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	<title>Karin Seyfried-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Karin Seyfried-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein Hoch auf mutige Regisseure &#8211; in diesem Fall Carsten Lepper &#8211; und Darsteller!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 09:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor einem Jahr hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass die neu gegründete „The Musical Showroom“ als ihre Premierenproduktion Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes „Aspects of Love“ zeigen würde. Doch genau das erreichten Carsten Lepper, Christian Ariel Heredia und Doris Spiegl. Ihr Ziel: Mit zeitgemäßen Musicals im Stil von Off-Broadway Shows auf einem hochprofessionellen Niveau Zuschauer zu berühren und zu begeistern.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2849 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/02/86809039_482023215806772_1234199405586808832_o.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Aufführungsstätte wurde die TheaterArche in Wien gefunden, in der gut 100 Zuschauer in sehr intimem Rahmen an sieben Abenden im Februar 2020 der Lebens- und Liebesgeschichte von Rose, Alex, George, Giulietta und Jenny folgen konnten.</p>
<p>Und diese Geschichte hat es in sich:</p>
<p>Zunächst verliebt sich die mäßig erfolgreiche Schauspielerin Rose in ihren erst 17-jährigen Bewunderer Alex. Dieser überredet sie, mit ihr in das Landhaus seines Onkels zu kommen. Nach ein paar Tagen treffen sie dort Onkel George, dem Rose Hals über Kopf verfällt. Georges staatsmännisches Gebaren, sein Stil und natürlich auch sein Geld wirken ungemein anziehend. Es kommt zum Eklat als Rose Alex mitteilt, dass sie zwar beide liebt, aber bei George bleiben wird. Alex geht zum Militär und trifft erst 13 Jahre später wieder auf seinen Onkel und Rose, die inzwischen eine gemeinsame Tochter, Jenny, haben. Irgendwie rauft man sich zusammen und Alex bleibt dort. Kritisch wird es einmal mehr als Jenny sich zwei Jahre später in Alex verliebt und dieser die Gefühle – wohlwissend, dass es nicht sein darf – erwidert. George steigert sich so sehr in die Sorge um seine Tochter hinein, dass er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erleidet.</p>
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<p>Andrew Lloyd Webber hat für dieses Drei-Generationen-Musical mit „Love changes everything“ einen seiner größten Hits geschrieben. Auch wenn das Stück selbst nicht sehr bekannt ist (die deutschsprachige Premiere fand 1995 in Dresden statt), diesen Song kennen viele, da er zum Standard-Repertoire der meisten Soloalben von Musicalkünstlern auf der ganzen Welt gehört. Darüber hinaus besticht dieses Musical durch eine Vielzahl teils romantischer, teils sehr intensiver Duette und Balladen. Man muss jedoch über die teilweise etwas altmodischen deutschen Texte hinwegblicken, die Michael Kunze ja bereits vor über 25 Jahren schrieb.</p>
<p>„Aspects of Love“ gehört sicherlich nicht zu den leicht verdaulichen Stücken aus dem Hause Lloyd Webber. Dass die Songs aber von lediglich drei Musikern schwungvoll und voluminös intoniert werden, ist beachtlich.</p>
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<p>Mit Wietske van Tongeren (Rose), Karin Seyfried (Giulietta), Alexander Sasanowitsch (Alex), Ulrich Allroggen (George) und Abla Alaoui (Jenny) wurden exzellente Darsteller gecasted, welche die volle Klaviatur der Emotionen beherrschen.</p>
<p>Komplettiert wurde das Ensemble mit so klangvollen Namen wie André Bauer und Jana Werner sowie Georg Prohazka, Alina Kölblinger und Paul Csitkovics in den Nebenrollen.</p>
