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	<title>Casey Nicholaw-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Casey Nicholaw-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 21:45:34 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/">Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen?</strong></p></blockquote>
<p>Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3445 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1342w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />In der Bühnenfasssung sind hier an erster Stelle die fünf Musen zu nennen, die Hercules von Geburt an begleiten. Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH und Shekinah McFarlane haben als Kalliope, Thalia, Terpsichore, Kilo und Melpomene einen wunderschönen, souligen Klang. Die Songs passen perfekt und geben den Damen die Chance zu glänzen. Ihre Auftritte sind glamourös, raumgreifend und mitreißend. Kein Kleid gleicht dem anderen, hier haben Gregg Barnes und Sky Switser <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1T8p_TXTlrg">sehr viel Kreativität einfließen</a> lassen. Und jede Frau im Publikum, die jenseits der allgegenwärtigen Size Zero Mode liegt, schnalzt ob des Sexappeals der Musen-Optik mit der Zunge. Warum allerdings Hercules in ein unsägliches 1980er Jahre Netzhemd gesteckt wurde, das ihn auch optisch zur Karikatur werden lässt, bleibt ein Rätsel. Er wirkt wirklich eher putzig und niedlich als stark&#8230;</p>
<p>Einige Finessen weist ebenfalls das Bühnenbild von Dane Laffre in perfektem Zusammenspiel mit dem Video- (George Reeve) und Lichtdesign (Jeff Croiter) auf. Von &#8222;tanzenden&#8220; Säulen, über Hades&#8216; düstere (verdächtig an Graf von Krolocks Keller erinnernde) Unterwelt nebst sehr findig gelöster Lebensfäden, denen beim Abschneiden sehr putzige Geister hinterher fliegen, bis hin zu den großartig visualisierten, sprechenden Statuen, dem an Mosaike angelehnten Hintergrund bei Hercules&#8216; Reise in die menschliche Zwischenwelt &#8211; es ist schon viel Schönes dabei an diesem Premierenabend. Sprachlos machen die über die Bühne geschossenen Pfeile, die in einer der Säule stecken bleiben. Licht &amp; Technik &amp; Timing in perfekter Harmonie &#8211; so geht Theatermagie!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3443 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1408w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es gibt aber auch die andere Seite: kitschig gewandete Götter im Olymp, sehr slapstick-lastige Dialoge, etwas armselig wirkende Kampfszenen&#8230; Hier misslingt die Gratwanderung, das was auf dem Bildschirm begeistert, in derselben Form auf die Bühne zu bringen, deutlich.</p>
<p>Neben den Musen gibt es einen weiteren Sidekick, der diese Show auflockert: Karl (Mario Saccoccio) und Heinz (André Haedicke), die trotteligen, obrigkeitshörigen Handlanger von Hades. Mit viel Humor führen sie ihren Chef vor, um am Ende die Seiten zu wechseln und eine nicht unwesentliche Rolle beim Happy End zu spielen. Saccoccio und Haedicke bilden hier ein großartiges Duo und schon ihr Anblick lässt das Publikum auf die nächste schräge Idee oder &#8222;dummen&#8220; Spruch hoffen.</p>
<p>Apropos Happy End: Natürlich finden Hercules und Meg auch auf der Bühne der Neuen Flora zueinander. Der Weg dorthin ist steinig und mit vielen Prüfungen gepflastert.<br />
