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	<title>English Theatre-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>English Theatre-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Weihnacht at Tiffany&#8217;s</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2024 06:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entertainment-Shows]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amerikanische Weihnachten sind heutzutage weltweit der Inbegriff von Weihnachten: Überladene Dekorationen in rot-goldendem Kitsch, knallbunt geschmückte Tannenbäume, dicke rotgewandete Männer mit weißem Rauschebart und ein Füllhorn an nicht endenen wollenden Weihnachtsliedern wie Mariah Careys &#8222;All I want for Christmas&#8220;, Bing Crosby&#8217;s &#8222;White Christmas&#8220;, &#8222;Do they know it&#8217;s Christmas&#8220; von Band Aid und natürlich Wham mit ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Amerikanische Weihnachten sind heutzutage weltweit der Inbegriff von Weihnachten: Überladene Dekorationen in rot-goldendem Kitsch, knallbunt geschmückte Tannenbäume, dicke rotgewandete Männer mit weißem Rauschebart und ein Füllhorn an nicht endenen wollenden Weihnachtsliedern wie Mariah Careys &#8222;All I want for Christmas&#8220;, Bing Crosby&#8217;s &#8222;White Christmas&#8220;, &#8222;Do they know it&#8217;s Christmas&#8220; von Band Aid und natürlich Wham mit dem unvergesslichen &#8222;Last Christmas&#8220;.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3620 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-348x400.png" alt="" width="348" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-348x400.png 348w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-891x1024.png 891w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-768x882.png 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-1337x1536.png 1337w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New-1783x2048.png 1783w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/12/Gayle-New.png 1971w" sizes="(max-width: 348px) 100vw, 348px" />Doch wie gehts es jemandem, der mit all diesen Traditionen aufgewachsen ist und plötzlich in die eher getragene, biedere und in jedem Fall klassische, deutsche Weihnachtszeit kommt? Das kann niemand besser berichten als Gayle Tufts, die vor vielen Jahrzehnten ihre beschauliche amerikanische Heimat (Brockton in Massachusetts) gegen das quirlige Berlin getauscht hat.</p>
<p>Den erlittenen Kulturschock beschreibt sie in ihrer Show im English Theatre Hamburg in bestem Denglish, gespickt mit Anedokten aus beiden Kulturkreisen, Songs und sehr viel Zuneigung für beide Arten Weihnachten zu feiern.</p>
<p>2010 hat Tufts ihre Erfahrungen in ihrem Buch &#8222;Weihnacht at Tiffany&#8217;s&#8220; festgehalten, in dem sie vom vorweihnachtlichen Nahkampf in Einkaufszentren, nachbarschaftlichen Dekorations-Wettkämpfen, Truthahn und Kartoffelsalat bis hin zu &#8222;Oh, Du Fröhliche&#8220; und dem Kontrastprogramm &#8222;Deck the Halls&#8220; alle Elemente des weihnachtlichen Wahnsinns streift.</p>
<p>Wenn man die Nase voll hat vom Geschenke-Einpacken oder den Vorbereitungen für die zahlreichen Verwandschaftsbesuche an den kommenden Weihnachtstagen ist Gayle Tufts ein Garant für zwei Stunden gute Laune und gute Musik. Aber das Publikum lernt auch viel über die unterschiedlichen Kulturen Amerikas und Deutschlands. Ein bisschen Geschichtsstunde ist auch dabei.</p>
<p>Dank Tufts Charme und ihrer offenen Art fühlen sich die Zuschauer zu Gast bei einer Freundin. Es wird gemeinsam gelacht, in Erinnerungen geschwelgt und gesungen. Die perfekte Auszeit bevor einen der weihnachtliche Irrsinn am nächsten Tag wieder einholt.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">22. Dezember</span><span class="Bold"> 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Gayle Tufts</span><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>English Theatre, Hamburg</span></span></p>
</div>
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		<title>Echsenalarm im English Theatre Hamburg</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/echsenalarm-im-english-theatre-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2024 12:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[English Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jacob Bedford]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Huertas]]></category>
		<category><![CDATA[Lizard Boy]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Glaser]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Tabornal]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Earl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das English Theatre in Hamburg hat in dieser Spielzeit ein wunderbares Drei-Personen-Musical auf den Spielplan gesetzt, das Off-Broadway und auch beim Edinburgh Fringe Festival 2022 schon große Erfolge feiern konnte. Justin Huertas hat dieses Indie-Rock-Musical 2015 in Seattle uraufgeführt. Damals und in vidlen Folgeproduktionen übernahm er die Rolle von Trevor, dem Lizard Boy. Was dieses ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das English Theatre in Hamburg hat in dieser Spielzeit ein wunderbares Drei-Personen-Musical auf den Spielplan gesetzt, das Off-Broadway und auch beim Edinburgh Fringe Festival 2022 schon große Erfolge feiern konnte. Justin Huertas hat dieses Indie-Rock-Musical 2015 in Seattle uraufgeführt. Damals und in vidlen Folgeproduktionen übernahm er die Rolle von Trevor, dem Lizard Boy. Was dieses Stück &#8211; abgesehen vom außergewöhnlichen Inhalt &#8211; so besonders macht, ist dass die drei Darsteller auch alle ein oder mehr Instrumente spielen und sich auf der Bühne live begleiten.</p>
<p>Paul Glaser hat das Stück über Trevor, der an einer unheilbaren Hautveränderung leidet, die ihn für andere wie eine Echse, einen Lizard, aussehen lässt, mit sehr viel Gespür für die emotionale Achterbahnfahrt inszeniert:</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3448 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8815-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8815-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8815-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8815-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8815-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8815-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Trevor verlässt seine eigenen vier Wände nur einmal im Jahr. Alles andere regelt er online. Er hat sich eine sichere Traumwelt erschaffen, in der er mit seinen Zeichnungen redet und sich in Chats mit Grindr-Bekanntschaften flüchtet. Cary, seine neueste Grindr-Bekanntschaft, scheint sehr nett zu sein, und da das alljährliche Monsterfest &#8211; der einzige Tag im Jahr, an dem Trevor freiwillig die Wohnung verlässt und von den Menschen nicht als Außenseiter wahrgenommen wird, stattfindet, beschließt er, sich mit ihm zu treffen. Cary ist jedoch sehr zielstrebig, zu zielstrebig für Trevor, und als er sich auch noch über seine grün-schuppige Haut lustig macht, wird es Trevor zu viel. Mit einem selbst komponierten Song kann Cary ihn zum Bleiben bewegen, doch das nächste Ungemach droht, als Trevor auf dem Cover einer Zeitschrift das &#8222;Dream Girl&#8220; wiedererkennt, von der er kürzlich sehr eindrücklich geträumt hat, was ihn komplett aus der Bahn wirft.</p>