<p>Für solch ein intensives Stück ist die pure Nähe zwischen Darstellern und Publikum Gold wert. Alexander Sasanowitschs Sensibilität als junger Alex kommt so noch viel direkter über die Rampe. Mit seiner wundervollen verletzlichen Stimme verleiht er Alex jungenhaften Charme. Im zweiten Akt, wenn seine Figur 13 Jahre älter ist, tritt er selbstbewusst und dennoch gefühlvoll in Erscheinung. Sasanowitsch zeichnet Alex‘ emotionale Achterbahnfahrt sehr glaubwürdig nach und lässt es auch gesanglich an nichts missen.</p>
<p>Auch Georg Prohazka als von Rose entsprechend titulierter „Schnulzensänger“ ist großartig. Ihn bei „Parlez vous francais“ so klingen zu lassen wie das 1940er Jahre Radio, welches er zu Beginn der Szene einschaltet, ist ein großartiger Regie-Kniff. Er überzeugt aber ebenfalls als Roses Liebhaber Hugo und vor allem in den Tanzszenen, denn auch hier kann seine Vita schon einige Erfolge vorweisen.</p>
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<p>Mindestens ebenso viele Sympathiepunkte erhält Abla Alaoui, auch wenn ihre sich auf den 2. Akt begrenzte Spielzeit ihre Chancen hier einschränkt. Doch Alaoui spielt mit soviel kindlicher Freude und singt so glockenklar („Meerjungfrauen-Song“), dass man unweigerlich schützend seine Hand um ihre Schultern legen möchte als sie erkennt, dass ihr angebeteter Alex sie ablehnt.</p>
<p>Alina Kölblinger und Paul Csitkovics treten vorrangig bei den Umbauten und in größeren Ensembleszenen in Erscheinung. Sie haben sichtlich Spaß an dem was sie machen und sorgen auch tänzerisch für einen schönen Rahmen (Choreographie: Linda Hold &amp; Birgit Wanka-Noisternig.</p>
<p>Die etwas wichtigen Nebenrollen übernehmen André Bauer und Jana Werner, wahlweise als Roses Theaterdirektor Marcel („Du hast die Macht zu zaubern“) oder als Georges Haushälterin Elizabeth. Auch ihnen kann man die Spielfreude nicht absprechen. Ihre Erfahrung macht sich bei den vielen Rollenwechseln sicherlich ebenfalls bezahlt.</p>
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<p>Im Mittelpunkt der Handlung und folglich auch im Mittelpunkt des Abends steht jedoch Rose, die von Wietske van Tongeren gespielt wird. Diese Rolle ist nicht nur sehr anspruchsvoll, weil der Charakter die meiste Zeit mit auf der Bühne ist, sondern vor allem deshalb, weil emotional und gesanglich eine große Bandbreite abgerufen werden muss: von der erfolglosen, frustrierten Schauspielerin über die frisch verliebt turtelnde Geliebte bis hin zur berühmten Schauspielerin, Ehefrau und Mutter. Über allem schwebt, dass Rose beide Männer – Alex und George – liebt, jeden auf seine Weise. Dass sie auch Experimente mit Giulietta macht und sich einen Liebhaber leistet, macht die Figur von Rose nicht einfacher. Weiß sie wirklich, was sie will? Dass sie nicht alles haben kann und nicht alle Menschen um sie herum nach ihrer Pfeife tanzen, muss sie schmerzlich erfahren als Jenny sich in Alex verliebt und schlussendlich George stirbt. In einem Akt höchster Verzweiflung – Alleinsein ist so gar nichts für Rose – gesteht sie Alex einmal mehr ihre Liebe („Alles nur nicht einsam“) und bittet ihn zu bleiben. Doch er lehnt ab und verlässt sie.</p>
<p>Van Tongeren hat hier eine wirklich große Aufgabe zu stemmen, was ihr über weite Strecken auch sehr gut gelingt (zauberhaft: „Wach ich oder träum ich“). In der finalen Szene sorgt sie mit ihrem Wutausbruch, der in ein verheultes Liebesgeständnis mündet, für Gänsehaut und Tränen in den Augen. Carsten Lepper, Artistic Director und Regisseur, hätte sich keine bessere Hauptdarstellerin wünschen können, denn diese ganzen Gefühle zu kontrollieren und gezielt abzurufen, ist keine leichte Aufgabe.</p>
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<p>Das Ensemble agiert als einheitliches Ganzes und der rote Faden im Hinblick auf die Klarheit der Gefühle ist deutlich erkennbar. Lepper, der die Rolle des Alex vor über 20 Jahren bei der Schweizer Erstaufführung im Stadttheater Bern selbst gespielt hat, weiß genau, worauf es bei einer gelungenen Personenregie ankommt und entlockt seinen Darstellern emotionale und gesangliche Höchstleistungen.</p>