Meg, Hades&#8216; sehr selbstbewusste, sich ihrer Reize und Wirkung auf Männer durch aus bewusste Ziehtochter, ist herrlich kratzbürstig. Mae Ann Jorolan überzeugte bis vor Kurzem noch als Peggy Schuyler / Maria Reynolds in &#8222;Hamilton&#8220; und darf jetzt eine ganz andere, überhaupt nicht brave Seite von sich zeigen. Und das macht sie großartig! Ihr zuzuhören und zuzusehen, ist eine Freude!</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3441 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos &#8222;Hamilton&#8220;, auch Hauptdarsteller Benét Monteiro ist dem Hamburger Publikum aus dem Hip-Hop-Musical über die amerikanischen Gründerväter bekannt. So sehr er <a href="https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/">als A. Ham überzeugen</a> konnte, so wenig scheint ihm Hercules zu liegen. Man wird das Gefühl nicht los, dass er nicht wirklich weiß, ob er die Figur als Karikatur anlegen oder ernsthaft spielen soll. Der Charakter wirkt größtenteils unausgegoren, was man aber sicherlich nicht allein Monteiro anlasten sollte. Hinzu kommen unerwartete phonetische Hürden. Den schnellen Sprechgesang des Alexander Hamilton konnte Monteiro einwandfrei ins Operettenhaus bringen. Bei Hercules hat er doch seine liebe Müh mit den deutschen Texten.</p>
<p>Damit ist er jedoch nicht allein. Die deutsche Sprache ist offenbar für die wenigsten Darsteller so vertraut, dass sie sie &#8222;einfach&#8220; singen könnten. Traurig, dass man so etwas immer noch erleben muss! Wir haben brillante Phonetikcoaches in Hamburg und ganz nebenbei auch herausragende Darsteller:innen, die Muttersprachler sind. Es wäre begrüßenswert, wenn hier endlich ein Umdenken stattfinden würde. Denn die pfiffigsten Songtexte und Dialoge nützen nichts, wenn die Zuschauer sie nicht verstehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3446 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wo wir grad von guten Texte reden: In Medusas Bar treffen nicht nur optisch sehr spannende Charaktere aufeinander, sie sprühen auch nur so vor Wortwitz. Allen voran Phil, der immer wieder für Lacher sorgt. Kristofer Weinstein-Storey hat eine der dankbarsten Rollen in diesem Stück übernommen und führt nicht nur Hercules auf den richtigen weg, sondern holt auch die Zuschauer immer wieder gekonnt ab.</p>
<p>Ein tolles Gesamtpaket liefert auch Detlef Leistenschneider als Hades ab. Er ist sarkastisch, rachsüchtig und zwischendurch auch mal beleidigt und wehleidig. Auf eine Linie lässt sich dieser Gott der Unterwelt jedoch nicht festlegen, was manchmal zwar für mehr Klarheit sorgen würde, aber diesen CHarakter nur umso spannender macht.</p>
<p>Wenn die Musen Hercules&#8216; Werbeversuchen um Meg beiwohnen, ist das Thema &#8222;pretty in pink&#8220; von den Rosen in den Amphoren über die einmal mehr beeindruckend abwechslungsreichen Kleider bis hin zu den Perücken perfekt durchgezogen. Auch Hades &#8218; Kostüm als er auf die Erde zurückkehrt, ist sehr gelungen, wird aber durch die Musen in der Kampfkleidung römischscher Gladiatoren direkt wieder in den Schatten gestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3444 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg" alt="" width="400" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x687.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x515.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1097w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Beim finalen Kampf von Hades und Hercules, erinnert einen Hades zunächst verdächtig stark an den Wizard aus &#8222;Wicked&#8220;, doch der Kampf an sich ist sehr gut gestaged und dass Hera, also die Mama, Hades&#8216; Schwachstelle ist, geht absolut in Ordnung.</p>
<p>Die PHIL-Methode wirkt (<strong>P</strong>ower-<strong>H</strong>erz-<strong>I</strong>ntelligenz-<strong>L</strong>iebe) und am Schluss rettet Hercules nicht nur Meg, sondern damit auch die Erde und sorgt so dafür, dass auch die Götter im Olymp ungestört weiterleben können.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist deutlich sichtbar als Tourproduktion angelegt, was nicht Schlimmes sein muss. Einige Kostüme und Kulissen sehen eher kostenoptmiert aus, andere sind sehr zweckdienlich, aber funktionierten super (wie bspw. die Hintergrundprojektion bei Hercules&#8216; Reise). Ob diesem Stück eine erfolgreiche Tourkarriere beschieden sein wird, würde ich bezweifeln wollen. Denn um an Disney-Erfolge wie &#8222;Der König der Löwen&#8220; oder &#8222;Tarzan&#8220; anzuknüpfen, fehlt hier in allen Bereichen zu viel.