<p>Trevor flüchtet in eine Bar, in der Siren gerade ihren &#8222;Terrible Ride&#8220; aufführt. Er erkennt in der Künstlerin sein &#8222;Dream Girl&#8220; und folgt ihr backstage. Ein Gespräch entwickelt sich, Siren strahlt eine sehr besondere, fast schon gefährliche Energie aus. Ihr Name &#8211; Siren &#8211; kommt &#8211; wie sich im Laufe des Abends noich herausstellen wird &#8211; nicht von ungefähr.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3461 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8602-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8602-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8602-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8602-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8602-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8602-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Auch Cary und Trevor kommen sich näher und reden viel. Cary, der grad erst in die Gegend gezogen ist, lernt von Trevor, dass das &#8222;Monsterfest&#8220; eine Feier zum Sieg über den Drachen ist, der die Stadt vor 20 Jahren terrorisiert hat. Trevor erzählt ihm, dass er und fünf andere Kinder bei der Enthauptung des Drachens mit dessen Blut bespritzt wurden, wodurch sich die Schuppen auf seiner Haut entwickelt haben.</p>
<p>Als Siren und Trevor sich unterhalten, stellt sich heraus, dass auch sie eines der sechs Kinder ist, die damals in den Drachenmord verwickelt waren. Alle betroffenen Kinder haben unterschiedliche Superkräfte entwickelt. Siren ist überzeugt, dass die Drachen dieses Jahr zurückkehren werden, und bittet Trevor um Hilfe. Der möchte davon jedoch nichts wissen und geht, um Cary zu suchen. Siren ist aber so besessen von ihrem Plan, dass sie versucht, ihn mit ihrem Sirenengesang zurückzuhalten. Genauso wie die anderen vier Kinder, droht sie auch ihn zu töten, wenn er sie nicht im Kampf gegen die Drachen unterstützt. Mit letzter Kraft kann Trevor sich Sirens Macht entziehen und flieht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3450 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8886-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8886-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8886-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8886-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8886-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8886-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Er findet Cary, entschuldigt sich aufrichtig dafür, dass er ihn einfach so hat stehen lassen. Auf einem Spaziergang im Park wird ihre Annäherung jäh beendet, als Trevor spürt, dass sich Cary durch einen Dorn im Rücken schwer verletzt hat. Erneut kommt es zu einem Missverständnis (Cary wird schwindelig wegen des Blutes , aber Trevor denkt, er wende sich aus Abscheu vor seinem Aussehen von ihm ab) und die beiden gehen gertrennte Wege. Siren hat dies beobachtet und stellt Cary nach.</p>
<p>Trevor badet in Selbstmitleid, fragt sich, ob er wirklich die Chance auf ein Leben mit jemandem wegwerfen soll, der ihn so akzeptiert wie er ist. Als er per Zufall feststellt, dass er telekinetische Kräfte hat und sich noch einmal seiner Besonderheit bewusstb wird, beschließt er, endlich zu sich selbst zu stehen. Als Cary ihn per SMS bittet, wieder zurück in den Park zu kommen, merkt er schnell, dass es Siren war, die ihn dorthin gelotst hat. Er kann mit ihr auf Astraleben kommunizieren und entlarvt sie. Es kommt zu einem Kampf währenddessen sich Siren in Cary verwandelt, um Trevor zu überrumpeln. Wenn er ihr nicht von allein hilft, muss sie in töten, um seine Kräfte zu bekommen. So hat sie es mit den anderen vier Kindern auch gemacht. Trevor versucht, sie mit ihren eigenen Waffen &#8211; dem Sirenengesang &#8211; zu schlagen. Doch er wird ohnmächtig. Cary versucht zu verhindern, dass Siren ihn ersticht, doch sie schleudert ihn in eine Ecke.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3451 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8960-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8960-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8960-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8960-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8960-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8960-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Plötzlich erstarkt Trevor und ihm wachsen Flügel. Es gelingt ihm, Siren auszuschalten. Und auch Cary ist gerettet, da er ein wenig von Trevors Blut abbekommen hat und sich so selbst heilen konnte.</p>
<p>Das Monsterfest ist vorbei, die Sonne geht auf. Doch in der Ferne hört man das Grollen der Drachen, die tatsächlich zurückkehren. Gemeinsam ziehen die drei Freunde &#8211; Trevor, Cary und Siren &#8211; in den Kampf!</p>
<blockquote><p>Das klingt alles sehr surreal, oder?</p></blockquote>
<p>Doch tatsächlich spielt die eigentlich recht vielschichtige Handlung hier eine untergeordnete Rolle. Viel interessanter ist die Entwicklung der Charaktere, ihre jeweilige Geschichte und wie sie miteinander umgehen.</p>
<p>In Hamburg stehen Peter Tabornal, Jacob Bedford und Sophie Earl auf der Bühne und bilden ein beeindruckendes Trio. Sophie Earl wirkt lasziv und gefährlich. Ihre zauberhaft klassische und dennoch melancholische Stimmfarbe und ihr lasterhaft-berechnendes Spiel runden den Charakter der Siren perfekt ab. Zudem beherrscht sie mit Klavier, Cello und Geige auch noch drei Instrumente. Chapeau!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3464 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8676-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8676-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8676-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8676-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8676-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8676-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Jacob Bedford wirkt zunächst unscheinbar und etwas unbedarft: Doch tatsächlich ist es ja Cary, der in Trevor den Willen zu Kämpfen weckt und sein Vertrauen in die Menschen stärkt. Bedford vermag es, dieses Vertrauen und den Glauben an das Gute über die Rampe zu bringen. Er begleitet die Truppe super auf der Gitarre und hat ganz klar viele Lacher auf seiner Seite.</p>
