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	<title>Holger Hauer-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Holger Hauer-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Ein farbenfrohes Spektakel frei nach Noah Gordon</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 11:14:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Noah Gordon hat mit dem „Medicus“ 1986 sein Meisterstück abgeliefert. Dieses epochale Werk der Literatur wirkt allein ob seiner Seitenanzahl schon abschreckend. Umso beachtlicher ist es, dass sich eine kleine Produktionsfirma daran wagt, diesen Stoff auf eine Musicalbühne zu bringen. Dennis Martin (Musik und Text) orientiert sich grob an der Romanvorlage, vermischt diese mit frei ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/ein-farbenfrohes-spektakel-frei-nach-noah-gordon/">Ein farbenfrohes Spektakel frei nach Noah Gordon</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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<p>Noah Gordon hat mit dem „Medicus“ 1986 sein Meisterstück abgeliefert. Dieses epochale Werk der Literatur wirkt allein ob seiner Seitenanzahl schon abschreckend. Umso beachtlicher ist es, dass sich eine kleine Produktionsfirma daran wagt, diesen Stoff auf eine Musicalbühne zu bringen.</p>
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<div class="style_2">
<p class="Body">Dennis Martin (Musik und Text) orientiert sich grob an der Romanvorlage, vermischt diese mit frei erfundenen Sequenzen aus Philipp Stölzls Film (2013) und kreiert damit schlussendlich ein buntes, charakterstarkes Bühnenfeuerwerk, in dem alle Gewerke ein gelungenes Gesamtkunstwerk ergeben.</p>
<p class="Body">Unterstützung holt sich Martin von Marian Lux (Musik) sowie Wolfgang Adenberg und Christoph Jilo (Texte). Gemeinsam gelingt es ihnen, die lange, verschachtelte Handlung kurzweilig und unterhaltsam auf die Bühne zu bringen.</p>
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<p class="Body">Wie rau der Umgang im England des beginnenden 11. Jahrhunderts untereinander war, zeigt das Ensemble eindrucksvoll in „Die Zeiten sind hart“. Die Ellenbogengesellschaft spiegelt sich in Kim Duddys moderner, abwechslungsreicher Choreographie wider. Teile des Ensembles rotten sich tänzerisch immer wieder gegen andere zusammen; der Klassenkampf ist allgegenwärtig. Und mittendrin der kleine Rob, der nicht weiß wie er nach dem Tod des Vaters als einziger „Mann“ im Haus seine Mutter und Schwestern versorgen soll.</p>
<p class="Body">Als seine Mutter an der Seitenkrankheit (heute Appendizitis oder Blinddarmentzündung genannt) stirbt, nimmt sich ein Bader des kleinen Jungen an und schürt in ihm den Drang, Krankheiten heilen zu wollen. Robs besondere Gabe, mit seinen Händen den bevorstehenden Tod seines Gegenübers spüren zu können, nutzt der Bader für seine Zwecke aus. „Für Leib und Seele“ ist ein in sich stimmiger Song, kompositorisch vielleicht etwas zu glatt, doch die Texte funktionieren sehr gut und das durchtriebene Wesen des Baders kommt klar zum Vorschein.</p>
<p class="Body">Der Wechsel vom Kind Rob zum Erwachsenen gelingt inszenatorisch sehr gut. Robs Neugierde und Wissensdrang treiben ihn weg vom Bader. „Ich muss es tun“ erinnert vage an Frank Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“, passt aber gut zu Robs Ambitionen, die Heilkunst zu studieren und England den Rücken zu kehren. Der Bader unterstützt ihn in seinen Ambitionen und empfiehlt ihm einen jüdischen Medicus namens Ibn Sina, der im persischen Isfahan an der Madrassa menschliche Heilkunst lehrt.</p>
