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	<title>Björn Breckheimer-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Björn Breckheimer-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Wenige gute Kreativteam-Ansätze helfen nicht, die gesanglichen Mankos auszugleichen</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 22:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Jay Lerner]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Breckheimer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte vom Blumenmädchen Eliza Doolittle, das durch eine Zufallsbegegnung zum gefeierten Star der Londoner Hautevolee wird, kennt jeder. In der deutschen Fassung parliert das schmutzige Bordsteingewächs meist in herrlich rotzigem Berlinerisch, um so akustisch deutlich von anderen Gesellschaftsschichten abgegrenzt werden zu können. Ihre beiden mehr oder weniger gönnerhaften Mentoren, Prof. Higgins und Oberst Pickering, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/wenige-gute-kreativteam-ansaetze-helfen-nicht-die-gesanglichen-mankos-auszugleichen/">Wenige gute Kreativteam-Ansätze helfen nicht, die gesanglichen Mankos auszugleichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte vom Blumenmädchen Eliza Doolittle, das durch eine Zufallsbegegnung zum gefeierten Star der Londoner Hautevolee wird, kennt jeder. In der deutschen Fassung parliert das schmutzige Bordsteingewächs meist in herrlich rotzigem Berlinerisch, um so akustisch deutlich von anderen Gesellschaftsschichten abgegrenzt werden zu können. Ihre beiden mehr oder weniger gönnerhaften Mentoren, Prof. Higgins und Oberst Pickering, sind elegante Staatsmänner, denen Elizas Vater Alfred P. Doolittle als klischeebeladener Müllkutscher gegenübersteht. Auch Freddy Eynsford-Hill, der sich schon beim ersten Treffen trotz oder gerade wegen ihrer burschikosen Art Hals über Kopf in Eliza verliebt, gehört mit zum Reigen der Hauptfiguren, anhand deren Charaktereigenschaften sich herrliche Studien zu zwischenmenschlichem Miteinander machen lassen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2341 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__95__kopie-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__95__kopie-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__95__kopie.jpg 334w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" />Natürlich stehen diese Protagonisten auch im Wiesbadener Staatstheater auf der Bühne, wo man sich diese Spielzeit für einen Klassiker der Musicalsparte entschieden hat. Doch das war es fast schon an Gemeinsamkeiten mit der Originalvorlage von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner. Eine ausgeprägt schwache Personenregie und der hierzu im Widerspruch stehende Fokus auf Schauspiel anstelle von Gesang macht diese Inszenierung von Beka Savic im negativen Sinn bemerkenswert. Zumal diese „My Fair Lady“ im Programmheft als Oper angekündigt wird. Davon ist diese Produktion jedoch meilenweit entfernt!</p>
<p>Dabei fängt es so schön an. Das große Orchester unter der Leitung von Christoph Stiller spielt famos auf und bringt das Publikum schon bei der Ouvertüre in gute Stimmung, denn viele Melodien aus „My Fair Lady“ kennt man eben. Dass einige Theaterbesucher diese dann auch direkt deutlich hörbar mitsummen oder gar mitsingen, trägt einmal mehr der um sich greifenden Respektlosigkeit gegenüber Bühnenkünstlern und anderen Besuchern Rechnung. Ich möchte mich hieran nicht gewöhnen, obwohl dies fast schon Gang und Gäbe ist.</p>
<p>Auch das Bühnenbild – egal ob Covent Garden, Prof. Higgins Haus, Ascot oder die edle Aristokratenumgebung beim Ball – ist Bettina Neuhaus gut gelungen. Viele Details fallen auf und man hat Freude am Entdecken. Gleiches gilt für die geschmackvollen Kostüme und Kleider, die einzig beim Diplomatenball etwas aus dem Rahmen fallen, da Meerjungfrauenkleider schlichtweg nicht jeder Dame wirklich stehen. Genauso viel Liebe wie in die Kleider hat Claudia Jenatsch in die Kopfbedeckungen gesteckt, bei denen sie sich von der Vogelwelt hat inspirieren lassen. „Ascot“ ist natürlich in jeder „May Fair Lady“-Inszenierung die Paradeszene, bei der diese Ausstattungselemente am besten zur Geltung kommen.</p>