<p>Als Lizard Boy Trevor kann man in Hamburg Peter Tabornal erleben. Die Verzweiflung, mit einem weithin sichtbaren Makel aufgewachsen zu sein, nimmt man ihm ab. Man versteht, warum ihm seine Zeichnungen näher sind als die Menschen außerhalb seiner Wohnung. Auch das Hin- und Hergerissensein zwischen Ablehnung und Neugierde beim &#8222;Dream Girl&#8220; Siren kann Tabornal glaubwürdig umsetzen. Er ist der nette Junge von nebenan, der kein Wässerchen trüben kann und der dank seiner sich unerwartet zeigenden Macht, sehr viel Selbstvertrauen gewinnt und fortan erhobenen Haupts durch die Stadt geht. Tabornal kann seine Energie sehr gut dosieren und erschreckt mit unerwarteten Ausbrüchen genauso wie mit zarten, verletzlichen Momenten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3462 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8628-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8628-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8628-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8628-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8628-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/04/08A8628-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Musikalisch stellt das Stück die ein oder andere Herausforderung an die Besetzung. Nicht jeder kann alles können, aber Jon Mortimer holt alles aus den Künstlern heraus. Dennoch fehlt es Sophie Earl ein wenig an &#8222;Dreck&#8220; in der Stimme beim Kampf gegen Trevor (&#8222;The Fight&#8220;) und Peter Tabornal kämpft mit den Hip-Hop-Elementen im Titelsong &#8222;Lizard Boy&#8220;. Bei &#8222;Take me to bed&#8220;, dem Kampf von Siren und Trevor um Carys Leben) spielt Huertas ganz wunderbar mit verschiedensten Intensitäten, die die drei Darsteller gekonnt intonieren.</p>
<p>Auch das Bühnenbild (Mathias Wardeck) ist zweckdienlich und clever. Insbesondere aber die Videoprojektionen (ebenfalls Paul Glaser) und das Licht Design (Heiko Böttner) sorgen für einige Wow-Momente: Nicht nur Trevors Drachenflügel sind absolut beeindruckend!</p>
<p>&#8222;Lizard Boy&#8220; ist ein wunderbarer Beleg dafür, dass Shows nicht 10 Millionen Euro kosten müssen, um zu überzeugen. Mit gekonnter Regie und Darstellern, die ihre Charaktere verstehen und &#8222;leben&#8220;, kann man ein Publikum richtig gut abholen und bekommt den verdienten Stehenden Applaus.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">25</span><span class="Bold">. April 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Peter Tabornal, Jacob Bedford, Sophie Earl</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Buch &amp; Musik / Regie: </strong>Justin Huertas / Paul Glaser<br />
<strong>Fotos: </strong>Stefan Kock</span></p>
<p><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=VD7mLLjmWEE" title="Lizard Boy - European Premiere in Hamburg" width="640" height="360" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/VD7mLLjmWEE?feature=oembed" consent-required="3783" consent-by="services" consent-id="3784" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/VD7mLLjmWEE?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe></p>
</div>
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		<title>Sweeney verfolgt sein Ziel unerbittlich, blutig und sehr emotional</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/sweeney-verfolgt-sein-ziel-unerbittlich-blutig-und-sehr-emotional/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 11:45:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aliza Vakil]]></category>
		<category><![CDATA[David Pendlebury]]></category>
		<category><![CDATA[Demon Barber of Fleet Street]]></category>
		<category><![CDATA[English Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
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		<category><![CDATA[Matt Bateman]]></category>
		<category><![CDATA[Samanthey Ivey]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Ingram]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephen Sondheim]]></category>
		<category><![CDATA[Sweeney Todd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dem English Theatre in Frankfurt gelingt es immer wieder für seine Inszenierungen erfahrene West End Darsteller an den Main zu holen. Da bildet auch „Sweeney Todd“ keine Ausnahme. Stephen Sondheims wohl auch dank des Films mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Alan Rickman (2007) bekanntestes Werk ist ohnehin keine leichte Kost und ihre Akzeptanz ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dem English Theatre in Frankfurt gelingt es immer wieder für seine Inszenierungen erfahrene West End Darsteller an den Main zu holen. Da bildet auch „Sweeney Todd“ keine Ausnahme. Stephen Sondheims wohl auch dank des Films mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Alan Rickman (2007) bekanntestes Werk ist ohnehin keine leichte Kost und ihre Akzeptanz steht und fällt mit den Hauptdarstellern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2829 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0173.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Krankheitsbedingt musste die Premiere „zweigeteilt“ werden, da am eigentlichen Premierenabend Sarah Ingram als Mrs. Lovett im ersten Akt ihre Stimme verlor (die Zweitbesetzung konnte noch nicht übernehmen) und somit die Erstaufführung drei Tage später mit Samanthey Ivey als Leading Lady nachgeholt wurde. Der Start in diese Jubiläumsspielzeit (das English Theatre feiert sein 40-jähriges Bestehen) ist von vielen Ausfällen überschattet. Auch bei Matt Bateman (Pirelli) war es bis einen Tag vor der Premiere nicht klar, ob er die Show würde durchspielen können, und bei der „Nachholpremiere“ verletzte sich Hauptdarsteller Stephen John Davis und bestritt den 2. Akt humpelnd mit einem verletzten Knie.</p>
<p>Doch all dies schmälert den wieder einmal sehr gelungenen Gesamteindruck nicht im Geringsten: Rachel Stone hat ein gelungenes Umfeld geschaffen, in dem in einem Haus bis zu sechs Spielebenen möglich sind. Nackte Kupferrohre ragen aus der Decke, das Dach ist teilweise zerstört, die Wände von Pub und Barber Shop sind in die Jahre gekommen und farblich in den 1970ern stehengeblieben. Das ist jedoch mehr als passend, denn „Sweeney Todd“ erlebte seine Uraufführung 1979 – ebenfalls vor 40 Jahren.</p>
<p>Entsprechend sind auch die Kostüme (Olivia Ward) etwas altmodisch: zu kurze Hosenbeine, grobe Stiefel zu Kleidern und zu breite Krawatten sind allgegenwärtig. Clever ist es jedoch, Mrs. Lovett im zweiten Akt ein Kleid aus demselben Leder zu schneidern, wie ihre Hose im ersten Akt. Der Unterschied ist nicht groß, aber verfehlt seine Wirkung nicht.</p>
