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	<title>Frank Nimsgern-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Frank Nimsgern-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Scrooge &#8211; Eine Weihnachtsgeschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 16:04:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandra Kurzeja]]></category>
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		<category><![CDATA[Valerija Laubach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Charles Dickens‘ Klassiker wurde schon mehrfach für Fernsehen und Bühne adaptiert. 2014 wurde eine kindgerechte Fassung in Cuxhaven zur Aufführung gebracht. Christian Berg hat in bewährter Manier einen weltbekannten Stoff kindgerecht aufgearbeitet und sehr nahbare Figuren geschaffen, mit denen sich die Kinder im Publikum sehr gut anfreunden können. Die Musik zu „Scrooge“ stammt von Michael ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Dickens‘ Klassiker wurde schon mehrfach für Fernsehen und Bühne adaptiert. 2014 wurde eine kindgerechte Fassung in Cuxhaven zur Aufführung gebracht.</p>
<p>Christian Berg hat in bewährter Manier einen weltbekannten Stoff kindgerecht aufgearbeitet und sehr nahbare Figuren geschaffen, mit denen sich die Kinder im Publikum sehr gut anfreunden können.</p>
<p>Die Musik zu „Scrooge“ stammt von Michael Schanze, der den meisten als Moderator aus dem Fernsehen bekannt sein dürfte. Doch auch als Komponist hat er mehr als nur Achtungserfolge erzielt.</p>
<p>Lediglich fünf Darsteller schlüpfen in 19 verschiedene Rollen. Verstärkt wird dieses kleine Ensemble vom Münchner Knabenchor und dem Kindergarten Zauberflöte München, die einigen Stücken greifbare Lebhaftigkeit verleiehn.</p>
<p>Die 18 Tracks auf der CD zum Stück klingen fast wie ein Hörspiel, da man dankenswerter Weise auch neun Szenen mit aufgenommen hat. Dadurch kann man der Handlung sehr gut folgen und versteht besser, wer die handelnden Charaktere sind.</p>
<p>Die Aufnahme ist sehr gelungen, woran sicherlich auch Frank Nimsgerns Nachbearbeitung der Sprechszenen ihren Anteil hat. Christian Berg ist ein herrlich griesgrämiger Scrooge, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Petter Bjällö gelingt auch beim bloßen Anhören die Gratwanderung zwischen unterwürfigem und selbstbewussten Cratchit. Er singt mit „Stern“ einen der schönsten und eingängigsten Songs des Stücks, in den er viel Gefühl legt.</p>
<p>Alexandra Kurzeja. Steve Alex und Valerija Laubach sind die drei Geister, die Scrooge in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft führen. Alle drei sind Unikate und sorgen auch beim Hören der CD für Lacher.</p>
<p>Die vier letztgenannten sind ebenfalls Künstler im Verstellen ihrer Stimmen, denn so ohne weiteres hört man nicht, wer wen singt. Gerade diese Unterschiedlichkeit macht den Reiz aus. Man befindet sich die ganze Zeit auf einer kleinen Entdeckungsreise und hat nicht das Gefühl, immer dieselben Personen singen zu hören.</p>
<p>„Weihnachten für alle“ und „Humbug“ sind die beiden Stücke, in denen das Ensemble lautstark von zwei Kinderchören unterstützt wird. Die Begeisterung der Kinder ist spürbar und so sind diese beiden Songs besonders schwungvoll.</p>
<p>Auch wenn man „Scrooge“ nicht live auf der Bühne gesehen hat, kann man diese CD empfehlen. Die Komplettaufnahme ermöglicht es jedem, dem Geschehen zu folgen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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		<title>Frank Farian: &#8222;Daddy Cool&#8220; bestimmt seit zwei Jahren mein Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2007 12:39:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Daddy Cool]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Farian]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. April feierte „Daddy Cool“ seine Deutschlandpremiere in Berlin (den ausführlichen Premierenbericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe). blickpunkt musical sprach mitten während der hektischen Probenphase mit dem geistigen Vater, Frank Farian, über den Entwicklungsprozess dieser neuen Compilation-Show. Michaela Flint: Wie kam es dazu, aus Ihren bekanntesten Hits ein Musical zu machen? Frank Farian: ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_373">
