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	<title>Marian Lux-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Marian Lux-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jul 2018 20:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Balga]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Adenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/dieses-maerchen-ist-genau-das-gegenteil-von-100-jahren-tiefschlaf/">Dieses Märchen ist genau das Gegenteil von 100 Jahren Tiefschlaf!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dieser Inszenierung kann man sich gegen ein ausschweifendes Namedropping nicht wehren: Buch und Texte von Wolfgang Adenberg, Musik von Marian Lux, Regie und Choreographie von Alex Balga und Bart De Clerq, Kerstin Ibald als böse Fee, Kurosch Abbasi als Prinz Alex, Joana Fee Würz als gute Fee, Sascha Oliver Bauer als König und Sophie Euskirchen in der Titelrolle – damit steigen die Erwartungen schon beim Lesen der Besetzungs- und Kreativteamliste um ein Vielfaches.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2279 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3-768x494.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn3.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Schon die Ouvertüre zeigt, dass Marian Lux ein Händchen für Dramaturgie hat. Seine einmalige Mischung aus frischem Pop und bedrohlich wirkender Symphonie ist für die Bühne des Hanauer Amphitheaters schon fast zu klein. Diese Kompositionen kann man sich auch sehr gut auf einer Ensuitetheaterbühne vor 2.500 Zuschauern vorstellen.</p>
<p>Wolfgang Adenberg ist mit Fug und Recht einer der besten Musicalautoren unseres Landes. Seine Idee für ein entstaubtes, modernes, lustiges und zugleich gefühlvolles „Dornröschen“ geht komplett auf. Der gekonnte Kniff, Dornröschen kurz vor dem eigentlichen Aufwachen aus dem Schlaf zu erwecken und sie als Seele ihre Lebensgeschichte noch einmal durchleben zu lassen, eröffnet viele Möglichkeiten.</p>
<p>Während Dornröschen sich noch wundert, warum alles voller Rosenranken ist und der gesamte Hofstaat schläft, lädt sie die optisch und vom Verhalten her verdächtig an „Wicked’s“ Glinda erinnernde gute Fee Aurora ein, sich die Geschehnisse anzusehen, die zu diesem 100jährigen Schlaf geführt haben.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-2278 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg" alt="" width="335" height="270" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-400x322.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4-768x618.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn4.jpg 800w" sizes="(max-width: 335px) 100vw, 335px" />Dornröschens Mutter (Königin Gloria), Aurora und die böse Fee Selena sind Schwestern, was das Publikum aber er kurz vor dem Finale erfährt. Durch einen Streit zwischen den Schwestern, ob ein Leben mit einem normalen Menschen (bezogen auf Gloria und den König) angebracht sei, entzweien sich die drei. Selena verflucht ihre beiden Schwestern, damit sie keine Kinder mehr bekommen können und nimmt Aurora sogar ihren Sohn Edmund weg. Aurora gelingt es zwar den Fluch von Gloria (Lisa-Marie Sumner) abzumildern, doch König Albrecht kann Selena ihre Niedertracht nicht verzeihen und lädt sie zur Taufe von Töchterchen Dornröschen ausdrücklich nicht ein.</p>
<p>Selena macht dies nur noch wütender. Sie erscheint auf der Taufe und belegt das Mädchen mit einem Todesfluch. Zum Glück kann Aurora auch diesen Fluch abschwächen, so dass Dornröschen und ihre Familie „nur“ schlafen und durch den Kuss der wahren Liebe erlöst werden können.</p>
<p>Dornröschen wächst behütet heran und ihre Mutter sieht die Lösung für ein weiteres glückliches Leben in der Vermählung ihrer Tochter mit einem befreundeten Königssohn. Dass weder Dornröschen noch der von ihrer Mutter auserkorene Prinz Alexander mit der arrangierten Ehe einverstanden sind, liegt auf der Hand. Dies ändert sich – wie es sich für ein richtiges Märchen gehört – bei ihrem ersten Aufeinandertreffen. So sieht Liebe auf den ersten Blick aus! Gepaart mit dem entsprechenden Wortwitz ist diese Kennenlern-Szene eines der Highlights des Stücks.<img decoding="async" class="size-medium wp-image-2277 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg" alt="" width="400" height="247" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-400x247.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5-768x474.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn5.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Das Solo des Königs, in dem er die anstehende Hochzeit seiner Tochter bedauert, ist eine wunderschöne, kraftvolle Ballade, die Sascha Oliver Bauer mit viel Gefühl intoniert. Dornröschen lehnt sich gegen den übermächtigen Vater auf, es kommt zum Streit und das Mädchen entdeckt im Schlossturm eine Kammer, in der Selena Flachs spinnt und das Kind in sein vermeintliches Verderben führt.</p>
