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	<title>Erwin Windegger-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Erwin Windegger-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>München feiert &#8222;drei singende Tunten im Fummel im australischen Outback&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Dec 2017 17:09:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Travestiekünstlerin Doris alias Tick lebt ein (mehr oder weniger) schönes Leben in Sydney als plötzlich Marion, seine Ehefrau, anruft und ihm eröffnet, dass er sich endlich auch mal um seinen achtjährigen Sohn kümmern soll. Als Aufhänger organisiert die patente Kleinstadt-Mutti eine Travestieshow in Alice Springs, in dem Tick als Star auftreten soll. Tick überzeugt die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/muenchen-feiert-drei-singende-tunten-im-fummel-im-australischen-outback/">München feiert &#8222;drei singende Tunten im Fummel im australischen Outback&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Travestiekünstlerin Doris alias Tick lebt ein (mehr oder weniger) schönes Leben in Sydney als plötzlich Marion, seine Ehefrau, anruft und ihm eröffnet, dass er sich endlich auch mal um seinen achtjährigen Sohn kümmern soll. Als Aufhänger organisiert die patente Kleinstadt-Mutti eine Travestieshow in Alice Springs, in dem Tick als Star auftreten soll.</p>
<p>Tick überzeugt die frisch verwitwete Bernadette und die leicht durchgeknallte Felicia (eigentlich Adam) von dem wohltuenden Tapetenwechsel. Stilecht starten die drei Grazien mit einem arg in die Jahre gekommenen Bus in Richtung Outback, denn Alice Springs ist wahrlich kein Vorort von Sydney.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2164 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-400x259.jpg" alt="" width="400" height="259" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-400x259.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26-768x497.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268150_x_201712priscillagenegf26.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es kommt wie es kommen muss: Der Bus ächzt unter seinem Alter und bleibt schließlich liegen. Zum Glück findet sich in der Nähe der Mechaniker Bob, der welcher die Gelegenheit beim Schopfe packt, die Ladies als Ein-Mann-Boxen-Crew auf ihrer weiteren Reise zu unterstützen und so seiner sehr herrischen Ehefrau zu entfliehen. Bernadette und Bob verlieben sich ineinander, Felicia sorgt für jede Menge Chaos bei der Dorfbevölkerung und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung, und Tick versucht bei allem den Überblick zu behalten. Dabei muss er selbst sehr darauf achten, dass er sich von seinen selbstgesteckten Erwartungen und Befürchtungen im Hinblick auf seine aktive Vaterschaft nicht auffressen lässt.</p>
<p>Wie auch im gleichnamigen Film, der seit seiner Premiere 1994 Kultstatus erlangt hat, gibt es ein Happy End für alle Protagonisten. Stephan Elliott, der Autor dieses bunten Filmfeuerwerks voller Discohits und deftiger Sprüche, hat gemeinsam mit Allan Scott auch das Buch für die Musicalfassung geschrieben. 11 Jahre nach seiner Weltpremiere in Sydney und immerhin noch ganze 6 Jahre nach der Broadway-Premiere kommt nun endlich eine deutsche Fassung dieses im anglo-australischen Raums gehypten Kultmusicals auf die Bühne.</p>
<p>Das Münchner Theater am Gärtnerplatz ist nicht gerade der erste Spielort, der einem für diese Show in den Sinn kommt &#8211; da lägen Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin deutlich näher. Doch das Team von Intendant Josef E. Köpplinger hat schon in den letzten Jahren immer wieder von seinen Deutschlandpremieren international erfolgreicher Musicals (u. a. „Tschitti Tschitti Bang Bang“) reden gemacht. Das Kreativteam kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Gil Mehmert übernahm die Regie, Melissa King choreographierte, Jeff Frohner zeichnete für die musikalische Leitung verantwortlich. Was sollte da noch schiefgehen?</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2162 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41-768x505.