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage-Theater Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">24</span><span class="Bold">. März 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Benét Monteiro, Mae Ann Jorolan, Kristofer Weinstein-Storey, Detlef Leistenschneider, Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH, Shekinah McFarlane, Mario Saccoccio, André Haedicke, Sophie Mefan, Bathoni Buenorkuor, Marta Di Giulio, Stefano Francabandiera</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik: </strong>Casey Nicholaw / Alan Menken<br />
<strong>Fotos: </strong>Johan Persson<br />
</span></p>
</div>
</div>
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		<title>Ein unerwartet tanzlastiges Bühnenfeuerwerk: „Disney trifft 42nd Street“</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ein-unerwartet-tanzlastiges-buehnenfeuerwerk-disney-trifft-42nd-street/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 12:50:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Aladdin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune! Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin ...</p>
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<div id="body_layer">Disney-Musicals sind bekannt dafür, dass sie farbenfroh und unterhaltsam sind. Da bildet „Aladdin“, das am 6. Dezember 2015 seine Europapremiere feierte, keine Ausnahme. Schon die Auftaktszene zeigt eindrucksvoll wie „Arabische Nächte“ zelebriert werden: Mit luftig-wallenden Kostümen in allen Regenbogenfarben, viel Tanz und jeder Menge guter Laune!</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_3 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_3">
<p class="Body">Die fiktive Stadt Agrabah ist die Heimat von Aladdin und seinen Freunden Babkak, Omar und Kassar (im Original Kasim). Dort bestreiten sie ihren Lebensunterhalt durch Gaunereien und sind ständig auf der Hut vor den Schergen des Großwesirs Dschafar. Eines Tages trifft Aladdin dort Prinzessin Jasmin, der es im Palast zu langweilig wurde und die im bunten Markttreiben den aufdringlichen Heiratskandidaten zu entgehen versucht. Aladdin und Jasmin verstehen sich auf Anhieb und verbringen – nicht ahnend, wer ihr jeweiliges Gegenüber ist &#8211; einige schöne Stunden miteinander. Als Dschafars Leibgarde droht, Aladdin zu verhaften, gibt sich Jasmin als Prinzessin zu erkennen.</p>
</div>
</div>
</div>
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<div class="text-content style_External_669_1511">
<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin hat sich Hals über Kopf verliebt. Um ihr nahe zu sein, geht er auf den windigen Deal Dschafars ein, ihm eine Wunderlampe aus einer Höhle zu holen und dafür die Anerkennung der Prinzessin zu erhalten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschafars Hintergedanken sind egoistisch und düster: Er muss um jeden Preis verhindern, dass Jasmin heiratet, denn nur dann hat er die Chance, der neue Sultan zu werden. Mit der Wunderlampe und dem darin wohnenden Dschinni hofft er, seinem Ziel näher zu kommen. Doch kann nur jemand reinen Herzens die Höhle betreten – und das sind weder Dschafar noch sein plappernder Hofnarr Jago.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Aladdin kann den Verlockungen in der punkvollen Höhle jedoch auch nicht widerstehen und wird dort gefangen. Aus Langeweile „putzt“ er ein wenig an der Lampe herum und schon erscheint Dschinni, der ihm eindrucksvoll eröffnet, dass Aladdin nun drei Wünsche frei hat. Die beiden werden schnell mehr als Flaschengeist und Meister und Aladdin verspricht Dschinni, ihn mit seinem dritten Wunsch von seinem Los als wünscheerfüllender Geist zu befreien.