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	<title>David Jakobs-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>David Jakobs-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Die Besetzung sorgt für einige Fragezeichen &#8211; trotz traumhaftem Ambiente und einem Orchester in Bestform</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jul 2019 05:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/die-besetzung-sorgt-fuer-einige-fragezeichen-trotz-traumhaftem-ambiente-und-einem-orchester-in-bestform/">Die Besetzung sorgt für einige Fragezeichen &#8211; trotz traumhaftem Ambiente und einem Orchester in Bestform</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das nennt man wohl eine kaiserliche Umgebung: Das Publikum wird von einer großen Bühne im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn bei Sonnenuntergang und hochsommerlichen Temperaturen empfangen. Das große Orchester der Vereinigten Bühnen Wien füllt diese Bühne fast komplett und lässt nur drei Gänge frei, auf denen die Akteure an diesem Abend agieren. Damit die mehr als je 10.000 Zuschauer der beiden konzertanten Aufführungen auch nah am Geschehen sein können, wird die Bühne links und rechts von zwei überdimensionalen Leinwänden flankiert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2567 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-400x238.jpg" alt="" width="400" height="238" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-400x238.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-768x457.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110-1024x610.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/elisabeth_schoenbrunn_gp_┬®_h_prammer_B1070110.jpg 1500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Dass eine Open Air Location gewisse Herausforderungen mit sich bringt, hört man leider von Anfang an. Der Klang ist nicht ausgewogen, leise Töne sind kaum zu verstehen und die Mikros sind oftmals nicht rechtzeitig offen.</p>
<p>Dafür fühlen sich „Elisabeth“-Fans mit den angedeuteten Choreographien und den Originalkostümen sehr wohl. Der Wiedererkennungswert ist unbestreitbar. 27 Jahre nach der Uraufführung in Wien erleben die Zuschauer ein Konzert mit den Original-Kaiserpaar von 1992 in den Hauptrollen: Pia Douwes schlüpft einmal mehr in das enge Korsett der österreichischen Kaiserin, während Viktor Gernot als Franz Joseph I. erneut vergeblich um ihre Liebe und Unterstützung kämpft.</p>
<p>Doch auch Mark Seibert als Tod und Daniela Ziegler als Erzherzogin Sophie haben ihre Rollen bereits in früheren Bühnenfassungen gespielt. Komplettiert wird die Riege der bekannten Cast durch David Jakobs als Luigi Lucheni, Lukas Perman als Erzherzog Rudolf, Hans Neblung als Herzog Max und Patricia Nessy als Herzogin Ludovika / Frau Wolf. 16 weitere Darstellerinnen und Darsteller sorgen für ein rundes Gesamtbild.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2568 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2-310x400.jpg" alt="" width="310" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2-310x400.jpg 310w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_2.jpg 654w" sizes="(max-width: 310px) 100vw, 310px" />Douwes transportiert die Naivität und Hoffnung der jungen Sisi routiniert, während Gernot dem glücklosen jungen Kaiser sehr viel Gefühl verleiht. Beide Darsteller haben das Spielalter ihrer Rollen natürlich lange hinter sich gelassen, was manches Mal zu unfreiwilliger Komik führt. Auch stimmlich war Douwes an diesem Abend hörbar angeschlagen, was die zahlreich anwesenden Fans wohlwollend überhörten. Als die beiden in vollem Ornat zum Auftakt des zweiten Akts in einer echten Pferdekutsche vorfahren, kennt die Begeisterung kein Halten!</p>
<p>Doch auch Mark Seibert setzt als Marionettenspieler gelungene Akzente. „Der letzte Tanz“ ist der erwartete Showstopper und bei „Die Schatten werden länger“ steckt er Perman spielend in die Tasche.</p>
<p>Daniela Ziegler zieht als Erzherzogin Sophie schauspielerisch alle Register, dafür muss man bei ihr deutliche Abstriche beim Gesang machen, was insbesondere beim Solo „Ist das nun mein Lohn?“ deutlich hörbar ins Gewicht fällt.</p>
<p>Ein Highlight ist sicherlich, dass Komponist Sylvester Levay den Taktstock von Michael Römer übernimmt, um „Ich gehör nur mir“ zu dirigieren. Diese Ehre wurde bisher nur sehr wenigen Zuschauern zuteil. Das ohnehin fulminant aufspielende Orchester wurde durch diesen besonderen Moment noch mehr in den Mittelpunkt dieses Musical-Konzerts gerückt.</p>
