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	<title>Liebe stirbt nie-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Liebe stirbt nie-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Heidi Karlsson: von Christine zu Grizabella, vom Land aufs Schiff&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 15:18:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[Heidi Karlsson]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe stirbt nie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Engagement von Heidi Karlsson, die seit der Premiere als Zweibesetzung von Christine Daaé in „Liebe stirbt nie“ im Operettenhaus auf der Bühne stand, endet etwas früher als erwartet. Da Heidi Karlsson die Rolle der Grizabella in der schwimmenden Version von „Cats“ angeboten wurde, musste sie Hamburg bereits Ende August verlassen, denn schon am 2. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/heidi-karlsson-von-christine-zu-grizabella-vom-land-aufs-schiff/">Heidi Karlsson: von Christine zu Grizabella, vom Land aufs Schiff&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Das Engagement von Heidi Karlsson, die seit der Premiere als Zweibesetzung von Christine Daaé in „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Liebe_Stirbt_Nie_2015.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1043">Liebe stirbt nie</a></span>“ im Operettenhaus auf der Bühne stand, endet etwas früher als erwartet. Da Heidi Karlsson die Rolle der Grizabella in der schwimmenden Version von „Cats“ angeboten wurde, musste sie Hamburg bereits Ende August verlassen, denn schon am 2. September 2016 begannen die Proben in den USA.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>“Liebe stirbt nie” ist Ihr erstes Engagement auf einer deutschen Musicalbühne &#8211; wie haben Sie sich darauf vorbereitet?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Heidi Karlsson:</strong> </span>Ich bin einen Monat vor dem Probenbeginn von “Liebe stirbt nie” nach Hamburg gezogen. Ich liebe diese Stadt sehr und freue mich, dass ich hier eine Heimat gefunden habe.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ich habe mich direkt daran gemacht, alle Songs und Texte von Christine Daaé zu lernen, damit ich für den unwahrscheinlichen Fall vorbereitet war, dass die Erstbesetzung bei der Premiere ausfallen würde. Der Aufwand hat sich bezahlt gemacht, denn schon fünf Tage nach der Premiere stand ich zum ersten Mal als Christine Daaé auf der Bühne des Operettenhauses. Dank der großen Unterstützung meiner phantastischen Kollegen konnte ich diesen ersten Auftritt sogar genießen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Außerdem nahm ich natürlich Phonetik-Unterricht und habe an meiner Aussprache gearbeitet, damit mein Deutsch für das Publikum so gut wie möglich klang.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie fühlt es sich an, eine der berühmtesten und beliebtesten Frauenrollen im Musical zu spielen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Heidi Karlsson:</strong> </span>Christine Daaé zu spielen war schon immer mein Traum! Was soll ich sagen? Es wer eine große Ehre für mich, diese Rolle zu spielen. Ich hatte sehr viel Spaß. Teil dieser großartigen Produktion von „Liebe stirbt nie“ zu sein, war einfach phantastisch. Diese Show wird mir immer sehr viel bedeuten. Und sie zeigt, dass Träume wahr werden können. Vorausgesetzt, man arbeitet hart daran – denn im Leben gibt es nichts geschenkt.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Sie gehen wieder zurück auf ein Kreuzfahrtschiff. Können Sie uns die Faszination erklären, die von der Arbeit auf einer schwimmenden Bühne ausgeht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Heidi Karlsson: </span></strong>Zurzeit bin ich in Miami und in ein paar Stunden beginnen die Proben als Grizabella in „Cats“. Das ist erneut eine Traumrolle für mich! Es ist etwas ganz Besonderes für Royal Caribbean zu arbeiten. Sie haben die größten Schiffe der Welt! Ich werde auf der „Oasis of the Seas“ leben und arbeiten. Das ist das drittgrößte Kreuzfahrtschiff überhaupt. Royal Carribean kümmert sich sehr gut um seine Mitarbeiter. Sie wissen wirklich, was es bedeutet, seine Angestellten zu umsorgen. Es klingt wie etwas, was jedes Unternehmen machen sollte, aber meistens ist das leider nicht der Fall.