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513182266_x_201712priscillahp2kf41.jpg 1000w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch an der Besetzung gibt es nichts zu mäkeln, denn alle Protagonisten wurden tadellos ausgewählt: Armin Kahl gibt den zwischen der Verantwortung als Vater und dem ohnehin schon nicht besonders einfachen Leben als homosexueller Travestiekünstler hin- und hergerissenen Tick sehr überzeugend. Mal einfühlsam, mal verzweifelt, mal voller Sehnsucht oder mit vollem Körpereinsatz und Leidenschaft als Travestiekünstler – Tick durchlebt im Laufe des Abends ein reges Auf und Ab. Kahl kann dies gut transportieren. Leider liegen ihm die 1970er Jahre Popsongs („Go West“, I love the Nightlife“) nicht ganz so gut wie klassischer Musicalstoff („Jekyll &amp; Hyde“). Einzig mit Elvis’ „Always on my mind“ kann er zum Ende der Show sein Können zeigen.</p>
<p>Erwin Windegger schlüpft in die sehr gut passenden Kleider des Transvestiten Bernadette, die gleich zu Beginn den Verlust ihres Mannes Trumpet zu beklagen hat. So schräg und überzogen die Beerdigungsszene anmutet, so stilvoll leidend beherrscht Bernadette die Szenerie. Man kann sich keine bessere Besetzung für diese Rolle vorstellen als Windegger – auch gesanglich setzt er an diesem Abend Maßstäbe. Sein „I will survive“ sorgt für ausgiebigen Szenenapplaus.</p>
<p>Der dritte im Bunde ist Terry Alfaro als Adam, der in Habitus und Sprache dem filmischen Original sehr nahe kommt. Einerseits ist er zuckersüß wie ein Welpe, der nur spielen will, andererseits ist er sehr körperbewusst und sexgetrieben, was nicht selten zu brenzligen Situationen führt. Der Zickenalarm zwischen Adam alias Felicia und Bernadette ist gut dosiert und lässt die Vermutung zu, dass sich die beiden im Grund doch sehr sympathisch sind.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2165 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47-768x484.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513268197_x_201712priscillagenegf47.jpg 999w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Namensgebend ist natürlich auch hier der zunächst noch mausgraue Bus „Priscilla“, der mit einem überdimensionalen, pink glitzernden Stöckelschuh auf dem Dach vom Publikum schon fast frenetisch bejubelt wird. Erst im Verlauf des Abends bekommt der Bus seinen rosa Anstrich. Diese Verwandlung ist bühnentechnisch sehr schön gelöst.</p>
<p>Flankiert werden die „drei Pimmel im Fummel am Himmel“ (einer der deftigen Sprüche aus der Show) von drei Diven (Jessica Kessler, Amber Schoop, Dorina Garuci), die mal mit Engelsflügen ausstaffiert den Bus erklimmen, mal mit Cindy Lauper Gedenkfrisur popmusikalisches Beiwerk sind.</p>
<p>Wesentlich mehr in Erinnerung bleibt da Angelika Sedlmeier als Sophie, die von Bernadette als Vokuhila-Fee tituliert wird und sich noch den Ratschlag anhören muss, „sich den Tampon anzuzünden, um die Muschi damit in die Luft zu jagen, denn das wird der einzige Bums sein, den sie in diesem Leben noch haben wird.“ Eine herausragende Szene! Sedlmeier gibt aber auch ein besonders ekliges Exemplar Western-Frau ab, der man nicht im Dunkeln auf der Straße begegnen möchte.</p>
<p>Sympathiepunkte sammelt auch Frank Berg als Mechaniker Bob. Von seiner Hilfsbereitschaft und seinem komplett wertfreien Umgang mit den drei Paradiesvögeln aus Sydney kann sich manch einer gern eine Scheibe abschneiden. Bobs Frau Cynthia (überragend gespielt von Marides Lazo) scheint dem Alkohol sehr zugetan und erfreut mit ihrer sehr besonderen Form der „Pop“-Musik die Herren im Dorf über alle Maßen. Doch Bob fühlt sich mehr und mehr zu Bernadette hingezogen. Die aufblühende Zuneigung der beiden, das anfängliche Zögern Bernadettes, das liebevolle Werben Bobs – all dies ist mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert und wird von beiden Darstellern nicht weniger gefühlvoll über die Rampe gebracht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2160 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-400x263.jpg" alt="" width="400" height="263" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-400x263.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70-768x505.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/12/1513100219_x_201712priscillahp1kf70.