<div class="style_2">
<p class="Body">Am 26. April feierte „Daddy Cool“ seine Deutschlandpremiere in Berlin (den ausführlichen Premierenbericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe). blickpunkt musical sprach mitten während der hektischen Probenphase mit dem geistigen Vater, Frank Farian, über den Entwicklungsprozess dieser neuen Compilation-Show.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie kam es dazu, aus Ihren bekanntesten Hits ein Musical zu machen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Farian:</strong> </span>Vor drei Jahren kam mein Verleger mit der Idee auf mich zu, mein Lebenswerk, immerhin 40 Jahre Musikgeschichte, in einer Story zu verarbeiten und auf die Musicalbühne zu bringen. Ich fand die Idee sehr gut und so haben wir angefangen, sie auszubauen und in die Tat umzusetzen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Die Show sollte nach London ursprünglich in Düsseldorf gezeigt werden. Was hat den Ausschlag gegeben, „Daddy Cool“ nun doch in Berlin zu zeigen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Frank Farian: </span></strong>Schon 2004 hatten wir der Stage Entertainment das Musical angeboten, doch es wurde mit der Begründung abgelehnt, dass man zunächst keine Zeit haben würde, sich mit dieser Show zu befassen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Also haben wir „Daddy Cool“ bewusst in London aufgeführt. Dass die Deutschlandpremiere als komplett englische Fassung mit der englischen Besetzung jetzt im April 2007 in Berlin stattfindet und nicht wie ursprünglich geplant schon früher, liegt daran, dass mich die Kreativen in meinem Team gebremst haben. Ich wollte viel zu schnell die deutsche Fassung auf die Bühne bringen. Dafür müssen sehr viele Faktoren berücksichtigt werden, die ich nicht alle kannte.<br />
Geplant sind in den nächsten Monaten drei Tour-Produktionen in Europa. Ende 2007, spätestens im Frühjahr 2008 wollen wir mit einer deutschsprachigen Produktion, d. h. deutsche Dialoge, englische Songtexte, längerfristig in ein Haus im Ruhrgebiet einziehen. Und auch Moskau, Paris, den Broadway und Las Vegas haben wir für 2008 schon im Visier.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_675_886">
<div class="style_2">
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Es gibt zahlreiche andere Compilation-Shows, die aufgrund ihrer flachen Handlung nur mäßig bis gar nicht erfolgreich sind. Nur „We Will Rock You“ und „Mamma Mia!“ scheinen sich dauerhaft behaupten zu können. Spielte dies bei der Ausarbeitung der Geschichte eine Rolle?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Farian:</strong> </span>Im Gegensatz zu „Mamma Mia!“ ist die „Daddy Cool“-Musik ´schwarz’. Es war klar, dass wir uns an den ‚black musicals’ der Vergangenheit orientieren wollten. „Porgy and Bess“ oder die „West Side Story“ fallen einem dabei sofort ein.<br />
Vor allem die „West Side Story“ ist sehr dramatisch auf der einen, aber auch sehr bunt auf der anderen Seite. Und genau das bietet „Daddy Cool“ auch. Unser Bühnenbild und die Kostüme sind sehr aufwändig und detailgenau. Allein die riesige Discokugel beeindruckt mich selbst jedes Mal wieder.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Ihren Songs steuern Sie den wichtigsten Teil zu „Daddy Cool“ bei. Inwiefern waren Sie auch an der Story beteiligt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Farian:</strong> </span>Ich habe die Geschichte zusammen mit Michael Stark entwickelt. Die Story, die wir erzählen ist zumindest in Teilen real. Es gab tatsächlich eine Ma Baker, die vier kriminelle Söhne hatte. Ausgehend von diesem Hintergrund war der Schritt zu einem musikalischen Bandenkrieg nicht weit.