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	<title>Benét Monteiro-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Benét Monteiro-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Clever erzähltes Biografie-Musical</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 11:02:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Proben zu seiner &#8222;Dangerous&#8220;-Tour 1992 wird Michael Jackson von einem Kamerateam begleitet. Auf Basis von deren Interviews wird die Lebensgeschichte des &#8222;King of Pop&#8220; erzählt. Lynn Nottages Buch stellt Michael Jacksons unbändige Kreativität und seinen Perfektionismus in den Mittelpunkt. Das strenge Regiment seines Vaters hat den jungen Künstlker geformt. Der unbedingte Erfolgszwang, den ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während der Proben zu seiner &#8222;Dangerous&#8220;-Tour 1992 wird Michael Jackson von einem Kamerateam begleitet. Auf Basis von deren Interviews wird die Lebensgeschichte des &#8222;King of Pop&#8220; erzählt. Lynn Nottages Buch stellt Michael Jacksons unbändige Kreativität und seinen Perfektionismus in den Mittelpunkt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-3684 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x296.jpg" alt="" width="400" height="296" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x296.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1024x759.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-768x569.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Beat_It_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment.jpg 1529w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das strenge Regiment seines Vaters hat den jungen Künstlker geformt. Der unbedingte Erfolgszwang, den er von Kindesbeinen an spürte, führte ihn in die Tablettensucht. Die Medien stürzten sich von Anfang an auf das Privatleben der Familie Jackson &#8211; und all deren negative Seiten. Das war für den jungen Michael prägend. Zeitlebens stand er unter Beobachtung, konnte nie er selbst sein. Zuflucht fand er in der Musik und im Tanz.</p>
<p>In dieser Show schlüpfen gleich drei Darsteller in die Rolle von Michael Jackson: Joshua zeichnet die Zeit den Jungen Michael Jackson als Teil der Jackson Five nach, Princa Damien übernimmt den Part nachdem Michael mit seinem Vater gebrochen hat und seinen eigenen weg geht und Benét Monteiro erweckt den Michael Jackson, den wir alle kennen, zum Leben. Und wie er das macht! Die zarte, gebrechliche Stimme, die Verletzlichkeit in jeder Bewegung abseits der Tanzfläche, die akzentuierten typischen MJ Moves (u.a. der Moonwalk), die sehr besondere Durchsetzungskraft, das Kindlich-Verträumte, die kongenialen Einfälle für die Umsetzung jedes einzelnen Songs auf der Tour &#8211; Monteiro ist absolut perfekt. Man kann sehr gut nachvollziehen, dass er die Kreativen schon beim Vorsprechen für die Londonder Version der Show begeistert hat. Der einzige, aber leider essentielle Kritikpunkt ist, dass es ihm nicht gelingt, die Songs so zu intonieren, dass es auch nur ansatzweise nach Michael Jackson klingt. Das ist schade. Doch Prince Damien macht dies in in seinen Passagen wett! Die &#8222;Kiekser&#8220;, all das, was MJs Stimme so unverkennbar macht: Prince Damien macht sich diese Besonderheiten zu eigen und agiert damit absolut überzeugend. Richtig schön zu erleben bei &#8222;Can you feel it&#8220; im zweiten Akt. Im Duett überzeugen die beiden älteren Michaels ebenfalls vollends: &#8222;She&#8217;s out of my life&#8220; ist wunderschön umgesetzt.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3688 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Pressekonferenz2_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment.jpg 1105w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Das Probenszenario wirkt gerade dadurch besonders austhentisch, das die Band mit auf der Bühne sitzt, die Tänzerinnen und Tänzer die Passagen immer und immer wieder üben müssen und das ganze auch optisch perfekt verpackt ist. Bühnenbild (Derek McLane, u. a. „Moulin Rouge! Das Musical”), Lichtdesign (Natasha Katz, u. a. „An American in Paris“) und Kostüme (Paul Tazewell, u.a. &#8222;Wicked&#8220;) sind perfekt aufeinander abgestimmt und versetzen das Publikum im Handumdrehen in die früher 1990er Jahre.</p>
