 in die Kinos kam, waren die diesjährigen Absolventen der Hamburger Stage School noch gar nicht geboren. Doch David de Silvas damalige Beschreibung des Drucks, der Träume und Hoffnungen die angehende Bühnenkünstler nahezu rund um die Uhr beschäftigen, ist auch fast 40 Jahre später unverändert gültig.</p>
<p>Das Musical „Fame“ bietet für jeden Darsteller Elemente, die in derselben oder ähnlichen Weise in der eigenen Ausbildung erlebt wurden. Steve Margoshes’ Melodien sind auch heute noch mitreißend – ganz zu schweigen vom Welthit „Fame“ (Dean Pitchfork und Michael Gore). Die im First Stage Theater zur Aufführung gebrachte deutsche Fassung zeigt deutlich die Handschrift von Frank Thannhäuser und Iris Schumacher, denn die Dialoge und Songtexte sind lebensnah und auf die Zielgruppe perfekt angepasst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2361 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/c1523475a224315941ad4dd5e31547cf-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/c1523475a224315941ad4dd5e31547cf-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/c1523475a224315941ad4dd5e31547cf-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/c1523475a224315941ad4dd5e31547cf.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass kaum jemand diese Achterbahn der Gefühle besser nachempfinden kann als Absolventen einer Musicalschule, die ihre Ausbildung gerade kürzlich erfolgreich abgeschlossen haben, macht die mehr als 20 Nachwuchsdarsteller zur Idealbesetzung für diese Show. Die jungen Künstler werden ihrem Ruf mehr als gerecht und dürfen die Vorschusslorbeeren nur allzu gern in Empfang nehmen.</p>
<p>Schon in der Eröffnungsnummer („Gott ich fleh, dass ich den Test besteh“) wird klar, dass Regisseur Felix Löwy der Spagat zwischen herausragenden Protagonisten und schwungvollen Ensemblenummern  („Der schwerste Beruf in der Welt“) sehr gut gelingt. Die positive Energie und Lebensfreude der jungen Menschen, die an der Schwelle zur Erfüllung ihres Lebenstraums stehen, wirken sich sofort ansteckend auf das Publikum aus.</p>
<p>Auch mit den Kulissen hat das First Stage Theater einen Volltreffer gelandet. Zwei Spielebenen, bewegliche Großkulissen, Straßen- und Trainingsraumszenerien – all dies wurde clever durchdacht und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Da wird dann Beethoven an der Wand des Band-Übungsraums auch schon mal durch das Tier aus der Muppet Show ersetzt. Jede Zeit hat eben ihre Helden.</p>
<p>Phil Kempster hat sich dieser Show choreographisch angenommen. Die Tanznummern sind raumgreifend, schwungvoll und durchweg anspruchsvoll. Dass nicht alle Absolventen der Stage School Hamburg ihre Stärken im Tanz haben, wird sichtbar, aber dadurch wirken die Szenen nur umso authentischer. Musical ist ein Drei-Sparten-Fach und kaum jemand beherrscht alle drei Sparten gleich gut.</p>
<p>Besonders gelungen sind hierbei die Szenen, in denen Solisten, Paare und Ensemble tänzerisch miteinander kombiniert werden.</p>
<p>Mit einer Ausnahme empfehlen sich alle Protagonisten für ein direktes Engagement auf einer Ensuite- oder Stadttheaterbühne. Sie sind schauspielerisch und gesanglich mehr als bereit „für die Bretter, die die Welt bedeuten.“ Allen voran Sophie Alter als Schulleiterin Ms. Sherman, die über eine beeindruckende Bühnenpräsenz verfügt und mit ihrem großen Solo „Ich seh die Kinder“ zu Tränen rührt. Alter verleiht der Direktorin durch ihre ungemein gefühlvolle Stimme viel Tiefgang. Wenn sie von den Kindern als „mein, Stolz, mein Glück“ singt, ist ihre Mimik herausragend. Dass Ms. Sherman gar nicht so streng ist, wie sie wirkt, merkt man schon daran, dass sie dem aufmüpfigen Analphabeten Tyrone ihre Unterstützung anbietet, da sie mehr in ihm erkennt als der Junge selbst. Robin Apostel gelingt es, Tyrones Fassade sehr gut herauszuarbeiten. Schauspielerisch und vor allem tänzerisch kann er seine Stärken ausspielen, was vor allem in den Paarszenen mit Melanie Hügner als Balletttänzerin Iris zum Tragen kommt. Zeitweilig verlieren sich die beiden geradezu in ihrer (tänzerischen) Zweisamkeit, was nicht nur tänzerisch durch die Kombination von Hiphop und Ballett spannend ist, sondern auch einen schönen Kontrast bildet zu Tyrones so burschikosen Auftreten gegenüber den Lehrern.</p>