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Gil Mehmert versteht sich sehr auf die Ausarbeitung der Charaktere, die im Mittelpunkt stehen. An seiner Personenregie gibt es nichts zu kritisieren. Die Show funktioniert von der ersten Minute an, in der Otto-Normal-Staatstheater-Abokunde erlebt, wie eine echte Travestieshow „aussieht“, über den Auftakt vom zweiten Akt, in dem acht Zuschauer auf der Bühne ihre Tanz- und Lassokünste unter Beweis stellen dürfen, bis hin zur Fast Forward Show in Alice Springs, in der Kostüme und Hits fast im Minutentakt gewechselt werden, und dem wunderschönen Finale, in dem der achtjährige Benji seinem Papa Tick völlig selbstverständlich sagt, dass natürlich auch sein Freund mit ihnen gemeinsam im Haus leben kann.</p>
<p>Melissa King passt ihre Choreographien der jeweiligen Umgebung perfekt an. Ob nun Travestieshow, Square Dance in Broken Hills, Rollschuh-Einlage mit bunten Schirmen oder der Bierbank-Einschüchterungs-Tanz der männlichen Dorfbewohner als sie feststellen, dass die verführerische Felicia ein Mann ist &#8211; jede Choreographie ist anders, keine langweilig und man guckt dem Ensemble gern zu.</p>
<p>„Priscilla“ ist deftig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Michael Alexander Rinz hat hier bei der Adaption keine Scheu gezeigt und nennt die Dinge schonungslos beim Namen. Das ist einerseits sehr erfrischend und führt zu Szenenapplaus, anderseits dürften einige ob der klaren Ansagen, die von der Bühne geschmettert werden, sicherlich auch verschämt oder betreten zu Boden schauen, ,.</p>
<p>Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend ist die Tontechnik, die mehrfach durch nicht offene Mikros, zu leise Mikros, zu laute Musik im Vergleich zum Gesang o. ä. aktiv ins Geschehen eingreift, was nicht gerade zum Gesamtgenuss beiträgt.</p>
<p>Doch die Mehrheit des Publikums ist begeistert und spendet langen Applaus am Ende der knapp zweieinhalbstündigen Show. Cast &amp; Creatives von „Priscilla“ haben sich diese Anerkennung redlich verdient. Es ist eine Gute-Laune-Show, in der das ein oder andere ernste Thema angeschnitten wird, ohne diese zu sehr in den Vordergrund zu zerren. Und so verlässt man das frisch renovierte Staatstheater am Gärtnerplatz mit einigem Redebedarf und guter Popmusik im Ohr.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater am Gärtnerplatz, München</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 16. Dezember 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Armin Kahl, Erwin Windegger, Terry Alfaro, Frank Berg, Angelika Sedlmeier, Tanja Schön, Marides Lazo, Jessica Kessler, Amber Schoop, Dorina Garuci</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Regie / Choreographie:</span></strong> Gil Mehmert / Melissa King</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Marie-Laure Briane<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Tschitti Tschitti Bäng Bäng</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/tschitti-tschitti-baeng-baeng/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2014 12:41:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CDs]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin Windegger]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Nadine Zeintl]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lesniak]]></category>
		<category><![CDATA[Sigrid Hauser]]></category>
		<category><![CDATA[Tschitti Tschitti Bäng Bäng]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese CD bringt viel Schwung und jede Menge guter Laune ins heimische Wohnzimmer Lange hat es gedauert bis das Familienmusical aus der Feder von Richard M. und Robert B. Sherman („Mary Poppins“) erstmalig auch in Deutschland aufgeführt wurde. In London erlebte die Bühnenfassung des im englischsprachigen Raum gleichermaßen bekannten wie beliebten Musicalfilms mit Dick van ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Diese CD bringt viel Schwung und jede Menge guter Laune ins heimische Wohnzimmer</h3>
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<div class="text-content style_External_665_738">
<div class="style_2">