<p>Michael Jackson war insbesondere für seine atemberaubenden Choreographien bekannt. Christopher Wheeldon lässt in seiner Arbeit zwar Ansätze erkennen, aber in den Szenen außerhalb der Probenumgebung, den Szenen, in denen Welthits wie &#8222;ABC&#8220; oder &#8222;Smooth Criminal&#8220; dargeboten werden, ist von Perfektionismus nichts zu erkennen. Gerade in letztgenannter Szene ist dies besonders bedauerlich, da diese den Einfluss von Bob Fosse auf Michael Jacksons Wirken unterstreichen soll. Hier haben sich nur wenige Wochen nach der Premiere (1. Dezember 2024) schon viele Unsauberheiten und unsynchrone Abläufe eingeschlichen. Das ist sehr traurig.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3687 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment-1536x1025.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2025/04/JPG-72-dpi-RGB-MJ_HH_Smooth_Criminal_4_c_Matthew_Murphy_Stage_Entertainment.jpg 1742w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Während bei den Choreographien wirklich Luft nach oben ist, sind viele Regieeinfälle von Wheeldon schlicht großartig: Michael als Marionette vor die Presse treten zu lassen, trifft den Nagel auf den Kopf. &#8222;Billy Jean&#8220;, &#8222;Thriller&#8220; und &#8222;Man in the Mirror&#8220; sorgen zurecht für begeisterten Zwischenapplaus. Nicht zu vergessen das Ende der Show: Perfekter kann man diesen Abend nicht zuende bringen.</p>
<p>Neben den drei Michaels lassen noch Lee Ann Hierzer als Katherine Jackson und DNPRI als Quincy Jones aufhorchen. Hierzer singt sehr gefühlvoll, ihre Interpretation von &#8222;I&#8217;ll be there&#8220; ist wunderschön soulig. DNPRI überzeugt als Quincy Jones, einen der Väter von Michael Jacksons Erfolg. &#8222;Keep the faith&#8220; ist eine wunderschöne Hymne.</p>
<p>Die Zuschauer lernen an diesem Abend zwar nichts Neues über Michael Jackson, doch Nottage macht ihn nahbar und zeigt ihn sehr verletzlich. Das Konzept der Show funktioniert zu 100 %. Bühnenbild, Musik, Licht, Projektionen &#8211; das Gesamtbild ist perfekt. Die Künstler auf, über, unter und hinter der Bühne bekommen stehende Ovationen und dürfen sich für dieses muscalische Gesamtkunstwerk zurecht feiern lassen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong><span class="Bold">19</span><span class="Bold">. März 2025</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Benét Monteiro, Prince Damien, David Hughey, Eve Rades, Lee Ann Hierzer, DNPRI, Rob &#8222;Krucible&#8220; Marshall, Vic Anthony, OJ Lynch</span><br />
<span style="color: #000080;"><span class="Bold"><strong>Regie &amp; Choreographie:</strong> Christopher Wheeldon<br />
</span><span class="Bold"><strong>Fotos: </strong>Matthew Murphy</span></span></p>
</div>
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		<title>Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 21:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen? Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin. &#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr. In der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/der-goettliche-funken-zuendet-nicht-so-richtig/">Der göttliche Funken zündet nicht so richtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Kann das musikalische Heldenepos an die Erfolge vom &#8222;König der Löwen&#8220; und &#8222;Frozen&#8220; anknüpfen?</strong></p></blockquote>