<p>Auch schöne Ideen, wie die Nutzung eines „Leinwandvorhangs“, der mal mit Bildmotiven, mal mit Farbverläufen immer wieder neue Stimmungen heraufbeschwört, funktioniert sehr gut. Christian Ariel Heredia hat hier viel Fingerspitzengefühl gezeigt und es gelingt ihm, die kleine Bühne nicht zu überfrachten, was beileibe nicht jeder schafft.</p>
<p>„Aspects of Love“ ist ein gelungener Auftakt. Ich wünsche „The Musical Showroom“, dass noch viele weitere Produktionen ähnlichen Anspruchs und Qualität folgen werden.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> TheaterArche, Wien</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">16</span><span class="Bold">. Februar 2020</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Wietske van Tongeren, Karin Seyfried, Alexander Sasanowitsch, Ulrich Allroggen, Abla Alaoui, André Bauer, Jana Werner, Georg Prohazka, Alina Kölblinger, Paul Csitkovics</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carsten Lepper / Andrew Lloyd Webber<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> The Musical Showroom/ Christian Ariel Heredia<br />
</span></p>
</div>
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		<title>Überzeugende Neu-Inszenierung in Köln</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ueberzeugende-neu-inszenierung-in-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2006 09:52:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Favorites]]></category>
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		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>13 Jahre nach seiner Weltpremiere wurde Eric Woolfsons „Gaudí“ überarbeitet und einen Tag vor Heilig’ Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Die tourfähige Show gefällt vor allem durch die ansteckende Energie ihrer drei Hauptdarsteller: Aleksander di Capri als Don Parker, Henrik Wager als Marc Winner und Karin Seyfried als Isabella Masini. „Gaudí“ erzählt die Geschichte des Schriftstellers ...</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">13 Jahre nach seiner Weltpremiere wurde Eric Woolfsons „Gaudí“ überarbeitet und einen Tag vor Heilig’ Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Die tourfähige Show gefällt vor allem durch die ansteckende Energie ihrer drei Hauptdarsteller: Aleksander di Capri als Don Parker, Henrik Wager als Marc Winner und Karin Seyfried als Isabella Masini.</p>
<p class="Body">„Gaudí“ erzählt die Geschichte des Schriftstellers Don Parker, der ein sehr zurückgezogenes Leben führt. Sein Vorbild ist der 1852 geborene Baumeister Antoni Gaudí. Genauso wie er lebt Parker nur für die Kunst. Liebe oder andere Lebensfreuden spielen für ihn keine Rolle.</p>
<p class="Body">Bis zu dem Tag, an dem Parker den Gaudí-Preis für Literatur gewinnt und über Nacht eine Person des öffentlichen Lebens wird. Die Medien sind hinter ihm her und stellen sein so geordnetes Leben auf den Kopf. Auch der Produzent Marc Winner wittert seine Chance und setzt seine bildhübsche Freundin Isabella auf den introvertierten Autor an, um ihm die Filmrechte für seinen Roman abzuluchsen.</p>
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<p class="Body">Isabella umgarnt den Schriftsteller und Parker lässt sich auf den Flirt ein. Mehr noch, er spürt zum ersten Mal, dass es auch ein Leben neben seinen Büchern gibt. In Barcelona, wo eine Vielzahl von Gebäuden Gaudís eindeutige Handschrift trägt, kommen sich die beiden näher. Auch wenn Isabella an ihrem Auftrag zu zweifeln scheint und echte Gefühle für Parker entwickelt, führt sie ihren Auftrag dennoch erfolgreich aus. Marc Winners (schlussendlich unbegründete) Eifersucht führt zu einer Auseinandersetzung, an deren Ende der Freitod von Don Parker (wie Gaudí wird er von einem Zug überfahren) und die Hochzeit von Isabella und Marc Winner stehen.</p>
