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	<title>Götz Fuhrmann-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Götz Fuhrmann-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Charmantes Familienmusical mit liebevoll gestalteten Charakteren</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Oct 2019 22:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Fast) jedes Kind kennt den Räuber Hotzenplotz, der nicht nur Kasperl, Seppel und die Großmutter in Angst versetzt, sondern Wachtmeister Dimpfelmoser auch immer wieder vor schier unlösbare Aufgaben stellt. In diesem neuen Musical von Wolfgang Adenberg (Texte) und Martin Lingnau (Musik) wurde die erst 2018 aus Ottfried Preußlers Nachlass veröffentliche Geschichte für die Bühne bearbeitet: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>(Fast) jedes Kind kennt den Räuber Hotzenplotz, der nicht nur Kasperl, Seppel und die Großmutter in Angst versetzt, sondern Wachtmeister Dimpfelmoser auch immer wieder vor schier unlösbare Aufgaben stellt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2678 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1413.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In diesem neuen Musical von Wolfgang Adenberg (Texte) und Martin Lingnau (Musik) wurde die erst 2018 aus Ottfried Preußlers Nachlass veröffentliche Geschichte für die Bühne bearbeitet: Räuber Hotzenplotz ist hinter Schloss und Riegel – bis er den schusseligen Wachtmeister Dimpfelmoser austrickst und in den Wald fliehen kann. Kasperl und Seppel erfahren davon, als sie die Großmutter besuchen und diese ihnen voller Schrecken berichtet, dass der Räuber die Schwammerlsuppe gegessen hat, die eigentlich für die beiden Jungs sein sollte. Kurzerhand beschließen die beiden den Räuber einmal mehr hinter Gitter zu bringen („Der Polizei muss geholfen werden“). Wie das gehen soll? Mit einer Rakete, die den Räuber auf den Mond bringt. Natürlich bauen sie keine echte Mondrakete, aber sie können den Räuber mit viel Kreativität hinters Licht führen und am Schluss in die Obhut des Wachtmeisters übergeben.</p>
<p>Wie immer läuft das Ganze nicht ganz so rund wie geplant und auch die wahrsagende Witwe Schlotterbeck und ihr verdächtig an ein Krokodil erinnernder Dackel Wasti spielen eine nicht unwesentliche Rolle…</p>
<p>Seit einigen Jahren gelingt es dem Schmidt Theater mit seinen Weihnachtsmusicals für volle Reihen zu sorgen. „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist hier keine Ausnahme. Am Premierentag sind die Kinder im Zuschauerraum ganz klar in der Überzahl und von Anfang an mit großer Begeisterung dabei. Viele kennen die Charaktere und freuen sich, den charmant-trotteligen Wachtmeister wiederzutreffen und mit dem schlauen Kasperl und dem etwas ängstlichen Seppel gemeinsam das Abenteuer zu erleben.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2677 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MAC8088.jpg 667w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Adenberg und Lingnau, die gemeinsam das Buch geschrieben haben, gestalten die Figuren wunderbar kindgerecht. Auch der Räuber ist eher lustig als böse. Dass die Darsteller so nahbar über die Rampe kommen, liegt aber nicht zuletzt auch an Carolin Spieß‘ gelungener Regie. Man spürt, dass auch dieses Stück ein Gemeinschaftsprojekt ist, bei dem sich alle Beteiligten einbringen konnten.</p>
<p>Zu Beginn ist es dem Wachtmeister sehr „langweilig“ – schon hier zeigt Veit Schäfermeier, dass er ein Händchen für schrullige Charaktere hat. Auch die putzige Choreographie mit seinem Tisch sorgt für Lacher. Götz Fuhrmann ist als Räuber manchmal fast schon am Rande des Wahnsinns und dennoch irgendwie liebenswert. Anleihen bei Vater König aus „Die Königs vom Kiez“ sind nicht von der Hand zu weisen. Aber er nimmt die kleinen Zuschauer gut mit (insbesondere bei „Räuber, wasch Dich“) und erntet große Begeisterung.</p>
<p>Susi Banzhaf ist eine ungemein herzliche Großmutter, begeistert aber auch als etwas unheimliche Witwe Schlotterbeck. Urkomisch (und musikalisch herausfordernd) sind der Kanon zum Zaubertrank-Mischen und „Lasst mich hier rein“, wo sich der Räuber Zutritt zu Witwe Schlotterbecks Hütte verschafft.</p>
<p>Benjamin Zobrys und Evangelos Sargantzo als Kasperl und Seppel sind ein schwungvolles Duo, die mit viel Witz nicht nur den Räuber überlisten, sondern auch die Kinder im Publikum mit dem Verteilen der Steckbriefe zu Helfern machen. Zobrys Spielfreude ist ansteckend und Sargantzos schüchterne Loyalität ist einfach zuckersüß.</p>
<p>Der Räuberwald ist mit rollenden Klapp-Elementen eher praktisch gebaut. Durch einfaches Drehen entsteht so schnell die Räuberhöhle nebst Badewanne, Großmutters Häuschen oder das Spritzenhaus des Wachtmeisters.</p>
<p>Auch die Bauanleitung für die Mondrakete ist ungemein kreativ umgesetzt. So einfach macht man aus ein paar Pappkartons eine Rakete! Hier fehlt es einfach an nichts und es wird mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet (bspw. der Schlotterbecksche Zaubertrank und die singenden Maulwürfe an der Räuberhöhle).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2680 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/10/TIVOLI_RaeuberHotzenplotz_MMM1667.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zudem wird jedes Kapitel auf einem kleinen LED-Screen oberhalb des Waldes handschriftlich eingeblendet, was besonders beim Kapitel „Der Plan geht <span style="text-decoration: line-through;">auf</span> / <span style="text-decoration: line-through;">schief /</span> auf!“ sehr amüsant ist, da die Worte „auf“ und „schief“ erst eingeblendet und dann im Verlauf durchgestrichen und durch das nächste Wort ersetzt werden.</p>
<p>Das Publikum geht bei Lingnaus schwungvollen Melodien („Das Hotzenplotz-Lied“, „Was einmal klappt“, „Wir bauen eine Rakete“) mit, lässt sich gern zum Klatschen animieren und tanzt am Schluss auch die „Raketenbau-Choreographie“ nur allzu gern mit. Adenbergs Songtexte machen auch den Erwachsenen viel Freude, was insbesondere Schäfermeier mit seinem „Schnell-Sing-Talent“ dankbar annimmt.</p>
