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	<title>Marcel Hoffmann-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Marcel Hoffmann-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Verstörende Inszenierung mit einem herausragenden Pegleg Man</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2019 16:57:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>William S. Burroughs‘ und Tom Waits’ “The Black Rider” ist alles andere als leichte Kost. Sowohl musikalisch als auch von der Handlung her wird dem Zuschauer hier einiges abverlangt. Vergleichbar hiermit ist allenfalls „Shockheaded Peter“ von den Tiger Lillies. Auch hier muss sich das Publikum auf die sehr spezielle Handlung und Musik einlassen, um einen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>William S. Burroughs‘ und Tom Waits’ “The Black Rider” ist alles andere als leichte Kost. Sowohl musikalisch als auch von der Handlung her wird dem Zuschauer hier einiges abverlangt. Vergleichbar hiermit ist allenfalls „Shockheaded Peter“ von den Tiger Lillies. Auch hier muss sich das Publikum auf die sehr spezielle Handlung und Musik einlassen, um einen künstlerischen Theaterabend zu erleben.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2526 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_AdrianBecker_ChristofMariaKaiser-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_AdrianBecker_ChristofMariaKaiser-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_AdrianBecker_ChristofMariaKaiser.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Beiden Stücken gemein ist, dass die Regisseure die ohnehin schon anspruchsvollen Grundlagen noch um eine meist sehr bizarre Inszenierung erweitern. So auch in Koblenz, wo Anja Nicklich die Geschichte von Wilhelm, Käthchen und dem Teufel – hier Pegleg genannt – in ein Zirkuszelt verbannt, in dem allerlei seltsame Gestalten ihr Dasein fristen.</p>
<p>Die Handlung an sich ist sehr überschaubar: Buchhalter Wilhelm verliebt sich in die Jägerstochter Käthchen. Deren Vater akzeptiert aber nur einen Jäger als standesgemäßen Ehemann für seine Tochter. Folglich muss sich Wilhelm, dem jegliche Gewalt zuwider ist, als Jäger beweisen, um seine Auserwählte heiraten zu können.</p>
<p>Er lässt sich auf einen Pakt mit dem Teufel ein, der ihm magische Kugeln gibt, die immer das Ziel treffen, welches Wilhelm sich wünscht. Lediglich eine Kugel wird vom Teufel selbst kontrolliert. Wilhelm ist überglücklich, dass seine List nicht erkannt wird und er Käthchens Vater überzeugen kann. Doch am Hochzeitstag geschieht ein vermeintliches Unglück und die letzte magische Kugel trifft ausgerechnet Käthchen. Dies ist natürlich kein Zufall, denn hier hat der Teufel seine Finger im Spiel… Wilhelm dreht daraufhin durch und findet sich am Ende im Kreis all derer wieder, die dem Teufel ebenfalls auf den Leim gegangen sind.</p>
<p>Vor dem Hintergrund, dass der Autor des Stücks seine Frau während eines aufgrund von Alkoholmissbrauch missglückten „Wilhelm-Tell-Spiels“ selbst erschossen hat, erklärt sich, warum während der gesamten Show über den Köpfen der Darsteller ein alter Mann an einer Schreibmaschine sitzend in einem Vogelkäfig vor sich hinvegetiert. Diesen Bezug kann aber der „normale“ Zuschauer nicht so ohne weiteres herstellen und so ist auch der Mann im Vogelkäfig nur eines von vielen Opern des Teufels.</p>
<p>Pegleg, der Teufel, kommt passenderweise mit einem Schweinskopf am Fuß auf die Bühne (anstatt des obligatorischen Hufs). Er ist ein Zirkusdirektor, der von einer großen Schar schauerlicher Kreaturen umgeben ist. Dazu atmet er sehr schwer und lautstark und erinnert nicht nur vage an Darth Vader aus „Star Wars“. „Der Teufel ist Dein Vater“ setzt sich im Laufe des Abends im Kopf so mancher Theaterbesucher fest.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2527 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz_TheBlackRider_EmmerichSchmollgruber_MarcelHoffmann_ChristofMariaKaiser_MichaelHamlett_CynthiaGrose_JuliaSteingaß_ReinhardRiecke_AdrianBecker_NathanielYelton.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Adrian Becker spielt den Pegleg herausragend. Er hat eine raumgreifende Bühnenpräsenz, ist stimmgewaltig und sehr einschüchternd. Mit dem Teufel ist nicht gut Kirschen essen, das spürt man nur allzu deutlich. Dass alle um ihn herum nahezu vor Angst erstarren, wenn er in der Nähe ist, kann man sehr gut verstehen. Während „Pegleg Man“ kann Becker seine volle stimmliche Bandbreite nutzen und hat einen von vielen starken Momenten an diesem Premierenabend.</p>