<p class="Body">Die ganze Handlung wird immer wieder von einer Kamera von Gaudí TV begleitet. Auch wenn die Idee, das Leben von Don Parker als Sensationsstory einer rücksichtslosen Reporterin zu erzählen, ihren Charme hat, so sind die Auftritte von Gracia Lopez (Stefanie Lämmerhirt) doch eher überflüssig, da sie die Handlung nicht voranbringen.</p>
<p class="Body"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1731 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/02/Gaudi2_2007.png" alt="" width="260" height="335" />Aleksander di Capri gibt einen leidensfähigen Don Parker. Er weist die Presse genauso überzeugend und resolut von sich, wie er sich langsam der schönen Isabella öffnet und Gefühle zeigt. Schauspielerisch hat sich di Capri in den letzten Monaten stark weiter entwickelt. Auch wenn die kurze Probenzeit von nicht einmal einem Monat kaum eine intensive Auseinandersetzung mit dem Charakter zulässt, holt er doch das heraus, was machbar ist. Seine Stimmfarbe passt hervorragend zu Balladen wie „Closer to heaven“ oder „Love can be lonely“. Auch bei „Parca Güell“ harmoniert er einwandfrei mit seiner Duettpartnerin Karin Seyfried.</p>
<p class="Body">Das Zusammenspiel mit Karin Seyfried funktioniert ausgezeichnet. Man merkt, dass sich die beiden Darsteller mögen. Seyfried gibt eine ebenso so schöne wie berechnende Isabella. Leider ist gerade sie diejenige, die unter der schlechten Aussteuerung von Musik und Gesang am meisten zu leiden hat. So wird erst im zweiten Akt hörbar, dass mit Karin Seyfried eine sehr gute Sängerin engagiert wurde („Forbidden Fruit“). Das Hin- und Hergerissensein zwischen Pflichterfüllung, d. h. Parker zum Verkauf der Filmrechte zu bewegen, und ehrlichen Gefühlen für den so Betrogenen nimmt man ihr ohne Bedenken ab. Schlussendlich ist sie aber doch die Braut des „Bad Guy“ und füllt diese Rolle sehr gut aus.</p>
<p class="Body">Der „Bad Guy“ ist der fiese Produzent Marc Winner. Henrik Wager hat schon bei „Poe“ unter Beweis gestellt, dass ihm exzentrische Charaktere liegen. Er hat mit Abstand die dankbarste Rolle, mit den intensivsten Songs. „Money talks“ und „Puppet Master“ sprechen für sich und Wager überzeugt mit seiner ausgeprägten Popstimme. Die Auseinandersetzung mit Isabella gipfelt in dem Duett „Too late“, das sowohl musikalisch als auch schauspielerisch von beiden Darstellern mitreißend umgesetzt wird.</p>
<p class="Body">Die drei Hauptcharaktere werden von einem zwölfköpfigen Ensemble unterstützt, das in Tanzszenen wie dem „Tango Güell“ von Kim Duddy perfekt in Szene gesetzt wird. Die Choreographien sind abwechslungsreich und gefallen, selbst wenn sie noch nicht 100%ig synchron erfolgten. Auch die drei Hauptfiguren werden nicht ausgespart. Dass di Capri im Gegensatz zu Seyfried nicht der geborene Tänzer ist, wird aber von Duddy sehr geschickt kaschiert. Auch die futuristischen Kostüme von Robbie Wörsing tragen ihr Stück dazu bei, „Gaudí“ zu einem Musical zu machen, das man sich gern anschaut. Das Finale, „La Sagrada Familia“, wird vom gesamten Ensemble bestritten und ist in seiner kathedralen Akustik kaum zu toppen.</p>
<p class="Body">Heutzutage ungewöhnlich ist die Kombination von englischen Gesangstexten und deutschen Dialogen. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen, doch in diesem Fall sorgte die mangelnde Akustik des Kölner Palladiums dafür, dass die Stimmen der Sänger häufig von den Synthesizer-Pop-Klängen überlagert wurden und damit der Text nicht mehr verständlich war. Insofern ist Konzentration und genaues Hinhören gefragt, wenn man der recht seichten Handlung bis ins Details folgen wollte.</p>