<p>Das Kreativteam hat den Künstlern auf der Bühne also einen durchaus gelungenen Boden bereitet, doch leider mag auf diesem Boden so gar nichts entstehen, was den Namen Musical verdient. Denn die Darsteller haben mit Ausnahme von Björn Breckheimer ihren Schwerpunkt im Schauspiel und selbst dieser ist bei vielen nur hintergründig ausgeprägt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2340 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__58__kopie-271x400.jpg" alt="" width="271" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__58__kopie-271x400.jpg 271w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__58__kopie.jpg 339w" sizes="(max-width: 271px) 100vw, 271px" />Mira Benser kann als Eliza spielerisch durchaus überzeugen, auch wenn sie insgesamt zu wenig aufmüpfig und exzentrisch wirkt. Den Übergang von der Gossensprache zur gewählten Ausdrucksweise kann sie nicht trennscharf nachzeichnen. Zu oft spricht sie „hochdeutsch“ wenn sie „berlinern“ sollte, und nimmt der Figur dadurch an Strahlkraft. Auch wenn Benser sehr sympathisch rüberkommt, wirkt vieles aufgesetzt. Gesanglich hangelt sie sich am Sprechgesang entlang und trifft nur allzu oft die Töne nicht – gleich ob sie ausdrucksstark oder gefühlvoll singen soll (z. B. „Wunderscheeen“, „Es grünt so grün“).</p>
<p>Der gestrenge Prof Higgins wird von Uwe Eric Laufenberg gespielt, der aber leider so wenig akzentuiert spielt, dass man leicht den Eindruck gewinnen könnte, dass er überhaupt keine Freude an seiner Rolle hat, obgleich diese durchaus mehrere Facetten zu bieten hätte. Hinzu kommen an diesem Abend ungezählte Versprecher, die den vermeintlich souveränen Professor noch schwächer wirken lassen als Laufenberg ihn ohnehin anlegt. Auch Uwe Kraus als Oberst Pickering bleibt in dieser Inszenierung blass. Er spricht sehr leise und ist daher phasenweise kaum zu verstehen. Beide Herren eint, dass sie mit ihren wenigen Songs so ihre liebe Not haben und diese wie Fremdkörper für sie zu sein scheinen (u. a. das sehr langatmige „Lass ein Weib an Dich heran“).</p>
<p>Auch Michael Birnbaum als Alfred P. Doolittle kann gesanglich nicht überzeugen, doch holt er aus seiner zugegeben sehr dankbaren Rolle alles raus, was geht. Und so reißt er das Publikum mit seinen charmanten Gassenhauern mit.</p>
<p>Der einzige wirklich ausgebildete Sänger in diesem Ensemble ist augenscheinlich Björn Breckheimer, der vielleicht etwas zu alt scheint für den verliebten Freddy, aber sein „In der Straße wohnt sie“ sorgt für eine angenehme Entschädigung bei all den anderen schiefen Tönen.</p>
<p>Das gesanglich überzeugendste Gesamtpaket liefert der Chor ab. Mit diesem Pfund kann Albert Horne erfolgreich wuchern. Zeitweise sehnt man den Einsatz des Chores regelrecht herbei.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-2343 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__176__kopie-355x400.jpg" alt="" width="240" height="270" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__176__kopie-355x400.jpg 355w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2018/11/9126_myfairlady_forster__176__kopie.jpg 444w" sizes="(max-width: 240px) 100vw, 240px" />Hinzu kommt, dass man geneigt ist zu denken, dass die meisten Probleme der mangelhaften Tontechnik zuzuschreiben sind. Doch wenn Schauspieler und Sänger außerhalb des Opernfachs unverstärkt ein großes Theater allein mit ihrer Stimme füllen sollen, bringt das nicht wenige verständlicherweise an ihre Grenzen. Ein Mikrofon konnte einzig bei Breckheimer ausgemacht werden. Die Gründe hierfür kennt sicherlich nur die Regisseurin.</p>
<p>Es ist bedauerlich, dass aus diesem Musicalklassiker eine so holprige Bühnenfassung gemacht wurde. Vermutlich würden sich die meisten Beteiligten in der schauspielerischen Vorlage („Pygmalion“) wohler fühlen als in einem Musical. Und das merkt man leider durchgehend.</p>
<p>Nach der erfolgreichen Inszenierung von „Jesus Christ Superstar“ in der vergangenen Spielzeit kann man sich nur wünschen, dass man am Staatstheater Wiesbaden für die Spielzeit 2019/2020 wieder etwas mehr Händchen bei der Spielplangestaltung hat.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Hessisches Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 2. November 2018</span></div>