<p>Denn mit Ausnahme von Christof Maria Kaiser als Wilhelm spielen die anderen Darsteller ihre Rolle so überzeugend schräg, dass man kaum zu sagen vermag, was hier Zufall ist und was beabsichtigt.</p>
<p>Kaiser gibt einen herrlich schüchternen Buchhalter, verleiht dessen Liebe zu Käthchen im schwebenden Duett „A prior and a rose“ sehr gefühlvoll Ausdruck und auch den Spaß am erfolgreichen „Rumballern“ sowie die damit sofort einhergehenden Gewissensbisse nimmt man ihm ab.</p>
<p>Die repetitive Musik von „Waits‘ Wüstlingen“, wie die 10-köpfige Band im Programmheft liebevoll genannt wird, ist sehr enervierend und sorgt neben dem ohnehin schon gefährlich mächtigen Teufel für großes Unbehagen. Manchmal wirkt es gar so, als würden einige Instrumente, bspw. die Trompete, bewusst falsch gespielt, was das Publikum noch unruhiger auf den Sitzen herumrutschen lässt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2530 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/06/TheaterKoblenz.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Hinzu kommt, dass Monologe und Dialoge häufig auf deutsch und englisch vorgetragen werden (manchmal einfach nur als Übersetzung des vorher Gesagten), wohingegen die Songs allesamt ausschließlich auf englisch gesungen werden. Ein roter Faden ist nur in der Form erkennbar, dass auch hier weiterhin das verstörende Element der gesamten Inszenierung fortgeführt wird.</p>
<p>Neben den abwechslungsreichen Masken und Kostümen (Antonia Mautner Markhof) komplettieren die abgehackt und disharmonisch anmutenden Choreographien von Luches Huddleston jr. die Inszenierung. Man kann den Kreativen nicht vorwerfen, dass sie das Grundkonzept nicht durchgängig in allen Gewerken beherzigt hätten.</p>
<p>Am Ende gipfelt alles in dem wahnwitzigen „Don’t lie to the devil“. In dieser Szene drehen alle Kreaturen auf der Bühne komplett durch und man weiß gar nicht, wo man zuerst wegschauen soll, weil es so verwirrend ist. Zum Schluss manipuliert der Teufel dann auch noch das Publikum und lässt es irritiert zurück.</p>
<p>„The Black Rider“ polarisiert ohne jede Frage. Stört man sich an Einzelheiten und versucht Sinn und Verstand in diesem völlig verrückten Musical zu entdecken, wird man wenig Spaß haben, denn es geht hier nicht um die rationale Erzählung eines Dramas. Lässt man sich jedoch darauf ein und sieht den künstlerischen Gesamtzusammenhang und den mit Adrian Becker exzellent besetzten Pegleg kann man einen schönen Abend im Theater Koblenz erleben.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>leicht gekürzt erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Koblenz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">2</span>. Februar 2019</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> <span class="Bold">Adrian Becker, Cynthia Grose, Jona Mues, Julia Steingaß, Michael Hamlett, Victoria Garcia Martinez, Nathaniel Yelton, Christof Maria Kaiser, Irina Golovatskaia, Marcel Hoffmann, Reinhard Riecke<br />
</span></span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie / Musik:</strong> Anja Nicklich / Tom Waits<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus<br />