<p class="Body">Lange hat es gedauert bis das Familienmusical aus der Feder von Richard M. und Robert B. Sherman („Mary Poppins“) erstmalig auch in Deutschland aufgeführt wurde. In London erlebte die Bühnenfassung des im englischsprachigen Raum gleichermaßen bekannten wie beliebten Musicalfilms mit Dick van Dyke in der Hauptrolle bereits 2002 ihre Weltpremiere.</p>
<p class="Body">Im April 2014 war es dann aber soweit und Chitty, das Wunderauto, flog in der Regie von Josef E. Köpplinger und in der Übersetzung von Frank Thannhäuser über die Bühne des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz. Nicht ganz fünf Monate später liegt der Live-Mitschnitt &#8211; einmal mehr von HitSquad Records produziert &#8211; vor.</p>
<p class="Body">Shermans schmissige Kompositionen verfehlen ihre Wirkung auch auf diesem Album nicht. Gute Laune &#8211; komprimiert in den 20 Highlights der Show. Dass aber gerade das Solo des Kinderfängers, einer beileibe nicht unwichtigen Figur, fehlt, ist schwer zu verstehen. Doch abgesehen davon lernt der Zuhörer die wundervolle Familie Potts kennen, begegnet der exzentrischen Baronin Bomburst nebst Gatten und begleitet die zuckersüße Truly Scrumptious bei ihrem Abenteuer mit Jeremy und Jemima. Auch schräge Figuren, wie die etwas trotteligen Spione Boris und Goran und die herrlich kreativen Erfinder, kommen nicht zu kurz.</p>
<p class="Body">Im Vergleich zur <a title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=7&amp;subservice=1&amp;details=209&amp;zone=0" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=7&amp;subservice=1&amp;details=209&amp;zone=0">Londoner Aufnahme</a> fehlt &#8211; neben dem bereits erwähnten „Kiddy Widdy Winkies“ des Kinderfängers &#8211; nur „Come to the Funfair“. Stattdessen hören wir Trulys Solo „Du wundervoller Mann“, welches jedoch beim bloßen Hören mehr nach Baronin Bomburst klingt.</p>
<p class="Body">Um der Handlung folgen zu können, findet man im Booklet eine ausführliche Beschreibung, in die die Songs an entsprechender Stelle eingebettet wurden. Dafür fehlen leider die Songtexte, die man bei diesem Mitsing- und Mitklatschmusical gut hätte gebrauchen können.</p>
<p class="Body">Dennoch offenbaren sich einige sehr gelungene Adaptionen der Originaltexte: Dazu gehört „Sei englisch“, „Stil“, „Rosen des  Erfolgs“ und „Sandmännchens Berge“. Schön ist auch, dass „unübersetzbare“ Begriffe wie „Toot Sweets“ oder „Tschutschi-Maus“ nicht mit der Brechstange ins Deutsche übertragen wurden. Frank Thannhäuser ist es gemeinsam mit Eberhard Cronshagen und Günter Loose gelungen, ein familienfreundliches Musicals zu schaffen, dass auch auf deutsch einwandfrei funktioniert. Die Sprache passt sehr gut zum zumeist sicherlich sehr jungen Publikum.</p>
<p class="Body">Die Darsteller singen allesamt überzeugend, hier kann man der Castingabteilung nur gratulieren. Gerade die Schuhe von Peter Lesiak als Caractacus Potts scheinen sehr groß, wurde die Rolle in London doch von Michael Ball kreiert und in der Folge von Jason Donovan und Raúl Esparza (New York) gespielt. Doch Lesiak singt sich charmant durch die Familiensongs und besteht auch die liebevolle Vater-Kinder-Ballade „Sandmännchens Berge“ mit Bravour. Frank Berg macht als Großvater Potts erwartungsgemäß viel gute Laune: „Stil“ und „Rosen des Erfolgs“ zeugen von viel Wärme und Witz.</p>
<p class="Body">Nadine Zeintl klingt als Truly sehr klassisch, vielleicht ein bisschen zu alt, aber es gelingt ihr dennoch, ihre Liebe zu den Kindern und deren Erfinder-Papa zu transportieren.</p>
<p class="Body">Als Baronin Bomburst besticht Sigrid Hauser, die ihren Sinn für Pointen und ihr exaktes Timing auch beim reinen Zuhören ausspielen kann.</p>
<p class="Body">Die Ensemblenummern klingen voll und groß; daran hat auch das Orchester unter der Leitung von Michael Brandstätter einen großen Anteil. Sie intonieren die Sherman-Melodien gekonnt und ohne Fehler.</p>
<p class="Body">So aufwendig die Bühnentechnik dieser Show auch sein mag &#8211; und zweifelsohne lebt diese vom wahrhaftig fliegenden Auto &#8211; diese exzellente Aufnahme ist der Beweis, dass auch Stadttheater einen großen Aufwand nicht scheuen sollten. Denn wie man hört, lohnt es sich allemal!</p>
<p class="paragraph_style_1" style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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