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	<title>Hair-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Hair-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Die Energie dieses Ensembles ist ansteckend!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2016 12:28:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Catherin Joos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast schon majestätisch thront die alte Clingenburg auf ihrem Weinberg am romantisch verschlungenen Main. Schon seit 1994 bildet sie die perfekte Kulisse für Open Air Theater. Auch Musicals haben dort seit vielen Sommern ihren festen Platz. In diesem Jahr wollte ein Anwohnerpaar dem Verein, der die Festspiele veranstaltet, die lautstarke Beschallung untersagen. Musik und Musical ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast schon majestätisch thront die alte Clingenburg auf ihrem Weinberg am romantisch verschlungenen Main. Schon seit 1994 bildet sie die perfekte Kulisse für Open Air Theater. Auch Musicals haben dort seit vielen Sommern ihren festen Platz. In diesem Jahr wollte ein Anwohnerpaar dem Verein, der die Festspiele veranstaltet, die lautstarke Beschallung untersagen. Musik und Musical sind eben doch Geschmackssache. Doch anstatt klein beizugeben, einigte man sich: Die Stücke beginnen eine halbe Stunde früher, die Dezibelzahl wurde heruntergeregelt und um Schlag 22 Uhr verklingt der letzte Ton in der Burgruine. Damit ist an dieser Front erst einmal Ruhe eingekehrt, doch für die Kreativen bedeutet dies große Umstellungen: „Hair“ wird ohne Pause durchgespielt, d. h. Peter Rein, der Regisseur, und sein Ensemble mussten einige Passagen anpassen – nicht nur akustisch, sondern auch inhaltlich, damit die fehlende dramaturgische Pause nicht so arg ins Gewicht fällt.</p>
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<p>Regieseitig gibt es einige fragwürdige Entscheidungen, bspw. warum zu „Sodomy“, einem Song der ganz deutlich die Masturbation thematisiert, eine Massenorgie stattfindet, die dann wenig später während eines kollektiven LSD-Trips des Tribes in paarweisem Gruppensex endet. „Electric Blues“ und „Hare Krishna“ passen inszenatorisch so gar nicht zum Gesamtbild und auch die durchaus lustige Badeszene im Burgeigenen Brunnen gerät deutlich zu lang.</p>
<p>Besonders gelungen ist die Geburtstagsparty von Sheila, die Berger und sein Tribe mit allen Mitteln der Kunst aufmischen. Beklemmend gut sind auch die Szenen von Claude beim Militär sowie Bergers unfreiwillige Einberufung. Immer wieder urkomisch sind die Autofahrten, bei denen abwechselnd Berger, Sheila oder Steve die Pkw-Geräusche mittels Handmikro improvisieren. Steves gespielter Worpantrieb sorgt für viele Lacher im Publikum.</p>
<p>Überhaupt sind es die vielen kleinen Einzelaktionen, die diese Aufführung so charmant machen: Marcus Abdel-Messih überzeugt als überbesorgter Steve genauso wie als splitterfasernackter Woodrow Sheldon, der bei der Musterung augenzwinkernd seine rot lackierten Fußnägel preisgibt. Steves Schwester Sheila, die einerseits das brave Töchterchen sein will, sich aber andererseits stark von Berger animalischer Art angezogen fühlt, wird von Julia Hell mit großartiger Mimik und einem gehörigen Schuss Ironie gespielt.</p>
<p>Als charismatischer Anführer des Tribes erlebt das Publikum einen blendend aufgelegten Lars Schmidt, der sich mit seinen intensiven, teils exzentrischen Songinterpretationen für die Titelrolle in „Jesus Christ Superstar“ empfiehlt. Schmidt reißt nicht nur das Ensemble mit, sondern gewinnt auch das Publikum im Handumdrehen. Als schüchterner Claude, der seine ersten Erfahrungen mit Drogen und der freien Liebe sichtlich genießt, steht Marcel Kaiser auf der Bühne im Burghof. Er transportiert die verwirrenden Gefühle zwischen Pflichtbewusstsein und Genusssucht sehr gut und gibt einen starken Counterpart zu Berger ab.</p>