<p class="Body">Auch „Das ist mein Weg“ ist poppig und eingängig, doch melodisch einmal mehr zu glattgeschliffen. Was hier allerdings störend auffällt, ist der große Anteil Hall, den man unter die Stimmt von Friedrich Rau (Rob) gelegt hat. Es klingt so, als würde er in einer Kirche singen, was sich auch bei Sabrina Weckerlins (Mary) Soli wiederholt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.</p>
<p class="Body">Auf seiner Reise gen Süden strandet Rob wetterbedingt in einem kleinen Dorf, in dem sich nach und nach alle versammeln, die nach Persien weiterziehen wollen. „Wir stecken fest in diesem Nest“ ist ein überaus fröhliches, interkulturelles Wehklagen aller Anwesenden, das mit seinen jüdischen, irischen und poppigen Klangelementen und den mitreißenden, modernen Choreographien trotz der frustrierenden Situation der Protagonisten für jede Menge guter Laune im Publikum sorgt.</p>
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<div>Die Reprise des Songs in Slow-Motion überzeugt ebenfalls durch eine sehr akzentuierte, sauber getanzte Choreographie.</div>
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<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_3.png" alt="" width="305" height="377" />Rob und Mary verlieben sich schon bei ihrem ersten Treffen und genießen die Zeit zu Zweit. So schön „Kilmarnock“ (Mary Solo, in dem sie sich an ihre schottische Heimat erinnert) ist, so banal kommt das Trennungsduett der beiden Liebenden daher als feststeht, dass Rob seinen Plan, ein Medicus zu werden, weiterverfolgen und nicht mit Mary und ihrem Vater nach Schottland zurückkehren wird.</p>
<p>Der Kulissenwechsel vom Balkan zur Silhouette Isfahans ist sehr gelungen, da man den Sandsturm, durch den Rob sich durchkämpft, nutzt, um die Bühne komplett umzugestalten und in eine andere, farbenfrohere Welt zu tauchen.</p>
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<p class="Body">Die Aussage „Unter diesem Dach lebt das Wissen der Welt“ ist zwar ein wenig pathetisch, doch es entspricht der Wahrheit, dass die Wissenschaft in Persien zu der damaligen Zeit deutlich fortgeschrittener war und man intensiver forschte als in England.</p>
<p class="Body">Um an der Madrassa studieren zu können, muss sich Rob als Jude verkleiden und nimmt mit „Jesse ben Benjamin“ einen neuen Namen an. Er macht große Fortschritte und findet in Mirdin und Karim, dem Neffen des Schahs, gute Freunde.</p>
<p class="Body">Lutz Standop gibt den pflichtbewussten Juden Mirdin, der als erster aus der Gruppe von Ibn Sina zum Hakim (Arzt) ernannt wird. Sein jüdisches Gebet gehört zu den absoluten Highlights des Abends. Es wirkt sehr authentisch und Standop trägt es vollkommen unaufgeregt vor, so dass Melodie und Sprache ihre volle Wirkung entfalten können.</p>
<p class="Body">Als Karim, der Klassenclown, aber nicht minder clevere Schüler Ibn Sinas, steht Andreas Wolfram auf der Bühne des Schlosstheaters. Die extrovertierte Art und der Sarkasmus, die diese Figur ausmachen, kann er überaus glaubwürdig transportieren und mehr als einmal sorgt er für Lacher mit seinem spitzbübischen Charme.</p>
<p class="Body">Am Ende des ersten Akts geht es allen gut und sie feiern ein großes Fest („Hier im Herzen der Stadt“). Die Kostüme (Ulrike Kremer) sind farbenfroh, die Choreographien sind arabisch angehaucht und das Ensemble platzt fast vor Energie. Die strahlenden Gesichter und ausdrucksstarke Mimik und Gestik sind an einigen Stellen dann aber doch zu viel. Dies mag aber der Tatsache geschuldet sein, dass die besuchte Vorstellung gefilmt wurde und jeder noch ein bisschen mehr als sonst gezeigt hat.</p>