<p>Die Ensemble-Nummer („Caféhaus“, „Milch“, „Hass“) entwickeln auch mit reduzierten Choreographien und ohne Kulissen eine beeindruckende Intensität. Die handverlesenen Darstellerinnen und Darsteller überzeugen vollends.</p>
<p>David Jakobs gelingt es als Lucheni nicht ganz, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. „Kitsch“ bleibt – nicht zuletzt auch wegen der schlechten Tontechnik – deutlich hinter den Erwartungen zurück. Auch während Luchenis weiterer Szenen wirkt Jakobs‘ Spiel häufig leicht aufgesetzt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2569 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-400x254.jpg" alt="" width="400" height="254" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-400x254.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1-768x488.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2019/07/Eli_2019_1.jpg 800w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Lukas Perman gibt den verstoßenen Sohn, Rudolf, sehr gefühlvoll und spielt mit großem Einsatz. Während sein Flehen zur Mutter in akustischer Mangelhaftigkeit untergeht, ist sein Kampf mit dem Tod durchaus ansprechend, wenn er auch Mark Seibert nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hat.</p>
<p>Pia Douwes hat im obligatorischen Bilderrahmen und mit den großen Roben (Yan Tax) die optisch beeindruckendsten Momente. Viktor Gernot rührt mit „Boote in der Nacht“ zu Tränen. Doch in dieser konzertanten Fassung ist eindeutig der Tod das bestimmende Element. Seibert ist charmant, gefährlich und – egal in welcher Ecke der Bühne er steht – immer präsent. Auch gesanglich trotz er den Unwägbarkeiten und überzeugt.</p>
<p>So schön die Idee auch sein mag, die Originalbesetzung der Uraufführung nach fast 30 Jahren auf der Bühne zu vereinen, so unglücklich sind die unzähligen Nahaufnahmen, die jede einzelne Falte in den Gesichtern des ganz und gar nicht mehr jungen Kaiserpaars hervorheben. Zudem ist es deutlich nachteilig, dass die Darsteller vorrangig von unten gefilmt werden: Dieser Winkel lässt niemanden gut aussehen.</p>
<p>Fans von Michael Kunzes und Sylvester Levays Welthit kommen bei diesen konzertanten Aufführungen sicherlich auf ihre Kosten. Auch die einmalige Kombination von einem großen Orchester auf der Bühne und einer Teilinszenierung mit Kostümen, einigen Kulissen und Choreographien ist sehenswert. Gil Mehmert hat hier an vielen Stellen gute Ideen umgesetzt. Doch verglichen mit der Bühnenshow – egal, ob Originalshow von 1992 oder aktuelle Tourfassung von 2015 – bleibt dieses Konzert am Ende mittelmäßig.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" href="https://youtu.be/GX5dgYKSdhs"><strong>Promo-Video der Vereinigten Bühnen Wien</strong></a></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Ehrenhof Schloss Schönbrunn, Wien</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Premiere:</strong> 5. Juli 2019</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Pia Douwes, Viktor Gernot, Mark Seibert, David Jakobs, Lukas Perman, Daniela Ziegler, Hans Neblung, Patricia Nessy</span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Gil Mehmert / Sylvester Levay</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> VBW / Showfactory / Herwig Prammer<br />
</span></div>
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		<title>Eine gelungene, erwachsene Neuinszenierung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Feb 2018 09:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Menken]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert. Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-gelungene-erwachsene-neuinszenierung/">Eine gelungene, erwachsene Neuinszenierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1999 feierte die erste große Musicalversion des Disney-Zeichentrickfilms in Berlin Weltpremiere. Der voluminöse Stoff von Victor Hugo wurde raumgreifend, technisch ausgefeilt und mit einem großen Fokus auf die Nebenrollen (insbesondere die mit den Comedians Gayle Tufts, Dirk Bach und Ralph Morgenstern besetzten Wasserspeier) inszeniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2225 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Kathedrale_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Erst 15 Jahre später sollte es eine englischsprachige Fassung geben. Für die Premiere im La Jolla Playhouse in San Diego im Herbst 2014 wurde James Lapines Buch von Peter Parnell dahingehend überarbeitet, dass weniger das Süßliche im Mittelpunkt steht, für das Disney so beliebt ist, sondern die einzelnen Charaktere deutlich mehr Tiefgang bekommen.</p>