<p>David Krohn interpretiert Woof fast schon tuntig, als Diva und immer vorbereiteter Dealer, aber mit dem Herzen am rechten Fleck. Er überragt die meisten seiner Kollegen und hat nicht zuletzt auch deshalb eine auffällige Bühnenpräsenz. Schade ist, dass dieser Inszenierung der Soul ein wenig abgeht, was vor allem daran liegt, dass die Soulsängerinnen (Georgia Reh, Victoria Enste und Mariama Ebel) ihr Können &#8211; vielleicht auch wegen der gebremsten Tonanlage &#8211; nicht unter Beweis stellen können. Dafür entschädigt Catherin Joos als Jeannie mit ihrer glockenklaren Stimme in so manchen Song.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-263 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647-400x225.jpg" alt="clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647" width="400" height="225" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647-400x225.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647-768x431.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/clingenburg-festspiele-klingenberg-116_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg 994w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Hair“ lebt auch von den Farben und dem Tanz. Ersteres wurde auf der Clingenburg von Christian Baumgärtel (Bühne) und Isa Mehnert (Kostüme) wunderbar umgesetzt: Große bunte Blumen sowie verstörend gemusterte und farblich herrlich im 70er Jahre Stil kombinierte Kostüme sorgen für ein perfektes optisches Bild. Die Choreographien von Ronny Bartsch wirken hingegen vielfach belanglos. Das große Ensemble ist so gut wie nie synchron und viele scheinen mit der Schrittfolge oder dem Tempo überfordert. Hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen.</p>
<p>Doch am Ende fällt auch dies kaum ins Gewicht, da die Darsteller genau zwei Stunden lang ein Gute-Laune-Feuerwerk abschießen, ohne jedoch die Botschaft des Stücks aus den Augen zu verlieren. Auch in heutigen Zeiten sind mahnende Worte gegen sinnlose Kriegseinsätze brandaktuell.</p>
<p>Man hätte das Stück sicherlich etwas frischer und straffer umsetzen können, denn „Hair“ hat einige Längen. Doch die Darsteller wurden gut gecastet und sie können ihre Charaktere sehr glaubhaft verkörpern. Die Energie des Ensembles ist so mitreißend, dass das Publikum lautstark nach einer Zugabe verlangt. Doch diese muss aus rechtlichen Gründen ausbleiben.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Open Air Bühne auf der Clingenburg, Klingenberg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>4. Juli 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  David Krohn, Marcel Kaiser, Lars Schmidt, Catherin Joos</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Galt MacDermot / Peter Rein<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Clingenburg Festspiele e.V.<br />
</span></div>
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		<item>
		<title>Bei der „Hair“-Inszenierung in Pforzheim passt (fast) alles</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/bei-der-hair-inszenierung-in-pforzheim-passt-fast-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2004 15:39:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Lepper]]></category>
		<category><![CDATA[Hair]]></category>
		<category><![CDATA[Randy Dean Diamond]]></category>
		<category><![CDATA[Stadttheater Pforzheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz vor dem Ende der Spielzeit 03/04 legt das Stadttheater in Pforzheim den Musical-Klassiker von MacDermot und Ragni/Rado neu auf und landet damit einen großen Treffer. Im Mittelpunkt des Hippiemusicals stehen die Natürlichkeit und Ehrlichkeit einer ganzen Generation. Genau das hat sich das Theater-Ensemble zu Herzen genommen. Alle wirken authentisch und nur in ganz seltenen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Kurz vor dem Ende der Spielzeit 03/04 legt das Stadttheater in Pforzheim den Musical-Klassiker von MacDermot und Ragni/Rado neu auf und landet damit einen großen Treffer.</p>
<p class="Body">Im Mittelpunkt des Hippiemusicals stehen die Natürlichkeit und Ehrlichkeit einer ganzen Generation. Genau das hat sich das Theater-Ensemble zu Herzen genommen. Alle wirken authentisch und nur in ganz seltenen Momenten aufgesetzt oder gar steif. Zur gesanglichen Verstärkung hat man sich sechs Gäste eingeladen, die über Erfahrungen aus zahlreichen Musical-Engagements verfügen: Randy Dean Diamond als ‚Sippenführer’ Berger, Carsten Axel Lepper als Jung-Hippie Claude, Tina Podstawa als ‚Everybody’s Darling’ Sheila, Lada Kummer als Jeanie, Tamara Wörner als Querdenkerin Ronny und Lutz Thase als Hubert und Cover von Claude und Berger.</p>