<p>Der zweite Akt beginnt zunächst musikalisch und szenisch so wie der erste. Schnell wandelt sich aber alles in eine Art Albtraum, in dem die schlafenden Hofbewohner den 117. Geburtstag der Prinzessin feiern. Besonders gruselig sind die Fratzen, die in den Deckeln der Geschenkboxen verborgen sind und von den Darstellern abschreckend vor ihre Gesichter gehalten werden.</p>
<p>Einmal mehr ist es Aurora, die die rettende Idee hat und auch Prinz Alex in einen 100-jährigen Schlaf versetzt, aus dem er just an dem Tag erwachen soll, an dem der Fluch von Dornröschen und ihrer Familie gelöst werden kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2280 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg" alt="" width="400" height="297" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-400x297.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2-768x569.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Alles sieht nach einem Happy End aus, doch auch hier hat Adenberg einen weiteren Kniff eingebaut: Es war nicht Aurora selbst, welche Dornröschen die ganze Zeit über durch ihre Vergangenheit geführt hat, sondern die als Aurora verkleidete Selena. Hierdurch konnte Selena herausfinden, an welcher Stelle Prinz Alex verwundbar ist, um so den erlösenden Kuss zu verhindern. Siegessicher rechnet sie nicht damit, dass sich plötzlich der ehemals unterwürfige Edmund sich gegen sie wendet und somit Print Alex rettet. Hierfür ist jedoch Dornröschen selbst verantwortlich: Es gelingt ihr, ein wenig der Zauberkraft, die auch tief in ihr schlummert, zu aktivieren und Edmund in seinem Traum zu erscheinen – ganz so wie es Aurora (bzw. Selena) ja auch bei ihr gemacht hat.</p>
<p>Mit vereinten Kräften überwinden Dornröschen, Edmund und Prinz Alex die Fee Selena („Das ist unsere letzte Möglichkeit“) und es folgt das ersehnte und obligatorische Happy End.</p>
<p>Die Handlung ist über weite Strecken sehr nah dran an der Grimmschen Vorlage. Doch ein Dornröschen, das in Chucks über die Bühne wirbelt, patzige Antworten gibt, das Geschehen altklug kommentiert und immer wieder durch ihren Eigensinn auffällt, ist schon etwas Besonderes. Sophie Euskirchen ist die ideale Besetzung für diese Rolle: Sie ist frech, flippig, fröhlich und leidenschaftlich. Sie wirkt authentisch und singt zudem auch noch sehr gut.</p>
<p>Joana Fee Würz ist eine herrlich sarkastische, vermeintlich naive Aurora. So eine gute Fee hat man sicherlich noch nie gesehen! Ihr gelingt die Gratwanderung zwischen süßlich-quietschender und quirlig-naiver Fee hervorragend. Sowohl gesanglich als auch optisch gibt sie eine richtig gute Figur ab.</p>
<p>Ihr Counterpart, die böse Fee Selena, wird von Kerstin Ibald mit viel Feingefühl gespielt. Sie ist nicht einfach nur böse, sondern verbittert und versteckt sich größtenteils hinter der bösartigen, menschverachtenden Fassade. Diesen kleinen Unterschied arbeitet Ibald exzellent heraus. Ihr samtiges Timbre (bspw. bei „Nacht“) ist beeindruckend.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2276 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg" alt="" width="400" height="306" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-400x306.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6-768x587.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/07/Dorn6.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Zusammenspiel mit Dennis Hupka als ihr unfreiwilliger Ziehsohn Edmund ist auf den Punkt. Das Timing der beiden ist perfekt. Warum Edmund an eine Mischung aus Quasimodo und Koukol erinnert, lässt sich nicht klären, aber Hupka spielt seine Rolle sehr überzeugend.</p>
<p>Fabian Böhle versucht als Hofmarschall vergebens die aufmüpfige Prinzessin zu unterrichten, dafür setzt er aber mit seinem vollen Bariton und lustigen Sprüchen wie „Dornröschen heul leise!“ unüberhörbare Akzente.</p>
<p>Kurosch Abbasi gibt einen überaus sympathischen, bodenständigen Prinzen ab, was insbesondere in der Interaktion mit dessen Diener Roderich (André Haedicke), dem Luxus und gutes Essen über alles gehen, zum Tragen kommt.</p>