</span></div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Musikalisches Taktieren auf 64 Spielfeldern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musikalisches-taktieren-auf-64-spielfeldern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Aug 2018 14:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung schon kräftig angeheizt und so stehen sich zwei gegnerische Lager gegenüber, die die Weltpolitik mit Macht auf das Schachbrett übertragen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2290 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg" alt="" width="280" height="292" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg 384w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-768x800.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-982x1024.jpg 982w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981.jpg 993w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" />Gepaart mit der Verbissenheit Trumpers, der Verschlagenheit Molokovs, der Naivität Sergievskys und der Liebe von Florence entwickelt sich aus einem anfänglich sportlichen Wettbewerb eine tragische Geschichte um die Liebe einer Frau, die Zugehörigkeit zur eigenen Heimat und ganz am Rande um den erneuten Kampf um die Schachweltmeisterschaft.</p>
<p>Regisseur Markus Dietze hat die Handlung optisch 100%ig in den 1980er Jahren verortet: Das fängt bei den schauderhaft-schönen Vokuhila- und Dauerwellen-Frisuren an, geht weiter über die exzentrischen Schnitte und breiten Schulterpolster der Kostüme, führt über die farbenfroh bespielte LED-Wand im Hintergrund und endet beim nicht minder leuchtend bunten Make-Up.</p>
<p>Christian Binz (Bühne und Kostüme) hat hier eine sehr harmonische Welt in schwarz-weiß-pink geschaffen, die auch die überdimensionalen Schachfiguren und das wenige Mobiliar mit einschließt. Ein wahrer Augenschmaus!</p>
<p>Besonderes Gewicht legt Dietze in seiner Inszenierung auf die Tanzszenen. Katrin Wolfram hat sehr schöne Choreographien geschaffen, in denen das Ballett die Handlung wahlweise ergänzt oder spiegelt. Ob es dabei immer die Schachfiguren herumtragen muss, kann man diskutieren, aber die tänzerische Leistung fügt sich nahtlos in das künstlerische Gesamtbild ein.</p>
<p>Benny Andersson und Björn Ulvaeus haben für „Chess“ voluminöse Songs erschaffen, die man – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt sofort mit ABBA in Verbindung bringt. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Karsten Huschke bringt die Kompositionen zwar klangvoll zu Gehör, doch allzu oft fehlt es an der richtigen Akzentuierung. Viele Songs werden einfach nur durchgespielt, was sehr schade ist, denn hier wäre viel Potential drin gewesen, das Stück dauerhaft im Gehör der Zuschauer zu verankern. Dies fällt besonders bei den Showstoppern „One night in Bangkok“ und „Wer ich sein wollte“ sehr negativ auf. Einzig bei „War es nicht gut?“ bildet das Orchester mit den Sängern eine Einheit und spielt auf den Punkt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2287 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg" alt="" width="302" height="282" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-768x716.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454.jpg 982w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" />Gesanglich können Laura Bos, Kristina Ruge und Karsten Huschke aus dem Vollen schöpfen, denn neben sieben Protagonisten stehen in einigen Szenen fast 50 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne im Innenhof der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Opernchor und Extrachor unterstützen die Hauptdarsteller nach Kräften, was in den meisten Fällen auch sehr gut gelingt.</p>
<p>Bei den Hauptdarstellern stechen insbesondere Markus Schneider als Anatoly Sergievsky und Adrian Becker als Alexander Molokov hervor. Schneider hat ein Gespür für die sanften Töne, die „Hymne“ gelingt ihm hervorragend. Ganz wundervoll harmoniert er mit Monika Maria Staszak als Florence (u. a. „Du und ich“), die zwar optisch eher seine Mutter denn seine Geliebte sein könnte, aber stimmlich sehr gut zu den Kompositionen der ABBA-Herren passt. Staszak kämpft während der ganzen Vorstellung mit ihrer Authentizität, der optische Altersunterschied zu den beiden Schachspielern, deren Herzen sie erobert hat, ist einfach zu deutlich.</p>