<p class="Body">So positiv der erste Akt endete, so erschütternd startet die zweite Hälfte: „Die Pest ist in der Stadt“ und rafft große Teile der Bevölkerung dahin. Dazu gehören auch der Schah und dessen Bruder. Daher wird Karim, der so gar keinen Bezug zum Herrschertum hatte, der neue Schah.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_2.png" alt="" width="441" height="263" /></div>
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<p class="Body">Gleichzeitig gelingt es Rob an einem Rattenkadaver zu veranschaulichen wie sich die Pest ausbreitet. Den Ärzten und Studenten der Madrassa gelingt es, die Krankheit durch strikte Hygienemaßnahmen einzudämmen und schließlich ganz zu bekämpfen.</p>
<p class="Body">Reinhard Brussmann zeigt als Ibn Sina viel Tiefe und Stattlichkeit. In sein Solo „Die Gabe“ legt er viel Gefühl und sein warmer Bariton sorgt für eine wohlige Gänsehaut.</p>
<p class="Body">Das genaue Gegenteil hiervon ist Wolfram als neuer Schah: Er wirkt kampflustig und ist getrieben von Rache. Er ist arrogant und behandelt seine Angestellten und sein Volk von oben herab. Karim sonnt sich im Gehorsam seiner Untertanen („Ala Schah“; leider wieder mit zu viel Hall) und merkt zu spät, dass er seine Freundschaft zu Mirdin und Rob damit aufs Spiel setzt.</p>
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<p class="Body">Rob nimmt Karims „Geschenk“ an als er in einer der Sklavinnen Mary erkennt und ehelicht diese Ihr Vater wurde ermordet und sie nach Isfahan verschleppt. Der Sternenhimmel, der die Bühne überspannt, als die beiden ihr unerwartetes Wiedersehen feiern („Wenn die Sterne mit uns sind“), ist sehr gelungen.</p>
<p class="Body">Obwohl sich alles in ihm aufbäumt und er sich und seine Frau am liebsten sofort in Sicherheit bringen möchte, muss Rob doch seine Aufgabe erfüllen: Er muss einfach wissen, wie es in einem Menschen aussieht. Er liefert sich einen beeindruckenden Schlagabtausch mit Ibn Sina, der ihm nachdrücklich davon abrät, hier auf eigene Faust zu handeln, da dies allen Regeln des Islams widersprechen würde.</p>
<p class="Body">Rob setzt sich darüber hinweg („Ich muss es tun“) und beginnt im dunklen Keller der Madrassa Leichen aufzuschneiden und das abzuzeichnen, was er dabei entdeckt.</p>
<p class="Body">Parallel bereiten die beiden Frauen von Mirdin und Rob alles für die Rückkehr von Mirdin vor, der als Leibarzt des jungen Schahs mit auf dessen Feldzug musste. Der Text zu diesem Damen-Duett („Ein Arzt in der Familie“) ist mit einem Augenzwinkern abgefasst und macht viel Freude.</p>
<p class="Body">Leider erliegt Mirdin jedoch kurz nach der Rückkehr seinen schweren Verletzungen, die er sich zuzog als er &#8211; ganz pflichtbewusster Arzt – Verwundeten auf dem Schlachtfeld helfen wollte.</p>
<p class="Body">Rob schäumt vor Wut als er merkt, wie leichtfertig Karim das Leben von Mirdin aufs Spiel setzte. Es ist „Alles nur ein Spiel“ – mit dieser Aussage Karims kann und will Rob sich nicht zufrieden geben. Es kommt zu einem finalen Wortgefecht der beiden früheren Freunde.</p>
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<p class="Body">Diese Szene ist absolut treffend inszeniert (Regie: Holger Hauer), spielt sie sich doch auf einem Schachbrett ab. Karim hat Rob dieses Spiel seinerzeit gelehrt, nun stehen die beiden (Karim in Schwarz, Rob in Weiß) oberhalb der Tanzfläche, auf der zwei Gruppen schwarz und weiß gekleideter Tänzer gegeneinander antreten, und keiner hört dem anderen mehr zu.</p>
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<p class="Body">Wolframs leichtes Nuscheln lässt Karim noch hochm</p>
