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	<title>MADNESS-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>MADNESS-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 12:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Theater in der Wiesbadener Wartburg empfiehlt sich als hervorragende Bühne für kleinere Produktionen. Das Junge Staatsmusical bringt dort regelmäßig seine Musicals zur Aufführung. Auch „Spring Awakening“ funktionierte in der intimen Atmosphäre der ehemaligen Wirkungsstätte des Wiesbadener Männergesangsvereins sehr gut. So verwundert es nicht, dass auch das Set für „Our House“ sehr ansprechend ist. Auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-energetische-ensemble-und-die-hervorragende-band-machen-diese-show-sehenswert/">Das energetische Ensemble und die hervorragende Band machen diese Show sehenswert!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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<div id="body_content">
<p>Das Theater in der Wiesbadener Wartburg empfiehlt sich als hervorragende Bühne für kleinere Produktionen. Das Junge Staatsmusical bringt dort regelmäßig seine Musicals zur Aufführung. Auch „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Spring_Awakening_2016.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1914">Spring Awakening</a></span>“ funktionierte in der intimen Atmosphäre der ehemaligen Wirkungsstätte des Wiesbadener Männergesangsvereins sehr gut.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">So verwundert es nicht, dass auch das Set für „Our House“ sehr ansprechend ist. Auf Anhieb erkennt man verschiedene Spielebenen. Britta Lammers ist es gelungen, die zahlreichen Szenenbilder kompakt in einer roten Häuserfront zu verpacken, die sich dank gut genutzter Schiebetüren in eine Partylocation, Büros oder ein Gefängnis verwandeln lässt.</p>
<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="400" height="246" /></div>
<p class="Body">„Our House“ in Wiesbaden ist nach Berlin 2012 erst die zweite Aufführung des Madness-Musicals in Deutschland. Die Dialoge und einige Songtexte wurden hierfür von Thomas Huber ins Deutsche übertragen. Dass dies an einigen Stellen durchaus eine Herausforderung war, merkt man im Laufe des Abends häufiger: „My Girl“, in dem sich Joe und seine Kumpels Emmo und Lewis ihr Leid über Mädels klagen, holpert auf Deutsch schon arg.</p>
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<div class="text-content style_External_670_234">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch dies tut dem Schwung, den die Hits von Madness auch in diesem kleinen Rahmen entwickeln, keinen Abbruch. Die Band unter der Leitung von Frank Bangert lässt das Feeling der 1980er aufleben. Dass nur sechs Musiker (natürlich mithilfe via Keyboard zugespielter Instrumente) für diesen satten Sound verantwortlich sind, ist für viele Zuschauer eine Überraschung und wird am Ende lautstark honoriert.</p>
<p class="Body">Das Ensemble nimmt die Energie der Songs auf und setzt diese in lebendige Tanznummern um. „ Baggy Trousers“, bei dem die Darsteller eine gelungene Gummitwist Choreographie in Schwarzlicht hinlegen, gehört genauso dazu wie „House of Fun“ und „Our House“ am Beginn des Stücks. Die junge Cast kommt hierbei ordentlich aus der Puste. Allerdings muss man den Darstellern zugute halten, dass sich Myriam Lifka recht komplexe Choreographien ausgedacht hat, die gut zu den Songs passen und auch nah am Original von Peter Darling sind. Doch einigen fehlt es an der nötigen Kondition, dieses Tempo eine komplette, sehr tanzlastige Show durchzuhalten.</p>
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<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_261_304">
<div class="style_2">