<p>Das beste „Komplettpaket“ liefern Michaela Thurner und Fynn Duer-Koch als Serena und Nick ab. Serena schwärmt zunächst für Nick, den Werbestar, dann durchlebt sie eine leichte Stalkerphase, in der sie sich mit Freundschaft zufriedengibt, um sich schließlich ihrer Liebe zu ihm stellen. Nick hingegen ist eher schüchtern und voll auf die Ausbildung fokussiert, so dass er lange braucht, bis er merkt, dass auch er die strebsame, von Grund auf ehrliche Serena liebt. Schauspielerisch überzeugen Thurner und Duer-Koch in jeder Szene. Gesanglich jedoch setzen die beiden Maßstäbe. Sie legen gleichermaßen Gefühl und Authentizität in ihre Interpretation – ob nun Nicks „Ich will sie verzaubern“ oder Serenas „Spiel mit Liebe“ – diesen beiden schaut man nur allzu gern bei der Ausübung ihres Traumjobs zu. Thurner empfiehlt sich mit ihrem Auftritt nachdrücklich für eine Hauptrolle in „Wicked“!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2362 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/dff93a084e8ff79df035b240b166ec09-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/dff93a084e8ff79df035b240b166ec09-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/dff93a084e8ff79df035b240b166ec09-768x576.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/dff93a084e8ff79df035b240b166ec09.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch Marius Bingel sticht aus der Gruppe der Absolventen hervor. Er macht als Joe keinen Hehl daraus, dass auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen darf. Und so jagt er jedem Rock hinterher („Er steht mir im Weg“). Bingel wirkt in jeder Minute glaubwürdig und man kann sich ihn schon jetzt gut in Rollen vorstellen, die in jüngerer Vergangenheit von Mark Seibert ausgefüllt wurden.</p>
<p>Die (aus purem Eigenschutz) zickige und selbstbewusst, beinah schon arrogant  auftretende Carmen wird von Antonia Wotberg verkörpert. Sie wirkt nervös und bleibt dadurch leider etwas steif: Beim Titelsong „Fame“ verpasst sie einige Einsätze und auch die Tonlage stimmt nicht ganz. Letzteres ist bei ihrer Ballade zum Ende des Stücks („Boulevard of broken dreams“) zwar besser, aber auch hier gelingt es ihr nicht, das Gefühl des Verlassenseins und der Verletzlichkeit in den Gesang zu übertragen. Sie singt sehr technisch (und das auch sehr gut), was aber sicherlich mit zunehmender Praxis dem Vertrauen in die eigene Emotionalität weichen wird, wodurch sie an Glaubwürdigkeit dazugewinnen wird.</p>
<p>Weitere Jungdarsteller, die erwähnt werden müssen, sind Inga Clauß, die als Mabel mit ihren Pfunden und den damit verbundenen Herausforderungen kämpft. Sie hat ein feines Gespür für Komik und ihre Mimik ist herausragend (insbesondere, wenn sie bei „Romeo &amp; Julia“ nach und nach die Blütenblätter verspeist und hierbei offenbar eine lukullische Offenbarung erlebt). Zudem ist sie auch gesanglich sehr gut. Anna Vogt kann als Tanzlehrerin Ms Bell durch ihr strenges, aber liebevolles Auftreten durchaus überzeugen und zeigt in den Ensembleszenen, dass sie auch tänzerisch einiges auf dem Kasten hat.</p>
<p>Den von Carmen vor den Kopf gestoßenen Shlomo gibt Niklas Heinrichs. Er agiert glaubhaft als schüchterner, talentierter Pianistensohn und seine ehrliche Art und Zuneigung zu Carmen nimmt man ihm sofort ab, auch wenn die beiden ein sehr ungleiches Paar bilden.</p>
<p>Bleibt noch Helen Hefti, von der man gern mehr gehört hätte. Ihre Spielfreude als Drummerin Grace (inkl. Der deutlich sichtbaren Begeisterung für das Tier in Form von drei verschiedenen T-Shirts), ihre tänzerische Energie und ihre herrliche Interpretation vom „Tod eines Handlungsreisenden“ sorgen für viel Freude auf der Zuschauertribüne.</p>
<p>Gepaart mit schönen kleinen Regieeinfällen, wie den durch den Saal „fliegenden“ roten LED-Kugeln, die sich Serena und Nick zuwerfen, den Tänzern mit LED-Umhängen zum Auftakt des 2. Akts, den spielerischen Szenenwechseln, in denen sich bspw. der Ballettsaal in den Pausenraum verwandelt oder die Mädchenumkleide in eine Bar, ist diese Inszenierung ein rundum gelungenes Plädoyer für das Genre Musical.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in<span style="color: #333399;"> <a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></span></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> First Stage Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 12. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Sophie Alter, Robin Apostel, Melanie Hügner, Michaela Thurner, Fynn Duer-Koch, Marius Bingel, Antonia Wotberg, Inga Clauß, Anna Vogt, Niklas Heinrichs </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Felix Löwy / Steve Margoshes</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage School Hamburg<br />
</span></div>
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