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Für das Musical wurden viele Songs umarrangiert. Verschreckt man damit nicht das Publikum, das die altbekannten Klänge erwartet?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Farian:</strong> </span>Nein, überhaupt nicht. Wir haben sehr witzige Arrangements gefunden, die perfekt zu den Charakteren passen. Dafür war es aber mindestens genauso wichtig, dass die Sänger dieses Gefühl auch transportieren können. Ich habe bei allen Darstellern darauf geachtet, dass sie nicht nur ausgezeichnete Popstimmen haben, sondern auch die nötige Emotionalität mitbringen, die dem Zuschauer das Gefühl gibt, dass die Gruppe lebt.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Frank Nimsgern, den man in Deutschland als kreativen und unangepassten Musicalkomponisten kennt, hat für „Daddy Cool“ einige zusätzliche Scores erarbeitet.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Farian:</strong> </span>Das stimmt. Er war bei mir in Miami und wir haben gemeinsam daran gearbeitet. Frank Nimsgern agiert zurzeit als musikalischer Consultant, wird aber für die deutsche Produktion die musikalische Leitung übernehmen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wenn Sie für die Musik, die Story und das Casting verantwortlich waren, haben Sie dann überhaupt noch Zeit, ihrem eigentlich Beruf als Produzent nachzugehen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Frank Farian: </span></strong>Nein, seit zwei Jahren dreht sich bei mir alles um „Daddy Cool“. Immerhin wird dort mein musikalisches Lebenswerk präsentiert und da muss einfach alles 100%ig stimmen. Alle Bereiche werden daher mit mir persönlich abgestimmt. Dieses für mich neue Genre ist sehr spannend und ich lerne viel dazu.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Deutschland-Premiere.</p>
<p class="Body">Weitere Informationen unter <a title="http://www.frankfarian.com" href="http://www.frankfarian.com">www.frankfarian.com</a></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Frank Nimsgern über Maricel, &#8222;Daddy Cool&#8220; und den &#8222;Ring des Nibelungen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2006 13:04:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Kreativen]]></category>
		<category><![CDATA[Daddy Cool]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
		<category><![CDATA[Nibelungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ring]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neben Darius Merstein-MacLeod und Henrik Wager gehörte auch Frank Nimsgern zu den Gästen, die sich Maricel zur Bereicherung ihres Soloprogramms „Stärker“ eingeladen hatte, das am 12. August im Ebertbad Oberhausen über die Bühne ging. Da der Komponist von „Poe“, „Hexen“ und „Paradise of Pain“ zurzeit als Musical Director und Co-Composer / Arranger die Deutschlandpremiere von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_3 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_400_371">
<div class="style_2">
<p class="Body">Neben Darius Merstein-MacLeod und Henrik Wager gehörte auch Frank Nimsgern zu den Gästen, die sich Maricel zur Bereicherung ihres Soloprogramms „Stärker“ eingeladen hatte, das am 12. August im Ebertbad Oberhausen über die Bühne ging. Da der Komponist von „Poe“, „Hexen“ und „Paradise of Pain“ zurzeit als Musical Director und Co-Composer / Arranger die Deutschlandpremiere von „Daddy Cool“ vorbereitet, gab es mehr als genug spannende Themen, über die er berichten konnte.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Maricel?