<div class="style_3"><span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Darsteller: </strong>Mira Benser, Björn Breckheimer, <span class="Bold">Michael Birnbaum</span>, Uwe Eric Laufenberg, Uwe Kraus</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik:</span></strong> Beka Savic / Frederick Loewe</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Karl &amp; Monika Forster<br />
</span></div>
</div>
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		<title>Nicht wirklich neu, aber dennoch exzellent und sehenswert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/nicht-wirklich-neu-aber-dennoch-exzellent-und-sehenswert/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 15 Sep 2017 21:41:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Breckheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Iris Limbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christ Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Nyassa Alberta]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Rechenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angekündigt war eine Neuinszenierung von Andrew Lloyd Webbers mannigfach gespielter Rockoper. Fast 36 Jahre nach der Uraufführung ist diese Idee sicherlich auch nicht gänzlich abwegig, obwohl der Stoff an sich natürlich zeitlos ist. Was direkt auffällt ist, dass Iris Limbarth das Stück um mehr als eine Dreiviertelstunde gekürzt hat. Zur Ouvertüre werden hochaktuelle Nachrichtenausschnitte auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/nicht-wirklich-neu-aber-dennoch-exzellent-und-sehenswert/">Nicht wirklich neu, aber dennoch exzellent und sehenswert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Angekündigt war eine Neuinszenierung von Andrew Lloyd Webbers mannigfach gespielter Rockoper. Fast 36 Jahre nach der Uraufführung ist diese Idee sicherlich auch nicht gänzlich abwegig, obwohl der Stoff an sich natürlich zeitlos ist. Was direkt auffällt ist, dass Iris Limbarth das Stück um mehr als eine Dreiviertelstunde gekürzt hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2150 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-400x213.jpg" alt="" width="400" height="213" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-400x213.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-768x409.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_-1024x546.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__443_.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Zur Ouvertüre werden hochaktuelle Nachrichtenausschnitte auf den Gazevorhang projiziert. Auch fast 2000 Jahre nach Jesus’ Kreuzigung suchen die Menschen nach Halt, manche gar nach einem Führer, die sich in Staatsoberhäuptern wie Kim Jong-un, Recep Tayyip Erdoğan oder Donald Trump personifizieren. Im Hintergrund tanzt das Ensemble in zeitgenössischer Kleidung. Ganz klar, wir sind im Hier und Jetzt.</p>
<p>Was ebenfalls in den ersten Minuten auffällt, ist die schlechte Klangqualität der Band. Schlagzeug und E-Gitarren klingen wie durch eine dicke Wattewand abgeschirmt. So etwas ist natürlich gerade bei einem Rockmusical problematisch.</p>
<p>Das Bühnenbild ist schlicht: große Betonwände mit Jesus-Konterfeis und Graffiti-Schriftzügen bilden den Rahmen, Stahltreppen und kaltes, hartes Licht unterstreichen den industriellen Charakter der Umgebung.</p>
<p>Judas’ direkt zu Beginn deutlich werdende Zweifel („Heaven on Their Minds“ / „Weil sie ach so heilig sind“) intoniert Ulrich Rechenbach mit ein wenig angezogener Handbremse, ohne jedoch die damit verbundenen Emotionen herunterzuspielen. Björn Breckheimer ist schon in dieser ersten Szene als Jesus sehr präsent und zeigt stimmlich direkt, wo die Reise mit ihm hingeht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2149 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__411_.jpg 1620w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Ein interessanter Kniff ist, dass Maria Magdalena (Nyassa Alberta) zunächst Judas zuredet, ihn sogar beinahe küsst, bevor sie sich Jesus zuwendet und ihr „Everything’s Alright“ /“Alles wird gut sein“ anstimmt. Dass Judas auf Jesus eifersüchtig wird und dadurch noch mehr Öl ins Feuer gegossen wird, ist ein nicht unspannender Blickwinkel. Alberta hat Soul – nicht nur in der Stimme. Sie spielt sehr einfühlsam und trotzdem stark, eine sehr gute Besetzung!</p>
