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	<title>Björn Ulvaeus-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Björn Ulvaeus-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Musikalisches Taktieren auf 64 Spielfeldern</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2018 14:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Becker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts macht die Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion auch vor der Schachweltmeisterschaft nicht Halt. Freddie Trumper (Amerika) und Anatoly Sergievsky (UdSSR) treffen im Finale der Schach-WM im italienischen Meran aufeinander. Ihre Berater und Sponsoren Alexander Molokov und Walter de Courcey haben die Stimmung schon kräftig angeheizt und so stehen sich zwei gegnerische Lager gegenüber, die die Weltpolitik mit Macht auf das Schachbrett übertragen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-2290 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg" alt="" width="280" height="292" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-384x400.jpg 384w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-768x800.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981-982x1024.jpg 982w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_MarioMariano_MarkusSchneider_CharlotteIreneThompson-e1534828047981.jpg 993w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px" />Gepaart mit der Verbissenheit Trumpers, der Verschlagenheit Molokovs, der Naivität Sergievskys und der Liebe von Florence entwickelt sich aus einem anfänglich sportlichen Wettbewerb eine tragische Geschichte um die Liebe einer Frau, die Zugehörigkeit zur eigenen Heimat und ganz am Rande um den erneuten Kampf um die Schachweltmeisterschaft.</p>
<p>Regisseur Markus Dietze hat die Handlung optisch 100%ig in den 1980er Jahren verortet: Das fängt bei den schauderhaft-schönen Vokuhila- und Dauerwellen-Frisuren an, geht weiter über die exzentrischen Schnitte und breiten Schulterpolster der Kostüme, führt über die farbenfroh bespielte LED-Wand im Hintergrund und endet beim nicht minder leuchtend bunten Make-Up.</p>
<p>Christian Binz (Bühne und Kostüme) hat hier eine sehr harmonische Welt in schwarz-weiß-pink geschaffen, die auch die überdimensionalen Schachfiguren und das wenige Mobiliar mit einschließt. Ein wahrer Augenschmaus!</p>
<p>Besonderes Gewicht legt Dietze in seiner Inszenierung auf die Tanzszenen. Katrin Wolfram hat sehr schöne Choreographien geschaffen, in denen das Ballett die Handlung wahlweise ergänzt oder spiegelt. Ob es dabei immer die Schachfiguren herumtragen muss, kann man diskutieren, aber die tänzerische Leistung fügt sich nahtlos in das künstlerische Gesamtbild ein.</p>
<p>Benny Andersson und Björn Ulvaeus haben für „Chess“ voluminöse Songs erschaffen, die man – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt sofort mit ABBA in Verbindung bringt. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Karsten Huschke bringt die Kompositionen zwar klangvoll zu Gehör, doch allzu oft fehlt es an der richtigen Akzentuierung. Viele Songs werden einfach nur durchgespielt, was sehr schade ist, denn hier wäre viel Potential drin gewesen, das Stück dauerhaft im Gehör der Zuschauer zu verankern. Dies fällt besonders bei den Showstoppern „One night in Bangkok“ und „Wer ich sein wollte“ sehr negativ auf. Einzig bei „War es nicht gut?“ bildet das Orchester mit den Sängern eine Einheit und spielt auf den Punkt.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-2287 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg" alt="" width="302" height="282" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-400x373.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454-768x716.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AdrianBecker_Opernchor-e1534828083454.jpg 982w" sizes="(max-width: 302px) 100vw, 302px" />Gesanglich können Laura Bos, Kristina Ruge und Karsten Huschke aus dem Vollen schöpfen, denn neben sieben Protagonisten stehen in einigen Szenen fast 50 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne im Innenhof der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Opernchor und Extrachor unterstützen die Hauptdarsteller nach Kräften, was in den meisten Fällen auch sehr gut gelingt.</p>