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Frank Nimsgern:</span> </strong>Ich las zum ersten Mal von Maricel als ich auf einer Zugfahrt die Kritiken zu „Hexen“ las und mir beim Blättern eine CD-Besprechung von Maricels CD „Stärker“ ins Auge fiel. Ich kannte sie überhaupt nicht – und dass, obwohl ich gerade erst 500 Künstler gecastet hatte, fand sie aber vom Typ her sehr attraktiv. Da sie außerordentlich gelobt und als neuer Stern am deutschen Musicalhimmeln bezeichnet wurde, habe ich Kontakt zu ihr aufgenommen. Unser erstes Gespräch war wie eine Filmszene aus einem Tarantino-Film: Als ich Maricel anrief, war sie gerade in einem Baumarkt. Es war kurz vor 20 Uhr und mit einem Mal schrie sie mir ins Ohr, dass sie eingesperrt würde und man sie retten müsste. Erst später erfuhr ich dass es der Baumarkt war&#8230;</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_675_1832">
<div class="style_2">
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Wir haben uns menschlich sofort sehr gut verstanden und danach einige Songs zusammen erarbeitet. Ich halte Maricel für eine der ganz großen Stimmen in Deutschland. Für dieses Konzert in Oberhausen hatte sie mich angerufen und gefragt, ob ich drei Songs spielen könnte. Daraus wurden dann zehn Songs mit 200 Seiten Noten und Henrik Wager wurde von mir dazu genötigt umzublättern (lacht) &#8211; ich denke ein Höhepunkt in seiner Karriere.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Hatten Sie viel Probenzeit für Maricels Konzert?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Nimsgern:</strong> </span>Nein. Ich hatte eine zweistündige Probe für alles. Die meiste Kommunikation fand ja via E-Mail statt, weil ich für „Daddy Cool“ viel unterwegs war. Maricel hatte mir die Noten gemailt – ganze 150 MB – was meinen Provider lahm legte!! Das war ein Klassiker. Trotzdem &#8211; Maricel hat diesen natürlichen Enthusiasmus, den ich vor 10 Jahren hatte und leider immer öfter wieder in mir suchen muss. Deutschland hat eine hervorragende Theater- und Musicallandschaft, aber ich würde mir schon wünschen, dass mehr neue Stücke und Stoffe gefördert werden. Jede „Evita“- oder „Hair“-Produktion hat ihre Berechtigung, aber es Zeit, dass auch neue Autoren und andere Stücke gespielt werden. Theater und Sponsoren sollten sich in dieser Hinsicht ruhig mehr trauen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Mit Ihren Stücken gehören Sie aber doch durchaus zu den erfolgreicheren neuen Komponisten, die regelmäßig gespielt werden.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Frank Nimsgern:</span></strong> Ja, und ich möchte ich auch nicht beschweren. 90 % der neuen Musicals werden als Flop geboren. Meine Stücke hatten für Theaterverhältnisse immer sensationelle Auslastungen – und das mit einem Sechzigstel des Budgets. Aber im Prinzip war einer meiner Höhepunkte meiner bescheidenen Karriere vor sechs Jahren, dass „Paradise of Pain“, „Poe“ und „Elements“ zeitgleich in Deutschland aufgeführt wurden und man mir den deutschen Fernsehpreis verlieh. Seitdem ist aber der Markt erheblich „kleiner“ geworden. Ich kenne eine ganze Menge Musicalkünstler, die heutzutage Jobs annehmen, die sie vor zwei bis drei Jahren nicht gemacht hätten. Der Markt ist deutlich enger und monopolistischer geworden, alle müssen sich anpassen. Es gibt eben zu wenig Neues.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Die Forderung nach mutigeren Theatermachern hört man immer häufiger. Was würden Sie sich wünschen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Nimsgern:</strong> </span>Vorab und ganz wichtig: Deutschland hat eine der besten Theaterstrukturen der Welt und ich bin sehr sehr dankbar, hier arbeiten zu dürfen. Eine tolle Gelegenheit war das Schlossparktheater und „Pinkelstadt“. Daraus hätte wirklich etwas werden können. Es ist sehr schade, dass dieses Konzept nicht weiter verfolgt wurde. Ich bin sehr froh, dass ich die Gelegenheit hatte, einige meiner Stücke im Friedrichstadtpalast uraufzuführen. Sowohl „Elements“ als auch „Hexen“ liefen dort sehr gut. „Paradise of Pain“ ist bis heute das erfolgreichste Stück am Staatstheater Saarbrücken gewesen, obwohl es Ecken und Kanten hatte. Unabhängig von allen Trends und Prognosen haben wir bis dato von allen „meinen Werken“ über 1,3 Millionen Tickets verkauft. Man sieht, es geht doch!