<p class="Body">Die Inszenierung wartete mit einer Offenheit auf, die man an einem Stadttheater kaum für möglich gehalten hätte. So begrüßte das enthusiastische Ensemble die Besucher der Premiere am 4. Juni direkt im Saal und bezog das Publikum durch das Verteilen von Blumen, die nicht ganz ernst zu nehmenden Fragen nach ‚etwas zum Rauchen’ und witzige Improvisationen („Sitzen Sie auf meinem Platz?“) von Anfang an direkt mit in das Geschehen ein.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1192">
<div class="style_2">
<p class="Body">Aufmerksamkeitsmagnet ist zunächst Berger (Randy Dean Diamond), der seine Männlichkeit beweist, indem er seine Jeans ins Publikum wirft und die Folgeszenen äußerst knapp, nur mit Lendenschurz bekleidet, spielt.</p>
<p class="Body">Ja, „Hair“ ist sexy – keine Frage. Auch in dieser Produktion steht die gesamte Cast zum Finale des ersten Akts in Adams- und Evakostümen auf der Bühne. Und selbstverständlich gibt es auch viele mehr oder weniger eindeutige Anspielungen, aber es sind nicht Nacktheit oder hemmungsloser Partnertausch, der in Pforzheim die Inszenierung bestimmen. Vielmehr sind es die liebenswerten Darsteller, die ihre Erlebnisse auf persönliche, einfühlsame Weise berichten. Nachhaltig beeindruckend sind hier die beiden Leitfiguren Berger und Claude, die ihren Stamm (und auch das Publikum) immer wieder mitreißen. Carsten Axel Lepper und Randy Dean Diamond führen ein sympathisches Ensemble an, setzen an den richtigen Stellen die Akzente, die man von einem erfahrenen Musical-Darsteller erwarten darf, ohne sich jedoch über die Stadttheater-Kollegen zu erheben.</p>
<p class="Body">Während die deutschen Dialoge aus der Feder von Frank Thannhäuser (Intendant des Hamburger Imperial Theaters) und Nico Rabenald betont locker und ungezwungen sind, hat man bei den Songs das englische Original beibehalten. Auch hiermit wird erneut der Authentizität Tribut gezollt. Und mal ehrlich, wer möchte schon eine übersetzte Fassung von „Aquarius“ oder „I got life“ hören? Bemerkenswert ist, dass alle Sänger nahezu akzentfreies Englisch beherrschen und phonetisch überzeugen.</p>
<p class="Body">Randy Dean Diamond hat damit als gebürtiger Amerikaner natürlich keine Probleme und bringt einen extrovertierten George Berger auf die Bühne, der – im Gegensatz zu anderen Inszenierungen – auch Sympathiepunkte sammeln darf. Mit spielerischer Leichtigkeit und viel Charme überzeugt er auch den letzten Zweifler von der Sinnhaftigkeit seines Lebens („Going Down“).</p>
<p class="Body">Carsten Axel Lepper verleiht Jung-Hippie Claude mit seiner warmen Stimme genau das träumerisch-sanfte Element, das sein Alter Ego aus dem Hippie-Stamm heraushebt und ihn zum Liebling von Sheila und Jeanie macht. So fesselt er die Zuschauer mit der ergreifenden Ballade „Where do I go?“. Dass er auch anders kann, beweist er während der aggressiven UpTempo-Nummer „I got life“, in der er sich gegen jegliche Repressalien von außen auflehnt.</p>
<p class="Body">Tamara Wörner gibt eine stimmgewaltige Ronny und ihr Einsatz bei „Black Boys“ ist absolut hörenswert und das Intro „Aquarius“ sorgt für Gänsehaut. Tina Podstawa kreiert eine sehr harmonie-bedürftige Sheila, die ihrer Liebe zu Sippenführer Berger genauso glaubwürdig Ausdruck  („Easy to be hard“) verleiht wie ihrem Kampfgeist für die gute Sache („Ain’t got no“).</p>
<p class="Body">Allen Hauptdarstellern gemeinsam ist, das man ihnen das Unbeschwerte und Leichtlebige der späten 60er Jahre bedenkenlos abnimmt. Schauspielerisch lässt es das Ensemble an nichts vermissen. Emotionen werden genau richtig dosiert und wecken wahlweise mitleidige oder kämpferische Gefühle beim Betrachter.</p>