<p class="Body">ütiger erscheinen. Dass er mit seinen Handlungen, zu denen auch die Vergewaltigung von Mary gehört, letztlich Robs Leben gerettet hat, vermag dieser nicht verstehen zu wollen. Rob sieht in Karim all das Böse gegen das er zeitlebens angekämpft hat. Karim schickt Rob weg aus Isfanan– einmal mehr, um ihn zu retten – denn der Schah weiß, dass seine Widersacher schon vor der Toren der Stadt stehen. Er sollte Recht behalten &#8211; Karim wird von seinen Feinden ermordet.</p>
<p class="Body">Kurz bevor Rob und Mary Isfanan verlassen, schleicht sich dieser nochmal zu Ibn Sina, der sich selbst gestellt hat, als man herausfand, dass sich jemand an den Leichen zu schaffen gemacht hat.</p>
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<p class="Body">Rob ist tief getroffen als er davon erfährt und zeigt ihm seine Aufzeichnungen. „Wenn wir jetzt nicht weitergeh’n“ ist ein gleichsam berührendes und motivierendes Abschiedslied des großen Ibn Sina. Als dieser Rob erzählt, dass er schon lange schwer krank ist und Rob mithilfe seiner Gabe den nahenden Tod seines Meisters sieht, weiß er, dass sich Ibn Sina nicht für ihn, sondern letztendlich für die Wissenschaft geopfert hat.</p>
<p class="Body">Mit diesem Vermächtnis machen sich Rob und Mary wieder auf nach Schottland, wo sie etwas spontan in der nächsten Szene schon mit ihrem 8-jährigen Sohn am Tisch sitzen, der sich die Geschichte des Medicus von seinem Vater hat erzählen lassen. „Es fühlt sich nach Heimat an“ ist ein trauriges, aber irgendwie doch versöhnliches Finale für diese aufregende Reise.</p>
<p class="Body">Es passiert tatsächlich viel in diesem gut zweieinhalbstündigen Musical. Und es gibt viel anzuschauen. Ein Literaturepos adaptiert man eben nicht „mal eben so“ für die Bühne. Alles in allem kann man den Kreativen jedoch nur zu ihrem gelungenen Werk gratulieren.</p>
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<div><img decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/Der_Medicus_2016_files/shapeimage_4.png" alt="" /></div>
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<p class="Body">Bühne, Kostüm und Licht (Pia Virolainen) ergänzen sich perfekt und schaffen so stimmungsvolle Welten – egal ob im dunklen, dreckigen London oder im sonnig-bunten Persien – in denen es viele gut ausgearbeitete Details zu erspähen gibt.</p>
<p class="Body">Musikalisch ist „Der Medicus“ kein herausragendes Werk, dazu ähneln sich die Songs zu sehr. Einzig das jüdische Gebet hat das gewisse Etwas. Daran ändern auch die exzellenten Orchestrierungen und Arrangements von einem Könner wie Michael Reed nichts. Sicherlich spielt hier mit hinein, dass einige Stücke durch zu viel Hall ihre emotionale Wirkung nicht erzielen konnten.</p>
<p class="Body">Was dieses Stück aber vor allem sehenswert macht, sind die Darsteller, die sich der Mammutaufgabe gestellt haben, Charakteren Leben einzuhauchen, zu denen sicherlich viele Zuschauer &#8211; entweder dank ihrer eigenen Phantasie nach dem Lesens des Buchs oder durch den Film – bereits konkrete Vorstellungen im Kopf hatten.</p>
<p class="Body">Am besten gelingt dies Andreas Wolfram, Lutz Standop und Reinhard Brussmann. Sie machen ihre so unterschiedlichen Figuren erlebbar. Wolfram mit viel Süffisanz, Standop durch viel Demut und Brussmann durch ihm eigene stattliche Bühnenpräsenz.</p>
<p class="Body">Friedrich Rau steht in fast jeder Szene auf der Bühne und absolviert somit jeden Abend ein beachtliches Programm. Sein Rob ist energisch und authentisch. Er überzeugt als guter Freund genauso wie als wissbegieriger Student mit eigenem Kopf.</p>