<p>Adrian Becker erinnert sicherlich nicht nur zufällig an die berechnende, fiese Cruella de Vil aus „101 Dalmatiner“. Mit seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz und der exzellenten Körperbeherrschung stellt er alle anderen in den sprichwörtlichen Schatten. Zudem singt und tanzt er hervorragend und bekommt folgerichtig beim Schlussapplaus mit am meisten Anerkennung durch die Zuschauer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2288 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-681x1024.jpg 681w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider.jpg 998w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" />Als exzentrischer Schiedsrichter macht Christof Maria Kaiser eine tolle Figur. Er verleiht dem Referee mit seiner nachdrücklichen Mimik und seiner erhabenen Gestik etwas Mächtiges und Verschlagenes zugleich. Nachdem er im ersten Akt dank der etwas schwachen Tontechnik dieser Optik stimmlich leider nicht gerecht werden konnte, macht er dies im 2. Akt spielend wieder wett.</p>
<p>Als eine Art Jürgen Drews mit einer gehörigen Portion Exaltiertheit kommt Marcel Hoffmann daher. Sein Freddie Trumper ist zu keinem Zeitpunkt sympathisch, sondern immer egozentrisch. Auch die wenigen Momente, in der das Publikum hinter diese Fassade blicken kann („Pity the child“), wirken aufgesetzt und nicht glaubwürdig. Das was Schneider an Glaubwürdigkeit in rauen Mengen mitbringt, fehlt Hoffmann leider gänzlich. Sehr schade, denn auch Trumper hat eigentlich ein gutes Herz.</p>
<p>Blass bleiben auch Wolfram Boelzle und Michèle Silvestrini als Walter und Svetlana, die zwar rollendeckend spielen, aber sich nicht nachhaltig präsentieren können.</p>
<p>„Chess“ ist keine leichte Kost – da bildet Koblenz keine Ausnahme. Viele bewusst disharmonische Melodien und aggressiv verfeindete, wenig sympathische Charaktere machen es den Zuschauern nicht leicht, sich auf dieses Stück vollends einzulassen. Dietze gelingt es jedoch, die häufig holprige Handlung dank gut umrissener Charaktere verständlich über die Rampe zu bringen. Zudem machen das optische Gesamtkunstwerk sowie die Leistungen von Becker und Schneider diese Show in der aktuellen Inszenierung durchaus sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Festung Ehrenbreitstein, Koblenz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 18. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Markus Schneider, Adrian Becker, Christof Maria Kaiser, Marcel Hoffmann, Monika Maria Staszak, Wolfram Boelzle, Michèle Silvestrini</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Markus Dietze / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus für das Theater Koblenz<br />
</span></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Fesselnde Location, gute Regie-Einfälle, falsche Sprache</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/fesselnde-location-gute-regie-einfaelle-falsche-sprache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2016 12:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
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		<category><![CDATA[Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Mariano]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andrew Lloyd Webbers Musicalversion der letzten Lebenswoche von Jesus findet sich vermehrt auch in deutschen Stadttheatern. Das Theater Koblenz bringt den Klassiker in diesem Sommer Open Air im Innenhof der Festung Ehrenbreitstein zur Aufführung. Die massigen Festungsmauern oberhalb des Rheins bilden eine prachtvolle Kulisse. Lloyd Webbers Rockmusical hält nicht minder beeindruckende Songs bereit. Doch gleich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Andrew Lloyd Webbers Musicalversion der letzten Lebenswoche von Jesus findet sich vermehrt auch in deutschen Stadttheatern. Das Theater Koblenz bringt den Klassiker in diesem Sommer Open Air im Innenhof der Festung Ehrenbreitstein zur Aufführung. Die massigen Festungsmauern oberhalb des Rheins bilden eine prachtvolle Kulisse. Lloyd Webbers Rockmusical hält nicht minder beeindruckende Songs bereit.</p>