<p class="Body">Die Inszenierung von Craig Simmons hat Ähnlichkeit mit der Europatournee von Wolfgang Bocksch Concerts im vergangenen Jahr doch besticht sie nicht durch ‚Hübschheit’ und Geradlinigkeit, sondern durch spürbare Harmonie innerhalb der Cast. Zwar gibt es auch in Pforzheim zwei Stahl-Treppen-Konstruktionen, die auf die ein oder andere Weise mit bespielt werden und auch die Video-Leinwand im Hintergrund fehlt nicht, doch eigentlich braucht man diese ausschmückenden Elemente nicht wirklich. Die Authentizität jedes einzelnen ist in jeder Szene sichtbar.</p>
<p class="Body">Man merkt, dass die Darsteller an dem Entstehungsprozess aktiv beteiligt waren (siehe <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Carsten_Lepper_2004.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=896">Interview</a></span> mit Carsten Axel Lepper). Das fängt bei der Auswahl der Kostüme an, die zum Teil aus den privaten Kleiderschränken stammen und zieht sich weiter durch die bewusst unkoordiniert-chaotischen Choreographien. Das Sinn-Entleerte „Manchester England“ wurde mit einer albernen Hampelmann-Choreographie bedacht, die perfekt zu dem Bonbonfarbenen Gute-Laune-Song von Möchtegern-Engländer Claude passt. Diese Spaßelemente werten die choreographische Arbeit von James Sutherland in keinster Weise ab. Im Gegenteil, genau dieser Abwechslungsreichtum ermöglicht dem sportlichen Tanzensemble (die meisten sind ausgebildete Ballett-Tänzer) viele Variationen, sich immer wie neu auszuprobieren. Was hierbei ins Auge sticht, ist, dass sich Carsten Axel Lepper, der in seinen bisherigen Rollen nicht tanzen brauchte, neben dem ausgebildeten Tänzer Randy Dean Diamond absolut nicht zu verstecken braucht. Innerhalb kürzester Zeit hat der ehemalige Kaiserinnen-Mörder und Christine-Geliebte ein beachtliches Körpergefühl entwickelt und fügt sich hervorragend in das natürliche Gesamtbild dieser Produktion.</p>
<p class="Body">Dass eine Inszenierung von „Hair“, besonders wenn sie so offen gestaltet wird wie in Pforzheim, auch einige Tücken birgt, wird beispielsweise am Spannungsaufbau deutlich. Es waren Applauspausen vorgesehen, in denen das Publikum (warum auch immer) nicht applaudierte.</p>
<p class="Body">Auch die Szene, in der Claude minutenlang auf seinem ‚Mega-Trip’ ist und die schrägsten Halluzinationen erlebt, hat einige Längen und es fällt schwer, dem Geschehen konzentriert zu folgen. Doch wer bei „Hair“ alles verstehen will und hinterfragt, ist sowieso im falschen Theater. Denn „Hair“ ist Lebensfreude und bedingungsloser Spaß – das gilt auch fürs Publikum. Noch Minuten nach dem Ende des 2. Akts tobten die Zuschauer und der Musikalische Leiter Boris Ritter gab mit seiner neunköpfigen Band eine Zugabe nach der anderen…</p>
<p class="Body">Diese Produktion ist für ein kleines Stadttheater mit bescheidenen finanziellen und technischen Mitteln eine beachtliche Leistung. Das Theater Pforzheim stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass man kein Takt- und Zentimeter-genaues Staging und gleichermaßen gut singende wie tanzende Multitalente auf der Bühne braucht, um das Publikum zu begeistern.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
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<div class="spacer">
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stadttheater Pforzheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>4. Juni 2004</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Carsten Lepper, Randy Dean Diamond </span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">MacDermot / Ragni &amp;Rado<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stadttheater Pforzheim<br />
</span></p>
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		<title>Ein Klassiker auf Sommer-Tournee</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-klassiker-auf-sommer-tournee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2003 12:15:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Gerome Ragni]]></category>
		<category><![CDATA[Hair]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[James Rado]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspielhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Shannon Stoeke]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Plotkin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Hair« gehört neben »Grease« und »Evita« zum Portfolio von Bocksch Concerts und erlebt diesen Sommer ein Revival in den großen Theatern von Hamburg, Berlin und München. Das Bühnenbild von Dirk Digler ist eher spartanisch: Zwei durch eine Brücke verbundene „Baugerüste“ müssen den 23 Darstellern als Kulisse für das Freiheitsmusical reichen. Einzig die Videoinstallation des Künstlers ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_171">