<p class="Body">Das siebenköpfige Orchester unter der Leitung von Michel Crosio spielt viele Stücke live, doch man mag nicht so recht glauben, dass dies gänzlich ohne Computer-Unterstützung gelingt. Dafür sind die Melodien doch häufig zu voluminös für nur sieben Musiker. Dennoch ergibt sich musikalisch ein stilsicheres Gesamtbild.</p>
<p class="Body">Wenn Komponist Eric Woolfson schon im Vorfeld sagte, „Es ist die beste „Gaudí“-Inszenierung, die es je gab.“ hat er dabei sicherlich auch die Projektionen auf die fünf Großleinwände gemeint. Diese einfache, aber sehr effektvolle Art des Bühnenbildes ermöglicht eine Anpassung an die futuristischen Kostüme genauso wie die Schaffung des Güell Parks oder die Hochzeitskirche von Isabella und Marc Winner.</p>
<p class="Body">Ohne einen Vergleich ziehen zu wollen, kann man festhalten, dass die neue „Gaudí“-Produktion mit gut zwei Stunden Dauer kompakt und in sich stimmig ist. Es ist zwar nichts wirklich Neuartiges an dieser Show festzustellen, doch die Art und Weise wie die einzelnen Komponenten miteinander verflochten wurden, ist zweifelsohne gelungen. Wer sich ein modernes Musical mit poppiger Musik anschauen möchte, ist dort sehr gut aufgehoben.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Colloneum, Köln</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">Dezember 2006</span></span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Aleksander di Capri, Karin Seyfried, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Eric Woolfson<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Colloneum Köln</span></div>
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		<title>Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 15:18:14 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur Ausgangslage… Die sich daraus entwickelnde Handlung ist schnell erzählt: Peggy überzeugt mit ihrem außerordentlichen Talent und nicht zuletzt durch ihren natürlichen Charme den Direktor und wird für seine neue Show „Pretty Lady“ als Ensemble-Mitglied engagiert. Obwohl sie um Längen besser tanzt und singt als ihre Kolleginnen, ist Peggy mit der Ensemble-Rolle überglücklich.</p>
<p class="Body">Bei einer der Previews kommt es zu einem folgenschweren Unglück: Peggy wird von einem Tanzpartner so ungeschickt geführt, dass sie mit dem Star der Show – der Diva Dorothy Brock – zusammenstößt, die sich daraufhin den Knöchel bricht. Peggy wird gefeuert und ohne Hauptdarstellerin droht die Show zu platzen… In wenigen Tagen ist Premiere und niemand ist da, der die Rolle der Diva adhoc übernehmen kann – außer Peggy.</p>
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<p class="Body">Mit vereinten Kräften überzeugt das Ensemble Julian Marsh das junge Ausnahmetalent zurückzuholen. Dies gelingt und für Peggy beginnt ein Proben-Marathon, denn sie muss binnen 36 Stunden eine große Hauptrolle auswendig lernen, damit die Premiere von „Pretty Lady“ am Broadway ein Erfolg wird.</p>
<p class="Body">Schon die Ouvertüre dieses Glamour-Musicals ist atemberaubend: Der Vorhang hebt sich nur einen Meter, gerade soweit, dass das Publikum die Füße des Ensembles sehen kann. Dann wird es von einem wahren Trommelfeuer aus Steppschritten geradezu in die Sitze gepresst! Und genau das ist es, worum es geht: Stepptanz! Die Show besteht zu 75 % aus der genialen Choreographie von Gower Champion, die von Randy Skinner für die Stuttgarter Inszenierung beeindruckend umgesetzt wurde. Für die restlichen 25 % leuchten die schillernden Kostüme und das glitzernde Bühnenbild um die Wette.</p>