<p>Die kurze Antwort lautet: nein, ganz sicher nicht. Doch schauen wir genauer hin.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist von den Kinoeinspielergebnissen her betrachtet einer der erfolgreichsten Disney-Filme und nicht wenige schätzen die charmante Tollpatischigkeit des Titelhelden und den Wortwitz seiner Wegbegleiter sehr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3445 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Musen_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1342w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />In der Bühnenfasssung sind hier an erster Stelle die fünf Musen zu nennen, die Hercules von Geburt an begleiten. Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH und Shekinah McFarlane haben als Kalliope, Thalia, Terpsichore, Kilo und Melpomene einen wunderschönen, souligen Klang. Die Songs passen perfekt und geben den Damen die Chance zu glänzen. Ihre Auftritte sind glamourös, raumgreifend und mitreißend. Kein Kleid gleicht dem anderen, hier haben Gregg Barnes und Sky Switser <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1T8p_TXTlrg">sehr viel Kreativität einfließen</a> lassen. Und jede Frau im Publikum, die jenseits der allgegenwärtigen Size Zero Mode liegt, schnalzt ob des Sexappeals der Musen-Optik mit der Zunge. Warum allerdings Hercules in ein unsägliches 1980er Jahre Netzhemd gesteckt wurde, das ihn auch optisch zur Karikatur werden lässt, bleibt ein Rätsel. Er wirkt wirklich eher putzig und niedlich als stark&#8230;</p>
<p>Einige Finessen weist ebenfalls das Bühnenbild von Dane Laffre in perfektem Zusammenspiel mit dem Video- (George Reeve) und Lichtdesign (Jeff Croiter) auf. Von &#8222;tanzenden&#8220; Säulen, über Hades&#8216; düstere (verdächtig an Graf von Krolocks Keller erinnernde) Unterwelt nebst sehr findig gelöster Lebensfäden, denen beim Abschneiden sehr putzige Geister hinterher fliegen, bis hin zu den großartig visualisierten, sprechenden Statuen, dem an Mosaike angelehnten Hintergrund bei Hercules&#8216; Reise in die menschliche Zwischenwelt &#8211; es ist schon viel Schönes dabei an diesem Premierenabend. Sprachlos machen die über die Bühne geschossenen Pfeile, die in einer der Säule stecken bleiben. Licht &amp; Technik &amp; Timing in perfekter Harmonie &#8211; so geht Theatermagie!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3443 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules2_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1408w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Es gibt aber auch die andere Seite: kitschig gewandete Götter im Olymp, sehr slapstick-lastige Dialoge, etwas armselig wirkende Kampfszenen&#8230; Hier misslingt die Gratwanderung, das was auf dem Bildschirm begeistert, in derselben Form auf die Bühne zu bringen, deutlich.</p>
<p>Neben den Musen gibt es einen weiteren Sidekick, der diese Show auflockert: Karl (Mario Saccoccio) und Heinz (André Haedicke), die trotteligen, obrigkeitshörigen Handlanger von Hades. Mit viel Humor führen sie ihren Chef vor, um am Ende die Seiten zu wechseln und eine nicht unwesentliche Rolle beim Happy End zu spielen. Saccoccio und Haedicke bilden hier ein großartiges Duo und schon ihr Anblick lässt das Publikum auf die nächste schräge Idee oder &#8222;dummen&#8220; Spruch hoffen.</p>
<p>Apropos Happy End: Natürlich finden Hercules und Meg auch auf der Bühne der Neuen Flora zueinander. Der Weg dorthin ist steinig und mit vielen Prüfungen gepflastert.<br />
Meg, Hades&#8216; sehr selbstbewusste, sich ihrer Reize und Wirkung auf Männer durch aus bewusste Ziehtochter, ist herrlich kratzbürstig. Mae Ann Jorolan überzeugte bis vor Kurzem noch als Peggy Schuyler / Maria Reynolds in &#8222;Hamilton&#8220; und darf jetzt eine ganz andere, überhaupt nicht brave Seite von sich zeigen. Und das macht sie großartig! Ihr zuzuhören und zuzusehen, ist eine Freude!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3441 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Hercules_Meg_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Apropos &#8222;Hamilton&#8220;, auch Hauptdarsteller Benét Monteiro ist dem Hamburger Publikum aus dem Hip-Hop-Musical über die amerikanischen Gründerväter bekannt. So sehr er <a href="https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/">als A. Ham überzeugen</a> konnte, so wenig scheint ihm Hercules zu liegen. Man wird das Gefühl nicht los, dass er nicht wirklich weiß, ob er die Figur als Karikatur anlegen oder ernsthaft spielen soll. Der Charakter wirkt größtenteils unausgegoren, was man aber sicherlich nicht allein Monteiro anlasten sollte. Hinzu kommen unerwartete phonetische Hürden. Den schnellen Sprechgesang des Alexander Hamilton konnte Monteiro einwandfrei ins Operettenhaus bringen. Bei Hercules hat er doch seine liebe Müh mit den deutschen Texten.</p>