</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Trotzdem denke ich, die Intendanten sollten ihre zahlreich vorhandenen Möglichkeiten nutzen und nicht nur wieder die „üblichen verdächtigen“ Musicals spielen, um ihre Auslastungszahlen zu verbessern, obwohl auch sie eigentlich im Herzen lieber „Woyzeck“ sehen wollen.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Das pluralistische kreative Stadt-/Staatstheater ist meiner Meinung nach die Rettung. Damit kann sich ein Musicalfan auch für den „Fliegenden Holländer“ begeistern und der Wagnerianer zum Beispiel für „Poe“. Die Trennung „wir Kunst – ihr Unterhaltung“ halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Mozarts „Don Giovanni“ wurde als Volksoper und Komödie geplant und heute ist sie die Oper schlechthin.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Sind wir doch mal ehrlich, da ich dank meines Vaters (Opernsänger und Grammy Award Gewinner, Anm. d. Red.) wirklich aus einem klassischen Musikstall komme: Bevor ich nicht großen Dirigenten oder meinem Vater meine ersten Orchesterpartituren gezeigt hatte, wurde auch nicht ernst genommen.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie tanzen zurzeit auf den sprichwörtlich vielen Hochzeiten. Sie sind Musical Director für „Daddy Cool“, reisen für die Auditions um die halbe Welt, arbeiten an einem neuen eigenen Stück und treten „nebenbei“ noch bei Konzerten wie diesem auf…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Frank Nimsgern:</span></strong> Das ist auch gut so. Ich liebe diese Vielseitigkeit und unterstütze Events wie dieses Konzert sehr gern. Wenn man in so einer festen Struktur ist wie bei „Daddy Cool“ ist es ganz besonders wichtig, dass man den direkten Kontakt zum Publikum, also das Spielen, nicht verliert. Immerhin ist das der Grund, warum ich einmal Musiker geworden bin. Außerdem ist es für mich eine Gelegenheit, wieder Bodenhaftung zu bekommen. Ich habe neben größeren Produktionen immer an kleineren Inszenierungen mitgearbeitet.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">In letzen Jahr lief „Hexen“ im Berliner Friedrichstadtplast mit täglich 1.400 Zuschauern, habe „Arena“ in einem kleinen Theater mit 300 Plätzen 60 Mal gespielt und „Poe“ in München und Saarbrücken 70 Mal geleitet und gespielt.. Das hält frisch und lässt meine „instrumental skills“ auch nicht einschlafen. Dadurch, dass ich immer wieder die Perspektiven gewechselt habe, habe ich in den letzten Jahren am meisten gelernt. Ich bin froh, einer der wenigen Komponisten zu sein, die ab und an mit auf der Bühne stehen. So lerne ich, wie die Darsteller das Stück fühlen und wie der Kontakt zum Publikum ist. Man kann nicht über die Liebe schreiben, wenn man sie nicht erfahren hat oder aktiv lebt.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>„Daddy Cool“ feiert am 21. September Weltpremiere in London. Was genau ist Ihr Anteil daran?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Frank Nimsgern:</strong> Gemeinsam mit Frank Farian schreibe ich den so genannten Additional Underscore für die Show, also alles, was nicht Boney M ist. Für die deutsche Produktion bin ich zudem auch für alles andere verantwortlich, was mit Musik zu tun hat: Ich bin mit bei den Castings, werde die musikalischen Proben leiten und das Stück nach der Deutschland-Premiere auch die ersten Monate dirigieren.<br />