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Hier in Miami in den weltgrößten Probenstudios für „Cats“ zu proben, ist ein verrücktes und wunderbares Gefühl!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Inwiefern unterscheidet sich das Arbeiten auf einem Schiff von der Arbeit „an Land“ in einem festen Theater?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Heidi Karlsson: </span></strong>Der größte Unterschied ist natürlich, dass ich nach der Show, wenn meine Arbeit getan ist, nicht nach Hause gehen muss. Außerdem hat man immer eine beeindruckende Aussicht! Auf einer Karibik-Kreuzfahrt wacht man jeden Morgen in einem anderen Land auf!</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Auf einem Kreuzfahrtschiff werden Kollegen definitiv zur Familie. Wir sind eben alle Nachbarn. Man trifft sich beim Essen, macht gemeinsame Landausflüge. Man arbeitet und lebt viel enger zusammen als in einem Theater an Land.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Ansonsten ist der Unterschied aber gar nicht so groß. Das Theater auf der „Oasis of the Seas“ ist genauso groß wie das Operettenhaus.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Ist das Publikum auf Schiffen anders als an Land?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Heidi Karlsson:</strong> </span>Im Großen und Ganzen ist es dasselbe. Das Publikum an Bord erwartet eine Original Broadway Show und muss auch seine auch seine Tickets vorher buchen, da an die 6.000 Passagere an Bord sind. Das heißt, dass man nicht einfach so „vorbeikommen“ kann, um die Show zu sehen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Dass die Zuschauer sich bewusst dafür entscheiden, Andrew Lloyd Webbers „Cats“ auf dem Meer zu sehen, ist schon richtig cool!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>„Cats“ ist wieder ein Klassiker von Andrew Lloyd Webber &#8211; was macht seine Musicals für Sie so besonders?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Heidi Karlsson:</strong> </span>Das Besondere an Andrew Lloyd Webbers Shows ist ganz klar die Musik. Sie ist unfassbar! Auch nach so vielen Jahrzehnten wird „Cats“ noch überall auf der Welt gespielt und beliebt wie eh und je.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Natürlich ist es eine große Ehre „Memory“ zu singen. Die Katzen sind wunderbar. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich. Außerdem ist auch die Choreographie genial. Eine wunderbare Show!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Innerhalb von 3 Tagen von der glücklosen Christine zur Glamour-Katze &#8211; wie bekommen Sie den Wechsel hin? Wie bereiten Sie sich darauf vor?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Heidi Karlsson:</strong> </span>Eine gute Frage. Es ist wirklich ein sehr schneller Wechsel. Ehrlich gesagt ist es fast unmöglich, sich mit so wenig Zeit zwischen den beiden Engagements vorzubereiten. Aber sobald die Proben hier beginnen, komme ich in „Cats“-Stimmung und meine Rolle als Grizabella entwickelt sich. Ich werde diese „Erinnerung“ für mich ganz persönlich kreieren: “Look a new day &#8211; has begun”.</p>
<p class="Body">Allen Kollegen in allen Abteilungen des Operettenhauses möchte ich ein ganz dickes Dankeschön aussprechen!</p>
<p class="Body">Die kurze Spielzeit von „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Liebe_Stirbt_Nie_2015.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1043">Liebe stirbt nie</a></span>“ in Hamburg endet bereits am 25. September 2016. Wer die Show noch nicht gesehen hat, dem sei sie dringend empfohlen! Denn diese perfekte Einheit aus hervorragenden Darstellern, beeindruckenden Kulissen und traumhafter Musik gibt es heutzutage sehr selten auf deutschen Musicalbühnen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>An Intensität kaum zu überbieten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/an-intensitaet-kaum-zu-ueberbieten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2015 10:22:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lloyd Webber]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Elton]]></category>