<p>Benjamin Zobrys zeichnet auch bei diesem Musical für die Choreographien verantwortlich. Wenn Hotzenplotz vom „Räuberhimmel“ träumt und die anderen Darsteller mit belaubten Ästen im Bob Fosse-Style um ihn herumtanzen, ist das schon sehr schön.</p>
<p>„Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist kurzweilige Familienunterhaltung, die bei den älteren Zuschauern viele Erinnerungen weckt und den Kindern zeigt, dass es viel mehr zu entdecken gibt als das nächste Youtube-Video.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">26. Oktober 2019</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Götz Fuhrmann, Susi Banzhaf, Veit Schäfermeier, Evangelos Sargantzo</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Texte / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß / Wolfgang Adenberg / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen<br />
</span></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine unterhaltsame Urlaubsrevue in bester Schmidt-Familientradition</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-urlaubsrevue-in-bester-schmidt-familientradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 20:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Petru]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Trunte]]></category>
		<category><![CDATA[Götz Fuhrmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Tschüssikowski]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Schäfermeier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sommerzeit ist Reisezeit! Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) haben sich eine kunterbunte Show rund um das Thema Reisen, Urlaubsziele und die „typische deutsche Urlaubsfamilie“ ausgedacht. Ausgehend von „Hamburg im Regen“ geht es mithilfe von Reisebürochef Willy Fröhlich „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Schlechtwettertief Corny bringt Familie Koschwitzki erst so richtig in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sommerzeit ist Reisezeit! Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) haben sich eine kunterbunte Show rund um das Thema Reisen, Urlaubsziele und die „typische deutsche Urlaubsfamilie“ ausgedacht.</p>
<p>Ausgehend von „Hamburg im Regen“ geht es mithilfe von Reisebürochef Willy Fröhlich „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Schlechtwettertief Corny bringt Familie Koschwitzki erst so richtig in Urlaubsstimmung. Während Vater Koschwitzki (Nik Breidenbach) von einem eher entspannten Mallorca-Urlaub träumt, phantasiert Mutter Koschwitzki (Petra Staginnus) von gut gebauten Jamaikanern, die ihren Urlaub noch heißer werden lassen. Die Tochter (Franziska Trunte) gibt immer mal wieder das gute und ökologische Gewissen der Familie, während Sohnemann (Christian Petru) nur Eis im Sinn hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2370 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_19_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>„Gimme just a little smile“ und mannshohe Joints sorgen umgehend für die richtige Stimmung. „Coconut Girl“ Veit Schäfermeier wiegt sich zu den Klängen und ist dabei herrlich verpeilt, so dass sich das Publikum schon jetzt vor Lachen krümmt.</p>
<p>Das nächste Urlaubsziel, das Willy Fröhlich (Götz Fuhrmann) aus dem Hut zaubert ist Ägypten. Ein bühnenumrahmendes Portal dient als Projektionsfläche. Und so tanzen Pharaonen, Kamele und Schlangen rund um die Szenerie, in der sich die Reisewilligen zu „Wie eine Fata Morgana“ oder „Gehen wie ein Ägypter“ von ägyptischen Eindrücken berieseln lassen.</p>
<p>Ausnehmend lustig ist auch die folgende Szene, in der von einem Professor (erneut Veit Schäfermeier) nützliche Empfehlungen für die Reiseapotheke gegeben werden. Zu einem umgedichteten „Nossa“ wird das Thema „rektale Dysharmonie“, von Mutter Koschwitzki auch als „Sprühwurst“ bezeichnet, thematisiert.</p>
<p>Nächster Halt auf dieser abgefahrenen Reise ist Afrika. Die Kulissen (zwei dreieckige, klappbare Module) verwandeln sich blitzschnell von einem Reisebüro in einen Dschungel, in dem sich zahlreiche Tiere tummeln. Neben Giraffe, Elefant, Löwe und Zebra, findet sich im Schmidtschen afrikanischen Dschungel auch ein Tiger. Das nennt man dann wohl künstlerische Freiheit, denn Tiger sucht man in Afrika sicherlich vergebens.</p>
<p>Sehr kreativ sind die Tiergesichter (also die Kopfbedeckungen der Darsteller): Da wird aus Blumentöpfen und Flaschen ein Giraffenkopf, ein Schlauch mit Brause symbolisiert den Elefanten, der wilde Löwenkopf besteht aus Putzschwämmen und die Mähne des Zebras aus Putzbürsten. Gesanglich wird hier eine Gratwanderung von der Persiflage auf das Disneymusical „Tarzan“ über „King of the Bongo“ (Nik Breidenbach als kleinwüchsiger Elvis-Verschnitt) bis zum einem etwas sehr disharmonischen „Waka Waka“ – gesungen von Mutter und Tochter (Staginnus und Trunte) geboten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2369 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_16_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Großartig ist Breidenbachs Wutausbruch als ‚Pauschaltourist aus Herne’, dem nach einem schreiend komischen Flug nach Ibiza bei Ankunft von seinem Gepäck nur der Griff bleibt. Die Zuschauer lachen Tränen, während er versucht, dem sprachlich nicht allzu versierten Flughafenpersonal zu erklären, dass augenscheinlich sein Gepäck fehlt.</p>
<p>Weiter geht es mit den „Tres Gigantos“, gespielt von Schäfermeier, Breidenbach und Fuhrmann, die in einem Kasperltheater tanzend Hits wie „Bamboleo“ zum Besten geben. Auch hier johlt das Publikum vor Begeisterung.</p>
<p>Zum Finale der ersten Halbzeit geht es nach Italien, worauf das Publikum mit der allen noch bestens bekannten „Allianz“-Werbung der 1980er Jahre eingestimmt wird. Es folgt Italopop in Reinkultur (Eros Ramazzotti, Albano &amp; Romina Power) dargeboten von Gondolieri in einmal mehr sehr kreativ umgesetzten Minigondeln. Das Highlight dieser Szene ist dann Breidenbach in einem roten Traumkleid, der das obligatorische „Sempre, Sempre“ schmettert und ein jubelndes Publikum in die Pause entlässt.</p>