<p>Als besonderes Highlight können sich die Zuschauer sogenannte „bloody seats“ – wahlweise direkt auf der Bühne, als Gäste in Mrs. Lovetts Pie Shop, oder in der ersten Reihe – buchen. Blutabweisende Umhänge gibt es auf diesen Plätzen kostenlos dazu. Hier werden hohe Erwartungen an ein Splattermusical geschürt…</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2824 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3-768x485.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/SplashZone_3.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Sondheims teils verstörende Kompositionen klingen schon in der Ouvertüre an. Die vier Musiker (2 x Percussion, 2 x Keyboard) unter der Leitung von Matt Ramplin (sonst beim „Starlight Expresss“ am Taktstock) spielen schräg, laut und intensiv. Dazu passt Sweeneys Verbitterung und Verletztheit ob des Todes seiner Frau und dem Verschwinden seiner Tochter ganz ausgezeichnet.</p>
<p>Derek Anderson legt in seiner Regie großen Wert darauf, dass die Agierenden auf der Bühne trotz der morbiden Handlung nahbar bleiben. Seine Erfahrung mit dem Stück, welches er 2015 für das Twickenham Theatre im Off-West End inszenierte, kommt ihm hier sehr zugute. In London hat er bereits ebenfalls mit Matt Ramplin zusammengearbeitet. Dieses eingespielte Team zieht alle Register und lässt das Publikum vergessen, dass es im verregneten Frankfurt sitzt und nicht in London.</p>
<p>Mrs. Lovett (Ingram) ist ein Original. Sie ist energisch, ausnehmend erfinderisch und geschäftstüchtig. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, offenbart mütterliche Gefühle gegenüber Tobey und zeigt auch ihre Zuneigung zu Sweeney sehr deutlich.</p>
<p>Sie weiß genau, dass Sweeney Todd eigentlich Benjamin Barker ist. Sie weiß aber leider auch, dass dessen Frau nicht tot ist und dass dessen Tochter Joana von Judge Turpin in Obhut genommen wurde. Als sie Barker / Todd seine Rasierklingen wiedergibt, ist allen klar, dass hier eine besondere Bindung besteht.</p>
<p>Ingram spielt sehr einschüchternd und mit einem wundervollen Cockney-Akzent. Dass sie auch stimmlich über ein beeindruckendes Spektrum verfügt, zeigt sich nicht zuletzt beim Finale des ersten Akts („A little priest“), währenddessen die beiden ihren Meat Pie Plan auf unnachahmlich lustige Art visualisieren. Doch auch dem Publikum ist nicht verborgen geblieben, dass Ingram viel gehustet und immer wieder etwas getrunken hat. Da war die Absage des 2. Akts am Premierenabend nur konsequent.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2827 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_1102.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Samantha Ivey legt die resolute Pie Shop Inhaberin etwas weicher und verletzlicher an. Ihr fehlt der Cockney Akzent und sie singt „zu schön und schnörkellos“. Dies passt aber gerade in Songs wie „By the sea“ und „Not while I’m around” ganz hervorragend.</p>
<p>Lucy Warway spielt Tobey, den Handlanger von Todds erstem Opfer, dem betrügerischen Taschenspieler Pirelli. Ein Mädchen in dieser Rolle zu sehen, ist ungewöhnlich, funktioniert aber erstaunlich gut. Einzig „Not while I’m around” vermag ihr nicht so recht zu gelingen, da sie es zu hart intoniert und die mit diesem Song eigentlich verbundenen Gefühle (Beschützer von Mrs. Lovett, Skepsis gegenüber Todd) so im Keim ersticken.</p>
<p>Als fieser Richter Turpin, der in seinem Mündel Joana plötzlich die Frau erkennt, die er zu ehelichen gedenkt, steht David Pendlebury auf der Bühne. Er ist unbestreitbar zielstrebig, weiß genau, was er will (Joana) und was er nicht will (Todd). Dass er mit Sondheim anspruchsvollen Kompositionen gut zurechtkommt, stellt er mehrfach unter Beweis. Eindrucksvoll bleibt die Selbstkasteiung „Mea culpa“ in Erinnerung.</p>
<p>Joana, die von Turpin und Anthony gleichermaßen – wenn auch aus komplett unterschiedlichen Motiven („Kiss me“) – angebetete Tochter von Todd wird von der zauberhaften Aliza Vakil gegeben. Schon während ihrer Ausbildung hat sie sich zu einer Art „Sondheim-Expertin“ entwickelt und wendet dieses Wissen nun in ihrem Engagement vortrefflich an. Ihr glockenklarer Sopran überstrahlt alles und man fühlt sehr mit ihr mit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2828 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/01/sweeney_c_Kaufhold_0029.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Im Mittelpunkt des Abends steht jedoch ein bestechend spielender Stephen John Davis. Sein Sweeney Todd ist nicht einfach ein mordlüsterner Barbier. Er ist tief verletzt, vermisst seine Frau Lucy und setzt alles daran, seine Tochter Joana aus den Fängen von Turpin zu befreien. Dabei übersieht er, dass er in Mrs. Lovett mehr als nur eine Verbündete hat. Davis spielt die besessenen Momente genauso glaubwürdig wie die ruhigen, gefühlvollen. In den zahlreichen Duetten setzt er sich regelmäßig gegen seine Bühnenkollegen durch (bspw. „Pretty Women“). Beinah zwangsläufig folgt man eher Todd als Turpin, Pirelli oder Lovett. „The closest shave you’ll ever know“ jagt einem – nicht zuletzt wegen Davis‘ ausdrucksstarker Mimik – Gänsehaut-Schauer über den Rücken.</p>
<p>Natürlich trägt auch das herumspritzende Theaterblut maßgeblich zum Gruselfaktor dieses Stücks bei. Die zahlreichen aufgeschlitzten Kehlen von Todds Kundschaft versprühen ihr Innerstes höchst effektvoll. Glücklicherweise wird hier eine andere Blutmischung benutzt als normalerweise im Theater üblich: Diese hier soll sich problemlos auswaschen lassen, wenn doch etwas durch die Umhänge durchdringt.</p>
<p>Vom Splattermusical ist man jedoch weit entfernt. Dass die Kupferrohre tatsächlich nur Dekoration bleiben und keinen weiteren Zweck erfüllen, ist schade.</p>
<p>Als Joana am Ende einerseits miterlebt, wie Todd (von dem sie nicht weiß, dass er ihr Vater ist) Turpin kaltblütig ermordet und fliehen will, Todd seine Tochter aber durch ihre Verkleidung als Junge nicht erkennt, Mrs. Lovett andererseits von Todd in ihren eigenen Ofen geworfen wird als dieser feststellt, das sie ihm die Wahrheit über die inzwischen von ihm selbst getötete Lucy vorenthalten hat, und schlussendlich auch noch Tobey den Todd von Mrs. Lovett rächt und Todd die Kehle durchschneidet, ist die Erlösung für Todd alias Barker für alle im Publikum greifbar.</p>
<p>Das Jubiläumsjahr des English Theatre steht unter dem Motto „Flirting with Madness“. „Sweeney Todd“ ist ein Musical, das eindeutig hervorragend hierzu passt und in der aktuellen Inszenierung, die (wie schon „Cabaret“ im letzten Jahr) im kommenden Frühjahr auch im Deutschen Theater in München gezeigt werden wird, dem höchstprofessionellen Anspruch dieses kleinen „Nischentheaters“ mehr als gerecht wird.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Frankfurt</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 2. November 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Stephen John Davis, Sarah Ingram, Samanthey Ivey, Matt Bateman, Lucy Warway, Aliza Vakil, David Pendlebury </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Derek Anderson / Stephen Sondheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> English Theatre / Kaufhold<br />
</span></div>
<div></div>
<div style="text-align: center;"><a href="https://youtu.be/yto4KfOlgFo"><strong>Promo-Video des English Theatre</strong></a></div>