<p class="Body">Sabrina Weckerlin hat als Mary ihren Vater (Léon van Leuwwenberg) gut im Griff. Dass sie die Vergewaltigung durch den Schah stoisch über sich ergehen lässt und hinterher voller Zweifel und Selbsthass wieder zu ihrem Mann zurückkehrt, bringt Weckerlin sehr gut über die Rampe. Gesanglich verkauft sie sich hier jedoch eindeutig unter Wert. Denn außer leisen, wehklagenden Tönen ist von ihr als Mary leider nichts zu hören.</p>
<p class="Body">Das insgesamt 32-köpfige Ensemble gewinnt das Publikum mit seinen schwungvollen Tanzeinlagen und guter (wenn auch manchmal etwas zu ausgeprägter, wachsartiger) Mimik für sich. Da ist es nur zu verständlich, dass die Zuschauer schon bei den ersten Klängen des Finales aufstehen und die Darstellerinnen und Darsteller mit tosendem Applaus feiern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span> </strong>Schlosstheater, Fulda</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> </span>12. August 2016</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller: </span></strong>Friedrich Rau, Sabrina Weckerlin, Andreas Wolfram, Lutz Standop, Reinhard Brussmann, Léon van Leuwwenberg<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Dennis Martin / Holger Hauer<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Spotlight Musicals GmbH</span></div>
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		<title>Masha Karell stellt alle in den Schatten</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/masha-karell-stellt-alle-in-den-schatten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 11:58:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Leder]]></category>
		<category><![CDATA[Amphitheater]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Beckmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hanau]]></category>
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		<category><![CDATA[Katharina Abt]]></category>
		<category><![CDATA[Märchenfestspiele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Jahr widmen sich die Hanauer Märchenfestspiele mit ihrem Open Air Musical dem Grimmschen Klassiker „Rapunzel“. Die eigentliche Handlung kennt – nicht erst seit Disney’s „Rapunzel – Neu Verföhnt“ – wohl jeder im Publikum: Ein kleines Mädchen wird von einer bösen Zauberin in einem Turm gefangen gehalten, da die Zauberin das Mädchen ganz für ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr widmen sich die Hanauer Märchenfestspiele mit ihrem Open Air Musical dem Grimmschen Klassiker „Rapunzel“. Die eigentliche Handlung kennt – nicht erst seit Disney’s „Rapunzel – Neu Verföhnt“ – wohl jeder im Publikum: Ein kleines Mädchen wird von einer bösen Zauberin in einem Turm gefangen gehalten, da die Zauberin das Mädchen ganz für sich allein haben möchte und niemandem vertraut. Das Mädchen wird älter und beginnt Fragen zu stellen. Per Zufall entdeckt ein Prinz den Turm und erklimmt ihn mithilfe von Rapunzels langem Haar. Es kommt zum Bruch mit der Zauberin, aber schlussendlich sind Rapunzel und ihr Prinz glücklich vereint.</p>
<p>In Hanau dauert die Herleitung bis zum spannenden Teil der Handlung fast den kompletten ersten Akt. Frank-Lorenz Engel legt viel Wert auf die Beweggründe der vermeintlich bösen Zauberin. Allerdings ist Frau Gothel, so der Name der Zauberin, nicht von Grund auf böse, sondern lediglich von ihrem unerfüllten Kinderwunsch zerfressen. Sie betreibt ein Kinderspielparadies, in dem auch die Angestellten vom königlichen Hof ein und ausgehen. So auch Martin und Johanna, die in Bälde ihr erstes Kind erwarten und bei Frau Gothel ihre Grundausstattung kaufen.