<p>Im 2. Akt geht es genauso rasant und komisch weiter. Nach einem klischeebeladenen Abstecher nach Bayern und Österreich geht es für risikofreudige Touristen in den Adventurepark Abdullah oder auf die Insel „Santa Maria“, die im eingespielten Film ein wahres Müllparadies ist.</p>
<p>Wir begleiten Familie Koschwitzki an den Strand, wo Beach Boys in sehr ungewöhnlichen Badehosen „Surfin USA“ nicht nur singen, sondern auch sehr beeindruckend tanzen. Zur Melodie des „Ketchup Song“ klagt die Tochter ihrer Mutter ihr Leid, dass sie zu fett sei. Wohlgemuth hat hier scheinbar spielend sämtliche aktuelle Modesportarten im Songtext untergebracht.</p>
<p>Sehr wissend und nichtsdestoweniger lauthals lachend nimmt das Publikum die ‚Schwabbelarme’ von Mama zur Kenntnis, die diese kurzerhand als Handytasche anpreist, wenn man einen Reißverschluss einnähen würde. Mama lebt eben „volles Pfund, ohne Fasten“ – eine wirklich tolle Botschaft einer erfahrenen Frau!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2368 size-medium alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/12/Tschuessikowski_13_c_MorrisMacMatzen.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Endlich wird auch das im Laufe der Show mehrfach angespielte „Ice Ice Baby“ voll ausgespielt, der Sohn bekommt sein Eis und tanzt sich mit einigen Kumpels in bester Ballermann-Manier in einen Rausch.</p>
<p>Mutter Koschwitzki wird in der Folge von einem aufdringlichen kleinen Jungen belästigt, der sie erst eincremen möchte, was sie vehement ablehnt. Um des lieben Friedens willen pustet sie ihm seinen Schwimmring – einen Elefanten – auf, dem mit steigendem Umfang der Rüssel schwillt und der sich schließlich zu „I like to move it“ mit Wasserspritzern ins Publikum entlädt. Schlüpfrig? Ja. Albern? Durchaus. Aber genauso kennt und liebt das Publikum sein Schmidt Theater.</p>
<p>Das Stück endet mit einer sehr schönen Empfehlung von Willy Fröhlich: „Du bist urlaubsreif, mach Dich mal wieder locker!“ Beim finalen Party-Medley mit „Un Dos Tres“ und „Let’s get loud“ hält es dann wirklich niemanden mehr auf den Sitzen.</p>
<p>Dem eingespielten Kreativteam – neben Lingnau und Wohlgemuth waren noch Corny Littmann als Regisseur und Benjamin Zobrys an der Entstehung dieser Revue beteiligt – ist eine leichtfüßige, humorvolle Revue gelungen, die ganz in der Tradition der Schmidt Theater Stücke steht, die dieses Privattheater seit inzwischen 30 Jahren zu einem der erfolgreichsten Deutschlands machen</p>
<p>Der Humor ist bodenständig und die Rollen sind den Darstellern auf den Leib geschrieben. Auch die ein oder andere Improvisation ist mehr als gewünscht. Die Kulissen sind praktikabel, aber pfiffig und – dank der dosiert, aber gekonnt eingesetzten Projektionen – durchaus sehr modern.</p>
<p>Neben dem Gesang und dem Gespür für schräge Charaktere und Pointen dürfen die zehn Darsteller auch tänzerisch aus dem Vollen schöpfen. Vier Tänzer unterstützen die sechs Schauspieler und Sänger und geben dieser Revue einen durchaus ungewöhnlichen Rahmen. In dieser Konstellation kommen auch Zobrys schwungvolle Choreographien so richtig zur Geltung.</p>
<p>„Tschüssikowski“ ist eine gelungene Revue, die thematisch perfekt in den Sommer passt. Die Mischung aus groben Witzen, deftigen Klischees, Partyhits und schrullig-liebenswerten Charakteren trifft direkt ins Humorzentrum des Publikums.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 10. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Nik Breidenbach, Franziska Trunte, Götz Fuhrmann, Kathrin Finja Meier, Petra Staginnus, Christian Petru</span>, Veit Schäfermeier </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Corny Littmann / Martin Lingnau</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Morris Mac Matzen</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bei diesem Familienpiratical stimmt einfach alles!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/bei-diesem-familienpiratical-stimmt-einfach-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 11:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Der kleine Störtebeker]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiko Wohlgemuth]]></category>
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		<category><![CDATA[Mario Saccoccio]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Richter]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Leonhard]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Koller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau 613 Jahre nach der legendären Enthauptung des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg erzählt das Schmidt Theater allen Interessierten, wie aus dem Waisen Nikolaus der gefürchtete Piratenkapitän geworden ist. Bezüglich Störtebeker gilt auch heute noch: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinen Kaperfahrten  auf Nord- ...</p>
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<div class="style_2">Fast auf den Tag genau 613 Jahre nach der legendären Enthauptung des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker in Hamburg erzählt das Schmidt Theater allen Interessierten, wie aus dem Waisen Nikolaus der gefürchtete Piratenkapitän geworden ist.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">Bezüglich Störtebeker gilt auch heute noch: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinen Kaperfahrten  auf Nord- und Ostsee schießen immer wieder neue Gerüchte ins Kraut. Historiker finden neue Quellen, die andere Rückschlüsse erlauben, und so wird Störtebekers Geschichte regelmäßig „angepasst“ und neu geschrieben.</div>
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<p>Heiko Wohlgemuth hat die „Fakten“ so gut wie möglich recherchiert und daraus eine plausible Geschichte über die spannende Jugend des Piraten ersonnen. Dabei hat er historisch-hanseatische Besonderheiten mit eingearbeitet, sympathisch-raubeinige Charaktere erschaffen und vergaß auch nicht, dass mit einem Familienmusical ein gewisser Bildungsauftrag einhergeht.</p>
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<div class="text-content style_External_669_285">