<p>Ebenfalls eine exzellente Wahl sind Tobias Falk und Joel Scott als Kaiphas und Annas, die mit „This Jesus Must Die“ / „Der Jesus muss weg“ ihren fatalistischen Standpunkt mehr als deutlich machen.</p>
<p>In der Folge feuert Jesus seine Anhänger bei „Hosanna“ regelrecht an – auch eine eher ungewöhnliche Interpretation – und sonnt sich in deren Zuspruch. David Rossteuscher überzeugt als Simon Zelotes sowohl stimmlich als auch tänzerisch. Die Choreographien (ebenfalls von Iris Limbarth) in dieser Szene sind sehr schwungvoll und funktionieren gut.</p>
<p>Die Albtraumszene mit Frank Bettinger als Pontius Pilatus offenbart großes Potential und wirft ein sehr menschliches Licht auf den Statthalter von Judäa, der sich von dem vermeintlichen Erlöser des Volks gleichermaßen angezogen und abgestoßen fühlt. Die anschließende Tempelszene, die von Prostituierten eingeleitet wird, in der Waffen feilgeboten werden und es Geld vom Himmel regnet, ist ebenfalls sehr gut umgesetzt. Die Aussage ist klar: Jesus wird von seinem ausschweifenden Lebensstil eingeholt und seine Anhänger erdrücken ihn nahezu mit ihrer Zuneigung (bemerkenswert inszeniert). Jesus’ wütender Befreiungsschrei geht durch Mark und Bein, Breckheimer legt eine unglaubliche Intensität in Spiel und Gesang.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2151 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-400x265.jpg" alt="" width="400" height="265" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-400x265.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-768x508.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_-1024x677.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__453_.jpg 1633w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wunderschön ist auch Maria Magdalenas Liebeserklärung („I Don’t Know How to Love Him“ / „Wie soll ich ihn nur lieben“), in der Alberta ihre stimmliche Bandbreite vollends nutzt und auch vor schönen stilistischen Ergänzungen nicht halt macht.</p>
<p>Es folgt Judas’ Verrat an Jesus („Damned for All Time“ / „Verdammt für alle Zeit“), der sehr beklemmend inszeniert ist. Judas hat – umringt von Kaiphas und seinen Priestern – keine Möglichkeit zur Flucht und nimmt das „Blood Money“ / „Blutgeld“. An dieser Stelle fällt der Vorhang und der erste Akt ist nach nur 45 Minuten vorbei.</p>
<p>Der zweite Akt beginnt an gleicher Stelle und Rechenbach spielt wiederum sehr intensiv. Stimmlich kann er leider nichts vollends überzeugen, da er die lauten Passagen regelmäßig nicht bis zum Ende aussingt. Dies zeigt sich auch in der Abendmahlsszene, die visuell sehr gut, mit schlichten Elementen dargestellt ist. Breckheimer liefert mit „Gethsemane“ eine wahre Meisterleistung ab, die zurecht zu langem Szenenapplaus führt. Seine Phrasierungen passen ausgezeichnet und seine Interpretation nahe am Wahnsinn sorgt für Gänsehaut.</p>
<p>Die beiden Tribunale, denen sich Jesus in der Folge stellen muss – vor Kaiphas und Pilates und jeweils flankiert von der schlagzeilenhungrigen Presse – sind erneut schlicht, aber wirkungsvoll inszeniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2146 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-400x258.jpg" alt="" width="400" height="258" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-400x258.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-768x495.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x-1024x661.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__103_x.jpg 1674w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />„Herodes’ Song“ ist immer ein Highlight der Show und bietet viel Raum für Exzentrik und dem Spiel mit Klischees. In der neuen Wiesbadener Inszenierung ist diese Szene jedoch fast schon klassisch-brav umgesetzt: König Herodes und sein Wellness-Bad sind in weiß gehalten, einzig seine jugendlichen Begleiterinnen und Begleiter schillern in goldenen Kostümen. Uwe Kraus erinnert mir seiner Perücke sicherlich nicht nur zufällig an Donald Trump und sein Habitus hat etwas von Elvis Presley.</p>