<p>Bei den Hauptdarstellern stechen insbesondere Markus Schneider als Anatoly Sergievsky und Adrian Becker als Alexander Molokov hervor. Schneider hat ein Gespür für die sanften Töne, die „Hymne“ gelingt ihm hervorragend. Ganz wundervoll harmoniert er mit Monika Maria Staszak als Florence (u. a. „Du und ich“), die zwar optisch eher seine Mutter denn seine Geliebte sein könnte, aber stimmlich sehr gut zu den Kompositionen der ABBA-Herren passt. Staszak kämpft während der ganzen Vorstellung mit ihrer Authentizität, der optische Altersunterschied zu den beiden Schachspielern, deren Herzen sie erobert hat, ist einfach zu deutlich.</p>
<p>Adrian Becker erinnert sicherlich nicht nur zufällig an die berechnende, fiese Cruella de Vil aus „101 Dalmatiner“. Mit seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz und der exzellenten Körperbeherrschung stellt er alle anderen in den sprichwörtlichen Schatten. Zudem singt und tanzt er hervorragend und bekommt folgerichtig beim Schlussapplaus mit am meisten Anerkennung durch die Zuschauer.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2288 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-768x1154.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider-681x1024.jpg 681w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/08/TheaterKoblenz_Chess_AlexanderStumpf_ChristofMariaKaiser_MarkusSchneider.jpg 998w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" />Als exzentrischer Schiedsrichter macht Christof Maria Kaiser eine tolle Figur. Er verleiht dem Referee mit seiner nachdrücklichen Mimik und seiner erhabenen Gestik etwas Mächtiges und Verschlagenes zugleich. Nachdem er im ersten Akt dank der etwas schwachen Tontechnik dieser Optik stimmlich leider nicht gerecht werden konnte, macht er dies im 2. Akt spielend wieder wett.</p>
<p>Als eine Art Jürgen Drews mit einer gehörigen Portion Exaltiertheit kommt Marcel Hoffmann daher. Sein Freddie Trumper ist zu keinem Zeitpunkt sympathisch, sondern immer egozentrisch. Auch die wenigen Momente, in der das Publikum hinter diese Fassade blicken kann („Pity the child“), wirken aufgesetzt und nicht glaubwürdig. Das was Schneider an Glaubwürdigkeit in rauen Mengen mitbringt, fehlt Hoffmann leider gänzlich. Sehr schade, denn auch Trumper hat eigentlich ein gutes Herz.</p>
<p>Blass bleiben auch Wolfram Boelzle und Michèle Silvestrini als Walter und Svetlana, die zwar rollendeckend spielen, aber sich nicht nachhaltig präsentieren können.</p>
<p>„Chess“ ist keine leichte Kost – da bildet Koblenz keine Ausnahme. Viele bewusst disharmonische Melodien und aggressiv verfeindete, wenig sympathische Charaktere machen es den Zuschauern nicht leicht, sich auf dieses Stück vollends einzulassen. Dietze gelingt es jedoch, die häufig holprige Handlung dank gut umrissener Charaktere verständlich über die Rampe zu bringen. Zudem machen das optische Gesamtkunstwerk sowie die Leistungen von Becker und Schneider diese Show in der aktuellen Inszenierung durchaus sehenswert.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Festung Ehrenbreitstein, Koblenz</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Premiere:</strong> 18. August 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Markus Schneider, Adrian Becker, Christof Maria Kaiser, Marcel Hoffmann, Monika Maria Staszak, Wolfram Boelzle, Michèle Silvestrini</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Markus Dietze / Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus </span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Matthias Baus für das Theater Koblenz<br />
</span></div>
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		<title>Chess oder Mamma Mia?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/chess-oder-mamma-mia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
		<category><![CDATA[Chess]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Sikora]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Achilles]]></category>
		<category><![CDATA[Henrik Wager]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Kochheim]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Lüneburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage ...</p>