<p>Auch Alan Menken und Stephen Schwartz haben die Songs überarbeitet bzw. ergänzt und durch den Einsatz eines großes (Kirchen-)Chores der ganzen Show ein noch beeindruckenderes Klangbild gegeben.</p>
<p>Diese neue, „erwachsene“ Ausrichtung wird schon in der ersten Szene spürbar: Frollo ist ein verbitterter, fast schon bösartiger Kirchenfürst. Doch ein Rückblick in seine Vergangenheit zeigt, dass er sich seit Jugendtagen schuldig fühlt, seinen Bruder, der mit einer Zigeunerin durchbrennen wollte, im Stich gelassen  zu haben.</p>
<p>Quasimodo ist demzufolge auch kein Findelkind, sondern der Sohn seines Bruders und damit Frollos eigen Fleisch und Blut. Frollo (gespielt von einem herausragenden Felix Martin) versucht, sich der „Missgeburt“ zu entledigen, bringt es aber nicht über sich und verschreibt sich fortan der Kirche .</p>
<p>Zum „Narrenfest“ wird es nicht nur bunt auf der Bühne, auch die Integration von verschiedenen Religionsspezifischen  Klanginstrumenten ist sehr gelungen. Überhaupt wird hier viel mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen gespielt, die – wenn man sie wahrnehmen möchte – durchaus Spaß machen. König Louis XI , der mit der durch Andrea Merkel bekannt gewordenen Handhaltung des stabilen Dreiecks über die Bühne streitet, ist nur ein Beispiel hierfür.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2227 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg" alt="" width="400" height="256" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson-400x256.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Ensemble_JohanPersson.jpg 540w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In Parnells Vorstellung lebt Quasimodo in seiner Welt über den Dächern Paris’ nicht mit einigen wenigen Wasserspeiern zusammen, sondern mit fast zwei Dutzend, die ihm alle gehörig die Meinung sagen, ihm aber auch nahezu bedingungslos zur Seite stehen. Einzig als der frustrierte und verletzte Quasimodo seine steinernen Freunde anzweifelt und beleidigt („Nur aus Stein“), ziehen sie sich (vorübergehend) von ihm zurück.</p>
<p>Jede der Glocken, die in Alexander Dodges Bühnenbild anmutig und gewaltig zugleich erscheinen, hat einen Namen, den Quasimodo ehrfurchtsvoll und voller Liebe ausspricht. „Draußen“ hat einen wunderschönen, kindlichen Charme und ist voller Neugier. David Jakobs gelingt es, den entstellten Glöckner stimmlich sehr verletzlich zu intonieren. Seine Jugend hilft ihm dabei, binnen Sekunden zu einem großen Sympathieträger zu werden.</p>
<p>Das Kostümdesign von Alejo Vietti besticht durch viele Details und eine weniger „schreiende“ Farbenpracht. Es wirkt alles etwas dezenter und natürlicher als man es sonst von Disney-Musicals gewöhnt ist. Kostümwechsel finden vor den Augen der Zuschauer statt, in dem kleine Einzelteile ausgetauscht werden, die das Gesamtbild komplett verändern.</p>
<p>Dies gilt auch für die alle Männer bezirzende Esmeralda (Mercedesz Csampai). Ihr Slow-Motion-Tücher-Tanz ist sehr lasziv gedacht, doch Csampai wirkt zu sehr wie eine Latina und ihr Hüftschwung ist mit dem einer versierten Bauchtänzerin nicht zu vergleichen. Dies mag aber durchaus Absicht von Chase Brock (Choreographie) gewesen sein, denn auch viele Ensemble-Tanznummern haben einen eindeutig spanischen Einschlag, der aber leider von den Tänzern tendenziell wenig akkurat umgesetzt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2229 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann-400x300.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Tanz_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Die drei Männer – Frollo, Hauptmann Phoebus  und Quasimodo – wickelt Esmeralda spielend um den Finger. Ihre Zuneigung zu Quasimodo ist echt, sie verbringt Zeit mit ihm im Glockenturm von Notre Dame, lässt sich von ihm Gebärdensprache (toller Clou, denn laut Hugo’s Vorlage hat Quasimodo durch den Lärm der Glocken sein Gehör verloren) beibringen und fühlt sich sichtlich geborgen.</p>
<p>Ihre Stärke zeigt sich insbesondere dann, wenn sie sich frech gegen Frollo stellt.</p>
<p>Dieser sieht in ihr zunehmend eine Bedrohung – nicht nur für seine selbst auferlegte Keuschheit. Die erblühende Leidenschaft zwischen Esmeralda und Phoebus ist ihm ebenso ein Dorn im Auge wie die Zuneigung, die Esmeralda ganz offensichtlich für Quasimodo hegt. „Feuer der Hölle“ ist folgerichtig sehr intensiv, denn Felix Martin wird vom Chor großartig unterstützt – Gänsehaut pur!</p>
<p>Hauptmann Phoebus (Maximilian Mann) ist nicht bloß der tumbe Schönling, den man aus dem Disney-Trickfilm kennt, sondern hat durchaus Charakterstärke, die sich insbesondere in seinem Widerstand gegen Frollo zeigt. Den Kampf zwischen Frollo und Phoebus am Ende des ersten Akts beenden die Zigeuner mit einem (viele Zuschauer erschreckenden) Knalleffekt. Damit retten sie jedoch beiden Kontrahenten das Leben.</p>