<p>Damit ist er jedoch nicht allein. Die deutsche Sprache ist offenbar für die wenigsten Darsteller so vertraut, dass sie sie &#8222;einfach&#8220; singen könnten. Traurig, dass man so etwas immer noch erleben muss! Wir haben brillante Phonetikcoaches in Hamburg und ganz nebenbei auch herausragende Darsteller:innen, die Muttersprachler sind. Es wäre begrüßenswert, wenn hier endlich ein Umdenken stattfinden würde. Denn die pfiffigsten Songtexte und Dialoge nützen nichts, wenn die Zuschauer sie nicht verstehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3446 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Olymp_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wo wir grad von guten Texte reden: In Medusas Bar treffen nicht nur optisch sehr spannende Charaktere aufeinander, sie sprühen auch nur so vor Wortwitz. Allen voran Phil, der immer wieder für Lacher sorgt. Kristofer Weinstein-Storey hat eine der dankbarsten Rollen in diesem Stück übernommen und führt nicht nur Hercules auf den richtigen weg, sondern holt auch die Zuschauer immer wieder gekonnt ab.</p>
<p>Ein tolles Gesamtpaket liefert auch Detlef Leistenschneider als Hades ab. Er ist sarkastisch, rachsüchtig und zwischendurch auch mal beleidigt und wehleidig. Auf eine Linie lässt sich dieser Gott der Unterwelt jedoch nicht festlegen, was manchmal zwar für mehr Klarheit sorgen würde, aber diesen CHarakter nur umso spannender macht.</p>
<p>Wenn die Musen Hercules&#8216; Werbeversuchen um Meg beiwohnen, ist das Thema &#8222;pretty in pink&#8220; von den Rosen in den Amphoren über die einmal mehr beeindruckend abwechslungsreichen Kleider bis hin zu den Perücken perfekt durchgezogen. Auch Hades &#8218; Kostüm als er auf die Erde zurückkehrt, ist sehr gelungen, wird aber durch die Musen in der Kampfkleidung römischscher Gladiatoren direkt wieder in den Schatten gestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3444 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg" alt="" width="400" height="268" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-400x268.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-1024x687.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment-768x515.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2024/03/JPG-72-dpi-RGB-HERC_HH_Meg_Hades_c_Johan_Persson_Disney_Stage_Entertainment.jpg 1097w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Beim finalen Kampf von Hades und Hercules, erinnert einen Hades zunächst verdächtig stark an den Wizard aus &#8222;Wicked&#8220;, doch der Kampf an sich ist sehr gut gestaged und dass Hera, also die Mama, Hades&#8216; Schwachstelle ist, geht absolut in Ordnung.</p>
<p>Die PHIL-Methode wirkt (<strong>P</strong>ower-<strong>H</strong>erz-<strong>I</strong>ntelligenz-<strong>L</strong>iebe) und am Schluss rettet Hercules nicht nur Meg, sondern damit auch die Erde und sorgt so dafür, dass auch die Götter im Olymp ungestört weiterleben können.</p>
<p>&#8222;Hercules&#8220; ist deutlich sichtbar als Tourproduktion angelegt, was nicht Schlimmes sein muss. Einige Kostüme und Kulissen sehen eher kostenoptmiert aus, andere sind sehr zweckdienlich, aber funktionierten super (wie bspw. die Hintergrundprojektion bei Hercules&#8216; Reise). Ob diesem Stück eine erfolgreiche Tourkarriere beschieden sein wird, würde ich bezweifeln wollen. Denn um an Disney-Erfolge wie &#8222;Der König der Löwen&#8220; oder &#8222;Tarzan&#8220; anzuknüpfen, fehlt hier in allen Bereichen zu viel.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Stage-Theater Neue Flora, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">24</span><span class="Bold">. März 2024</span><span class="Bold"><br />