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<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Etwas befremdlich war sie schon – die Premiere von „Chess“ im Theater Lüneburg. Da erklang neben den erwarteten Showstoppern wie „One Night in Bangkok“ oder „I Know Him So Well“ doch tatsächlich „Lay all your love on me“ und das Finale bildet „The Winner takes it all“. Als Kenner der Musicalszene drängt sich die Frage auf, warum hier Songs aus zwei Shows miteinander vermischt werden? Hat man Angst, „Chess“ allein würde nicht zünden? Braucht man die allseits bekannten und beliebten ABBA-Hits, um dem Publikum vor Augen zu führen, dass „Chess“ aus der Feder von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden Bs von ABBA – stammt?</p>
<p class="Body">Weder die Unterschätzung von „Chess“ als Stück noch des Intellekts des Publikums sind gerechtfertigt. Wie die Essener Inszenierung von „Chess“ schon beweist, hat das Schachweltmeisterschafts-Musical vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und mit den amourösen Verwicklungen der Hauptakteure genug Potential, um sein Publikum blendend zu unterhalten.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1041">
<div class="style_2">
<p class="Body">Doch fangen wir am Anfang an: Der Vorhang hebt sich und man erblickt… eine komplett weiße Bühne! Erinnerungen an die letztjährige Inszenierung von „Jekyll &amp; Hyde“ werden wach. Auch hier spielte die Handlung vor einem komplett weißen Hintergrund. Bühnenbildnerin Barbara Bloch zeigt hier leider wenig Einfallsreichtum zumal, optische Veränderungen im Laufe der Handlung lediglich durch die amerikanische oder sowjetische Flagge erzeugt werden. Selbst die Hussen über den Stühlen sind weiß.</p>
<p class="Body">Doch ein intensives Stück wie „Chess“ vermag durchaus vor einem so tristen Hintergrund zu zünden. Leider misslingt dies in Lüneburg gründlich. Dies liegt daran, dass das Orchester auf der Hinterbühne versteckt wird und die Tontechniker es leider nicht vermögen, den symphonisch-poppigen Klang in den Zuschauersaal zu transportieren. Zuweilen klingt es so, als ob die Musiker gegen eine dicke Wattewand anspielen müssten.</p>
<p class="Body">Der sonst vorhandene Orchestergraben wird durch ein Hubelement gefüllt, in dem sich das Hotelzimmer von Frederick Trumper verbirgt. Diese zusätzliche Spielebene tut dem Stück sehr gut und sorgt für Abwechslung im alles überstrahlenden Weiß, da das Zimmer in 1970er Jahre typischen Brauntönen gehalten wurde. Doch leider dauen die Auf- und Abfahrten des Zimmers sehr lange und störten so den Handlungsfluss mehrfach.</p>
<p class="Body">Da also weder die Kulissen noch die Musik das Publikum begeistern konnten, liegt die Bürde alleinig auf den Schultern der Darsteller. Henrik Wager übernimmt die ihm schon bekannte Rolle des amerikanischen Schachspielers Frederick Trumper. Er spielt wunderbar impulsiv und feuert die Schachfiguren über die ganze Bühne. Man spürt seinen Unmut über die Entwicklungen – sowohl auf dem Schachbrett als auch im privaten Bereich – mehr als deutlich. Gesanglich leidet er unter der miserablen Aussteuerung, denn gerade bei seinen Soli „Pity the Child“ und „One Night in Bangkok“ versteht man ihn kaum. Dieses Problem hat auch Elisabeth Sikora, die als Florence zwischen den beiden Opponenten Freddie und Anatoly hin- und hergerissen ist. Mit „Nobody’s Side“ kann sie zwar zeigen, dass sie dem Stück gesanglich durchaus gewachsen ist, aber leider überträgt sich die Intensität nicht aufs Publikum. Schauspielerisch wirkt sie manchmal etwas überfordert mit der Emotionalität ihrer Figur, aber alles in allem gibt Sikora eine sehr menschliche Florence.</p>
<p class="Body">Den russischen Schachweltmeister Anatoly Sergievsky spielt Gerd Achilles, der in Erscheinung, Stimme und Bewegung immer wieder an Marius aus „Les Misérables“ erinnert: Seine Stimme ist zwar wunderbar klar und deutlich (auch wenn „“Where I want to be“ noch eine Nummer zu groß für ihn war), aber sie ist zu glatt, um die vielfältigen Gefühle auszudrücken, mit denen Anatoly im Laufe der Geschichte konfrontiert wird. Seine durchaus stattliche Erscheinung wirkt durch die steifen Bewegungen sehr unsicher und unsouverän, was nicht so recht zu dem reifenden Schachspieler passen will.</p>