<p>Doch das Drama geht weiter: Quasimodo muss mit ansehen, wie sich Esmeralda und Phoebus lieben, und Frollo verspricht Esmeralda Phoebus das Leben zu schenken, wenn sie ihm zu Willen ist. Sie willigt nur scheinbar ein, doch nachdem Phoebus bei Quasimodo in Sicherheit ist, wendet sie sich von Frollo ab und landet daher auf dem Scheiterhaufen. Dort spuckt sie Frollo ins Gesicht und sieht ihrem Ende entgegen. Doch Quasimodo rettet sie, während sich Clopin  um Phoebus Sicherheit kümmert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2228 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg" alt="" width="400" height="298" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann-400x298.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/02/GVN_STU_Quasimodo_Esmeralda_DetlefOvermann.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Leider hält das vermeintliche Glück nicht lange: Esmeralda stirbt kurz nach ihrer Rettung, woraufhin sich Quasimodos geballte Wut entlädt und er den Verursacher allen Leids, Frollo, vom Kirchturm wirft.</p>
<p>Parnells Buch ist deutlich dichter dran an Victor Hugo’s düsterer Vorlage und lässt den „Disney-Filter“ weitgehend weg. Nicht unbedingt das Richtige für kleinere Kinder, aber ab 12 Jahren kann man die Handlung sicherlich verarbeiten. In Kombination mit symphonischen Showstoppern wie „Herz aus Stein“, „Hilf den Verstoß’nen“ und natürlich dem Ohrwurm „Einmal“ – der in der neuen Inszenierung sehr ruhig und melancholisch ist – wird der „Glöckner von Notre Dame“ richtig erwachsen.</p>
<p>Der Star der Show ist neben Quasimodo der 24-köpfige Chor, der mal a capella, mal als Verstärkung des Ensembles richtig Druck macht und für zahlreiche Gänsehautschauer sorgt. Die Zigeuner hingegen bleiben trotz schwungvoller Songs („Drunter Drüber“) blass, gleiches gilt für ihren „König“ Clopin (Gavin Turnbull), der zwar mit viel Wortwitz agiert, aber so richtig präsent ist er nicht.</p>
<p>Dafür haben die Wasserspeier – wie bereits erwähnt – deutlich an Bedeutung hinzugewonnen. &#8222;Ein Mann wie du&#8220;, Wie aus Stein&#8220; und das finale „Einmal“ bestechen durch Witz, Freundschaft und Tiefgang. Insbesondere die letzte Szene, in der zunächst alle mit Masken und entstellt auf die Bühne kommen, was am Ende durch Quasimodo aufgelöst wird, indem er sich selbst von Buckel und Maske befreit, bleibt lange im Gedächtnis haften.</p>
<p>Die neue Tourfassung von „Der Glöckner von Notre Dame“ ist sehens- und hörenswert. Das Bühnenbild wirkt durch seine Holzkonstruktion spartanisch und warm zugleich. Das Orchester (in Stuttgart unter der bewährten Leitung von Bernhard Volk) verleiht Menkens Kompositionen genau das richtige Volumen und bringt sowohl die leisen Töne als auch die symphonischen Passagen absolut souverän zu Gehör.</p>
<p>Die aktuelle Besetzung ist durch die Bank gut, allen voran David Jakobs, der den verspielten, naiven und liebenswert ehrlichen Quasimodo sowohl spielerisch als auch gesanglich von der ersten bis zur letzten Minute sehr glaubwürdig durch die Achterbahn der Gefühle steuert. Felix Martin gelingt der Spagat zwischen Frollos durch eigene Fehler und dem klerikalen Machtmenschen bedingte Verbitterung hervorragend. Es ist spannend zu sehen, wie Martin hinter dieser streitbaren und umstrittenen Figur verschwindet. So kennt man ihn ganz sicher nicht. Und Mercedesz Csampai legt Esmeralda weniger oberflächlich an als man es sonst gewohnt ist. Manchmal ist sie jedoch zu ernst und zu erwachsen, da wäre etwas mehr Leichtigkeit schöner gewesen.</p>
<p>Doch auch in Scott Schwartz&#8217;s Inszenierung sind es die Wasserspeier, die das gesellschaftliche Gewissen repräsentieren. Hier findet sich jeder in der ein oder anderen Ansicht oder Haltung wieder. Großartig!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span class="Bold" style="color: #003366;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 17. Februar 2018</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #003366;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong>David Jakobs</span>, Felix Martin, Maximilian Mann, Mercedesz Csampai, Gavin Turnbull</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Scott Schwartz / Alan Menken</span><br />
<span style="color: #003366;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> D. Overmann / J. Persson</span></div>
</div>
</div>
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