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	<title>Chess-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 15:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &#38; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise. Das kurzgefasste Urteil lautet: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/beeindruckende-umsetzung-dieses-hochpolitischen-und-nicht-weniger-hochemotionalen-musicals-mit-einem-wermutstropfen/">Beeindruckende Umsetzung dieses hochpolitischen und nicht weniger hochemotionalen Musicals mit einem Wermutstropfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allein Namen wie Andreas Gergen, Marc Clear, Femke Soetenga und Rasmus Borkowski heben die Erwartungshaltung schon auch ein sehr hoches Niveau. Dass das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin immer wieder mit herausragenden Produktionen („The Producers“, „Jekyll &amp; Hyde“) von sich hören macht, mindert diese Hoffnungen auf einen großartigen Musicalabend in keiner Weise.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2930 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/AF5I9619-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das kurzgefasste Urteil lautet: Alle Beteiligten, alle Gewerke treffen 100%ig in Schwarze und liefern in einer selten gesehenen, überzeugenden Art und Weise ab. Schauen wir uns die Details an…</p>
<p>Andreas Gergen gelingt es, die von der Feindschaft der Großmächte USA und UdSSR einerseits und dem sportlichen Ehrgeiz andererseits geprägte Lebenswirklichkeit von Frederic Trumper und Anatoly Sergievsky ungemein menschlich auf die Bühne zu bringen.</p>
<p>Er verzichtet hierbei auf Plattitüden und Klischees und greift stattdessen auf bildgewaltige Hintergründe sowie starke und zugleich nahbare Protagonisten zurück.</p>
<p>Während der Ouvertüre werden auf der rückwärtigen Leinwand Originalbilder des Aufstands von 1956 in Budapest gezeigt. Die Zuschauer sind sofort in der richtigen Grundstimmung: Die historische Einordnung des Ost-West-Konflikts für die handelnden Figuren gelingt perfekt.</p>
<p>Die Leinwand sowie vier mobile Elemente werden im Laufe der Handlung immer wieder eingesetzt, um den Ort der Handlung zu lokalisieren. Mit Ausnahme von „One NIght in Bangkok“ ist dieses alles sehr dezent. Doch auch in Bangkok passt die überbordende Farbenpracht ganz hervorragend. Momme Hinrichs (fettFilm) zeichnet für dieses gelungene Bühnenbild verantwortlich. Auch die schwarz-weißen Würfel, die sich zu unterschiedlichsten Großkulissen zusammensetzen lassen (bis hin zum bühnenfüllenden Schachbrett) fügen sich perfekt ein. Warum allerdings die Bildqualität bei den Hotelbildern oder in Meran so schlecht ist erklärt sich nicht. Dass Videos von 1956 verschwommen und pixelig sind, ist klar. Warum dies auch auf eine Hotelfassade, ein Foyer oder Bilder von italienischen Bergwelten zutrifft, erscheint fragwürdig.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2925 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg" alt="" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x653.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x490.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x980.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Mitte-Itziar-Lesaka-Marc-Clear-Femke-Soetenga-hinten-Solisten-des-Musiktheaters-Opernchor-Ballettensemble-Popchor-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1306.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch mit Highlights wie der brennenden Bühne bei Trumpers ergreifenden Erinnerungen an seine unglückliche Kindheit („Sei nie ein Kind“) macht Hinrichs dies spielend wett.</p>
<p>Auch bei den Kostümen (Conny Lüders) ist alles treffend abgestimmt: Die Protagonisten tragen „normale“ Kleidung, die Bewohner von Meran oder Bangkok abgesehen von einigen roten Lackleder-Ensembles traditionelle Trachten / Kostüme. Und auch für die Tänzerinnen und Tänzer hat sich Lüders etwas Spannendes ausgedacht: Sie sind in hautengen Lackleder-Kostümen gewandet und tragen an Schachfiguren erinnernde Kopfbedeckungen (Pferd, Läufer, Turm, König sind gut zu erkennen). Dass hier auf eine Trennung von schwarzen und weißen Figuren verzichtet wurde, stört nicht weiter.</p>