<p class="Body">Iris Limbarth hat auch dieses Stück für das Junge Staatsmusical inszeniert. Sie orientiert sich stark an Matthew Warchus <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Our_House.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=573">Premiereninszenierung</a></span> von 2002. Die aufgrund von Bühne, Ensemble und Budget notwendigen Abstriche fallen wenig ins Gewicht. In Wiesbaden wird häufiger mit einem Doppelgänger gearbeitet als seinerzeit in London. Herausragende Szenen sind die wilde Autofahrt mit dem sprichwörtlichen Jaguar anlässlich Sarahs Geburtstag („Driving in my car“ mit einem sehr charmanten selbstgebauten Fiat) sowie „Tomorrow’s just another day“, wo die Handlung auf zwei Spielebenen stattfindet.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="330" height="425" /></div>
</div>
<p class="Body">Es gelingt Limbarth, die beiden Handlungsstränge von Joe Casey gut und verständlich nachzuzeichnen. Manches Mal werden seine Entscheidungen zwar zu plakativ erläutert, damit auch wirklich jeder versteht, warum der unehrliche, anfangs getürmte Joe plötzlich ein erfolgreicher Geschäftsmann wird und der ehrliche, vorbestrafte Joe immer mehr in Bedrängnis gerät und sich den Avancen der Kleinkriminellen in seinem Umfeld kaum noch entziehen kann, doch alles in allem kann man die unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen der beiden Joes gut nachvollziehen.</p>
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<div id="id7" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_201">
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<p class="Body">„Our House“ steht und fällt aber mit einem charismatischen Hauptdarsteller. Michael Jibson hat sich seinerzeit mit dieser Rolle für weitere Engagements im West End empfohlen und ist heute auf der Musical- und Theaterbühne genauso zuhause wie im TV. In dieser vermeintlich kleinen Produktion übernimmt Tim Speckhardt die Doppelrolle von Joe Casey. Es gelingt ihm mit gut ausgeprägter, akzentuierter Mimik die beiden unterschiedlichen Charaktere von Joe darzustellen. Die in schwarz bzw. weiß gehaltenen Outfits und entsprechende Kopfbedeckungen tun ihr übriges, um den bösen und guten Joe in den schnell wechselnden Szenen voneinander zu unterscheiden.</p>
<div>
<div>Speckhardt zeichnet den Weg des lügenden Teenagers hin zum erfolgreichen Immobilienmakler, der nicht nur seine Beziehung zu Sarah aufs Spiel setzt, sondern schlussendlich seine Mutter dem Erfolg opfert, genauso glaubwürdig nach wie den des guten, ehrlichen Joes, der mit allen Mitteln versucht, seinen Platz in dieser Welt zu finden. Doch als ehemaliger Straftäter bekommt er von niemandem Unterstützung, seine Beziehung zu Sarah wird hart auf die Probe gestellt, und er erliegt beinahe der Verlockungen der „dunklen Seite“, doch am Schluss rettet er die Casey Street und heiratet seine Sarah.</div>
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<div id="id8" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Wechselspiel von Gut und Böse, richtigem und falschem Weg gipfelt in der Büroszene, in der beide Joes auf Mr. Pressman treffen, der Casey Street abreißen und in einen Schickimickiboulevard verwandeln will. Speckhardt interpretiert „Rise and Fall“ herausragend. Im Duett mit Sarah („It must be Love“) singt er eine lupenreine Zweitstimme. Dass Speckhardt neben der Hauptrolle auch die Gesangseinstudierung übernommen hat, kommt nicht von Ungefähr.</p>
<div class="tinyText stroke_0">
<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_7.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Joes Teenagerliebe Sarah wird von Nina Links zum Leben erweckt. Sie geht im Laufe des Abends durch ein Wechselbad der Gefühle, welches sie sehr gut über die Rampe bringt. Das ihre Stärken nicht allein im Schauspiel liegen, zeigt sie erst spät im zweiten Akt: Ihre Phrasierungen bei „It must be Love“ sind hervorragend. Sie bringt viel Gefühl in ihren Gesang (insbesondere bei dem eigens für die Show komponierten „NW5“, besser bekannt als „Sarah’s Song“) und kann mit ihrem Gesamtpaket aus Mimik, Spiel und Gesang vollends überzeugen.</p>