<strong>Darsteller: </strong></span>Benét Monteiro, Mae Ann Jorolan, Kristofer Weinstein-Storey, Detlef Leistenschneider, Leslie Beehann, Chasity Crisp, Venolia Manale, UZOH, Shekinah McFarlane, Mario Saccoccio, André Haedicke, Sophie Mefan, Bathoni Buenorkuor, Marta Di Giulio, Stefano Francabandiera</span><br />
<span class="Bold" style="color: #000080;"><strong>Regie / Musik: </strong>Casey Nicholaw / Alan Menken<br />
<strong>Fotos: </strong>Johan Persson<br />
</span></p>
</div>
</div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Wer lebt, wer stirbt, wer schreibt Geschichte?</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/wer-lebt-wer-stirbt-wer-schreibt-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 18:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Benét Monteiro]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Simmons]]></category>
		<category><![CDATA[Chasity Crisp]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Dodd-Ellis]]></category>
		<category><![CDATA[Gino Emnes]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamilton]]></category>
		<category><![CDATA[Ivy Quainoo]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Kersjes]]></category>
		<category><![CDATA[Lin-Manuel Miranda]]></category>
		<category><![CDATA[Mae Ann Jorolan]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Edward]]></category>
		<category><![CDATA[Operettenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Redchild]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Hamilton&#8220; ist auf den ersten Blick ein durch und durch US-amerikanisches Stück: Im Mittelpunkt steht mit Alexander Hamilton einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Das von ihm eingeführte Federal Reserve System ist bis heute prägend für das Land. Doch tatsächlich geht es auch um einen Imigranten, der aus dem Nichts kommt, das, was er gut ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Hamilton&#8220; ist auf den ersten Blick ein durch und durch US-amerikanisches Stück: Im Mittelpunkt steht mit Alexander Hamilton einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Das von ihm eingeführte Federal Reserve System ist bis heute prägend für das Land.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3252 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_EinSchuss_cJohan_Persson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch tatsächlich geht es auch um einen Imigranten, der aus dem Nichts kommt, das, was er gut kann (Schreiben) bis zum Exzess betreibt, Erfolge feiert, an Grenzen stößt und die Menschen verletzt, die ihm am nächsten stehen. Diese Geschichte von A. Ham, einem jungen Mann, der Fehler machte und sich nicht scheute, dazu zu stehen, diese Geschichte kann man auch ganz wunderbar einem deutschen Musicalpublikum erzählen. Tragische und schwere Stücke funktionieren in Deutschland auf Ensuite-Bühnen schon seit vielen Jahren nicht mehr wirklich, doch die sehr besondere Art und Weise, in der Lin-Manuel Miranda und sein Team Hamiltons überaus abwechslunsgreiches Leben auf der Bühne nachzeichnen, zieht die Zuschauer in ihren Bann.</p>
<p>Sieben Jahre nach der Broadway-Premiere und fünf Jahre nachdem &#8222;Hamilton&#8220; auch das <a href="https://www.musicals-online.com/?p=2661">West End</a> im Sturm eroberte, kommt nun das deutschsprachige Publikum in den Genuss der ersten nicht-englischen Fassung dieses Musicalhits. Aber kann man die englischen Songtexte und Raps &#8222;einfach&#8220; so übersetzen? Es hat (auch wegen der Corona-Pandemie) ganze drei Jahre gedauert, bis die deutsche Version von Lin-Manuel Miranda freigegeben wurde. Kevin Schroeder und Rapper Sera Finale haben sich in ihrer Zusammenarbeit immer wieder gegenseitig herausgefordert und von vornherein nicht den Fehler gemacht, die fast 27.500 englischen Worte 1:1 zu übersetzen. Sie mussten auf Metrik, Inhalt sowie Sprachstruktur achten und natürlich auch den nicht zu vernachlässigenden Wortwitz unter einen &#8222;singbaren&#8220; Hut bringen. In diesem <a href="https://www.mopo.de/rausgehen/kultur/arschbombe-ins-konfetti-wie-ein-rapper-den-musical-hype-hamilton-uebersetzte/">Interview</a> beschreibt Sera Finale sehr eindrücklich, wie herausfordernd dieses Projekt war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3253 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-400x266.jpg" alt="" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-1024x680.