<div class="style_2">
<p class="Body">»Hair« gehört neben »Grease« und »Evita« zum Portfolio von Bocksch Concerts und erlebt diesen Sommer ein Revival in den großen Theatern von Hamburg, Berlin und München.</p>
<p class="Body">Das Bühnenbild von Dirk Digler ist eher spartanisch: Zwei durch eine Brücke verbundene „Baugerüste“ müssen den 23 Darstellern als Kulisse für das Freiheitsmusical reichen. Einzig die Videoinstallation des Künstlers Kosh auf der gigantischen Leinwand im Hintergrund sorgt für den psychedelischen Flair, den man gemeinhin mit der Hippie-Zeit verbindet.</p>
</div>
<div class="tinyText">
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_503">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Ensemble besteht aus hervorragenden Sängern und ausgezeichneten Tänzern, die bei dem typischen 70er Jahre Sound von Galt McDermont ihr Können perfekt zur Geltung bringen können. Unterstützt von den originellen und vielfältigen Kostümen (keins hat auch nur im Ansatz Elemente eines anderen), für die Herbert Erhardt verantwortlich zeichnet, wird die Show in englischer Sprache nach den ursprünglichen Texten von Gerome Ragni und James Rado auf die Bühne gebracht.</p>
<p class="Body">Im 1. Akt stößt der konservativ erzogene Claude auf eine Gruppe Jugendlicher, die von sozialer Gleichheit und einer klassenlosen Gesellschaft träumen. Claude wird von Shannon Stoeke dargestellt, der die Zwiegespaltenheit des jungen Mannes absolut überzeugend verkörpert.</p>
<p class="Body">Unter der Führung von Berger (gespielt von dem blond gelockten Tom Plotkin) trotzen die Jugendlichen den Zwängen der Gesellschaft durch offenes Zurschautragen ihrer langen Haare. Claude fühlt sich mit seinen Visionen und Träumen im Kreise dieser Menschen aufgehoben und wird offiziell in die Gruppe aufgenommen.</p>
<p class="Body">Ärger droht als Claude seinen Einberufungsbefehl bekommt und in den Vietnamkrieg ziehen soll; er ist hin- und hergerissen zwischen den Werten, die ihm seine Eltern vermittelt haben und dem Pflichtbewusstsein gegenüber der Gesellschaft. Beim feierlichen Verbrennen aller Einberufungsbescheide in der Gruppe scheitert Claude an dieser schweren Aufgabe. Der erste Akt endet mit einem optischen Knall, denn ausnahmslos alle Akteure präsentieren sich dem Publikum so wie Gott sie schuf, d. h. ohne jegliche Kostüme!</p>
<p class="Body">Während sich das Publikum noch fragt, was für Überraschungen diese Inszenierung noch bereithält, nimmt der zweite Akt seinen Lauf. Claude wird in den Krieg ziehen, aber obwohl er die Gruppe damit vor den Kopf stößt, ist sein Abschied geprägt von Liebe und Hoffnung den Freunden gegenüber und der festen Überzeugung, dass letztendlich der Frieden siegen wird. Dies trifft für ihn jedoch nicht zu, denn er wird in Vietnam von einer Kugel tödlich getroffen – all seine düsteren Vorahnungen sind Wirklichkeit geworden. In der letzten Szene nimmt er herzergreifend Abschied von seinen Freunden aus der Gruppe von Berger. Dennoch endet das Stück nicht melancholisch, sondern hoffnungsfroh im Glauben an Liebe und Frieden.</p>
<p class="Body">Das Publikum war so begeistert von dem ausgezeichneten Ensemble, dass es die Darsteller, die schon fast in ihren Garderoben waren, noch einmal mit stürmischem Beifall und lautem Jubel auf die Bühne zurückholte und zu mehreren Zugaben animierte.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schauspielhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">Juli 2003</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Tom Plotkin, Shannon Stoeke</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Text / Musik:</span></strong> Gerome Ragni / James Rado<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Wolfgang Bocksch Concerts<br />
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