<p>Doch gleich zu Beginn werden die Zuschauer enttäuscht: Der „11-Apostel-Band“ unter der Leitung von Karsten Huschke gelingt es nicht, den wuchtigen Klang der Kompositionen in den Zuschauerbereich zu bringen. Das mag zum einen daran liegen, dass die Musiker im hinteren Bereich der Bühne hinter einer schwarzen Wand platziert sind. Darüber hinaus lässt die Tontechnik auf dieser Open Air Bühne sehr zu wünschen übrig. Das Orchester klingt durchgehend zu blechern und Bässe sucht man vergebens. Auch die Sänger haben ihre Mühe, sich Gehör zu verschaffen.</p>
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<p>Markus Dietze und Juliane Wulfgramm zeichnen für die Inszenierung und Dramaturgie verantwortlich. Vieles, was die beiden sich überlegt haben, gefällt. Insbesondere die herrlich überzogene Szene mit Kind Herod (André Wittlich). Er erinnert zwar in Habitus und Ausstrahlung arg an Frank’n’furter, aber seine goldgewandeten Tänzer und die kuscheligen Babykatzen auf der Leinwand geben dieser Szene etwas Besonderes. Auch der in einer gelben 20er Jahre Atmosphäre inszenierte Titelsong, den Judas mit der eindringlichen Botschaft verbindet, dass es dieser Welt an sozialem Gewissen mangelt, wirkt in sich stimmig.</p>
<p>Eine glatte Fehlinterpretation seitens des Regisseurs liegt leider beim letzten Abendmahl vor: Anstatt ihre Trauer und Verwirrung über Jesus’ baldigen Tod auszudrücken, feiern die Apostel und Mary Magdalena ausgelassen und lachend ein Happening. Das passt zur eigentlichen Aussage dieser Szene überhaupt nicht.</p>
<p>Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass Pilates Jesus nicht selbst die 39 Schläge verpasst, sondern ihn von den Priestern und dem Volk schlagen lässt. Auch dies verändert den Inhalt der Szene. Dass Jesus nach seiner Kreuzigung die hell erleuchtete Bühne auf den eigenen Beinen verlässt, ist genauso befremdlich.</p>
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<p>Die Protagonisten mühen sich redlich, ihren Rollen Authentizität einzuhauchen. Marcel Hoffmann überzeugt als Jesus vor allem im zweiten Akt. Er hat eine interessante Stimmfarbe, eigentlich zu tief für Jesus, aber mit „Gethsemane“ sorgt er beim Publikum für Gänsehaut. Christof Maria Kaiser begeistert vor allem durch sein ausdrucksstarkes Spiel. Gesanglich hechelt er dem Orchester häufig hinterher, was aber auch auf die Sprachbarriere zurückzuführen sein kann. Georg Lesokovich gibt einen stattlichen, starken Pilates. Es gelingt ihm sehr gut, die Hin- und Hergerissenheit des Statthalters zu verkörpern. Auch Jongmin Lim weiß als Caiaphas vor allem mit seinem tiefen Bass zu überzeugen. Hervorheben muss man Mario Mariano, der als Annas schlangenhaft spielt und schön giftig singt. Eine rundum gelungene Interpretation des intriganten Priesters. Charlotte Irene Thompson ist als Mary Magdalena zu erleben. Sie spielt etwas robuster als man es kennt, so gerät auch ihr „I don’t know how to love him“ etwas härter als erwartet. Doch insgesamt überzeugt sie.</p>
<p>Diese Produktion von „Jesus Christ Superstar“ hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Einerseits erzeugt die Regie ein weitgehend stimmiges Gesamtbild. Hoffmann ist ein ausgesprochen eindrucksvoll leidender Jesus und Kaiser gibt einen starken Counterpart. Doch die phonetischen Schwächen machen so viel kaputt, dass einige Zuschauer schon während der Pause den Heimweg angetreten haben. Hier wurde viel Potential verschenkt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Festung Ehrenbreitstein, Koblenz</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Marcel Hoffmann, Christof Maria Kaiser, Georg Lesokovich, Charlotte Irene Thompson</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / <span class="Bold">Markus Dietze &amp; Juliane Wulfgramm<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus<br />
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