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-768x510.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson-1536x1020.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_DieSchuylerSchwestern_cJohan-Persson.jpg 1768w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch ich habe, wie viele andere, daran gezweifelt, dass man dieses Hochgeschwindigkeits-Musical zielgenau ins Deutsche übertragen kann. Doch ich zolle der Leistung von Sera Finale und Kevin Schroeder höchsten Respekt. Die Texte sind pfiffig, unterhaltsam, rasend schnell und zu jedem Zeitpunkt auf den Punkt. Und: Man versteht wirklich alles! &#8222;Young, scrappy &amp; hungry&#8220; mit &#8222;Jung, scharf &amp; geladen&#8220; zu übersetzen, klingt bspw. erstmal nicht ganz richtig, doch im Kontext passt es hervorragend. Von solch freien Adaptionen gibt es viele und sie sind rundum gelungen.</p>
<p>Doch gerade &#8222;Hamilton&#8220; entfaltet seine ganze Kraft erst durch die Künstler auf der Bühne. Auch in Hamburg steht eine bunte Mischung aus Musicaldarstellern, Rappern und Popsängern auf der Bühne. Genauso wie in New York und London ist die Besetzung so divers wie sie nur sein kann. Die 34 Ensemble-Mitglieder stammen aus 13 verschiedenen Nationen. So hatte sich Miranda seinen &#8222;Hamilton&#8220;-Cast 2015 ausgedacht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3248 " src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-370x400.jpg" alt="" width="291" height="315" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-370x400.jpg 370w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-946x1024.jpg 946w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975-768x831.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_KönigGeorge_A_Jan-Kersjes_cJohanPersson-e1665087562975.jpg 1383w" sizes="auto, (max-width: 291px) 100vw, 291px" />Auch optisch steht die Bühne im Operettenhaus der Orginalversion im Richard Rodgers Theatre (David Korins) in nichts nach. Gleiches gilt für die Kostüme (Paul Tazewell). Das dies so konsequent umgesetzt wurde, ist sehr zu begrüßen, denn krampfthaft auf den deutschen Markt angepasste Sets sorgen in den allerseltensten Fällen für eine Verbesserung. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal das originale Lichtdesign (Howell Binkely), das auch in Hamburg wunderbare Räume auf der ansonsten recht einfarbig hölzernen Bühne erschafft.</p>
<p>Schon mit dem Opening Song wird das Publikum direkt in eine musikalisch ungewohnte Welt entführt. &#8222;Alexander Hamilton&#8220; zeigt fast die komplette Bandbreite dessen, was im Laufe der Show noch geboten wird. Alle Sänger intonieren die deutschen Hiphop-Texte akkurat und die Timings sind perfekt. Das ist besonders deshalb bemerkenswert, da für die meisten von ihnen Deutsch nicht die Muttersprache ist. Aber weder bei Gino Emnes (Aaron Burr), noch bei Daniel Dodd-Ellis (Lafayette / Jefferson) oder Benét Monteiro (Alexander Hamilton) hört man dies. Kein Vergleich zu den immer noch üblichen phonetischen &#8222;Überraschungen&#8220; wie bspw. bei &#8222;<a href="https://www.musicals-online.com/?p=3110">Wicked</a>&#8220; oder immer wieder beim &#8222;Starlight Express&#8220;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3255 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio1_Yorktown_cJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Eine präzise Intonierung ist bei dieser Show essentiell. Sich verhaspeln? Ein Texthänger? Mirandas Kompositionen verzeihen keinen Fehler. Dessen sind sich die Künstler ganz sicher bewusst und dennoch sieht alles so leicht und locker aus, wie man es sich wünscht. Da bleibt nur wenig Zeit für freche Grimassen, &#8222;zufällige&#8220; Mic Drops usw. Doch auch diese bauen die Künstler erfolgreich mit ein.</p>