<p>Apropos Tanzensemble: Till Nau hat für „Chess“ Choreographien ersonnen, die durchaus mehrfach an Dennis Callahan („Tanz der Vampire“, „Elisabeth“) erinnern. Es gibt viele zackige Armbewegungen und sehr schön anzusehende, athletische und sehr körperbetonte Tanzabfolgen. Wären die Tänzerinnen und Tänzer auch hierbei synchron, würden sie noch mehr Freude bereiten.</p>
<p>Doch die vertanzten Schach-Spielzüge, um die vom Referee moderierten Intrigen zu visualisieren, sind großartig und unterstützen die Dramatik der Szene vortrefflich.</p>
<p>Einen famosen Job hat auch Daniel Kirchmann mit der Choreinstudierung gemacht: Pop- und Opernchor sind immer auf den Punkt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt auch nur einer der Sängerinnen und Sänger überfordert mit den teilweise sehr schnellen Kompositionen und abrupten Tempowechsel von Benny Anderssons und Björn Ulvaeus‘ „Chess“.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2928 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2020/06/CHESS-THE-MUSICAL-·-Marc-Clear-Femke-Soetenga-·-Foto-©-Silke-Winkler-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Kommen wir zu den Protagonisten: Rasmus Borkowski ist in einer Doppelrolle als Schiedsrichter und Florences Vater zu sehen. Als einziger in einer weißen Smokingjacke sticht er schon optisch deutlich hervor, da alle anderen dunkle Farben tragen. Er hat als Referee zu jeder Zeit die Übersicht über das Geschehen, auch wenn er auch nicht immer sauber spielt. Er kommt sehr gut mit seinen Songs zurecht, wirkt souverän und unerbittlich.</p>
<p>Cornelius Lewenberg und Sebastian Kroggel sind als Strippenzieher Walter de Courcey und Alexander Molokow zu erleben. Beide bestechen durch ihre wunderbaren Baritone, die ihren intriganten Figuren noch mehr Nachdruck verleihen. Spielerisch können die beiden mit den Produktionsgästen nicht ganz mithalten. Gleiches gilt auch für Itziar Lesaka, wie Lewenberg und Kroggel Mitglied des Gesangsensembles des Mecklenburgischen Staatstheaters, die als Anatolys Frau Svetlana auf der Bühne steht. Sie stöckelt sehr hölzern über die Bühne, wahre Gefühle spürt man bei ihr kaum. Zudem klingt ihr Akzent leider sehr klischeehaft, obwohl man von einer Spanierin keinen russischen Akzent erwarten würde.</p>
<p>Der Shooting Star des amerikanischen Schachs, Frederic Trumper, wird von Fabio Diso sehr lebendig und aufbrausend dargestellt. Alles und jeder muss sich um ihn drehen. Erfolg ist für ihn das einzige Lebensziel. Seine Welt gerät sehr schnell ins Wanken, wenn sich auch nur ein Element in seinem Umfeld gegen ihn wendet. Seine Auseinandersetzung mit Florence ist intensiv. In die Feindschaft zu Anatoly steigert er sich dermaßen hinein, dass er bereit ist, über sprichwörtliche Leichen zu gehen und vor bösartigen Lügen nicht zurückschreckt.</p>
<p>Sein Showstopper „Sei nie ein Kind” ist an spielerischer und gesanglicher Intensität kaum zu überbieten. Zuerst weich und verletzt, dann frustriert und böse ob des Unrechts, das ihm widerfährt – Diso kann auf dieser Klaviatur jeden Ton spielen. Gerade im zweiten Teil des Songs fühlt man sich an einen Judas aus „Jesus Christ Superstar“ erinnert, für den er sich trotz seiner Jugend zweifellos empfiehlt.</p>
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<p>Die Dame, die sich zwischen den beiden Schach-Genies entscheiden muss, Florence, wird von Femke Soetenga gespielt. Florence hat eine osteuropäische Vergangenheit, die sie am liebsten vergessen möchte. Doch genau damit gerät sie in die Fänge von Walter und Molokow, die nichts unversucht lassen, um ihr Land als Sieger zu sehen. Dabei geht es Florence doch nur um Schach und ihre Liebe – die ganzen politischen Spielchen lehnt sich ab.</p>
<p>Als sie sich in Anatoly verliebt und damit Freddie vor den Kopf stößt, nimmt das Drama seinen Lauf. Anatoly und Florence sind Seelenverwandte, was Soetenga und Clear bei „Du und ich“ eindrucksvoll mit unendlich viel Gefühl beweisen. Anatoly opfert am Ende seine Liebe und kehrt nach Russland zurück, damit Florence ihren Vater wiedersehen kann. Als Florence dies erkennt, bricht sie zusammen: „Wieviele Nationen haben sich im Krieg verbrannt? Mein Herz ist die Grenze für mein Heimatland!“</p>