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-238 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra-300x199.jpeg" alt="fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra" width="398" height="264" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra-300x199.jpeg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/fittosize_570_0_368a9a55d3f7e32a890d01a28027379a_ra.jpeg 570w" sizes="(max-width: 398px) 100vw, 398px" />Als Johanna eines Abends von Gelüsten nach frischen Rapunzeln (Feldsalat) geplagt wird, klettert Martin ihr zuliebe in den verbotenen Garten, um den Salat für seine Frau zu stehlen. Es gab schon immer Gerüchte, dass es in diesem Garten spuken soll. Doch in Wirklichkeit hütet Frau Gothel diesen verbotenen Garten und vernichtet jeden, der ihn unerlaubterweise betritt. Sie erwischt Martin auf frischer Tat. Als sie droht, ihm das Leben zu nehmen, versucht er zu verhandeln. Er ringt Frau Gothel das Versprechen ab, dass sie ihn am Leben lässt, wenn er ihr sein Erstgeborenes überlässt. Kurze Zeit nach der Geburt löst Frau Gothel dieses Versprechen ein und nimmt das Kind zu sich.</p>
<p>Johanna kommt über diesen Verlust kaum hinweg und ist sich immer sicher, dass ihre Tochter noch lebt. Martin versucht verzweifelt daran, das Geschehene hinter sich zu lassen. Ihnen kommt irgendwann der Zufall zur Hilfe, denn der übermütige Königssohn und seine Cousins entdecken bei Spielen im Wald den Turm und der Prinz erklimmt diesen, um sich dann Hals über Kopf in Rapunzel zu verlieben.</p>
<p>Dass der Prinz überhaut keine Lust auf seine anstehende Krönung hat und einer seiner Cousins die Liebelei als Chance sieht, mit Frau Gothel gemeinsame Sache zu machen, den Prinzen zu beseitigen und selbst den Thron zu besteigen, ist eine neue Facette des alten Märchens. Auch dass eine schusselige Elfe und ein grummeliger Zwerg jahrelang nach Rapunzel suchen, um sie aus den Fängen der Zauberin zu befreien, kommt so in Grimms Märchen nicht vor. Doch diese beiden parallelen Handlungsstränge bringen mehr Schwung in das Stück und eröffnen Möglichkeiten für vielseitige gesangliche, schauspielerische und choreographische Highlights.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-242 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel4-215x300.jpg" alt="rapunzel4" width="287" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel4-215x300.jpg 215w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel4.jpg 394w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" />Dass am Ende die Zauberin Gothel ihrem unvermeidlichen Schicksal zugeführt wird, Johanna und Martin ihre Tochter wiederbekommen und sich der Prinz mit Rapunzel an seiner Seite dem Königsamt gewachsen sieht, ist das obligatorische Happy End, ohne das ein Märchen einfach nicht enden kann.</p>
<p>Auch in diesem Jahr haben die Teams von Bühnenbild (Tobias Schunck) und Kostümbild (Ulla Röhrs) ganze Arbeit geleistet: Zahlreiche versteckte Türen und drehbare Bühnenelemente sorgen für Abwechslung und verschiedene Spielebenen. Die Kostüme, allen voran diejenigen von Frau Gothel, Elfe Felicitas, den drei Blumen, Grompf und die Königsrobe, sind farbenfroh, rollengerecht und mit vielen kleinen Details gearbeitet. Hier hat sich jemand Gedanken gemacht!</p>
<p>Einen faden Beigeschmack hinterlässt einmal mehr die Tontechnik im Amphitheater am Schloss Philippsruhe. Einzig die Ensemblenummern kommen druckvoll aus den zahlreichen Lautsprechern. Viele Soli fallen einer schlechten Aussteuerung – mal zu viele Höhe, mal zu viele Bässe, mal insgesamt zu leise – zum Opfer. Bei Shay Cohens Kompositionen zu „Rapunzel“ gibt es viele gewichtige Soli, insbesondere für die Damen. Das beginnt direkt in der zweiten Szene mit „Ein Kind“, in dem sich Frau Gothels unbändiger Kinderwunsch eindrucksvoll Bahn bricht. Masha Karell zeigt schon zu diesem sehr frühen Zeitpunkt, was stimmlich in ihr steckt. Doch auch Judith Jakob kann mit ihrer schönen Beltstimme als von Schwangerschaftsgelüsten getriebene Johanna überzeugen.</p>