<p class="Body">Bleiben noch Alvin Le-Bass als Arbiter, Harry Korn als Molokov und Anne Hoth als Anatolys Frau Svetlana. Um es vorweg zu nehmen: Harry Korn ist von allen Darstellern auf der Bühne der Überzeugendste: Er spielt den russischen Agenten und Beschützer von Anatoly wunderbar kalt und berechnend. Stimmlich lässt er keine Sekunde nach und gewinnt den Kampf mit der schlechten Tontechnik. Le-Bass verkauft sich als Arbiter unter Wert. Er wirkt trotz seiner Funktion als Schiedsrichter wenig souverän und die wenigen Songs, in denen er zu hören ist, fallen kaum auf. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb er am Schluss als Lead-Sänger „The Winner takes it all“ anstimmt? Doch leider fällt seine Soul-Stimme in der vorgetragenen Fassung des ABBA-Hits nicht weiter ins Gewicht.</p>
<p class="Body">Anne Hoth hat als Svetlana eine der undankbarsten Rollen. Die gehörnte Ehefrau hat in der Originalfassung einige wundervolle Balladen, die ihre Verletztheit nachdrücklich unterstreichen. Doch in Lüneburg wird eine davon gestrichen und durch „Lay all your love on me“ ersetzt. Aus inszenatorischer Sicht ein Fehlgriff. Dass Svetlana betrunken und wie irr kichernd in einer Bar endet, setzt die verwirrende Reihe der Personenregie fort.</p>
<p class="Body">Philipp Kochheim, der im letzten Jahr mit seiner sehr modernen Fassung von „Jekyll &amp; Hyde“ für Gesprächsstoff sorgte, kann seiner Inszenierung keinen roten Faden und keine eindeutige Handschrift geben. Gerade bei einem so komplexen Stück wie „Chess“ ist dieser inszenatorische Rahmen jedoch unerlässlich, da sich das Publikum sonst in den vielfältigen Nebenhandlungen verliert. Auch oder gerade weil „Chess“ in Lüneburg mit knapp zwei Stunden sehr stark gekürzt wurde, ist der Regisseur noch stärker in der Pflicht, seinem Publikum die Handlung nachvollziehbar zu machen. Leider gelingt dies Kochheim nicht.</p>
<p class="Body">Warum ABBA-Stücke hinzugefügt und vorhandene Songs gestrichen wurden, erschließt sich auch mit einigem Nachdenken nicht. Und besser macht diese Vermischung die Inszenierung leider auch nicht. Berücksichtigt man nun noch die teilweise mehr als holprigen deutschen Texte (sowohl Dialoge als auch Songs werden großteils auf Deutsch vorgetragen), bleibt mehr als nur ein fader Beigeschmack. Von wem diese Texte stammen ist nicht in Erfahrung zu bringen. Weder im Programmheft noch auf der Website des Theaters stehen hierzu nähere Informationen…</p>
<p class="Body">Dennoch ist das Premierenpublikum begeistert und zollt den Künstlern mit stehenden Ovationen Respekt für ihre Leistung.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
veröffentlicht auf <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196" href="http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&amp;subservice=2&amp;details=3196">musicalzentrale.d<em>e</em></a></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>5. Dezember 2009<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Gerd Achilles, Elisabeth Sikora, Henrik Wager<br />
</span><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  Benny Andersson &amp; Björn Ulvaeus / Philipp Kochheim</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Theater Lüneburg<br />
</span></p>
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		<title>Mamma Mia! &#8211; Cast-Vorstellung</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/mamma-mia-cast-vorstellung/</link>
		
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		<pubDate>Sun, 01 Sep 2002 09:03:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Abba]]></category>
		<category><![CDATA[Benny Andersson]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Ulvaeus]]></category>
		<category><![CDATA[Mamma Mia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Musical von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden männlichen Mitgliedern von ABBA – handelt von der 20-jährigen Sophie, die mit ihrer Mutter Donna auf einer griechischen Insel lebt, wo beide eine Taverne betreiben. In dem Tagebuch ihrer Mutter entdeckt Sophie eines Tages, dass sie drei mögliche Väter hat. Sophie plant gerade ihre ...</p>
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<div id="body_content">
<p>Das Musical von Benny Andersson und Björn Ulvaeus – den beiden männlichen Mitgliedern von ABBA – handelt von der 20-jährigen Sophie, die mit ihrer Mutter Donna auf einer griechischen Insel lebt, wo beide eine Taverne betreiben.</p>