<p>Monteiro gelingt die Gratwanderung zwischen ehrgeizigem, immer korrektem Politiker und gefühlvollem, geläutertem Ehemann und Vater ganz herovrragend. Es sprüht vor Energie, bringt die Choreographien und rasanten Songs gleichermaßen überzeugend über die Rampe. Dabei hat er den sprichwörtlichen Schalk im Nacken und erobert damit die Sympathien des Publikums im Handumdrehen. Hamiltons jahrelanger Widersacher, Aaron Burr, wird von Gino Emnes mit viel Verbissenheit und Berechnung gespielt. Burrs Bedauern, dass ausgerechnet er es ist, der das Genie Hamilton erschießt, nimmt man Emnes sofort ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3249 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-267x400.jpg 267w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-683x1024.jpg 683w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-768x1152.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-1024x1536.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson-1365x2048.jpg 1365w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio3_Aaron-Burr-Gino-Emnes_cJohanPersson.jpg 1382w" sizes="auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px" />Hamiltons Wegbegleiter, der Marquis de Lafayette, Hercules Mulligan und John Laurens, sorgen von Anfang an für richtig Stimmung: Dodd-Ellis rappt sich gekonnt durch den 1. Akt, nur in den Schatten gestellt von Redchild, der Mulligan eine nachdrückliche Präsenz verleiht. Oliver Edward spielt Hamiltons treuesten Freund John Laurens sehr nahbar. Alle drei dürfen in der zweiten Hälfte in weiteren Rollen glänzen: Dodd-Ellis als der sicherlich nicht nur zufällig an Prince erinnernde Jefferson, Redchild als kränkelnder Madison und Edward als Philip Hamilton. Hier zeigen sie noch einmal eine ganz andere, mal extravagante (Jefferson), mal sensible (Philip Hamilton), Facette. Dieser inszenartorische Kniff ist großartig, verlangt den Darstellern aber auch sehr viel ab.</p>
<p>Die Schuyler Schwestern sind ebenfalls hervorragend gecasted: Chasity Crisp ist eine sehr fürsorgliche Angelica und stellt als große Schwester ihr eigenes Glück hinter ihre Pflicht. Crisps soulige Stimme geht unter die Haut und sorgt insbesondere in den Duetten mit Ivy Quainoo als Eliza für Gänsehaut. Die gesanglichen Harmonien sind hier perfekt ausgearbeitet. Quainoo kennen viele als Gewinnerin von &#8222;The Voice of Germany&#8220;. Dass sie singen kann, muss sie nicht beweisen. Aber auch schauspielerisch steht sie den Kolleginnen in nichts nach. Sie zeichnet die komplette Bandbreite von der verliebten Braut bis zur trauernden Witwe sehr gefühlvoll nach.</p>
<p>Die dritte im Bunde ist Mae Ann Jorolan, die als kleine Peggy eine Nebenrolle übernimmt (mit ihrem ersten Auftritt aber ganz klar die Lacher auf ihrer Seite hat), aber als Maria Reynolds ihre verführerische Seite zeigen und ihre tolle rauchige Stimme zu Gehör bringen darf.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3251 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-400x267.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/10/JPG-72-dpi-RGB-HAM_HH_Prio2_HierKommtDerGeneralcJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Bleiben noch Charles Simmons als George Washington und Jan Kersjes als King George III., zwei unumstrittene Führungspersönlichkeiten. Simmons ist väterlich-schützend, macht klare Ansagen und verkörpert den ersten US-Präsidenten sehr überzeugend. Kersjes hat die dankbarste Rolle in &#8222;Hamilton&#8220;. Er darf als amüsant-zickiger Side-Kick das Geschehen in den USA kommentieren und nimmt kein Blatt vor den Mund. Kersjes&#8216; Mimik, seine Spielfreude, gepaart mit King George&#8217;s fieser, überheblicher Art lassen das Publikum schon juchzen, wenn er nur die Bühne betritt.</p>
<p>Die zehn Protagonisten (einen einzelnen Hauptdarsteller gibt es nicht) müssen nicht nur ihre Charaktere verstehen, darstellen und gesanglich wiedergeben können, auch tänzerisch werden sie mit eingebunden, was allen gut gelingt. Andy Blankenbuehlers Choreographien sind zackig, präzise und unterstreichen das Gesungene durch Bewegungen bis in Detail. Leider schaffen es die Tänzerinnen und Tänzer nicht durchgehend, dieses hohe Niveau zu halten (Kisha Howard, Resident Dance Supervisor). Mehrfach tanzt jemand aus der Reihe oder verpasst seinen/ihren Einsatz. Das ist schade.</p>