<div class="style_2">Musikalisch zeichnet einmal mehr Martin Lingnau für großen Unterhaltungswert verantwortlich. Doch wer Altbewährtes erwartet, wird überrascht: „Der kleine Störtebeker“ klingt so ganz anders als man es von Lingnau gewöhnt ist. Anders bedeutet in diesem Fall: rundum gelungen und großartig! Die Kompositionen fügen sich zu einem musikalischen Gesamtbild und schon nach der Eröffnungsnummer wurden im Publikum Wünsche nach der CD zum Stück geäußert. Shantyklänge und an irische / gälische Volksmusik erinnernde Songs bringen viel Energie über die Rampe. Man spürt förmlich die salzige Seeluft. Musikalisch wurde das Seefahrer-Thema zu 100 % getroffen.</div>
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<div class="style_2">Wie schon bei den beiden vorangegangenen Kindermusicals („Räuber Hotzenplotz“ und „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="Es_war_einmal_2013.html" href="http://www.musicals-online.com/?p=1230">Es war einmal &#8211; 7 Märchen auf einen Streich</a></span>“) übernahm Carolin Spieß auch beim „Kleinen Störtebeker“ die Regie. Es gelingt ihr, die von Heiko Wohlgemuth kreierten Charaktere sehr charmant und glaubwürdig auf die Bühne zu bringen. Spieß weiß genau, wie sie vermeintlich gruselige Figuren wie den fiesen Pfeffersack oder die Piraten so gestaltet, dass sie die Kinder im Publikum nicht zu arg erschrecken und die Erwachsenen Spaß an deren Vielschichtigkeit haben.</div>
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<p>Ein wichtiger Faktor sind hierbei natürlich auch die Dialoge und Songtexte. Wohlgemuth schafft es scheinbar spielend, den Bogen zwischen kindgerechter Sprache und spitzfindigem Wortwitz für die älteren Zuschauer zu spannen. Begriffe, die heutzutage auch kaum ein Erwachsener mehr kennt (Oder wissen Sie, was ein „Büttel“ ist, was „Likedeeler“ sind oder was genau es bedeutet, „an den Pranger zu kommen“?), werden kurzerhand von einem der Darsteller erklärt.</p>
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<div class="style_2">Vielleicht liegt es daran, dass Carolin Spieß und Heiko Wohlgemuth ganz genau und bis ins kleinste Detail wissen, wie die Charaktere auf der Bühne funktionieren und klingen sollen, dass man mehrfach &#8211; vor allem bei der altklugen Ratte &#8211; das Gefühl hat, einer von beiden spricht die Figur aus dem Off. Bei „Es ist im Bereich des Möglichen!“ &#8211; dem meist genutzten Zitat der Ratte &#8211; ist dies ganz besonders der Fall. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie Heiko Wohlgemuth diesen Charakter bei den Proben aktiv mit gestaltet hat. Diese enge Verbundenheit aller Beteiligten macht jedes neue Musical im Schmidt Theater besonders.</div>
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<div class="style_2">Mit sparsamen, aber unglaublich effektiven Kulissen (Heiko de Boer) wird der Lebensweg des namenlosen Waisenkinds nachgezeichnet: Beide Eltern sterben kurz nach seiner Geburt, der windige Gaukler Hieronymus kauft den Jungen, nennt ihn Nikolaus, da er ihn am 6. Dezember zu sich nimmt, und zieht ihn in seinem Kuriositätenkabinett groß. Um dies sichtbar zu machen, reichen ein Vorhang aus Lumpen sowie schräge Kostüme.<br />
Irgendwann durchschaut Nikolaus die Spielchen von Hieronymus und flieht. Da er nicht weiß, wo er hingehört, es ihn aber schon immer ans Meer gezogen hat, landet er &#8211; nachdem er mit der sprechenden Ratte Justinius Schiffbruch erlitten hat &#8211; bei den Piraten rund um Kapitän Gödeke Michels (den es übrigens wirklich gab).</p>
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<div class="style_2">Die Flucht aufs Meer und die Rettungsaktion werden mit einem blauen Tuch sehr gut angedeutet. Auch das Piratenschiff, bestehend aus einem Mast mit Ausguck und einer durch zwei Leitern angedeuteten Takelage, funktioniert einwandfrei. Selbst der Seegang, den Nikolaus &#8211; inzwischen von den Piraten als „kleiner Klaus“ bezeichnet &#8211; ganz vorn an der Bugspitze erlebt, lässt sich mit einfachster Physik („Hebelwirkung“) sehr effektvoll darstellen.<br />
Klaus fühlt sich bei den gar nicht so bösen Piraten sehr wohl, erfährt von ihnen, dass sie nur die Schiffe der Reichen überfallen, um ihre Beute dann den Armen zu geben („So wie Robin Hood?“ „Ja, aber der ist noch gar nicht erfunden!“) und dass es einen legendären Schatz beim Hamburger Pfeffersack gibt, hinter dem alle her sind. Aber da Kinder und Frauen an Bord Unglück bringen, wird er in Hamburg an Land gebracht. Dort lernt er die Gepflogenheiten auf dem Hamburger Fischmarkt kennen, erfährt, was es mit dem gemeinen Pfeffersack auf sich hat, und trifft &#8211; oh Schreck &#8211; ein Mädchen. Das Mädchen Theodora, genannt Theo, nimmt ihn bei sich unter der Brücke auf und erzählt ihm, dass ihr Vater Schreiber beim Pfeffersack war, aber irgendwann verschwunden ist, und ihre Mutter dort immer noch für einen Hungerlohn arbeiten muss.</div>
<div class="style_2">
<p>Sie steht ihm bei seinem größten Coup &#8211; dem Einbruch in Pfeffersacks Villa &#8211; bei. Wie sich die beiden durch die dunkle Villa bewegen, vorbei an mehr oder weniger schönen Gemälden von Pfeffersack, Türen öffnen, treppauf und treppab nach dem Schatz suchen, bis sie ihn schließlich im Keller finden, ist inszenatorisch genial gelöst: mit Gummibändern werden Bilderrahmen mit wechselnden Motiven geschaffen; die Wände und Türen werden von anderen Darstellern gebildet und bewegen sich mit den Einbrechern mit.Beinahe werden Klaus und Theo erwischt, aber ihnen gelingt einmal mehr die Flucht. Sie schmuggeln sich als blinde Passagiere auf das Schiff von Kapitän Michels und seiner Piratenbande. Nachdem die Piraten hören, dass die beiden Kinder den Schatz vom Pfeffersack gestohlen haben und vor allem auch, was genau dieser Schatz ist, sind sie ganz euphorisch. Doch Pfeffersack ist ihnen mit seiner „Schnellen Libelle“ auf den Fersen und bringt ihr Schiff zum Kentern. Nach einigen Diskussionen, bei denen vom Kapitän mehrfach der von den Kinder im Publikum bejubelte „Schweigefuchs“ angerufen werden musste, hissen die Piraten gerade noch rechtzeitig die Hamburger Flagge (nicht zu verwechseln mit der Flagge, die einen heutzutage handelsüblichen Hamburger zeigt), verkleiden sich als Damen und zwingen den unwissenden  Pfeffersack so, sie zu retten.  „Die Damen in Seenot“ ist die lustigste Szene des Stücks. Nicht nur, dass die Piraten, mit Kokosnussschalen und Schleiern nur dürftig verkleidet, die hässlichsten Damen sind, die das Mittelalter je gesehen hat. Ihre Tanzeinlagen, die schmissige Melodie und die komischen Texte sorgen für perfekte Unterhaltung. Das Publikum krümmt sich schon in den ersten Sekunden der Szene vor Lachen und der Szenenapplaus mag nicht enden.</p>