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit Dschinnis Hilfe gelingt es Aladdin in den Palast vorzudringen und dort Jasmin wiederzusehen. Allerdings gefällt der Prinzessin der prunkvoll ausgestattete Prinz Ali mit seinem Hofstaat so gar nicht. Erneut fällt Aladdin auf eine List Dschafars hinein und schleicht sich in Jasmins Gemächer, die aber nach Anbruch der Dunkelheit niemand mehr betreten darf. Bevor er festgenommen wird, entführt er Jasmin jedoch noch auf eine magische Reise mit dem fliegenden Teppich. Trotz Jasmins Protest werden Aladdin und seine Gefolgschaft von Dschafars Leibgarde eingekerkert. Es gelingt ihnen zwar mit Dschinnis Hilfe wieder freizukommen, doch Aladdins blinde Liebe und die Gefahren im Palast treiben einen Keil zwischen die Freunde. So ist Aladdin auf sich gestellt und muss – nachdem er es sich auch mit Dschinni verscherzt hat – zusehen, wie er das Herz der Prinzessin als falscher Prinz gewinnt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Dschinni wird derweil von Dschafar für seine dunklen Zwecke missbraucht. Dschafar sieht seine Chance gekommen, der neue Sultan zu werden. Nur einem Geniestreich Aladdins ist es zu verdanken, dass sich der böse Großwesir in einen Flaschengeist verwandelt und Dschinni freikommt. Die Wunderlampe mit Dschafar wird für immer weggeschlossen – so kann er keinen Schaden mehr anrichten.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Und wie es sich für ein ordentliches Disney-Märchen gehört, wird am Schluss eine große Hochzeit gefeiert, bei der alle Freunde wieder zueinander finden. Ein lupenreines Happy End!</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Die dankbarste Rolle hat ganz klar Enrico de Pieri als Dschinni. Schon das Opening gestaltet er mit witzigen Sprüchen und einem Überschwang an guter Laune. Das Publikum ist sofort im Spaß-Modus und genießt das farbenfrohe Spektakel in Agrabah. Schon in der ersten Szene („Arabische Nächte“) zeigt sich das durchdachte Bühnenbild von Bob Crowley. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich der wuselige Marktplatz und gibt den Blick frei auf die Dächer der Stadt. Für das perfekt aufeinander abgestimmte Farbenspiel sind zudem Gregg Barnes (Kostüme) und Natasha Katz (Licht) verantwortlich. Die rötlich-gelbe Grundstimmung umrahmt das Geschehen in der Stadt genauso treffend wie die klare weiße Linie im Sultanspalast.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit der Höhlenszene – einer der beiden bemerkenswerten Szenen des Abends – ha sich das Kreativteam übertroffen: zunächst düster, gefährlich und geheimnisvoll, dann über alle Maßen schillernd, bunt und leuchtend (inkl. Indoor-Feuerwerk) zieht „So ‚nen Kumpel hattest Du noch nie“ alle Zuschauer in seinen Bann. Das Ensemble liefert dazu eine wunderbare Choreographie in der Tradition alter Meister, die mehr als nur vage an „42nd Street“ erinnern (Regie &amp; Choreographie: Casey Nicholaw, Associate Director: Scott Taylor, Associate Choreography: John Macinnis). Nach diesem Feuerwerk der Bühnenkunst endet der ansonsten wenig spannende erste Akt.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Der zweite Akt hält gleich zu Beginn den weltbekannten Showstopper „In meiner Welt“ („A Whole New World“) bereit. Die Magie dieser Szene sorgt für Gänsehaut. Auch diejenigen im Publikum, die schon unzählige Musicals gesehen und zahlreiche Special Effects live erlebt (und hinter ihre Kulissen geschaut) haben, sind erstaunt: Wie fliegt der magische Teppich? Auf den ersten Blick sind keine Kabel oder sonstige physische Anbringungen ersichtlich, die den Teppich mit Aladdin und Jasmin fliegen lassen. Nur ein vertikaler Schatten auf den Gesichtern der Darsteller verrät, dass hier herausragende Bühnenkunst am Werk ist. <a title="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867" href="http://www.broadwayworld.com/board/readmessage.php?thread=1076867">Recherchiert</a> man hierzu ein wenig, kommt man schnell zu einer plausiblen Erklärung (Achtung Spoiler!): Der Teppich ist an den Ecken mit Drähten aufgehängt, die so schnell rotieren, dass das menschlich Auge dies nicht mehr wahrnehmen kann. Das Lichtdesign tut sein Übriges, um diesen Effekt zu verschleiern. Jim Steinmeyer (Illusion Design) und Jeremy Chernick (Special Effects Design) haben hier ganze Arbeit geleistet! So kommt das Publikum aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, verpasst dadurch aber leider komplett den schönsten Song des Abends.