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<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_201">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ein weiteres Stück, das Madness auf Wunsch von Autor Tim Firth eigens für das Musical geschrieben haben, ist „Simple Equation“, mit dem Joe’s verstorbener Vater die grundlegende Problematik einer falschen Entscheidung thematisiert. Peter Emig übernimmt diese Rolle des „Moralapostels“. Er kommentiert Joes Handlungen und Entscheidungen, auch wenn er auf das tatsächliche Geschehen keinen Einfluss nehmen kann und zumindest im Fall des „bösen“ Joes mit ansehen muss, wie sein Sohn ihn seine kriminellen Fußstapfen tritt. Emig spielt den Part mit nicht ganz so viel Stattlichkeit und Erhabenheit wie man es sich für diese Figur wünschen würde. Er hat sehr intensive Solonummern, die er durchaus zu nutzen weiß. Die Duette mit Felicitas Geipel als Kath Casey misslingen jedoch leider.</p>
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<div class="text-content style_External_262_292">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das scheinbar willkürliche Schnipsen bei Emigs Auftritten verwirrt mehr als das es nützt. Allein durch den Lichtwechsel wird klar, dass hier jemand zu sehen ist, der nicht aktiv in die Handlung eingebunden ist. Insgesamt wirkt dieser Vater weniger als die moralische Instanz, die er sein sollte.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_2016_files/shapeimage_1.png" alt="" /></div>
<p class="Body">Zum erweiterten Darstellerkreis zählen Joes und Sarahs Freunde: Während insbesondere Lewis und Emmo (Johannes Kastl und Dwayne-Gilbert Besier) durch ihre Tollpatschigkeit und Liebenswürdigkeit auffallen, geben Billie und Angie (Viktoria Reese und Lisa Krämer) die typischen Teeniezicken zum Besten. Allen vier spielen rollendeckend. Kastl hinterlässt als schusseliger Lewis einen bleibenden Eindruck, während Besier als Emmo so richtig schön gaga ist. Sarahs Freundinnen harmonieren stimmlich perfekt, was vor allem bei „Embarassment / Keiner hier glaubt an Dich“ gut zum Ausdruck kommt.</p>
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<div id="id11" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_234">
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<p class="Body">Benjamin Geipel spielt einen herrlich schleimigen Mr. Pressman und kann auch als Kleinkrimineller Reecey überzeugen. Gesanglich gibt es bei ihm sicherlich noch Luft nach oben. Gleiches gilt auch für Felicitas Geipel, die als Joes Mutter aber vor allem schauspielerisch glänzen muss. Ihre Sorge um ihren Sohn ist greifbar und da sieht man ihr nach, dass sie sich im Bereich Tanz auch nicht gänzlich heimisch fühlt.</p>
<p class="Body">Was bleibt von „Our House“ in der Wartburg in Erinnerung? Auf jeden Fall das lebensfrohe, überzeugend tanzende Ensemble, die druckvolle Band und vor allem zwei Hauptdarsteller, die schauspielerisch und gesanglich auf ganzer Linie begeistern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="spacer">
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_119">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater: </span></strong>Wartburg, Wiesbaden</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung:</span></strong> 10. April 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Tim Speckhardt, Nina Links, Johannes Kastl, Dwayne-Gilbert Besier, Viktoria Reese, Lisa Krämer, Peter Emig, Felicitas Geipel</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie:</span> </strong>Iris Limbarth</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Sven-Helge Czichy</span></div>
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		<title>Our House</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/our-house/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2002 14:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Cambridge Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Ian Reddington]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Gay]]></category>
		<category><![CDATA[Lesley Nicol]]></category>