<div id="id9" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_234">
<div class="style_2">Kaum in Sicherheit auf der „Schnellen Libelle“ geben sich die Piraten zu erkennen, entern das Schiff, sperren Pfeffersack ein und machen sich auf den Weg nach Hamburg, um ihn seiner gerechten Strafe zu überführen.</div>
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<div class="style_2">Zwischendurch stellt sich noch heraus, dass Kapitän Michels der verschollen geglaubte Vater von Theo ist. Der Kapitän möchte die verpasste Zeit mit seiner Tochter nachholen und übergibt Klaus das Steuer. Als Initiationsritus muss dieser erneut einen riesigen Humpen Bier „op ex“ leeren, was ihm diesmal gelingt: Er stürzt den Becher, was im Niederdeutschen „Störtebeker“ bedeutet. So bekommt Klaus den Nachnamen, unter dem er später europaweit bekannt werden sollte.</div>
<div class="style_2">
<p>Die Geschichte ist rund und hat &#8211; wie es sich für ein Familienmusical gehört &#8211; ein Happy End.</p>
<div id="id10" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_255_301">
<div class="style_2">Apropos Niederdeutsch, auch Plattdeutsch genannt: Da diese Mundart im Mittelalter weiter verbreitet war, bekommen alle Zuschauer eine Lehrstunde dieses heutzutage fast ausgestorbenen Dialekts. Das Ensemble bringt dem Publikum mithilfe von Schildern den Songtext von „Wi snack Platt“ bei, was zumindest bei der Premiere ganz beachtlich gelang.</div>
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<div class="style_2">Nicht zu vergessen, da auch weder zu übersehen noch zu überhören, ist Klaus bester Freund Justinius, genannt Justin. Die vorlaute und allwissende Ratte (gebaut von Pfeffersack-Darsteller Götz Fuhrmann) erinnert vage an „Ratatouille“, macht aber um einiges mehr Spaß. Freche Sprüche und Binsenweisheiten verleihen diesem liebevollen Charakter ein Alleinstellungsmerkmal. Zudem erfreut sich die Puppe größter Beliebtheit und wird im Laufe des Stücks von drei Darstellern gespielt. Keine Frage, dass eine Ratte im Pest-verseuchten Mittelalter nicht einfach so als Begleiter eines Piratenkapitäns auftauchen kann. Ob nun im rosa Prinzessinnenkleid oder als Papagei &#8211; Justinius macht in allem eine gute Figur! Damit haben garantiert auch die Kleinsten ihren Spaß.</div>
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<div class="style_2">Die sieben Darsteller, die in zahlreichen Rollen als Piraten, Händler, Gaukler oder eben Damen in Seenot zu erleben sind, sprühen vor Energie. Ob nun Götz Fuhrmann als fieser Pfeffersack, Markus Richter als Kapitän Michels oder Stefan Leonhard als Pirat Onno: Man sieht jedem die Spielfreude an. Mario Saccoccio ist neben seiner Rolle als Smutje noch als Justinius‘ Stimme zu erleben. Dass man diesen kleinen Trick nicht immer sofort erkennt, ist ebenfalls der guten Regiearbeit zu verdanken. Tim Koller spielt sich als Gaukler Hieronymus und Steuermann wieder einmal nachhaltig ins Gedächtnis: Seine Mimik ist treffsicher, mit seiner vielseitigen Stimme kennzeichnet er jeden seiner Charaktere unverwechselbar. Er gehört zu den wandelbarsten Darstellern, die in den letzten Jahren  zur Schmidt-Familie hinzugestoßen sind. Theo wird von Schmidt-Neuzugang Kristina Willmaser gespielt. Sie fügt sich perfekt in das Ensemble ein und steht ihren Kollegen in Sachen Spaß und Energie in nichts nach. Benjamin Zobrys steht nicht nur in der Hauptrolle auf der Bühne, sondern hat auch für dieses Stück die schwungvollen, durchaus anspruchsvollen Choreographien aufs Parkett gebracht. Dass nicht jeder der Darsteller ein geborener Tänzer ist, überspielen sie geschickt. Die „schwersten“ Sequenzen übernimmt Zobrys dann auch lieber selbst. Mit jugendlichem Charme gewinnt er das Publikum im Handumdrehen für sich. Dass Klaus den Schalk im Nacken hat und auf seiner Reise viel Blödsinn ausheckt, bringt er glaubwürdig über die Rampe.</div>
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<div class="style_2">Ein Wort noch zum Lichtdesign: Wenn mit so wenig Bühnenaufbauten und Kulissen gearbeitet wird, muss das Licht perfekt darauf abgestimmt sein, zumal hier mehrfach auf zwei Spielebenen agiert wird (beispielsweise bei den Begriffserklärungen oder auch den Verfolgungsjagden). Angelo Spiegel und Frank Liebing haben hier ganze Arbeit geleistet. Unterstützt von einem farbenfrohen Vorhang hinter der Szenerie, gelingt es ihnen immer die richtige Fläche der Bühne auszuleuchten, was beispielsweise beim Einbruch in Pfeffersacks Villa keine ganz einfache Aufgabe ist.</div>
<div class="style_2"></div>
<div class="style_2">„Der kleine Störtebeker“ ist perfekte Familienunterhaltung. Von der ersten bis zur letzten Minute fühlen sich Eltern und Kinder gleichermaßen unterhalten. Es gibt viel zu lachen, zu beklatschen und sogar eine ,La Ola‘ durchzieht mehrfach das Schmidt Theater. Es zeigt sich einmal mehr, dass es keine millionenteuren Kulissen und Bühnentechnik braucht, um sein Publikum zwei Stunden vortrefflich zu unterhalten und alle glücklich lachend oder summend aus dem Theater gehen zu sehen.</div>
<div class="style_2">
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">1</span>. November 2014</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benjamin Zobrys, Tim Koller, Götz Fuhrmann, Markus Richter, Stefan Leonhard, Mario Saccoccio, Kristina Willmaser</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Buch / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Carolin Spieß / Heiko Wohlgemuth / Martin Lingnau<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></p>