<p>Soetenga hat eine wunderbare Ausstrahlung. Sie singt mit unglaublicher Intensität („Jeder geht allein“) und harmoniert perfekt mit Marc Clear. Auch im Duett „Ich kenn ihn so gut“, in dem Florence und Svetlana ihre Liebesgeschichten Revue passieren lassen, rührt Soetenga zu Tränen.</p>
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<p>Die Übersetzungen von Kevin Schroeder sind sehr zeitgemäß, was die Aktualität der politischen Ränkespiele sehr gut betont. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen wirken dank seiner Adaptionen sehr authentisch.</p>
<p>Das einzige, was an diesem Abend wirklich sehr bedauerlich ist, ist die Klangwolke des Orchesters, die sich schwer zwischen Bühnenrand und Publikum legt. Es ist immer wieder spannend zu erleben, dass Staats- und Stadttheater über herausragende Künstler auf der Bühne und im Orchestergraben verfügen, ihnen die Vereinigung von beiden jedoch regelmäßig misslingt. In Schwerin wird es zwar im zweiten Akt besser, aber der Eindruck, dass die Sängerinnen und Sänger nicht durch den opulenten Orchesterklang durchdringen können, bleibt. Man vermag sich kaum auszumalen, wie „Chess“ im Zuschauersaal ankommen würde, wenn die Tontechnik genauso exzellent wäre wie die Darsteller und die Regie.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></em></span></p>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 15. Februar 2020</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong><span class="ce-uploads-description">Femke Soetenga, Marc Clear, Fabio Diso, Cornelius Lewenberg, Sebastian Kroggel, Rasmus Borkowski, Itziar Lesaka </span> </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Andreas Gergen / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Silke Winkler<br />
</span></div>
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		<title>Musikalisches Taktieren auf 64 Spielfeldern</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/musikalisches-taktieren-auf-64-spielfeldern/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2018 14:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
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		<category><![CDATA[Monika Maria Staszak]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung schon kräftig angeheizt und so stehen sich zwei gegnerische Lager gegenüber, die die Weltpolitik mit Macht auf das Schachbrett übertragen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2290 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg" alt="" width="280" height="292" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg 384w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-768x800.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-982x1024.jpg 982w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981.jpg 993w" sizes="auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px" />Gepaart mit der Verbissenheit Trumpers, der Verschlagenheit Molokovs, der Naivität Sergievskys und der Liebe von Florence entwickelt sich aus einem anfänglich sportlichen Wettbewerb eine tragische Geschichte um die Liebe einer Frau, die Zugehörigkeit zur eigenen Heimat und ganz am Rande um den erneuten Kampf um die Schachweltmeisterschaft.</p>
<p>Regisseur Markus Dietze hat die Handlung optisch 100%ig in den 1980er Jahren verortet: Das fängt bei den schauderhaft-schönen Vokuhila- und Dauerwellen-Frisuren an, geht weiter über die exzentrischen Schnitte und breiten Schulterpolster der Kostüme, führt über die farbenfroh bespielte LED-Wand im Hintergrund und endet beim nicht minder leuchtend bunten Make-Up.</p>
<p>Christian Binz (Bühne und Kostüme) hat hier eine sehr harmonische Welt in schwarz-weiß-pink geschaffen, die auch die überdimensionalen Schachfiguren und das wenige Mobiliar mit einschließt. Ein wahrer Augenschmaus!</p>
<p>Besonderes Gewicht legt Dietze in seiner Inszenierung auf die Tanzszenen. Katrin Wolfram hat sehr schöne Choreographien geschaffen, in denen das Ballett die Handlung wahlweise ergänzt oder spiegelt. Ob es dabei immer die Schachfiguren herumtragen muss, kann man diskutieren, aber die tänzerische Leistung fügt sich nahtlos in das künstlerische Gesamtbild ein.</p>