		<category><![CDATA[MADNESS]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jibson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manch einer mag denken: „Nein, nicht schon wieder ein Popmusical, bei dem die Songs einer erfolgreichen Band aus den 70er oder 80er Jahren in eine flache Story eingebettet werden. Und das nur, um dem Publikum eine Fun-Show zu präsentieren, bei der es ohne über die Handlung nachzudenken, die Hits von damals noch einmal erleben kann…“ ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/our-house/">Our House</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content" class="bumper">Manch einer mag denken: „Nein, nicht schon wieder ein Popmusical, bei dem die Songs einer erfolgreichen Band aus den 70er oder 80er Jahren in eine flache Story eingebettet werden. Und das nur, um dem Publikum eine Fun-Show zu präsentieren, bei der es ohne über die Handlung nachzudenken, die Hits von damals noch einmal erleben kann…“</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Auch wenn man diese Meinung in Bezug auf so einige andere Popmusical der letzten Jahre durchaus teilen kann, auf »Our House« trifft sie definitiv nicht zu. Das Stück feierte am 28. Oktober 2002 Premiere im Londoner Cambridge Theatre und überraschte Kritiker wie Publikum gleichermaßen mit einer tiefsinnigen Liebesgeschichte.</p>
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_files/shapeimage_3.png" alt="" width="311" height="401" /></div>
<p class="Body">Im Mittelpunkt steht der junge Joe Casey (gespielt von dem ebenfalls sehr jungen Michael Jibson), der sich in seine Schulkameradin Sarah (Julia Gay) verliebt. Die eigentliche Handlung setzt ein als die beiden in einem abgesperrten, baufälligen Haus von der Polizei erwischt werden. Joe muss die Entscheidung treffen, ob er wegrennt oder sich der Polizei stellt.</p>
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<div>Die Story wird fortan in zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen weiter erzählt: 1. Was wird aus Joe und Sarah, wenn Joe vor der Polizei flüchtet? und 2. Übersteht die Liebe der beiden den Gefängnisaufenthalt von Joe, der unweigerlich folgt, wenn er sich stellt?</div>
</div>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Der Zuschauer muss dem Stück schon sehr genau folgen, um zu erfahren, wie sich das Leben der beiden in Abhängigkeit von dieser Entscheidung weiterentwickelt. In der ersten Variante verliert Joe seine Sarah und wird zu einem „erfolgreichen“ kleinkriminellen Immobilienhai. Ihre Wege kreuzen sich nach einigen Jahren und er gewinnt sie wieder für sich – vorerst…</p>
<p class="Body">Der zweite Handlungsstrang zeigt, wie sich die beiden auseinander leben, da Joe als ehemaliger Gefangener keinen Job findet, von der Gesellschaft geächtet wird und seinen Frust auch an Sarah auslässt. Schließlich trennen sich die beiden und jeder geht seiner eigenen Wege – vorübergehend…</p>
<p class="Body">Wie die Geschichte von Joe uns Sarah schlussendlich ausgeht, soll an dieser Stelle nicht verraten werden, da damit ein wesentlicher Effekt des Stücks vorweggenommen wäre. Nur soviel: Joes Mutter Kath (gespielt von der grandiosen Lesley Nicol) und sein Vater (von Ian Reddington ergreifend dargestellt) spielen bei der finalen Entscheidung eine gewichtige Rolle.</p>
<p class="Body">Tim Firth, der Autor dieses Musicals, hat eine Geschichte kreiert, bei der „die beiden Joe’s“ – so unterschiedlich ihre persönliche Entwicklung auch sein mag – immer wieder an die gleichen Kreuzungen ihres Lebensweges kommen und je nach Entscheidung das Leben eine positive oder negative Wendung nimmt. Der Musicalbesucher begleitet zwei junge Männer, deren Entwicklungen unterschiedlicher kaum sein könnten. Und das alles nur wegen einer Entscheidung, die in Jugendjahren getroffen wurde.</p>
</div>
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</div>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_259_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die Story an sich ist so hervorragend, dass man meinen möchte, die Musik könnte nur eine Nebenrolle spielen. Weit gefehlt! Die Songs von Madness unterstreichen die Lebenskrisen, die alle Hauptdarsteller durchleben, auf äußerst eindrucksvolle Weise und ist lange nicht so poppig wie man es von einem Madness-Musical erwarten würde. Neben Klassikern wie “Our House (in the middle of the street)”, “It must be love” oder “Welcome to the House of Fun” wurden weitere 14 Madness-Hits in das Stück integriert. Und als Tim Firth dies nicht reichte, haben Madness – die als Music and Lyrics Associate Producers fungieren – zwei neue Songs komponiert („Simple Equation“ und “Sarah&#8217;s Song”), die das musikalische Bild perfekt ergänzen.</p>