<p>Einen roten Faden lässt Cohens Werk hingegen nicht erkennen: Die Blumen tanzen zu einem enervierenden Boogie, Grompf und Felicitas legen einen Rock’n’Roll hin, zwischendurch hört man gefällige Popsongs und eine Hiphop-Persiflage und on top erklingen die kraftvollen Musicalarien von Gothel. Entsprechend diesem wirren musikalischen Konzept hat Bart De Clercq die Tanzszenen choreographiert. Nachvollziehbarerweise gibt es auch hier keine einheitliche Linie. Das Ende vom 1. Akt verpufft vollends, da einfach alle Darsteller auf der Bühne stehen, tanzen und es nicht zum Klimax kommt. Die Choreographie des Finales ist ebenso hektisch und mag so gar nicht zum Song „Die Liebe ist die stärkste Macht“ passen.</p>
<p>Auch inhaltlich ging es bei einigen Szenen mit dem Kreativteam durch: Warum eine etwas schusselige Elfe bei der Bestäubung ziemlich lüsterner Blumen helfen muss, die nach erfolgter Besamung die obligatorische „Zigarette danach“ rauchen, ist in einem Familienmusical eher unangebracht und zieht die Handlung nur unnötig in die Länge. Auch ihr Hilferuf nach den Elfenfreundinnen im zweiten Akt hat keinerlei Gewicht für die Handlung und erinnert zudem stark an die tanzenden Rebhühner aus dem „Gestiefelten Kater“ 2015.</p>
<p>Doch drei starke Charaktere entschädigen für Vieles: Frau Gothel, Felicitas und Grompf sind durchdacht, das Publikum kann ihren Beweggründen gut folgen und die Darsteller legen alles in die Interpretation hinein, was bei einem eher seichten Märchen möglich ist. Masha Karell besticht als einschüchternde Zauberin mit unerwartet viel Stil. Wenn sie die zentrale Treppe hinabstreitet, ist sie über jeden Zweifel erhaben. Ihr Erklettern des Turms in Ballrobe und High Heels erntet zurecht Szenenapplaus. Jedoch gelingt es Karell auch, die verletzte, um Rapunzel besorgte Seite von Frau Gothel glaubwürdig über die Rampe zu bringen. Ihr „Nimm Dich in Acht mein Kind“, wenn Rapunzel nach ihrem Vater fragt und Frau Gothel gegen die Menschen im Allgemeinen und Männer im Besonderen wettert, sorgt für Gänsehaut. Das Karell in der Vergangenheit schon erfolgreich als Norma Desmond auf der Bühne stand, kann sie nicht verhehlen und so entdeckt man viel Divenhaftes in ihrem Spiel, was aber zur Außenseiterin Gothel sehr gut passt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-244 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6-300x211.jpg" alt="rapunzel6" width="402" height="283" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6-300x211.jpg 300w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6-768x541.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel6.jpg 836w" sizes="auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px" />Die Elfe Felicitas und der Zwerg Grompf bilden das ungleiche Paar, welches sich auf die Suche nach Rapunzel macht, sie per Zufall entdeckt (Felicitas schaut im Vorbeiflug in den Turm und entdeckt das Mädchen), den Prinzen bei seinem Kampf gegen die Zauberin unterstützt, die Gothel mit einem Elfenzauber außer Gefecht setzt und mit einer Spinne in die Flucht schlägt. Wie es sich für ein Märchen gehört, verlieben sich die beiden Fabelwesen trotz aller vermeintlichen Gegensätze auch noch ineinander.</p>