<p>Benny Andersson und Björn Ulvaeus haben für „Chess“ voluminöse Songs erschaffen, die man – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt sofort mit ABBA in Verbindung bringt. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Karsten Huschke bringt die Kompositionen zwar klangvoll zu Gehör, doch allzu oft fehlt es an der richtigen Akzentuierung. Viele Songs werden einfach nur durchgespielt, was sehr schade ist, denn hier wäre viel Potential drin gewesen, das Stück dauerhaft im Gehör der Zuschauer zu verankern. Dies fällt besonders bei den Showstoppern „One night in Bangkok“ und „Wer ich sein wollte“ sehr negativ auf. Einzig bei „War es nicht gut?“ bildet das Orchester mit den Sängern eine Einheit und spielt auf den Punkt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2287 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg" alt="" width="302" height="282" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-768x716.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454.jpg 982w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" />Gesanglich können Laura Bos, Kristina Ruge und Karsten Huschke aus dem Vollen schöpfen, denn neben sieben Protagonisten stehen in einigen Szenen fast 50 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne im Innenhof der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Opernchor und Extrachor unterstützen die Hauptdarsteller nach Kräften, was in den meisten Fällen auch sehr gut gelingt.</p>
<p>Bei den Hauptdarstellern stechen insbesondere Markus Schneider als Anatoly Sergievsky und Adrian Becker als Alexander Molokov hervor. Schneider hat ein Gespür für die sanften Töne, die „Hymne“ gelingt ihm hervorragend. Ganz wundervoll harmoniert er mit Monika Maria Staszak als Florence (u. a. „Du und ich“), die zwar optisch eher seine Mutter denn seine Geliebte sein könnte, aber stimmlich sehr gut zu den Kompositionen der ABBA-Herren passt. Staszak kämpft während der ganzen Vorstellung mit ihrer Authentizität, der optische Altersunterschied zu den beiden Schachspielern, deren Herzen sie erobert hat, ist einfach zu deutlich.</p>
<p>Adrian Becker erinnert sicherlich nicht nur zufällig an die berechnende, fiese Cruella de Vil aus „101 Dalmatiner“. Mit seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz und der exzellenten Körperbeherrschung stellt er alle anderen in den sprichwörtlichen Schatten. Zudem singt und tanzt er hervorragend und bekommt folgerichtig beim Schlussapplaus mit am meisten Anerkennung durch die Zuschauer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2288 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-681x1024.jpg 681w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider.jpg 998w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" />Als exzentrischer Schiedsrichter macht Christof Maria Kaiser eine tolle Figur. Er verleiht dem Referee mit seiner nachdrücklichen Mimik und seiner erhabenen Gestik etwas Mächtiges und Verschlagenes zugleich. Nachdem er im ersten Akt dank der etwas schwachen Tontechnik dieser Optik stimmlich leider nicht gerecht werden konnte, macht er dies im 2. Akt spielend wieder wett.</p>
<p>Als eine Art Jürgen Drews mit einer gehörigen Portion Exaltiertheit kommt Marcel Hoffmann daher. Sein Freddie Trumper ist zu keinem Zeitpunkt sympathisch, sondern immer egozentrisch. Auch die wenigen Momente, in der das Publikum hinter diese Fassade blicken kann („Pity the child“), wirken aufgesetzt und nicht glaubwürdig. Das was Schneider an Glaubwürdigkeit in rauen Mengen mitbringt, fehlt Hoffmann leider gänzlich. Sehr schade, denn auch Trumper hat eigentlich ein gutes Herz.</p>
<p>Blass bleiben auch Wolfram Boelzle und Michèle Silvestrini als Walter und Svetlana, die zwar rollendeckend spielen, aber sich nicht nachhaltig präsentieren können.</p>