<p>„Dornröschen“ sprüht vor frechen Sprüchen, cleveren Ideen und einer sehr gelungenen Personenregie. Musikalisch spürt man, dass diese Show ein Beleg dafür ist, dass von Marian Lux noch viel mehr zu erwarten ist. Auch Tobias Schunk mit seinem sehr wandlungsfähigen und Ulla Röhrs (Kostüme) fügen sich perfekt in diese Riege von Könnern ein. Das Kreativteam hat für diese Inszenierung perfekt miteinander gearbeitet.</p>
<p>Auch ein besseres Ensemble habe ich in Hanau bisher noch nicht gesehen.</p>
<p>Genau so funktioniert die Transformation von vermeintlich angestaubten Märchen in die heutige Zeit!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philippsruhe, Hanau</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 14. Juli 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Sophie Euskirchen, Kerstin Ibald, Joana Fee Würz, Kurosch Abbasi, Sascha Oliver Bauer, André Haedicke, Lisa-Marie Sumner</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Alex Balga / Marian Lux</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Brüder Grimm Festspiele Hanau<br />
</span></div>
<div></div>
</div>
<p><center><iframe loading="lazy" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/wzLyxImbhAk?rel=0&amp;autoplay=1"></iframe></center></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sehr unterhaltsame Menage à Trois am Originalschauplatz</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sehr-unterhaltsame-menage-a-trois-am-originalschauplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2015 14:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Hoth]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Drewitz]]></category>
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		<category><![CDATA[Ekaterini Tsapanidou]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Johann Wolfgang Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ gehört zum Standardrepertoire jedes Schülers. Doch es empfiehlt es sich vor Besuch eines Musicals, das auf diesem Roman fußt, das eigene Wissen hierzu aufzufrischen. Dank Internet fühlt sich der Zuschauer gut vorbereitet und kann sich entspannt auf „Lotte“ einlassen, das im Rahmen der Wetzlarer Festspiele 2015 ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">Johann Wolfgang Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ gehört zum Standardrepertoire jedes Schülers. Doch es empfiehlt es sich vor Besuch eines Musicals, das auf diesem Roman fußt, das eigene Wissen hierzu aufzufrischen. Dank Internet fühlt sich der Zuschauer gut vorbereitet und kann sich entspannt auf „Lotte“ einlassen, das im Rahmen der Wetzlarer Festspiele 2015 im geschichtsträchtigen Lottehof unter freiem Himmel aufgeführt wird. Goethe hat zwar nur fünf Monate in der beschaulichen hessischen Kleinstadt zugebracht, doch den Stadtvätern gelingt es vortrefflich, diese Stippvisite zu ihrem Vorteil auszunutzen: An jeder Ecke findet man Bezüge zu Goethe und seiner Lotte (Charlotte Buff), mit der ihn eine platonische Romanze verband.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Kevin Schröder (Buch und Liedtexte), Marian Lux (Musik) und Christoph Drewitz (Konzeption, Regie) hatten die Idee, Werthers tragische Geschichte als Musical am Ort ihres historischen Geschehens aufzuführen. Der Lottehof ermöglicht viele Spielebenen und Drewitz nutzt diese Vielfalt voll aus. In knapp zwei Stunden zeigen sechs Darsteller die durchaus komplexe Handlung. Natürlich wurden einige Passagen für das Musical gekürzt oder angepasst, doch trotz literarischer Vorbereitung seitens der Zuschauer gilt es in kurzer Zeit viel Stoff zu bewältigen. Besonders schwer fällt dies bei denjenigen Szenenwechseln, in denen Lottes kleiner Bruder zu ihrem Vater, ihre beiden kleinen Schwestern zu ihren besten Freundinnen, oder alle drei zusammen zu Bewohnern Wetzlars werden.</p>
</div>
</div>
</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_973">
<div class="style_2">
<p class="Body">Neben diesen drei „variabel eingesetzten“ Ensemble-Mitgliedern (Ekaterini Tsapanidou, Karen Helbing, Tobias Weis) stehen noch Lotte (Anne Hoth), ihr Verlobter Albert (David Wehle) und Werther (Oliver Arno) auf der Bühne. Im Mittelpunkt des Musicals steht natürlich die Titelheldin. Die bekannte Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Es geht um ihre Gefühle und Entscheidungen. Anne Hoth spielt Lotte mit viel Einfühlungsvermögen und bringt die emotionale Achterbahnfahrt sehr glaubhaft zum Ausdruck. Den gehörnten Verlobten und späteren Ehemann Albert gibt David Wehle eher rational. Nur selten verliert er die Beherrschung und gibt sich seinen Gefühlen hin. Werther hingegen lebt in den Tag hinein, hat den Kopf in den Wolken und wirkt phasenweise sehr weltfremd. Oliver Arno gelingt die Gratwanderung zwischen Liebe und Wahnsinn überzeugend.</p>