		<category><![CDATA[Gardar Thor Cortes]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jazmin Gorsline]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe stirbt nie]]></category>
		<category><![CDATA[Masha Karell]]></category>
		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Ygnve Gasoy-Romdal]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="body_content">Denkt man an Andrew Lloyd Webber, kommen einem zwangsläufig seine in den 1970er und 1980er Jahren komponierten Musicals „Phantom der Oper“, „Jesus Christ Superstar“ und „Cats“ in den Sinn. Die Melodien sind gefällig und wirklich weltbekannt. Mit „Love Never Dies“ versuchte Lloyd Webber vor fünf Jahren, sein leicht angestaubtes Image loszuwerden. Doch die von ihm ersonnene und von Frederick Forsyth zu Papier gebrachte Fortsetzung der bekanntesten Musical-Liebesgeschichte floppte in London, kam gar nicht erst an den Broadway und auch die Spielzeiten in Melbourne und Sydney waren nicht von langer Dauer.</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Kurz zur Handlung: Zehn Jahre nach den dramatischen Ereignissen in der Pariser Oper nimmt Christine Daaé ein Engagement in New York an, um die Spielschulden ihres Gatten Raoul zu begleichen. Die Eltern kommen dem Wunsch ihres Sohnes Gustave nach und besuchen Coney Island. Was sie nicht wissen, ist, dass das Phantom als Mr. Y dort das Varietétheater Phantasma betreibt.</p>
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<div class="text-content Normal_External_390_24">
<div class="Normal">
<p class="Body">Noch immer sehnt er sich nach seiner großen Liebe Christine. Die beiden treffen aufeinander und ihre Liebe flammt erneut auf. Christine wehrt sich lange, da sie Raoul sehr liebt. Aus alter Verbundenheit erfüllt sie dem Phantom den Wunsch noch einmal ein Stück von ihm zu singen – in dem festen Glauben, dass sie danach unbehelligt mit Mann und Sohn abreisen kann. Sie ahnt nicht, dass das Phantom Raoul erpresst hat und sich die beiden Männer auf eine Wette um die Liebe Christine eingelassen haben. Christine ist hoch erfreut, ihre alte Weggefährtin Meg Giry auf Coney Island wiederzutreffen. Deren Eifersucht auf Christine und insbesondere auf Gustave, der sich schnell als Sohn des Phantoms herausstellt, führt schlussendlich zur Katastrophe: In ihrem Wahn erschießt Meg Christine. Phantom und Raoul sind in Trauer vereint, doch das Phantom zieht sich zurück. Gustave erkennt die tiefen Gefühle, die das Phantom für seine Mutter hegt und geht zu ihm. Findet das Phantom in seinem Sohn eine neue Muse???</p>
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<div class="text-content style_External_669_436">
<div class="style_2">
<p class="Body">Drei Wochen nach der deutschsprachigen Premiere im Hamburg sitzen die Zuschauer in einem fast halbleeren Operettenhaus und schauen gebannt auf die Bühne. Die Coney Island andeutenden Kulissen sind schillernd und erschaffen spielend die Illusion eines Vergnügungspark-Theaters. Die Ouvertüre ist packend und voluminös und steigert die Erwartungshaltung noch weiter (Musikalische Leitung: Bernhard Volk). Leider ist der Prolog etwas langatmig, doch schon in seiner ersten Szene gibt Gardar Thor Cortes als Phantom einen der beiden Showstopper zum Besten. Er bringt  „So sehr fehlt mir dein Gesang“ mit unglaublich viel Gefühl über die Rampe und zieht das Publikum damit sofort in seinen Bann. Es ist beinahe magisch, was der Isländer mit seiner Stimme zu erreichen vermag. Er singt nahezu akzentfrei und verfügt zudem über eine Präzision in Gesang und Schauspiel, die ihresgleichen sucht. Zu diesem Casting kann man Lord Lloyd Webber, der den Hauptdarsteller selbst auswählte, nur gratulieren!</p>