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Danach flacht der Spannungsbogen gänzlich ab und der restliche zweite Akt plätschert sehr unaufgeregt seinem obligatorischen Ende entgegen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Als Titelheld wurde der noch weitgehend unbekannte Richard-Salvador Wolff engagiert. Er spielt Aladdin mit viel Lebensfreude und füllt die Rolle des quirligen Aladdin tänzerisch wie gesanglich voll aus. Im zur Seite steht Myrthes Monteiro, die in allererster Linie genauso aussieht, wie man sich die schöne Prinzessin Jasmin vorstellt. Die genervte Prinzessin gelingt ihr auch durchaus ansprechend, auch wenn einige Töne manchmal arg schief sind. Doch insgesamt vermag Monteiro leider keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Ähnliches gilt auch für Claus Dam, der als Sultan nur wenige Auftritte hat und erst kurz vor Ende des Stücks erahnen lässt, dass er sich mit dieser Figur etwas unter Wert verkauft. Das die Charaktere – abgesehen von zwei Ausnahmen – nicht sonderlich tief ausgearbeitet wurden, scheint aber durchaus intendiert zu sein (Chad Beguelin). Denn wie sonst wäre es zu erklären, dass der fiese Bösewicht Dschafar (Ethan Freeman) und sein plappernder Vasall Jago (Eric Minsk) nur durch höhnisches Lachen oder platte Sprüche auffallen?</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Mit diesem Los haben auch Pedro Reichert, Philipp Hägeli und Stefan Tolnal alias Aladdins Freunde Omar, Kassar und Babkak zu kämpfen. Sie handeln klischeehaft und aufgesetzt und allenfalls Tolnal kann durch seine Stimme einen bleibenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Wäre nicht Enrico de Pieri als Dschinni, man würde sich fragen, warum es dieses Stück an den Broadway geschafft hat. Doch in dieser Rolle kann sich das eingespielte Texterteam (Dialoge: Ruth Deny / Songtexte: Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder) austoben: Ob nun die Persiflage auf Bruce Darnell („De Handetasch muss lebendig sein!“) oder die Requisiten der vorangegangenen Shows (Maske vom „Phantom der Oper“). Auch das angedeutete Disney-Medley ist hochkomisch.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">An anderer Stelle, genauer gesagt bei Jagos unaufhörlichem Gequatsche, sind die Dialoge leider immer mal wieder etwas zu flach, um wirklich lustig zu sein. Natürlich soll Jago nervig sein, aber ein Dummschwätzer ist der Vogel im Disneyfilm nun wahrlich nicht.</p>
<p class="Body" style="text-align: left;">Nach knapp zweieinhalb Stunden endet das bunte Spektakel. In Erinnerung bleiben die herausragende Höhlenszene und der fliegende Teppich, genauso wie die mitreißenden Choreographien. So stellt sich der Musicalbesucher eine Broadwayshow vor: Bunt, schwungvoll, lustig und mit Happy End! Und genau das bekommen das Publikum seit 6. Dezember 2015 in der Neuen Flora in Hamburg zu sehen.</p>
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<div class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>erschienen in <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</a></span></em></div>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>6. Dezember 2015</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Enrico de Pieri, Richard-Salvador Wolff, Myrthes Monteiro</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Alan Menken / Casey Nicholaw<span class="Bold"><br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Entertainment<br />
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