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		<title>10 Jahre volles Haus und kein Ende in Sicht</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/10-jahre-volles-haus-und-kein-ende-in-sicht/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 14:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Zobrys]]></category>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Die „Heiße Ecke“ ist eine Musical-Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Seit Sommer 2003 verließen über 1,5 Mio. Besucher gut gelaunt das kuschelige Schmidt‘s Tivoli nach einer der mehr als 2.700 Vorstellungen.</p>
<p class="Body">In „Heiße Ecke“ werden die Zuschauer für 24 Stunden in das bunte, schräge, gefährliche und durchaus bemitleidenswerte Leben und Treiben auf dem Hamburger Kiez entführt. 50 verschiedene, teils wunderbar exzentrische Charaktere machen deutlich, dass sich St. Pauli in keine noch so klischeehafte Schublade stecken lässt.</p>
<p class="Body">Dass die neun Darstellerinnen und Darsteller teilweise schon seit der Premiere dabei sind, spricht für die hohe Qualität des Stücks, den guten Zusammenhalt im Team und die Abwechslung, die diese Show bietet.</p>
<p class="Body">Denn es ist bei weitem nicht so, dass seit 10 Jahren jeden Abend dasselbe Musical aufgeführt wird.</p>
<p class="Body">Vielmehr wird auf aktuelle Geschehnisse eingegangen (bspw. die wechselnden Produktionen im Operettenhaus nebenan, aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen u. v. a. m.), die Charaktere entwickeln sich weiter und selbst wenn man „Heiße Ecke“ schon mehrfach gesehen hat, entdeckt man doch immer wieder etwas neues, anderes, das sich das eingespielte Kreativteam Thomas Matschoß (Buch), Heiko Wohlgemuth (Songtexte), Martin Lingnau (Musik) ausgedacht hat.</p>
<p class="Body">Zentraler Treffpunkt aller Figuren ist die „Heiße Ecke“, an der es garantiert die schärfste Currywurst Hamburgs gibt. Dort treffen bayerische, herrlich großkopferte Touristen auf zwielichtige Kleinkriminelle, spießige Vorort-Eltern müssen feststellen, dass ihr Kronsohn ein Leben auf dem ach so schmutzigen Kiez der Vollpension im Hotel Mama vorzieht. Die obligatorischen Junggesellinnen-Abschiede fehlen genauso wenig wie liebevolle Sticheleien in Richtung Pinneberg. Eine große Präsenz erhalten die Musicaldarsteller, die sich am Imbiss auf eine bevorstehende Audition vorbereiten und dabei einen völlig überzeichneten Rundumschlag durch Andrew Lloyd Webbers 80er Jahre Musicals „Phantom der Oper“, „Cats“, „Starlight Express“ zum Besten geben.</p>
<p class="Body">Was natürlich in einer Show über das weltbekannte Hamburger Rotlichtviertel nicht fehlen darf, sind Koberer, Dealer und Bordsteinschwalben. Die Mädels klagen am Imbiss ihr Leid und versuchen im nächsten Moment, einen willigen Touristen abzuschleppen.</p>
<p class="Body">Und bei allem kommt der Spaß nicht zu kurz. Die Zuschauer werden auf verschiedenste emotionale Reisen mitgenommen. Mal geht man ein Stück mit einem frischverliebten Paar, dann zeigt sich wieder das hässliche Gesicht der Reeperbahn in Form eines Schuldeneintreibers &#8211; und schließlich kommen noch die Müllkehrer, die es auch nicht leicht haben. Wer bei diesem Musical nicht auf seine Kosten kommt, ist selbst Schuld!</p>
<p class="Body">Die Jubiläumsshow wurde besonders für die Darstellerinnen und Darsteller zu einem unvergesslichen Erlebnis: Jeder Gast fand an seinem Platz ein kleines Mitmachpaket vor, natürlich inklusive genauem Zeitplan, wann Krone, Rose, Likörchen, Trillerpfeifen, Blink-Herz und Knicklicht zum Einsatz kommen sollten. Mehr als einmal hat man die Rührung, Überraschung und Freude in den Gesichtern den Bühnenkünstler gesehen!</p>
<p class="Body">Ich wüsste keinen Grund, warum wir nicht alle gemeinsam 2023 wieder zusammenkommen sollten, um dann Hamburgs am längsten gespieltes Musical erneut zu feiern!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt‘s Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>17. September 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Kathi Damerow, Yvonne Disqué, Götz Fuhrmann, Bernhard Hofmann, Franzisk Kuropka, Markus Richter, Stefanie Schwendy, Carolin Spieß, Benjamin Zobrys</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Texte:</span></strong> <span class="Bold">Martin Lingnau / Heiko Wohlgemuth<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/10-jahre-volles-haus-und-kein-ende-in-sicht/">10 Jahre volles Haus und kein Ende in Sicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Pleiten, Pech und Papa &#8211; der neue Reeperbahn-Hit!</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/pleiten-pech-und-papa-der-neue-reeperbahn-hit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2013 14:32:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[Carolin Spieß]]></category>
		<category><![CDATA[Corny Littmann]]></category>
		<category><![CDATA[Die Königs vom Kiez]]></category>
		<category><![CDATA[Götz Fuhrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Huk]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Lingnau]]></category>
		<category><![CDATA[Nadine Schreier]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Rüh]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Stara]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Koller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vater König, Kiezbekannte Schnapsnase und auf ganz St. Pauli nur Käpt&#8217;n genannt, wirft jeden Cent, den seine Sprösslinge heranschaffen, mit Schwung wieder zum Fenster raus. Soweit die Kurzbeschreibung des neuesten Musicals des auch über die Hamburger Grenzen hinaus bekannten und bewährten Kreativteams Martin Lingnau (Musik, Idee, Buch), Heiko Wohlgemuth (Songtexte, Buch), Mirko Bott (Buch) und ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_268">
<div class="style_2">