<p class="Body">Die Protagonisten können das Publikum auch mit ihrem Gesang für sich gewinnen – allen voran Anne Hoth: Sie legt mal Entschlossenheit, mal viel Verletzlichkeit in ihre Stimme. Man glaubt ihr die Zerrissenheit genauso wie ihren unbedingten Willen zu Albert zu stehen. Auch Oliver Arnos gleichsam sanfter wie bestimmender Tenor verfehlt seine Wirkung nicht. Gerade in ihren Duetten laufen Hoth und Arno zur Höchstform auf.</p>
<p class="Body">Musikalisch lässt sich kein roter Faden erkennen. Poppige Musical-Sounds wechseln sich ab mit gefühlvollen Balladen. Tempiwechsel innerhalb der Songs unterstreichen die verwirrende Gefühlswelt, in der Lotte, Werther und auch Albert gefangen sind (zum Beispiel „Mehr“). Nicht, dass die Kompositionen von Lux nicht gefällig wären, im Gegenteil, teilweise laden sie direkt zum Träumen oder Mitwippen ein, doch vielleicht spielt auch die musikalische Unausgewogenheit eine Rolle dabei, dass sich das Publikum in der Handlung verliert.</p>
<p class="Body">Bei den Dialogen und Liedtexten hat Kevin Schröder darauf geachtet, dass sie zum Zeitgeschehen des späten 18. Jahrhunderts passen. Ob allerdings Begriffe wie „Monsterjagd“, „Flirt“ oder „herumtoben“ vor 250 Jahren schon genutzt wurden? Zudem gibt es deutliche Brüche mit Goethes Original: Dass Lotte diejenige ist, die Werther zuerst küsst – und das keineswegs schüchtern – ist neu. Auch dass sie es ist, die Werther von seinem Leid erlöst und ihn (nach einem dramatischen Duett) mit Alberts Pistole erschießt, entstammt wohl eher der Phantasie des Kreativteams.</p>
<p class="Body">Dass jedoch Albert und Werther sich ebenfalls anfreunden, stimmt. Ihr Duett „Ein Tier“ über Lotte ist energiegeladen und sehr komisch. Diese Männerfreundschaft besteht aber nicht lang. Denn die Menage à Trois, welche die drei Protagonisten einen Sommer lang durchleben, führt zwangsläufig in die Katastrophe. Und so wird Werther ausgeschlossen, verlässt Wetzlar und Lotte heiratet Albert. Während der Trauzeremonie beginnt Lotte plötzlich von Werther zu phantasieren, doch zum Glück kann Albert sie in die Wirklichkeit zurückholen.  In der Folge wird es etwas wirr: Albert geht mit Lotte auf den Markt, dort wird Werther von Gauklern böse verunglimpft. Albert verschwindet, dafür taucht das Dienstmädchen Gerda auf, das auch nach ihrer Entlassung immer noch arg in Lotte verliebt ist. Lotte wird alles zu viel und sie wird ohnmächtig.</p>
<p class="Body">Lotte kämpft darum, Werther wiederzusehen. Sie glaubt, dass sie nur so Klarheit über ihre Gefühle bekommen wird. Doch sie wird enttäuscht: Werther, dem die Sticheleien seines Umfelds sehr zusetzen, wird immer verrückter und ihre Gefühle füreinander immer stärker. Als sie Albert schließlich fragt „Hätten wir nicht auch zu dritt glücklich werden können?“ versucht dieser, ihr den weiteren Kontakt zu Werther zu verbieten.</p>
<p class="Body">Am Ende beantwortet Albert die Fragen des Arztes, dem der ungewöhnliche Einschusswinkel auffällt. Doch man lässt es auf sich beruhen. Lotte und Albert finden sich wieder – auch wenn Werther weiterhin einen Platz in Lottes Herz hat. Dass das Finale („Wenn der Winter naht“) wieder von allen drei gemeinsam bestritten wird, ist verwirrend.</p>
<p class="Body">Man ist hin- und hergerissen: Die Darsteller und Musiker sind hervorragend und spielen überzeugend. Das sparsame Bühnenbild funktioniert ausgezeichnet und die Kostüme fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Die Handlung ist abwechslungsreich und durchaus ansprechend umgesetzt. Doch es bleibt ein Gefühl der Überfrachtung. Hätte man die Handlung noch weiter einkürzen oder die Songs stimmiger zueinander arrangieren sollen? Wären mehr Darsteller hilfreich gewesen? Vielleicht ist es ein bisschen von allem. Doch das grundlegende Konzept, eine Handlung dort aufzuführen, wo sie passiert ist, geht auf und das Publikum wird sehr gut unterhalten.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Lottehof, Wetzlar</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>17. Juli 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Anne Hoth, David Wehle, Oliver Arno, Ekaterini Tsapanidou, Karen Helbing, Tobias Weis</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> <span class="Bold">Marian Lux / Christoph Drewitz<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Franziska Hain<br />
</span></div>
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