</div>
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</div>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_670_637">
<div class="style_2">
<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Our_House_files/shapeimage_5.png" alt="" width="403" height="282" /></div>
<p class="Body">Neben der Musik erinnert auch die Choreographie von Peter Darling immer wieder an die Schöpfer dieses Stücks. Die einmaligen Schrittfolgen, die Madness über Jahre hinaus geprägt haben, kommen in »Our House« in vielen Szenen zur Geltung. Und auch der unvergleichliche Kleidungsstil von Madness – wie z.B. groß-karierte Anzüge – hat den Bühnen- und Kostümbildner Rob Howell bei seiner Arbeit beeinflusst. Das Bühnenbild ist sehr abwechslungsreich und lebt von einem ausgezeichneten Lichtdesign, für das Mark Henderson verantwortlich zeichnet.</p>
<p class="Body">Eine bemerkenswerte Szene, in der alle diese Faktoren perfekt zusammen spielen, ist „Driving in my car“: Joe und seine Freunde machen eine „Spazierfahrt“ in einem alten Jaguar – bildgewaltig unterstützt von bühnenfüllenden Leinwänden auf denen verschiedenste englische Landschaften vorbeiziehen. Diese Szene versetzt die Zuschauer in Stauen und steht der grandiosen Bühnenarbeit größerer und teurerer Produktionen wie »Chitty Chitty Bang Bang« in nichts nach.</p>
<p class="Body">Das durchweg sehr junge Ensemble überzeugt durch Ausdrucksstärke und stimmliche Vielfalt. Vor allem Michael Jibson bewältigt in jeder Show die schwere Aufgabe, zwei Persönlichkeiten darzustellen, die sich nicht nur optisch, sondern auch vom Typ her (schleimiger, rücksichtsloser Immobilienhai vs. niedergeschmetterter, mutloser Ex-Gefangener) sehr unterscheiden. Für die erforderlichen extrem schnellen und häufigen Kostümwechsel vom Jogginganzug zum Armani Anzug bleiben zwischen einigen Szenen nur 8 Sekunden (!) Zeit.</p>
<p class="Body">Lesley Nicol, die schon als Rosie bei »Mamma Mia!« und als Mrs. Johnstone bei »Blood Brothers« Erfolge feierte, spielt die verzweifelte Mutter von Joe absolut glaubwürdig. Einen mysteriösen Touch bekommt das Stück durch Ian Reddington, dem englischen Publikum aus zahlreichen Theaterrollen wie Macbeth, Hamlet, Richard III., bekannt, der als Joe’s toter Vater immer wieder belehrend auftritt und versucht, seinen Sohn in die richtigen Bahnen zu lenken.</p>
<p class="Body">Nicht nur das Premierenpublikum verließ das Cambridge Theatre nachdenklich…»Our House« ist ein Stück, dass im ersten Augenblick durch die unerwartet musical-fähigen Madness-Hits begeistert. Aber die geniale Story von Tim Firth beeinflusst den Besucher nachhaltig. Man denkt unweigerlich über eigene Entscheidungen nach: Was wäre gewesen, wenn man sich damals anders entschieden hätte? Insofern ist »Our House« eines der wenigen Musicals heutiger Zeit, das wirklich eine Botschaft zu vermitteln hat: Denk’ über die Folgen Deines Handelns nach, bevor Du Dich entscheidest!</p>
<p class="Body">Ein Besuch dieses Stücks sollte beim nächsten London-Trip Pflicht sein, denn selten bekommen Musicalbesucher eine so gute Kombination aus anspruchsvoller Story, im wahrsten Sinne ausgezeichneter Musik und überzeugenden Darstellern geboten!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> </span><span style="color: #000080;">Cambridge Theatre, London<br />
<strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">Oktober</span><span class="Bold"> 2002</span></span><span style="color: #000080;"><br />
<strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Julia Gay, Michael Jibson, Lesley Nicol, Ian Reddington<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> </span><span style="color: #000080;"><span class="Bold">Madness<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos: </span></strong>Cambridge Theatre, London</span></p>
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