<p>„Chess“ ist keine leichte Kost – da bildet Koblenz keine Ausnahme. Viele bewusst disharmonische Melodien und aggressiv verfeindete, wenig sympathische Charaktere machen es den Zuschauern nicht leicht, sich auf dieses Stück vollends einzulassen. Dietze gelingt es jedoch, die häufig holprige Handlung dank gut umrissener Charaktere verständlich über die Rampe zu bringen. Zudem machen das optische Gesamtkunstwerk sowie die Leistungen von Becker und Schneider diese Show in der aktuellen Inszenierung durchaus sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Festung Ehrenbreitstein, Koblenz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 18. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Markus Schneider, Adrian Becker, Christof Maria Kaiser, Marcel Hoffmann, Monika Maria Staszak, Wolfram Boelzle, Michèle Silvestrini</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Markus Dietze / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus für das Theater Koblenz<br />
</span></div>
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		<title>Chess oder Mamma Mia?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/chess-oder-mamma-mia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Sikora]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Achilles]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Kochheim]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
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<div class="style_2">
<p class="Body">Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage auf, warum hier Songs aus zwei Shows miteinander vermischt werden? Hat man Angst, „Chess“ allein würde nicht zünden? Braucht man die allseits bekannten und beliebten ABBA-Hits, um dem Publikum vor Augen zu führen, dass „Chess“ aus der Feder von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden Bs von ABBA – stammt?</p>
<p class="Body">Weder die Unterschätzung von „Chess“ als Stück noch des Intellekts des Publikums sind gerechtfertigt. Wie die Essener Inszenierung von „Chess“ schon beweist, hat das Schachweltmeisterschafts-Musical vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und mit den amourösen Verwicklungen der Hauptakteure genug Potential, um sein Publikum blendend zu unterhalten.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1041">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch fangen wir am Anfang an: Der Vorhang hebt sich und man erblickt… eine komplett weiße Bühne! Erinnerungen an die letztjährige Inszenierung von „Jekyll &amp; Hyde“ werden wach. Auch hier spielte die Handlung vor einem komplett weißen Hintergrund. Bühnenbildnerin Barbara Bloch zeigt hier leider wenig Einfallsreichtum zumal, optische Veränderungen im Laufe der Handlung lediglich durch die amerikanische oder sowjetische Flagge erzeugt werden. Selbst die Hussen über den Stühlen sind weiß.</p>
<p class="Body">Doch ein intensives Stück wie „Chess“ vermag durchaus vor einem so tristen Hintergrund zu zünden. Leider misslingt dies in Lüneburg gründlich. Dies liegt daran, dass das Orchester auf der Hinterbühne versteckt wird und die Tontechniker es leider nicht vermögen, den symphonisch-poppigen Klang in den Zuschauersaal zu transportieren. Zuweilen klingt es so, als ob die Musiker gegen eine dicke Wattewand anspielen müssten.</p>
<p class="Body">Der sonst vorhandene Orchestergraben wird durch ein Hubelement gefüllt, in dem sich das Hotelzimmer von Frederick Trumper verbirgt. Diese zusätzliche Spielebene tut dem Stück sehr gut und sorgt für Abwechslung im alles überstrahlenden Weiß, da das Zimmer in 1970er Jahre typischen Brauntönen gehalten wurde. Doch leider dauen die Auf- und Abfahrten des Zimmers sehr lange und störten so den Handlungsfluss mehrfach.</p>
<p class="Body">Da also weder die Kulissen noch die Musik das Publikum begeistern konnten, liegt die Bürde alleinig auf den Schultern der Darsteller. Henrik Wager übernimmt die ihm schon bekannte Rolle des amerikanischen Schachspielers Frederick Trumper. Er spielt wunderbar impulsiv und feuert die Schachfiguren über die ganze Bühne. Man spürt seinen Unmut über die Entwicklungen – sowohl auf dem Schachbrett als auch im privaten Bereich – mehr als deutlich. Gesanglich leidet er unter der miserablen Aussteuerung, denn gerade bei seinen Soli „Pity the Child“ und „One Night in Bangkok“ versteht man ihn kaum. Dieses Problem hat auch Elisabeth Sikora, die als Florence zwischen den beiden Opponenten Freddie und Anatoly hin- und hergerissen ist. Mit „Nobody’s Side“ kann sie zwar zeigen, dass sie dem Stück gesanglich durchaus gewachsen ist, aber leider überträgt sich die Intensität nicht aufs Publikum. Schauspielerisch wirkt sie manchmal etwas überfordert mit der Emotionalität ihrer Figur, aber alles in allem gibt Sikora eine sehr menschliche Florence.</p>