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		<title>Erneut eine gute, wenn auch sehr unaufgeregte Inszenierung des Klassikers</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/erneut-eine-gute-wenn-auch-sehr-unaufgeregte-inszenierung-des-klassikers/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 04 Nov 2018 16:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Cabaret]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>John Kanders und Fred Ebbs „Cabaret“ hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel.  Und dennoch ist dieses Stück so aktuell wie nie zuvor: Extreme politische und extremistische gesellschaftliche Strömungen nehmen unter dem Deckmantel des Patriotismus und gemäßigten Nationalismus in den letzten Jahren weltweit zu. Die Exklusion von Minderheiten ist nach wie vor sehr ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>John Kanders und Fred Ebbs „Cabaret“ hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel.  Und dennoch ist dieses Stück so aktuell wie nie zuvor: Extreme politische und extremistische gesellschaftliche Strömungen nehmen unter dem Deckmantel des Patriotismus und gemäßigten Nationalismus in den letzten Jahren weltweit zu. Die Exklusion von Minderheiten ist nach wie vor sehr weit verbreitet und die breite Masse schaut mehr oder weniger stumm zu und lässt alles geschehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2448 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1137-copy-e1549210822288-400x388.jpg" alt="" width="306" height="297" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1137-copy-e1549210822288-400x388.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1137-copy-e1549210822288-768x745.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1137-copy-e1549210822288.jpg 999w" sizes="auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px" />Doch mit „Cabaret“ bekommen wir deutlich vor Augen geführt, dass sich (kleinste) politische Veränderungen früher oder später in unvorhergesehenem Maß auf den Alltag von jedem auswirken – auch auf die Unterhaltungsbranche. Denn diese steht bei „Cabaret“ im Mittelpunkt.</p>
<p>Sally Bowles verführt mit ihren lasziven Tanz- und Gesangseinlagen die Männer reihenweise. Auch der amerikanische Autor Cliff verfällt Sally und ihrer Lebensfreude, die man auch als Gleichgültigkeit gegenüber dem Zeitgeschehen bezeichnen könnte. Aber die Vermieterin von Cliff, Fräulein Schneider, bekommt die Auswirkungen des Nationalsozialismus unmittelbar zu spüren als sie dem Werben des jüdischen Obsthändlers nachgibt und in eine Heirat einwilligt, die aber schon bei der Verlobungsfeier jäh von Ernst – einem windigen Schmuggler im Auftrag der NSDAP – unterbrochen wird. Leider entscheidet sich Fräulein Schneider daraufhin für die vermeintlich sichere Seite und lässt Herrn Schulz ziehen. All dies wird dem Publikum vom Emcee, dem Conférencier des Kit Kat Clubs, auf charmante Art berichtet.</p>
<p>Für die diesjährige Musicalinszenierung am English Theatre in Frankfurt zeichnet einmal mehr Tom Littler verantwortlich. Er hat ein optisch und inhaltlich stimmiges Gesamtbild erschaffen, welches aber in vielerlei Hinsicht gern noch provokanter hätte sein dürfen. So sind die Charaktere eher blass und die Bedrohung durch die Nationalsozialisten unterschwellig und kaum spürbar. Auch die Choreographien von Cydney Uffindell-Phillips hätten etwas mehr Schärfe vertragen können (Ausnahme: die Eröffnung des 2. Akts, wo aus einem sexy Pas de Deux mehrerer Paare ein im Stechschritt marschierendes Ensemble wird). Den im Programmheft angekündigten Brechtschen Sarkasmus vermisst man leider gänzlich und so ist „Cabaret“ lange nicht so wild und sexy wie das Theater es seinen Besuchern ankündigt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2446 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_0814-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_0814-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_0814-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_0814-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch Ausstattung, Lichtdesign und musikalische Leitung überzeugen vollends: Simon Kenny hat mit der bedrückenden Stahlkonstruktion ein nüchternes Ambiente geschaffen, welches nach hinten von einem Bahnwaggon begrenzt wird, der zugleich als Orchesterraum dient und sogar am Ende des Stücks von der Bühne fährt. Richard G. Jones gelingt es in jeder Szene, die Darsteller ins rechte Licht zu rücken, ohne dabei zu bunt und aufdringlich zu sein.</p>
<p>Tom Attwood und seine fünf Musiker intonieren Kanders Swing-Melodien mitreißend.  Ein schöner Kniff sind die beiden Darsteller, die als Saxophonisten bzw. Klarinettisten die Band unterstützen.</p>
<p>Auffällig ist der deutsche Akzent, mit dem Littler seine Cast durchgehend spielen lässt. Bei Ernst, dem NSDAP-Anhänger, könnte dieser Akzent zur Unterstreichung der Besonderheit dieses Charakters noch sinnvoll erschienen. Aber durchweg alle auf der Bühne mit fiesem deutschen Akzent sprechen zu lassen, wird irgendwann einfach zu viel.</p>
<p>Greg Castiglioni kommt die ehrenvolle Aufgabe zu, dem Publikum die gar nicht so leichte Kost schmackhaft zu präsentieren. Er macht dies mit viel Charme. Seine neckische Mimik und seine schöne Stimme lassen ihn zum Star dieser Inszenierung werden. Er stellt die Tänzerinnen und Tänzer äußerst charmant vor. Den „Gorilla-Song“ bringt er mit der perfekten Mischung aus Spaß und „Spiegel vorhalten“ über die Rampe und sein „I don’t care much“ hat eine starke Intensität. Kein Wunder also, dass er den lautesten Premierenapplaus bekommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2449 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1601-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1601-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1601-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/02/cabaret_c_Kaufhold_1601-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Als Sally Bowles ist Helen Reuben zu erleben, die sehr sympathisch spielt, eine intensive Sprechstimme hat und auch viel Gefühl in ihre Songs legt. Leider ist sie gesanglich insbesondere mit den hohen Tönen überfordert und singt auch viele Passagen nicht aus. Ihre Sally ist sehr selbstbewusst, fast schon arrogant und hat eine sehr prätentiöse Art. „Maybe this time“ gelingt ihr sehr düster, fast schon hässlich vor lauter Zweifeln und Geringschätzung. Ihr finales „Cabaret“ hingegen ist sehr verzweifelt und ihr spielerischer Ausdruck in diesem Song ist raumgreifend.</p>
<p>Insgesamt fällt auf, dass die Protagonisten ihre Stärken nicht im Gesang haben, sondern im Schauspiel. Das gilt auch für Fräulein Schneider und Herrn Schulz. Sarah Shelton und Richard Derrington geben ein zuckersüßes Paar ab. „A Pineapple“ rührt auch in Littlers Inszenierung zu Tränen. Auch Ryan Saunders (Cliff Bradshaw) überzeugt eher schauspielerisch als gesanglich. Anders sieht es aus beim Ensemble: Hier haben die meisten eine ausgeprägte Musicalgeschichte, was man besonders Matt Blaker (Ernst), Hendrick January (Bobby) und Miles Paloma (Hans) bei den Choreographien ansieht.</p>