<p class="Body">800 Kostüme und 600 Paar Schuhe kommen jeden Abend zum Einsatz. Diese Vielfalt allein übertrifft schon alles bisher da gewesene. Doch das Bühnenbild von Douglas W. Schmidt stellt alles andere in den Schatten: Ein überdimensionaler, bühnenfüllender Spiegel macht aus dem tanzenden Damen-Ensemble perfekt aufeinander abgestimmte Synchronschwimmerinnen. Die von auffälliger Leuchtreklame umgebene Showtreppe gibt dem Finale der Show den passenden Rahmen. Wer bis dahin nicht weiß, worum es geht, weiß spätestens dann: Wir sind am Broadway! Der schimmernden Scheinwelt von Ruhm, Träumen und Tränen.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird durch auffallend wenige Gesangsstücke und spritzig-leichte Dialoge erzählt, die jedoch mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny adaptiert wurden.</p>
<p class="Body">Wenn man Kritik an diesem Stück üben möchte, bietet sich bei der Handlung ein geeigneter Ansatzpunkt: Die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten (sei es nun zwischen Peggy Sawyer und dem Broadway-Direktor Julian Marsh oder dem Tenor Billy Lawlor, der sich in Peggy verguckt) werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.</p>
<p class="Body">Karin Seyfried gibt als Peggy Sawyer ein sympathisches, naives Mädchen vom Lande, das sich in der hübschen Traumwelt des Showbizz sehr wohl fühlt. Tänzerisch gehört sie zum Besten, was Deutschland Musicalbühnen derzeit zu bieten haben. Ihr zur Seite steht mit Jens Janke in der Rolle des selbsternannten Frauenhelden Billy Lawlor, ein erfahrener Sänger und Schauspieler, der schon als Prof. Abronsius in »Tanz der Vampire« und Funker Harold Bride (»Titanic«) die Herzen des Publikums eroberte. Seine leicht überzogene Darstellung des eitlen Gockels sorgt für viele Lacher im Publikum und gibt der Show etwas sehr erfrischendes. Dass er nun aber auch noch tanzen und steppen kann – und sich dabei ganz sicher nicht verstecken muss – macht ihn zum Star von »42nd Street«!</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist Wolf Wrobel, der bis zum Sommer bei »Mamma Mia!« in Hamburg auf der Bühne stand. Als Dance Captain Andy Lee scheucht er das Ensemble über die Bühne und unterzieht es harter Proben. Sieht man den Münchner zum ersten Mal auf der Bühne, so glaubt man kaum, wie viel explosive Energie in ihm steckt, mit der er bei seinen Steppeinlagen die Zuschauer scheinbar spielend mitreißt.</p>
<p class="Body">Der Star von „Pretty Lady“ – die alternde Diva Dorothy Brock – wird von Isabel Dörfler glaubhaft verkörpert, obwohl ihre Zickigkeit und ihre Starallüren an der ein oder anderen Stelle noch mehr betont werden könnten.</p>
<p class="Body">Ex-Vampirgraf Kevin Tarte ist mit Stuttgart zwischenzeitlich so verwachsen, dass er in »42nd Street« die Rolle des Broadway-Direktors Julian Marsh übernahm. Ob er sich jedoch damit einen Gefallen getan hat? Zeitweise hat man das Gefühl, er karikiert die Rolle des erfolglosen Direktors sehr stark.</p>
<p class="Body">Dadurch wirkt er nicht wirklich überzeugend, seine Souveränität und seine fesselnde Bühnenpräsenz machen jedoch vieles wieder wett. Dass Kevin Tarte in der gesamten Show nur zweimal mit seiner vollen und warmen Stimme beeindrucken darf, bedauern sicherlich nicht nur seine Fans…</p>
<p class="Body">»42nd Street« wird vom Stepptanz getragen – alles andere ist nebenrangig. Der Funke springt schon in der ersten Szene auf die Besucher über und viele wippen im Sitz mit, wenn die 48 Darstellerinnen und Darsteller loslegen. Die Premierengäste von dem beeindruckenden Ensemble schwindelig getanzt. Überall hörte man nach der Premiere wie mit Hochachtung und Ehrfurcht von der Leistung des Ensembles gesprochen wurde.</p>
<p class="Body">Aber in einem war man sich sicher: Die absoluten Sympathieträger – und damit die Stars des Stuttgarter Broadway – sind Karin Seyfried und Jens Janke!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Isabel Dörfler, Jens Janke, Karin Seyfried, Kevin Tarte</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Randy Skinner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/">Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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