<p class="Body">Den russischen Schachweltmeister Anatoly Sergievsky spielt Gerd Achilles, der in Erscheinung, Stimme und Bewegung immer wieder an Marius aus „Les Misérables“ erinnert: Seine Stimme ist zwar wunderbar klar und deutlich (auch wenn „“Where I want to be“ noch eine Nummer zu groß für ihn war), aber sie ist zu glatt, um die vielfältigen Gefühle auszudrücken, mit denen Anatoly im Laufe der Geschichte konfrontiert wird. Seine durchaus stattliche Erscheinung wirkt durch die steifen Bewegungen sehr unsicher und unsouverän, was nicht so recht zu dem reifenden Schachspieler passen will.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Alvin Le-Bass als Arbiter, Harry Korn als Molokov und Anne Hoth als Anatolys Frau Svetlana. Um es vorweg zu nehmen: Harry Korn ist von allen Darstellern auf der Bühne der Überzeugendste: Er spielt den russischen Agenten und Beschützer von Anatoly wunderbar kalt und berechnend. Stimmlich lässt er keine Sekunde nach und gewinnt den Kampf mit der schlechten Tontechnik. Le-Bass verkauft sich als Arbiter unter Wert. Er wirkt trotz seiner Funktion als Schiedsrichter wenig souverän und die wenigen Songs, in denen er zu hören ist, fallen kaum auf. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er am Schluss als Lead-Sänger „The Winner takes it all“ anstimmt? Doch leider fällt seine Soul-Stimme in der vorgetragenen Fassung des ABBA-Hits nicht weiter ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Anne Hoth hat als Svetlana eine der undankbarsten Rollen. Die gehörnte Ehefrau hat in der Originalfassung einige wundervolle Balladen, die ihre Verletztheit nachdrücklich unterstreichen. Doch in Lüneburg wird eine davon gestrichen und durch „Lay all your love on me“ ersetzt. Aus inszenatorischer Sicht ein Fehlgriff. Dass Svetlana betrunken und wie irr kichernd in einer Bar endet, setzt die verwirrende Reihe der Personenregie fort.</p>
<p class="Body">Philipp Kochheim, der im letzten Jahr mit seiner sehr modernen Fassung von „Jekyll &amp; Hyde“ für Gesprächsstoff sorgte, kann seiner Inszenierung keinen roten Faden und keine eindeutige Handschrift geben. Gerade bei einem so komplexen Stück wie „Chess“ ist dieser inszenatorische Rahmen jedoch unerlässlich, da sich das Publikum sonst in den vielfältigen Nebenhandlungen verliert. Auch oder gerade weil „Chess“ in Lüneburg mit knapp zwei Stunden sehr stark gekürzt wurde, ist der Regisseur noch stärker in der Pflicht, seinem Publikum die Handlung nachvollziehbar zu machen. Leider gelingt dies Kochheim nicht.</p>
<p class="Body">Warum ABBA-Stücke hinzugefügt und vorhandene Songs gestrichen wurden, erschließt sich auch mit einigem Nachdenken nicht. Und besser macht diese Vermischung die Inszenierung leider auch nicht. Berücksichtigt man nun noch die teilweise mehr als holprigen deutschen Texte (sowohl Dialoge als auch Songs werden großteils auf Deutsch vorgetragen), bleibt mehr als nur ein fader Beigeschmack. Von wem diese Texte stammen ist nicht in Erfahrung zu bringen. Weder im Programmheft noch auf der Website des Theaters stehen hierzu nähere Informationen…</p>
<p class="Body">Dennoch ist das Premierenpublikum begeistert und zollt den Künstlern mit stehenden Ovationen Respekt für ihre Leistung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196">musicalzentrale.d<em>e</em></a></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>5. Dezember 2009<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Elisabeth Sikora, Henrik Wager<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus / Philipp Kochheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></p>
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