<p>„Cabaret“ im English Theatre ist Unterhaltung auf hohem Niveau, bei der es auf die vielen kleinen Details ankommt. Das Gesamtbild ist sehr stimmig. Doch im Gegensatz zu anderen Inszenierungen verlässt man das Theater hier nicht betroffen oder besorgt, sondern kann sehr schnell auf Normalität umschalten. Das wirkt ein wenig befremdlich vor dem Hintergrund der Handlung, doch Littler wird hierfür sicherlich seine Gründe haben, zumal die wenigsten Gäste sicherlich einen direkten Vergleich haben werden.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Frankfurt</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 3. November 2018<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Helen Reuben, Greg Castiglioni, Sarah Shelton, Richard Derrington, Ryan Saunders, Matt Blaker, Hendrick January, Miles Paloma</span></span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Bühne:</span></strong> Tom Littler / Simon Kenny</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Martin Kaufhold<br />
</span></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/erneut-eine-gute-wenn-auch-sehr-unaufgeregte-inszenierung-des-klassikers/">Erneut eine gute, wenn auch sehr unaufgeregte Inszenierung des Klassikers</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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		<title>Gelungene Ausstattung trifft auf ungewöhnliche Arrangements und oberflächliche Charaktere</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/gelungene-ausstattung-trifft-auf-ungewoehnliche-arrangements-und-oberflaechliche-charaktere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2017 16:01:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Clodagh Long]]></category>
		<category><![CDATA[English Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Jekyll & Hyde]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Singer]]></category>
		<category><![CDATA[John Addison]]></category>
		<category><![CDATA[Samantha Dorsey]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Littler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das English Theatre in Frankfurt überzeugt Publikum wie Kritiker seit Jahren mit hochklassigen Schauspiel- und Musicalinszenierungen. Das für jedes Stück neu zusammengestellte Ensemble verfügt über jahrelange Erfahrung in seinem Fach. Gleiches gilt für die Kreativen hinter den Kulissen. Auch für das vor 20 Jahren zum ersten Mal am Broadway gezeigte Musical von Frank Wildhorn und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/gelungene-ausstattung-trifft-auf-ungewoehnliche-arrangements-und-oberflaechliche-charaktere/">Gelungene Ausstattung trifft auf ungewöhnliche Arrangements und oberflächliche Charaktere</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das English Theatre in Frankfurt überzeugt Publikum wie Kritiker seit Jahren mit hochklassigen Schauspiel- und Musicalinszenierungen. Das für jedes Stück neu zusammengestellte Ensemble verfügt über jahrelange Erfahrung in seinem Fach. Gleiches gilt für die Kreativen hinter den Kulissen.</p>
<p>Auch für das vor 20 Jahren zum ersten Mal am Broadway gezeigte Musical von Frank Wildhorn und Leslie Bricusse gelten diese Rahmenbedingungen. Neil Irish hat eine sehr treffende Umgebung für die schaurige Geschichte des experimentierfreudigen Dr. Jekyll und mordlüsternen Edward Hyde geschaffen: Die sechsköpfige Band nimmt (in zeitgenössischen Kostümen) auf der Empore Platz, die an der Balustrade den Blick frei gibt auf die darunter liegende Rundbühne, deren rückwärtige Hälfte durch reich gefüllte Laborregale begrenzt und an den Seiten von einer groben Holzkonstruktion und Metalltreppen flankiert wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2194 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1396-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />So stimmungsvoll wie die Bühne sind Irish auch die Kostüme gelungen, die allesamt perfekt ins viktorianische London passen, wo die Geschichte von Jekyll/Hyde, Emma und Lucy bekanntlich spielt.</p>
<p>Wildhorns Kompositionen wurden für die Inszenierung in Frankfurt von Tom Attwood großteils neu arrangiert, was irritierende Elemente Spanischer Gitarre, Club-Sounds und Sprechgesang hervorbringt. Dass der „eher orchestralen Musik“ durch diese Überarbeitung wie in der Pressemitteilung angegeben „härtere Rockklänge“ gegenüberstehen, muss jedoch nach dem Besuch der Premiere eindeutig angezweifelt werden. „Dangerous Game“ in aktuellem Club-Sound zu spielen, will so gar nicht so diesem düsteren, sexuell aufgeladenen Song passen. Hingegen ist die Idee „Actor-Musicians“ einzubinden, die als Stride oder Nellie keine unwesentlichen Rollen spielen und in anderen Szenen die Band an Klarinette und Cello unterstützen, sehr gelungen. Doch musikalisch sind diese neuen Arrangements recht fragwürdig.</p>
<p>John Addison, der schon 2014 im English Theatre als Sam in „Ghost“ zu sehen war, übernimmt die anspruchsvolle Titelrolle. Seine einschlägigen Erfahrungen als „Raoul“ oder „Marius“ sind schon in seinem ersten Solo unüberhörbar. Er singt sauber, klar und mit Kraft. Dass die Band ihn bei „Pursue the truth“ phasenweise übertönt (und sich dies im Laufe des Abends gerade in den Uptempo-Nummern mehrfach wiederholt), macht es Addison nicht gerade leichter.</p>
<p>Bei den Choreographien verschenkt Cydney Uffindell-Phillips viel Potential. Sie hat nur zwölf Darsteller auf der Bühne, die nicht alle geborene Tänzer sind, was man aber bei den in der Originalfassung eher ruckartigen Bewegungen bei „Facade“ oder „Murder“ auch nicht sein muss. Doch leider ist bei den weniger durchchoreographierten Szenen – mit Ausnahme der Schlussapplausordnung – keine Struktur erkennbar. Schade auch, dass die Gelegenheit nicht genutzt wurde, ausgerechnet am 11. November (an dem traditionell mit Mohnblumen Kriegsveteranen gedankt wird) die an die Gesellschaft verteilten <em>Poppies</em> in den Tanz einzubinden. So wedeln die Darsteller einfach nur unmotiviert damit herum, was leider wenig stilvoll ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2193 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_1181-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Samantha Dorsey steht als Dr. Jekylls Verlobte Emma Carew auf der Bühne. Sie füllt die Rolle sehr gut aus, verleiht der vermeintlich angepassten Adelstochter ihren eigenen Willen und überzeugt gesanglich schon bei ihrem ersten Auftritt („Take me as I am“).</p>