<p>Sophie Euskirchen gibt der Elfe ihre unverwechselbare quakige Stimme. Sie bringt nicht nur deren Schusseligkeit ungemein sympathisch über die Rampe, sondern kann auch ihr Comedy-Talent unter Beweis stellen. Dass sie nebenbei noch gut singt und weiß, wie sie sich in ihren VoKuHiLa-Kleid gekonnt bewegt, macht dieses energiegeladene Gesamtpaket komplett. Ihre Wortgefechte mir Grompf sind lustig, kindgerecht und sorgen für viele Lacher. Den schlecht gelaunten, ziemlich faulen Grompf gibt Alexander Leder. Gesanglich muss er nicht so viel zeigen, dafür überzeugt er mit seinem Spiel und kann die Wandlung vom Miesepeter zum liebenswerten Zwerg gut nachzeichnen. Euskirchen und Leder haben die dankbarsten Szenen und harmonieren auf der Bühne sehr gut. So verwundert es wenig, dass sie nach Masha Karell am meisten Applaus bekommen.</p>
<p>Dabei sollte es doch eigentlich Rapunzel sein, über deren Befreiung und rosige Zukunft das Publikum sich am meisten freut. Jedoch steht in dieser Inszenierung klar die Zauberin im Mittelpunkt des Interesses. Katharina Abt ist als Rapunzel kaum mehr als schmückendes Beiwerk. Zugegeben, das erste Zusammentreffen mit dem Prinzen ist sehr wortreich und die Sindbad-Metapher, welche die große Sehnsucht nach Freiheit beider in dem Song „Wer alles wagt“ zum Ausdruck bringt, bleibt durchaus hängen. Doch vielmehr gibt das Buch für die Titelrolle nicht her. Während es für Abt also kaum Möglichkeiten gibt, sich in den Vordergrund zu spielen, hat Dennis Weißert als Prinz Philipp hier durchaus mehr Chancen. Dass der Prinz keine Lust hat, König zu werden und am liebsten mit Rapunzel durchbrennen würde, um dem vermeintlichen goldenen Käfig zu entfliehen, kann Weißert gut umsetzen. Das entsprechende Solo („Ich hab geträumt“) interpretiert er mit seinem warmen Tenor sehr gut. Seine Mimik bei der Krönungsprobe ist großartig und die <img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-243 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel5-199x300.jpg" alt="rapunzel5" width="199" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel5-199x300.jpg 199w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/Rapunzel5.jpg 613w" sizes="auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px" />sportlichen Einlagen bis hin zum Hiphop von Philipp und seinen Cousins (Swen Prüwer, Benjamin Beckmann, Jan-Werner Schäfer) bekommen extra Applaus.</p>
<p>Herzog Eduard (Prüwer) verfolgt jedoch einen eigenen Plan. Er möchte König werden und greift hier auch zu hinterlistigen Mitteln, um den Hof vom Tod Philipps zu überzeugen. Prüwer kann das Egozentrische dieses Charakters sehr gut umsetzen und wird seiner Rolle als Fiesling mehr als gerecht.</p>
<p>Am Ende sind alle glücklich: Rapunzel lehnt sich gegen Gothel auf, die sich beim Anblick einer Spinne in Luft auflöst. Johanna und Martin können endlich ihre Tochter wieder in die Arme nehmen. Philipp und Rapunzel werden das neue Königspaar.</p>
<p>Wieso sich Gothels Zauber mit ihrem Verschwinden ohne ein weiteres Wort auflösen (Philipp kann wieder sehen, das Energiefeld-Gefängnis von Rapunzel verschwindet) und der nachdrücklich intonierte Freiheitsdrang von Prinz und Rapunzel plötzlich keine Rolle mehr spielt, irritiert nur kurz. Was bleibt ist eine Märchen-Musical-Inszenierung mit einem unerwarteten Focus. Jedoch trägt Masha Karell die Bürde der heimlichen Hauptrolle mit großer Grandezza. Einmal mehr beweist sich, dass einzelne Darsteller den Unterschied machen!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Amphitheater Schloss Philipssruhe, Hanau</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>28. Mai 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Masha Karell, Sophie Euskirchen, Alexander Leder</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Shay Cohen / Holger Hauer<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Gebrüder Grimm Märchenfestspiele Hanau<br />
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