<p class="Body">Masha Karell ist ebenfalls eine perfekte Wahl – in diesem Fall für die gealterte, verbitterte, aber nicht minder gestrenge Mme Giry. Energisch behauptet sie ihren Platz auf der Bühne und und ihr Gesang geht unter die Haut. Als ihre Tochter Meg ist an diesem Abend Dörte Niedermeier zu sehen. Sie ist ehrgeizig, will es dem Phantom – oder Mr. Y wie er sich jetzt nennt – um jeden Preis recht machen („Alles, was Euch gefällt!“) und ist bereit, über sämtliche Grenzen hinauszugehen. Niedermeier überzeugt vor allem in den Tanzszenen. Doch auch schauspielerisch ist Meg im „Phantom II“ weniger süßlich und zu Ende hin wild entschlossen angelegt. Gesanglich ist diese Figur im Phantom der Oper Sequel einmal mehr unterrepräsentiert.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Als die ewige Liebe des Phantoms, Christine Daaé, darf das Publikum an diesem Abend Jazmin Gorsline lauschen. Die zierliche, elegante Sopranistin füllt die Rolle schauspielerisch ohne Probleme aus. Zudem nimmt sie jede gesangliche Hürde spielend und rührt mit dem Titelsong „Liebe stirbt nie“ zu Tränen. Auch Gorsline singt nahezu akzentfrei. Ein Lob an die Phonetik-Trainer des Operettenhauses!</p>
<p class="Body">Auch szenisch – das clever ausgeleuchtete Bühnenbild ist die Fortsetzung der Pfauenfedern in Christies Kleid – ist dieser Moment beeindruckend umgesetzt.</p>
<p class="Body">In ihren Duetten überbieten sich Cortes und Gorsline gesanglich gegenseitig. In manchen Momenten wird dies insbesondere schauspielerisch zu viel, da Simon Philipps ein wenig zu verkrampft versucht, die Intensität von Gesang und Melodie für das Publikum auf der Bühne sichtbar zu machen.</p>
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<div class="text-content style_External_669_419">
<div class="style_2">
<p class="Body">Ygnve Gasoy-Romdal, der schon in jungen Jahren den Vicomte de Chagny im 1. Teil des „Phantom der Oper“ singen  durfte, übernimmt auch in der deutschsprachigen Fortsetzung die Rolle von Raoul. Er spielt den emotional zwischen der Liebe zu seiner Frau und ihrem (vermeintlich) gemeinsamen Sohn sowie den Schuldgefühlen wegen seiner Spielsucht und seiner hohen Neigung zum Alkohol zerrissenen Comte sehr glaubwürdig. Sein musikalischer Schlagabtausch mit dem Phantom („Wer verliert, geht unter“) gehört zu den Highlights des Abends.</p>
<p class="Body">Die Opulenz dieser Produktion ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, doch die wunderschönen, detaillierten Kostüme des Ensembles spiegeln den Zirkuscharakter von Coney Island genauso treffend wider wie die Eleganz von Christine und ihrer beiden Verehrer die Pariser Opernwelt (verantwortlich: Gabriela Tylesova).</p>
<p class="Body">Herausragend in Sachen Ausstattung ist die Szene im Spiegelkabinett, in der Mr. Y dem kleinen Gustave seine wirklich schauderhafte Kuriositätensammlung zeigt („Wo die Schönheit sich verbirgt“). Doch auch musikalisch zeigt diese Szene einen anderen Andrew Lloyd Webber: Dunkel und doch schwungvoll, verwirrend und disharmonisch hat das Zusammenspiel von Szene und Musik einen durchaus verstörenden Charakter.</p>
<p class="Body">„Liebe stirbt nie“ ist ein mehr als würdiger Nachfolger des 1980er Jahre Klassikers. Es bietet musikalisch Ungewöhnliches, beeindruckende Szenenbilder und Kostüme, hat eine kurzweilige Story. Diese Grundvoraussetzung, gepaart mit der exzellenten Besetzung, klingt nach einem Erfolgsgaranten. Dazu gibt es noch jede Menge Gänsehautmomente &#8211; zugegebenermaßen vorrangig ausgelöst durch die hohe Qualität des Gesangs von Gardar Thor Cortes. Umso erstaunlicher ist es, dass es der Stage Entertainment nicht gelingt, das 1.500 Plätze Theater zu füllen. Die Kreativen, auf, vor, unter und hinter der Bühne haben definitiv höchste Anerkennung verdient!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>8. November 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gardar Thor Cortes, Jazmin Gorsline, Ygnve Gasoy-Romdal, Masha Karell </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Buch:</span></strong>  Andrew Lloyd Webber / <span class="Bold">Ben Elton<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
</span></div>
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