Ich bin sehr stolz, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Frank Farian hat mit Künstlern wie Boney M, Milli Vanilli usw. über 120 Millionen Alben verkauft. Eine heutzutage kaum vorstellbare Zahl. Natürlich ist „Daddy Cool“ kein hoch anspruchsvolles Stück mit einer ausgeklügelten Handlung, aber es ist so konzipiert, dass man es selbst dann versteht, wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Kannten Sie Frank Farian schon vor diesem Projekt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Frank Nimsgern: </span></strong>Ich arbeitete in seinen Studios als ich noch für Chaka Khan komponiert und eingespielt habe, aber außer „Hi/Bye“ war keine Kommunikation mit ihm möglich. 10 Jahre später saß Frank Farian eines Tages bei „Poe“ im Publikum, weil Peti van der Velde (damals in der Cast) für „Daddy Cool“ angefragt wurde. Danach kam er in die Kantine und hat mir erzählt, dass er zum ersten Mal im saarländischen Staatstheater war – und das in meinem Stück &#8211; und war extrem angetan, von unserer Arbeit. Wir haben dann lose Kontakt gehalten und irgendwann rief er mich wegen „Daddy Cool“ an. Seitdem bin ich Vielflieger: Miami, London, Amsterdam, Paris, Stockholm, Düsseldorf, Frankfurt, Berlin – alles in den letzten zwei Monaten.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint: </span></strong>Wie ist der aktuelle Stand für Deutschland?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Nimsgern:</strong> </span>Nachdem die Premiere und auch die Previews in England sehr nach hinten geschoben wurden, bin ich froh, dass es nun in fünf Wochen wirklich losgeht. Die deutsche Produktion ist anders. Sie wird als Tourproduktion konzipiert und daher wird daran noch weiter gearbeitet. Wir haben die ganze Zeit unabhängig von London gearbeitet. Eigentlich sollte die Premiere bei uns im Dezember sein, aber es sieht so aus, als würde die Deutschlandpremiere erst im kommenden Frühjahr in Berlin stattfinden. Die Castings sind aber zu 80 % abgeschlossen und wir sind sehr froh, neue Talente gefunden zu haben.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Im Frühjahr haben Sie erwähnt, dass ihr nächstes eigenes Stück bereits in Arbeit ist. Wie kommen sie damit voran? Können Sie uns schon verraten, worum es geht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Frank Nimsgern:</strong> </span>Mein nächstes Musical wird im Dezember 2007 in der Oper Bonn uraufgeführt. Es heißt „Der Ring“ und erzählt die Geschichte vom Ring des Nibelungen – leicht gekürzt und in Farbe (lacht). Den Text schreibt der von mir sehr geschätzte Daniel Call. Es ist ein schwieriges Thema mit einer genialen und unschlagbaren Vorgabe von Richard Wagner, aber man wächst an seinen Aufgaben. Call und mir geht es ganz bestimmt nicht darum, irgendetwas „besser“ zu machen (da dies unmöglich ist), aber der Stoff ist so zeitlos und archaisch , dass die Neuinterpretation zwingend war. Allerdings werden wir nicht nur die Geschichte vom Helden Siegfried erzählen, sondern dass, was vorher geschehen ist und was danach passiert. Diese Ursprungs-Story war übrigens auch die Basis für den „Herrn der Ringe“ von J.R.R. Tolkien und viele andere Filmblockbuster wie zum Beispiel “Matrix“. Den Entwicklungsprozess unsers „Rings“ kann man auf meiner Website nach“surfen“.</p>
<p class="Body"><strong>Michaela Flint:</strong> Das klingt nach einer spannenden Geschichte. Wir wünschen Ihnen für die kommenden Monate viel Erfolg und freuen uns auf Ihre nächsten Auftritte auf der Bühne.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/frank-nimsgern-ueber-maricel-daddy-cool-und-den-ring-des-nibelungen/">Frank Nimsgern über Maricel, &#8222;Daddy Cool&#8220; und den &#8222;Ring des Nibelungen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die schrille Autoren-Biographie in München</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/die-schrille-autoren-biographie-in-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2003 12:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[Darius Merstein-MacLeod]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Nimsgern]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Poe]]></category>
		<category><![CDATA[Tollwood]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen. Die Kompositionen von Nimsgern ...</p>