<p>Als Nellie ist Jessica Singer zu erleben. Sie spielt und singt die Chefin im „Red Rat Club“ mit viel Leidenschaft und Sex Appeal. Unweigerlich fragt man sich, warum nicht sie für die selbstbewusste Lucy besetzt wurde, die nicht nur Jekyll/Hyde mit ihrem Spiel um den Finger wickelt. Stattdessen gibt Clodagh Long die Prostituierte, die am Ende Hydes Mordlust zum Opfer fällt. Long singt wunderschön und beinahe unschuldig, doch ihre eher kindliche Stimme, ihr braver Gesichtsausdruck und ihre wenig anrüchige Art sich zu bewegen, werfen Fragen nach der Auslegung dieses Charakters aus. Dazu kommt noch, dass „Bring on the men“ eher als blasse Moulin Rouge Version inszeniert wird, anstatt als schlüpfrig-deftige Anmachnummer in einem Bordell.</p>
<p>Dass Emma und Lucy nicht die beiden Welten der viktorianischen Ober- und Unterschicht repräsentieren, wird bei ihren wundervollen Duett „In his eyes“ klar: Die beiden wirken wie Zwillinge, die sich nur durch ihre unterschiedlichen Kleider unterscheiden. Mimik, Habitus und Stimmlage sind absolut identisch. Sehr schade, dass hier kein Wert auf Trennschärfe gelegt wurde.</p>
<p>Diesen Bruch mit dem Bekannten, das Abrücken vom Erwartbaren zieht sich an vielen Stellen durch diese Inszenierung von Tom Littler. Nicht nur Lucy, Nellie und das „Red Rat“ sind eher unspektakulär und die Charaktere blass, auch und gerade für Jekyll/Hyde legt Littler einen offenbar sehr schwachen Charakter zugrunde. Im Programmheft wird dargelegt, dass die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde schon immer falsch wahrgenommen wurde: Weder ist Dr. Jekyll ein guter Mensch, noch Hyde eine Zufallsentdeckung oder gar sein böses Alter Ego, gegen das er im Rahmen seiner Forschung ankämpft. Vielmehr ist Dr. Jekyll ein unterdrückter Mann, der seine aggressiven und sexuellen Neigungen als Edward Hyde endlich ausleben kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2192 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy-768x511.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/jekyll_hyde_c_Kaufhold_0541-copy.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Legt man diese Denkweise zugrunde, kann man ansatzweise nachvollziehen, warum bei der Verwandlung von Jekyll in Hyde kaum eine Änderung wahrzunehmen ist – weder optisch noch stimmlich zeigt Addison eine deutliche Wandlung. In der „Confrontation“ wird noch deutlicher, dass sich Jekyll und Hyde nur marginal voneinander unterscheiden. Zwar wird mit gelungenen Lichtwechseln (Licht-Design: Richard G. Jones) der Kampf zweier Charaktere angedeutet, doch wirklich hören oder spüren kann man hiervon nichts.</p>
<p>Schöne Einfälle wie die permanente (gesellschaftliche) Beobachtung unter der Dr. Jekyll während einer Experimente steht (das Ensemble steht in weißen Kitteln an der Balustrade oberhalb des Labors und folgt dem dortigen Geschehen unter sichtbarer Anteilnahme) werden durch unerklärliche Einschnitte wie das spontane Wiederauferstehen der von Hyde Ermordeten während des Songs „Murder“ zunichte gemacht. „I am not dead yet“ stand letztes Jahr bei „Spamalot“ auf dem Programm. Da wirkt es schon unfreiwillig komisch, wenn Lady Beaconsfied und General Glossop sich mitten im Song wieder aufrichten und mitsingen. Als dann noch Lord Savages Kopf nach dem Überfahren durch den Zug am anderen Ende der Bühne wieder aufgefangen wird, ist die Grenze zur Persiflage überschritten.</p>
<p>Dass Dr. Jekyll bei seiner Hochzeit durch die ihm in einer Art Halluzination erscheinende blutüberschmierte Lucy plötzlich wieder zu Hyde wird, ist auch eher überraschend für die Gäste und trägt zur allgemeinen Verwirrung des Publikums bei.</p>
<p>Wildhorns und Bricusses „Jekyll &amp; Hyde“ funktioniert, weil es in sich stimmig, düster, sexy und spannend zugleich ist, weil es verschiedene Welten gegenüberstellt, mit Klischees spielt und die Figuren perfekt in dieses Gesamtkonzept eingebettet sind. Nimmt man diesem Musical die zugrundeliegende Wechselwirkung von Gut und Böse und inszeniert es so scheinbar willkürlich wie Littler es in Frankfurt gemacht hat, bleiben viele Fragezeichen übrig.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
erschienen <em>in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Frankfurt</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 11. November 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>John Addison, Samantha Dorsey, Jessica Singer, Clodagh Long</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Frank Wildhorn / Tom Littler</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Martin Kaufhold<br />
</span></div>
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		<title>Näher dran an der Originalinszenierung geht es kaum</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2016 15:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie britischen Humor mögen und mal wieder zwei Stunden herzlich lachen möchten, empfehlen wir Ihnen Monty Python’s „Spamalot“ im English Theatre in Frankfurt. Die irrwitzige Gralssuche von King Arthur und seinen Rittern wurde von den britischen Komikern rund um John Cleese und Eric Idle bereits 1975 unter dem Titel „Monty Python and the Holy ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie britischen Humor mögen und mal wieder zwei Stunden herzlich lachen möchten, empfehlen wir Ihnen Monty Python’s „Spamalot“ im English Theatre in Frankfurt. Die irrwitzige Gralssuche von King Arthur und seinen Rittern wurde von den britischen Komikern rund um John Cleese und Eric Idle bereits 1975 unter dem Titel „Monty Python and the Holy Grail“ (zu deutsch: „Die Ritter der Kokosnuss“) in die Kinos gebracht. Ab 2004 konnte man viele der doch reichlich skurrilen Charaktere auf der Musicalbühne wiedersehen: die „Lady of the Lake“, die „Knights who say Ni“ und „Sir Robin the Not-Quite-So-Brave-As-Sir-Lancelot“ sind nur einige Beispiele. Natürlich kommt auch God zu Wort und die für die deutsche Filmfassung namensgebenden Kokosnüsse werden von King Arthurs Diener Patsy auch auf der Bühne in der gewünschten Gangart zum Klingen gebracht.</p>
<p>Wer glaubt, dass man für „Spamalot“ eine große Broadway-Bühne braucht, irrt. Im English Theatre hat Tim McQuillen nach „The Life“ und „Ghost“ erneut eine in sich stimmige Umgebung geschaffen. Die Bibliothek, in welcher der Historiker die Zuschauer begrüßt, umrahmt das Geschehen. Dahinter findet sich eine Burgmauer mit Tor, und auch der „dark and extremely expensive forrest“ fehlt nicht. Und auch die Kostüme (ebenfalls von McQuillen) sind sehr gelungen. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Kleider der Lady of the Lake, die bei jedem ihrer Auftritte in einer neuen Robe erscheint. Nicht ganz so gelungen ist hingegen Lancelots „Coming Out“-Dress. Dieser erfüllt zwar ganz klar seinen farbenfrohen, schillernden Zweck, aber hier wäre sicherlich etwas Besseres möglich gewesen. Auch die Turnkleidchen der „Laker Girls“ mit ihren fransigen Röckchen wirken zunächst etwas fehlt am Platz. Doch als die Röcke sich zu Pompons verwandeln, die den Song „Laker Girls Cheer“ perfekt visualisieren, passt wieder alles zusammen.</p>