<p>Sehr einfühlsam kommt hingegen „Could We Start Again, Please“ / „Lass uns neu beginnen“, gesungen von der kompletten Cast, über die Rampe. Nyassa Alberta kann hier einmal mehr stimmliche Akzente setzen. Auch Judas’ Selbstmord ist mit viel Fingerspitzengefühl umgesetzt worden und hinterlässt ein verstörtes Publikum.</p>
<p>Ebenso denkwürdig sind die „39 Peitschenhiebe“, zu denen Pilates Jesus verurteilt: Breckheimers schmerzverzerrtes Gesicht, die hervorquellenden Augen, umgeben von einer mordlüsternen Meute, die durch das von Kaiphas Priestern verteilte Geld noch angestachelt wird, mit einem Pilates, der sich selbst vor (psychischen) Schmerzen windet, brennt sich nachdrücklich ins Gedächtnis.</p>
<p>Der Titelsong ist auch eher klassisch inszeniert, doch warum auch etwas ändern, das funktioniert? Das Ensemble trägt weiß-glitzernde Kostüme mit schwarzen Glitzerkreuzen auf der Brust und Judas kommt mit blutverschmierten, an Kevin Smith’s „Dogma“ (1999) erinnernde Engelsflügel auf die Bühne. Stimmlich fehlt Rechenbach wie erwähnt das Rockig-Dreckige, doch durch sein intensives Spiel macht er dies weitgehend wett.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2148 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-286x400.jpg" alt="" width="286" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-286x400.jpg 286w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-768x1073.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_-733x1024.jpg 733w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2017/09/9000__170_.jpg 773w" sizes="auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px" />Bleibt noch die Kreuzigung, die einzig dadurch befremdlich wirkt, dass neben Jesus am Kreuz nur noch die Band mit Spots von oben beleuchtet ist. Doch irgendwie betont dieses Lichtdesign die disharmonischen, verstörenden Klänge aus dem Orchestergraben nur umso mehr.</p>
<p>Während Breckheimer leidend und blutverschmiert am Kreuz hängt, versammeln sich im Epilog („Johannes 19,41“) seine Anhänger noch einmal um ihn und gedenken Seiner in stummer Ehrfurcht und Scham. Dann endet auch der zweite Akt nach weiteren nur 45 Minuten.</p>
<p>Wirklich viel Neues hält diese Neuinszenierung nicht bereit. Limbarth hat zwar viel gekürzt, doch das karge (vortreffliche) Bühnenbild von Bettina Neuhaus sowie Andreas Franks Lichtdesign und Heike Korns Kostüme ergeben ein Gesamtbild, wie man es in ähnlich harmonischer Form durchaus schon gesehen hat. Auffallend ist, dass man trotz der großzügigen Streichung von über 45 Minuten nicht das Gefühl hat, dass etwas fehlt. Die Charaktere bekommen alle ihren Raum und können sich mit ihren mehr oder weniger exzentrischen Eigenheiten präsentieren.</p>
<p>Zudem hat Limbarth mit ihrem Ensemble – allen voran Björn Breckheimer und Nyassa Alberta – einen echten Glücksgriff gelandet. Auch das Junge Staatsmusical und die Schüler von Breckheimers Mainzer „ Musical Arts Academy of the performing Arts“, die das Ensemble verstärken, tragen zu dem sehr positiven Gesamteindruck bei.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
gekürzt erschienen <em>in <a title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;"><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></span></span></a></em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Staatstheater, Wiesbaden</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"> <strong>Besuchte Vorstellung:</strong> 13. September 2017</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Darsteller: </strong></span>Björn Breckheimer, Nyassa Alberta, Ulrich Rechenbach</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong> Andrew Lloyd Webber / Iris Limbarth<br />
</span></div>
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Karl &amp; Monika Forster<br />
</span></div>
</div>
</div>
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