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<p class="Body">Zum ersten Mal verlässt „Poe“ die heiligen Saarbrücker Hallen und begibt sich ausgerechnet nach München. Auf dem Tollwood Winterfestival – ein zu Kirmes mit Theater und Musicalzelt verkommenes Kulturfestival – feierte Frank Nimsgerns Musical am 24. November Premiere und wurde vom Publikum – wie sollte es anders sein – begeistert aufgenommen.</p>
<p class="Body">Die Kompositionen von Nimsgern sind abwechslungsreich und eingängig, die Besetzung ist eingespielt und hat sich mehrfach bewährt – wo also soll man nach dem Haar in der Suppe suchen? Ganz klar: in der Location. Sei es nun die Akustik oder der sehr begrenzte Spielraum oder das Klima – ein (mobiles) Zelt ist einfach kein adäquater Spielort für ein anspruchsvolles Musical.</p>
<p class="Body">Edgar Allan Poes letzte Nacht, sein letzter Traum, ist Thema des Musicals Poe. In sieben Bildern, die thematisch zwar seinem Werk entlehnt sind, aber auch ohne deren Kenntnis eine eigene Kraft und Logik entwickeln, wird die Geschichte eines Paktes mit dem Teufel in Form des mysteriösen Dr. Pilatus erzählt.</p>
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<p class="Body">Für den Preis angeblicher Heilung und eines letzten großen Erfolgs überlässt Poe seine so kraftvolle wie überbordende Fantasie dem Teufel. Auch im letzten Duell zwischen Poe und Pilatus erkennt Poe nicht die Wahrheit: Er selbst ist Pilatus. Er erschießt seinen Feind und damit auch sich.</p>
<p class="Body">Die Stimmen von Darius Merstein-Macleod, der als Pilatus an Exzentrik nicht zu überbieten ist, Poe-Darsteller Henrik Wager und Aino Laos (Virginia) sind – wie man sich u. a. auf dem Showalbum überzeugen kann – kräftig, durchdringend und perfekt für die Charaktere. Im Tollwood-Zelt kommen davon jedoch nur Bruchteile beim Publikum an. Die schlechte akustische Isolierung des Musicalzelts schluckt viele Details und man muss miterleben, wie die Darsteller dagegen ankämpfen.</p>
<p class="Body">Das intensive musikalische Rock-Spektakel wird durch ein gutes, phasenweise verwirrend schrilles Bühnenbild (Detlev Beaujean) ergänzt. Die teilweise sehr offenherzigen Kostüme (Angela C. Schuett) der Damen auf der Bühnen erfreuen die Herzen der männlichen Zuschauer. Für die Charaktertiefe sind bei Poe die Herren zuständig: Pilatus ist von der ersten bis zur letzten Minute Ehrfurcht gebietend und Angst einflößend – man merkt, dass sich Darius Merstein-Macleod in dieser Rolle gefällt und die Bösartigkeit hinter Mysterischem zu verstecken weiß. Henrik Wager, der Titel“held“, der keiner ist, versucht sich vergeblich gegen Pilatus und dessen vermeintliche Intrigen zu wehren, erliegt aber schließlich seinen eigenen Phantasien.</p>
<p class="Body">Aino Laos als Virginia Usher verfügt über eine angenehme Ausstrahlung und setzt die Waffen einer Frau gewinnbringend ein. Als Madeline Pfaahl/Psychezenobia ist Helena Hellqvist zu erleben, die mit schöner Stimme ihren sehr schrägen Charakteren Ausdruck verleiht.</p>
<p class="Body">Die vierköpfige Band unter der Leitung von Frank Nimsgern sorgt vor allem bei Showstoppern wie „Meister der Nacht“, „Sieh mich an“ und „Poemanie“ für satten Sound. Ruhigere Stücke wie „Auf den Flügeln der Nacht“ werden von der dürftigen Akustik leider arg in Mitleidenschaft gezogen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: left;">Auch wenn die Zeltproduktion von „Poe“ nicht an die Originalinszenierung aus dem Saarbrücker Staatstheater herankommt, ist damit der lange überfällige Schritt getan, diese Show außerhalb des Saarlandes zu präsentieren.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Tollwood, München</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>8. Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Darius Merstein-Macleod, Henrik Wager</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik:</span></strong> Frank Nimsgern<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Tollwood München<br />
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