<p>Die nur 13 Akteure auf der Bühne agieren auf höchstem Niveau, obwohl sie einen Erfahrungsschatz haben, der unterschiedlicher nicht sein könnte. So ist es für Anthony Cragg (Swing) und Joe Etherington (Sir Bedevere / Concorde) die erste Rolle nach Abschluss ihrer Ausbildung, während Matthew Gent (Sir Robin), Jo Parsons (Galahad) und John McManus ( Historian / Prince Herbert / Not dead Fred) zahlreiche Engagements im West End vorweisen können. Eine beeindruckende Vita haben auch George Rae (Patsy) und Scott Armstrong (Lancelot), die schon für viele UK-Tourneen von Musicals engagiert waren. Nic Kyle (King Arthur) war in seiner Heimat Neuseeland in vielen Hauptrollen (u. a. Chris in „Miss Saigon“ und Jesus in „Jesus Christ Superstar“) zu sehen. Soophia Foroughi (Lady of the Lake) stand schon auf der halben Welt auf einer Musicalbühne und hat dort mit Stars wie Michael Ball gearbeitet.</p>
<p>Keine leichte Aufgabe für Regisseurin Lisa Blair, den bunten Haufen auf Linie zu bringen, doch es gelingt ihr ganz vorzüglich. Was man deutlich spürt, ist Blairs Schauspiel-Schwerpunkt: Viele Musicals hat sie bisher nicht inszeniert, doch genau dies kommt den Charakteren sehr zu gute. Die Protagonisten spielen akzentuierter und authentischer (sofern bei einem Slapstick-Musical überhaupt möglich), die Dialoge sind sehr gut ausgearbeitet, und die Mimik der Darsteller ist perfekt auf die jeweilige Figur abgestimmt, wobei die meisten gleich mehrere Rollen übernehmen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Publikum beim Gesang Abstriche machen muss. Weit gefehlt! Ausnahmslos alle Songs werden sauber intoniert, lediglich in den chorischen Nummern der Ritter hört man zweimal eine leichte Disharmonie.</p>
<p>Augenscheinlich hat Blair mit ihren Darstellern sehr gut gearbeitet, denn jeder gibt seiner Rolle etwas Besonderes. Nic Kyle wirkt zwar sehr jung und sanft für King Arthur, kann aber mit seinem klaren Tenor und seiner Fokussierung überzeugen (insbesondere bei „I’m so alone“). Soophia Foroughi weiß ihr „Handwerkszeug“ Stimme sehr gut zu nutzen. Sie wechselt Stimmlagen genauso problemlos wie Stile. Die beleidigte Diva (&#8222;Whatever happened to my part?&#8220;) steht ihr besonders gut. Da vergisst man schnell, dass ihr die Jazz-/Swing-Nummer in Camelot (die zweite Version vom „Song that goes like this“) nicht ganz gelingt.</p>
<p>George Rae interpretiert mit „Always look on the bright side of life“ den einzigen bekannten Song. Er gibt einen sehr zurückhaltenden, aber nicht duckmäuserischen Patsy. Folglich kommt auch dieser Showstopper eher schüchtern als kraftvoll über die Rampe. Doch das passt wiederum sehr gut zum Gesamtbild der Figur, die man einfach mögen muss. Vielseitigkeit – und diese durchaus glaubwürdig – beweist John McManus. Als „Not dead Fred“ bringt er das Publikum mit seiner lustigen Tanzeinlage zum Lachen und als Prince Herbert erweichen seine großen Kulleraugen und seine unerwartet klare, trotz der Höhen volle Stimme, jedes Herz.</p>
<p>Als der schöne Galahad, der es King Arthur als bockiger Dennis (inklusive Querverweis auf den Brexit als Folge vom Volk nicht erwünschter Entscheidungen regierender Persönlichkeiten) wirklich nicht leicht macht, ist Jo Parsons zu erleben. Gesanglich gefällt er genauso wie in seinen Rollen, wobei er als grantelnder Vater von Herbert fast noch überzeugender ist als als Galahad. Auch sein mit einem deutlichen Essex-Akzent ausgestatteter Dennis ist großartig.</p>
<p>Matthew Gent überzeugt als ängstlicher Sir Robin von der ersten Sekunde an. Er ist auf der Bühne jederzeit präsent und sein Spiel zieht immer wieder die Blicke auf sich, selbst wenn er gar nicht im Mittelpunkt steht (bspw. als die Ritter den Anweisungen Gottes zu ihrer Gralssuche lauschen und sich jeder deutlich sichtbar seine Gedanken dazu macht, was für ihn der Gral bedeutet). &#8222;Brave Sir Robin&#8220; und &#8222;You Won&#8217;t Succeed on Broadway&#8220; zeigen die beiden Seiten des Ritters (ängstlich und mit einem großen Musicalwissen ausgestattet). Beide Szenen folgen direkt aufeinander und wo man sich eben noch über den Angsthasen ausgeschüttet hat, klatscht man bei seinem Lehrstück zu einem erfolgreichen Broadway-Musical begeistert mit.</p>
<p>Den zunächst etwas widerborstigen Lancelot, der scheinbar nur auf Kampf aus ist, gibt Scott Armstrong. Der gebürtige Schotte weiß seine Herkunft in den meisten Dialogen zu kaschieren, doch als er den Rittern eröffnet, dass sie das Monster-Kaninchen besiegen müssen, belehrt sie in knallhartem Schottisch. Auffällig ist seine ausdrucksstarke Mimik, mit der er das Geschehen um ihn herum – gleich in welcher seiner vier Rollen – nonverbal kommentiert. Auch damit setzt er sich von seinen Kollegen ab. Herausragend ist seine Performance als Anführer der „Knights who say Ni“: Der souveräne Stelzengang in einem unhandlichen Kostüm, seine intensive Mimik und die unmissverständliche Ausdrucksweise und ehrfurchtgebietende Haltung zeigen eine große Bandbreite seines Könnens. Dass er zudem auch noch gesanglich gefällt, macht ihn zum besten Darsteller dieser Produktion.</p>
<p>Herausforderungen ganz anderer Art hatte Rebecca Howell (Choreographie) zu meistern. Die Tanznummern sind allesamt sehr schwungvoll und ausladend. Das geht in den meisten Szenen gut, doch bei „Always look on the bright side of life“ wird es für die sieben tanzenden Ritter plus Patsy – allesamt mit Regenschirmen ausgestattet &#8211; doch etwas eng. Dafür wird „His name is Lancelot“ mit der lässig wirkenden Choreographie nicht nur wegen der ausgefallenen Kostüme der Tänzer zum Hingucker.</p>
<p>„Spamalot“ im English Theatre in Frankfurt ist aber nicht nur wegen der gelungenen Kulissen und Kostüme sowie der exzellenten Künstler auf der Bühne sehenswert. Auch Sonya Kraus als Stimme Gottes ist hörenswert. Insbesondere die englischen Originaltexte machen diese Inszenierung zu einem Must-See. Die Witze sind mal versteckt, mal sehr plakativ, und der Humor ist schwarz und britisch-böse, was in der Muttersprache der Schöpfer dieses Stücks einfach nochmal um ein vielfaches authentischer ist als in einer (durchaus gelungenen) deutschen Übersetzung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>gekürzt</em> <em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></p>
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<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> English Theatre, Frankfurt</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">16</span>. November 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Scott Armstrong, Nicole Carlisle, Anthony Cragg, Joe Etherington, Soophia Foroughi, Jemma Geanaus, Matthew Gent, Keith Henderson, Nic Kyle, John McManus, Jo Parsons, George Rae, Katy Stredder</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Eric Idle, John Du Prez, Neil Innes / Lisa Blair<br />
<strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Martin Kaufhold</span></div>
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