<div id="body_layer">
<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">In dem Tagebuch ihrer Mutter entdeckt Sophie eines Tages, dass sie drei mögliche Väter hat. Sophie plant gerade ihre Hochzeit mit ihrer Jugendliebe Sky und möchte wie jedes junge Mädchen, dass ihr Vater sie zum Traualtar führt. Ohne das Wissen ihrer Mutter lädt sie die drei potentiellen Kandidaten Sam, Bill und Harry in deren Namen zur Hochzeit ein.</p>
<p class="Body">Während für Sophie das Rätselraten um den echten Vater beginnt, wird ihre Mutter Donna ungewollt mit der Vergangenheit konfrontiert. Es entwickelt sich eine bewegende und komische Geschichte um Liebe, Freundschaft und Familie.</p>
<p class="Body">Richtig Schwung kommt in die Geschichte als auch Donnas beste Freundinnen Rosie und Tanya aus den 70er Jahren auftauchen und Erinnerungen an ihre Zeiten als das Gesangstrio „Donna and the Dynamos“ wach werden…</p>
<p class="Body">Die äußerst geschickte Dialogführung bezieht die bekanntesten ABBA-Songs in die Handlung direkt mit ein und führt auf eine sehr charmante Art durch ein temporeiches und zugleich gefühlvolles Musical.</p>
<p class="Body">»Mamma Mia!« lebt von der Musik, daher verwundert es wenig, wenn große Ensemble-Tanznummern an erster Stelle auf dem Probenplan stehen. Aber auch Gesang und komödiantisches Talent sind für dieses Stück extrem wichtig.</p>
<p class="Body">Niemand kann sich dem unvergleichlichen Charme von Rosie entziehen wenn sie mit dem Song „Take a chance on me“ versucht, einen von Sophies potentiellen Vätern für sich zu gewinnen. Ebenfalls sehr amüsant ist die Sequenz, in der Tanya den griechischen Jungs mithilfe des Stücks „Does your mother know“ etwas von dem Wissen einer auf allen Ebenen sehr erfahrenen Dame weitergibt.</p>
<p class="Body">Die Geschichte, in der es um den Mut geht, die eigenen Träume zu verwirklichen, sein Leben zu genießen, sich aber auch vor der Vergangenheit nicht zu verstecken, wird mithilfe der 22 größten Hits von ABBA erzählt.</p>
<p class="Body">Seit der Weltpremiere im Londoner Westend am 06. April 1999 brachen die Zuschauerzahlen von »Mamma Mia!« alle Rekorde. Neben London spielt »Mamma Mia!« auch am New Yorker Broadway, in Toronto und Melbourne vor ausverkauften Häusern, was neben der spritzigen Inszenierung sicherlich auch auf den Bekanntheitsgrad der ABBA-Hits zurückzuführen ist. Jeder kennt „Dancing Queen“, „The winner takes it all“ oder „Super Trouper“. Viele der ursprünglichen ABBA-Songtexte wurden für die Londoner Inszenierung angepasst, so dass sich immer wieder überraschende und turbulente Szenen auf der Bühne ergeben.</p>
<p class="Body">Da verwundert es nicht, dass im sonst so spröden London auch mehr als drei Jahre nach der Welturaufführung jede »Mamma Mia!«-Show mit Standing Ovations gefeiert wird: Die mehr als 1.600 Besucher singen bei Zugaben wie „Waterloo“ lauthals mit und verwandeln das Prince Edward Theatre im Londoner West End eine einzige große ABBA-Revival-Party.</p>
<p class="Body">Die Produktion im Operettenhaus Hamburg wird die erste nicht-englischsprachige Inszenierung sein. Das Kreativ-Team – bestehend aus Michael Kunze und Ruth Deny – stellt sich der Herausforderung nicht nur die Dialoge, sondern die kompletten Songtexte ins Deutsche zu transferieren.</p>
<p class="Body">Beide haben große Erfolge vorzuweisen: Michael Kunze zeichnet u. a. für die Texte der Musicalhits »Tanz der Vampire«, »Elisabeth« und »Mozart!« verantwortlich. Und Ruth Deny hat die deutschen Texte für Oscar-prämierte Filme wie „Der englische Patient“ oder „Der Herr der Ringe“ geschrieben. Man darf gespannt sein, wie die deutschen Texte der bekannten ABBA-Hits bei den Musicalbesuchern ankommen werden…</p>
<p class="Body">Das deutsche Publikum kann sich auf ein urkomisches, mitreißendes Popmusical freuen und wird sowohl „<span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=443">das neue</a></span>“ Operettenhaus als auch die kreativen und künstlerischen Leistungen für »Mamma Mia!« gewohnt kritisch in Augenschein nehmen.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/mamma-mia-cast-vorstellung/">Mamma Mia! &#8211; Cast-Vorstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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