<p class="Body">Vater König, Kiezbekannte Schnapsnase und auf ganz St. Pauli nur Käpt&#8217;n genannt, wirft jeden Cent, den seine Sprösslinge heranschaffen, mit Schwung wieder zum Fenster raus. Soweit die Kurzbeschreibung des neuesten Musicals des auch über die Hamburger Grenzen hinaus bekannten und bewährten Kreativteams Martin Lingnau (Musik, Idee, Buch), Heiko Wohlgemuth (Songtexte, Buch), Mirko Bott (Buch) und Corny Littmann (Regie).</p>
<p class="Body">„Die Königs vom Kiez“ ist jedoch wesentlich vielschichtiger als man es vom Hamburger Schmidt Theater gewohnt ist. Auch eine gehörige Portion Sozialkritik ist in dieser Musicalkomödie verpackt. Es kann für dieses Stück keinen passenderen Spielort geben – sowohl für die Rahmenhandlung als auch für die Bühnenshow – als das Schmidt Theater, das am 8. August seinen 25. Geburtstag auf dem Spielbudenplatz feierte und damit eine feste Größe der Hamburger Unterhaltungsbranche darstellt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_318">
<div class="style_2">
<p class="Body">Es geht um Familie König, bestehend aus der pflegebedürftigen Oma, dem alkoholkranken Papa, der Teeniemutter Pamela mit Sohn Brutus, den Zwillingen Benny und Björn, die als aufstrebender Musicaldarsteller und Kleinkrimineller ihr Bestes geben sowie Marie, die als älteste Tochter nicht nur die Familie zusammenhält, sondern auch dafür sorgt, dass die Wohnung nicht endgültig zum Schweinestall verkommt. Nachbarin Berta, die mehr als nur ein Auge auf den Käpt&#8217;n geworfen hat, gehört ebenfalls schon fast zur Familie. Sozialarbeiter Alex hat sich trotz aller widrigen Umstände in die patente Marie verliebt und gibt sich redlich Mühe, sie zu erobern.</p>
<p class="Body">Das Geld ist bei Familie König eh schon mehr als knapp und als dann plötzlich eine Räumungsandrohungl ins Haus flattert, ist Kreativität gefragt. 7.500 Euro in einer Woche – wie soll das bloß gehen? Während Pamela kurzerhand ihre Liebhaber um Alimente für Brutus erpresst, Benny seine Marihuana-Pflanzen zu Geld macht und Björn sich zur großen Erschütterung aller als HSV-Maskottchen verdingt, der Käpt&#8217;n auch noch das Pfandgeld in seiner Kneipe versäuft, sucht Marie nach Wegen, um weitere Kosten zu sparen.</p>
<p class="Body">Kurz scheint ihnen das Glück hold als Oma bei der Glücksspirale eine lebenslange Sofortrente von 7.500 Euro gewinnt. Dumm nur, dass sie in derselben Nacht noch stirbt. Nun ist guter Rat teuer – woher bekommt man eine neue Oma, die die Notarin überzeugt und wohin mit der toten Oma? Keine Sorge – zumindest für das letzte Problem hat Papa König eine Idee: Oma wird einfach auf dem Recyclinghof entsorgt! Und auch das mit der neuen Oma lösen die Königs auf ihre eigene, ungewöhnlich-charmante Weise. Am Schluss gibt es großes Happy End in vielerlei Hinsicht und die Erkenntnis: „Alles ist hier Karma!“</p>
<div id="id6" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_392_342">
<div class="style_2">
<p class="Body">Natürlich läuft in dieser Show nichts so wie geplant – sonst wären wir nicht im Schmidt&#8217;s, sondern im Schauspielhaus oder Thalia Theater. Aus dem „Souterrain des Lebens“ hat der Zuschauer einen ganz anderen, sehr direkten Blickwinkel auf die schmutzige Seite des Hamburger Kiez. Der ausgeprägte Hamburger Akzent, inklusive typisch hamburgischer Ausdrücke und zum Teil sehr rauem Umgangston, zeigt überdeutlich, wo wir uns befinden. Authentischer geht es nicht! Selbstverständlich ist man als Bewohner des Stadtteils St. Pauli, zum dem Reeperbahn und Kiez gehören, auch Fan des Zweitligisten 1. FC St. Pauli. Kein Wunder also, dass nicht nur Käpt&#8217;n König fast in Ohnmacht fällt, als einer seiner Söhne im Dino-Kostüm des HSV-Maskottchens Hermann nach Hause kommt. Das grenzt ja beinahe an Hochverrat!</p>
<p class="Body">Ja, es wird mit Klischees gespielt. Noch ein Beispiel? „Deinen Grünkohl kannst Du höchstens in Pinneberg als Gras verkaufen!“ Echte Hamburger lachen darüber ganz sicher&#8230;</p>
<p class="Body">Die Protagonisten nehmen kein Blatt vor den Mund. Sowohl Songtexte als auch Dialoge sind wunderbar bissig und treffen den Nagel mehr als einmal auf den Kopf: „Du steckst doch immer in der Scheiße: Nur die Tiefe ändert sich!“, „Ich bin der einzige Mensch, der aufwacht, um einen Albtraum zu haben.“, „Habt Ihr mal versucht, Euch nach eineinhalb Liter Blut spenden, einen von der Palme zu wedeln?“ Zartbesaitete Gemüter trauen sich vielleicht nicht, diesen derben Humor anzunehmen, doch in „Die Königs vom Kiez“ ist er so charmant verpackt, dass man gar nicht anders kann als zu lachen.</p>
<p class="Body">Die Charaktere sind Unikate und als solche sehr stark, einmalig und trotz aller Fehler liebenswert. Götz Fuhrmann erinnert als Papa König, also als Käpt&#8217;n, an eine Mischung aus Michael Keaton und Udo Lindenberg. Dass er tatsächlich NICHT betrunken ist, glaubt man ihm kaum. Der leicht federnde Gang, die lallende Sprache, die rudernden Arme – ja, solche Leute trifft man oft (aber nicht nur) auf dem Kiez. Carolin Spieß als latent notgeile Nachbarin Berta klingt wie Heidi Kabel, benimmt sich aber so gar nicht wie eine Dame. Wenn sie zu ihrem ganz besonderen „La Paloma Ohe“ ansetzt, mit dem sie den Käpt&#8217;n von ihren Reizen überzeugen will („Auf alten Schiffen lernt man segeln“), bleibt kein Auge trocken. Auch ihre hamburgische Eloquenz (Spargel, Mohn, Austern etc sind „Aphrodiaphragma“) ist herzerweichend. Auch die gestrenge Notarin Winkelmüller bringt sie gekonnt über die Rampe.</p>
<p class="Body">Lisa Huk ist als Teeniemutter mit ihrem Baby komplett überfordert, markiert aber immer die Starke. Sie weiß genau wie sie Männer um den kleinen Finger wickelt. Stefan Stara spielt die Zwillinge Benny und Björn und springt zwischen der kreativen und angepassten Kiezwelt hin und her: Mal ist er der besonnene zielstrebige Björn, der sich für seine Familie aufopfert, dann wieder der immer gut gelaunte Benny, der den ewig grummeligen Dealer davon überzeugen versucht, dass Drogen verkaufen Spaß macht und man lächelnd noch mehr Erfolg hat. Beim Song „St. Pauli“ kann er auch tänzerisch aus dem Vollen schöpfen. Seine Energie ist absolut mitreißend.</p>
<p class="Body">Stefan Rüh spielt den vermeintlichen Sozialarbeiter Alex, der sich später als Polizist outen muss, genauso charmant und überzeugend wie den gescheiterten Geisteswissenschaftler, der in der Stammkneipe vom Käpt&#8217;n das Bier zapft und seine Gäste pseudophilosophisch erfreut. Gleich fünf Rollen übernimmt Tim Koller – dabei zeigt er als verliebter Inder Ranjid, schwuler Priester, gefährlicher Dealer, pflichtbesessener Bofrosthorst und schillernde Lottofee eine große Bandbreite an schauspielerischem und komödiantischem Talent. Ihm kommt mit „Alles ist hier Karma!“ auch Moral von der Geschichte zu.</p>
<p class="Body">Bleibt noch Nadine Schreier, die als Marie zwischen dem Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Familie und ihren eigenen Gefühlen und Träumen hin- und hergerissen ist. Man kann ihren Konflikt gut nachvollziehen und möchte ihr unbedingt helfen.</p>
<p class="Body">Die durchaus vielschichtigen Charaktere machen „Die Königs vom Kiez“ zu einer außergewöhnlichen Eigenproduktion. Selten hat man im Schmidt Theater ein so rundes, stimmiges Musical gesehen: Heiko Wohlgemuths knackige, treffsichere Texte, Martin Lingnaus schwungvolle, vertraute Melodien, die sehr gute Personenregie Corny Littmanns und durch die Bank exzellente Schauspieler und Sänger machen dieses Stück zu einem Hamburger Original. Getoppt wird das Ganze durch die anspruchsvollen, abwechslungsreichen Choreographien von Benjamin Zobrys, die insbesondere im Albtraum des Käpt&#8217;ns, in dem er und seine Familie vor Dieter Bohlen auftreten und sich nieder machen lassen müssen, und im Finale zur Geltung kommen.</p>
<p class="Body">Sie möchten einen Blick hinter die schillernden Fassaden der Theater, Striptease-Bars und Musik-Clubs auf dem Hamburger Kiez werfen? Schauen Sie sich „Die Königs vom Kiez“ an und sie bekommen einen guten Eindruck, wie einige Menschen dort teilweise leben (müssen).</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt Theater, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. September 2013</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Götz Fuhrmann, Lisa Huk, Tim Koller, Stefan Rüh, Nadine Schreier, Carolin Spieß, Stefan Stara</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Martin Lingnau / Corny Littmann<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
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		<title>20 Jahre Abwechslung, Musik und jede Menge Spaß</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/20-jahre-abwechslung-musik-und-jede-menge-spass/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 09:01:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bernhard Hofmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmidt‘s Tivoli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man in Hamburg nach guter Unterhaltung sucht, steht das Schmidt‘s Tivoli seit nunmehr 1991 ganz oben auf der Liste. Dreizehn musikalische Produktionen, die alle für dieses Haus geschrieben und komponiert wurden und nach ihrer Premiere vielfach in anderen deutschen Stadttheatern erfolgreich waren, boten allesamt beste Unterhaltung. Nach 20 Jahren wurde die Fassade des Reeperbahn-Theaters ...</p>
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<p class="Body">Wenn man in Hamburg nach guter Unterhaltung sucht, steht das Schmidt‘s Tivoli seit nunmehr 1991 ganz oben auf der Liste. Dreizehn musikalische Produktionen, die alle für dieses Haus geschrieben und komponiert wurden und nach ihrer Premiere vielfach in anderen deutschen Stadttheatern erfolgreich waren, boten allesamt beste Unterhaltung.</p>
<p class="Body">Nach 20 Jahren wurde die Fassade des Reeperbahn-Theaters zwar rund erneuert und durch eine zeitgemäße Illumination ergänzt, doch innen bleibt alles beim alten: Ein eingespieltes Kreativteam sucht nach neuen Stoffen, setzt diese auf die typische Tivoli-Weise um und bleibt sich treu.</p>
<p class="Body">Für die Geburtstagsgala wurde ein kompletter künstlerischer Rundumschlag zusammengestellt.</p>
<p class="Body">Wie schon vor 20 Jahren eröffnete eine ganz besondere „Carmen“-Inszenierung den Abend. Das Ensemble Endedans unter der Leitung von Tania Vergara Pérez gab eine zeitgenössische Ballett-Interpretation des Klassikers zum Besten. Das Besondere daran? Carmen ist ein Mann und tanzt zwischen zwei Männern. Der 50-minütigen schwulen Version fehlt es an nichts: Leidenschaft und Feuer, ein Feuerwerk für Augen und Ohren.</p>
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<p class="Body">Im 2. Akt wurden 24 Songs aus acht hauseigenen Erfolgsmusicals präsentiert. Das zwölfköpfige Ensemble stellt einmal mehr seine Vielseitigkeit und Spielfreude unter Beweis. Auch Hausherr Corny Littmann lässt es sich nicht nehmen und macht sich als Alien im Eiswagen und Indianerhäuptling gern zum Horst.</p>
<p class="Body">Der „Sommernachtstraum“ und „Cabaret“ fehlen genauso wenig wie die Motto-Shows „Fifty Fifty“ und „Sixty Sixty“. Die Erfolgsproduktionen „Swinging St. Pauli“ und „Heiße Ecke“ runden das heitere Bild ab. Die Galabesucher kennen viele Stücke und stimmen &#8211; wenn auch meist erst nach Aufforderung &#8211; gern mit ein. Genau diese Leichtigkeit und die Fähigkeit, die Zuschauer spielend in gute Laune zu versetzen, ist es, was das Schmidt‘s Tivoli seit 20 Jahren ausmachen. Daran wird sich garantiert auch in den nächsten Jahren nichts ändern.</p>
<p class="Body">Und so strömen die über 600 Galabesuche nach der Show auf den Vorplatz, um die neue Fassade in allem ihrem Glanz zu erleben und gebührend zu feiern. Ein gelungener Abend geht zu Ende. Aber sicherlich nicht der letzte im Schmidt‘s Tivoli.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Schmidt‘s Tivoli, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>1. September 2011</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Kathi Damerow, Yvonne Disqué, Glenn Flavin, Götz Fuhrmann, Bernhard Hofmann, Benjamin Zobrys</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Corny Littmann / Martin Lingnau<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Oliver Fantitsch<br />
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