<p>Die zehn Musiker unter der Bühne begleiten das Geschehen auf der Bühne gekonnt. Philipp Gras sorgt für das richtige Tempo, was bei &#8222;Hamilton&#8220; durchaus herausfordernd sein kann. Einzig die verstärkenden Einspieler (u.a. bei &#8222;Rewind&#8220;) klingen sehr seltsam.</p>
<p>&#8222;Hamilton&#8220; auf Deutsch ist ein rundum gelungenes Experiment. Mehr als das, es ist endlich mal wieder ein Stück Broadway an der Elbe, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Ja, die Show ist anders als alles, was man bisher hierzulande gesehen hat. Doch wenn man sich darauf einlässt, wird man vollumfänglich belohnt. Derart viele Emotionen, verpackt in Pop, Hiphop und Rap von höchster Güte, findet man sonst nirgends auf dem Musicalmarkt.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Operettenhaus, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Medienpremiere: </span></strong><span class="Bold">5</span>. Oktober 2022</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Benét Monteiro, Gino Emnes, Charles Simmons, Daniel Dodd-Ellis, Redchild, Oliver Edward, Jan Kersjes, Chasity Crisp, Ivy Quainoo, Mae Ann Jorolan</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Regie / Musik &amp; Buch:</span></strong> <span class="Bold">Thomas Kail (Resident Director: Denise Obedekah) / Lin-Manuel Miranda<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Johan Persson<br />
</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Ohne Elsas Eispalast nicht der Rede wert</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/ohne-elsas-eispalast-nicht-der-rede-wert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 15:51:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2021]]></category>
		<category><![CDATA[Antoine D. Banks-Sullivan]]></category>
		<category><![CDATA[Benét Monteiro]]></category>
		<category><![CDATA[Celena Pieper]]></category>
		<category><![CDATA[David Negletto]]></category>
		<category><![CDATA[Die Eiskönigin]]></category>
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		<category><![CDATA[Eric Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Frozen]]></category>
		<category><![CDATA[Lanie Sumalinog]]></category>
		<category><![CDATA[Milan van Waardenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Weckerlin]]></category>
		<category><![CDATA[Theater an der Elbe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ursprünglich war „Die Eiskönigin“ in Hamburg als Europa-Premiere geplant, nun waren die Engländer doch schneller (Europa-Premiere im West End im September 2021) und das Theater an der Elbe ist nun „nur noch“ der Ort der Deutschland-Premiere. Am Broadway wurde die Bühnen-Adaption des Disney-Hits lediglich zwei Jahre gespielt. Trotz einiger Tony Award Nominierungen gewann das Stück ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich war „Die Eiskönigin“ in Hamburg als Europa-Premiere geplant, nun waren die Engländer doch schneller (Europa-Premiere im West End im September 2021) und das Theater an der Elbe ist nun „nur noch“ der Ort der Deutschland-Premiere.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3174 " src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-400x326.jpg" alt="" width="336" height="274" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-400x326.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-1024x834.jpg 1024w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-768x626.jpg 768w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628-1536x1252.jpg 1536w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EISKOENIGIN_ZumErstenMalSeitLangem_MacMatzen_7122-scaled-e1643386040628.jpg 1555w" sizes="auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px" />Am Broadway wurde die Bühnen-Adaption des Disney-Hits lediglich zwei Jahre gespielt. Trotz einiger Tony Award Nominierungen gewann das Stück 2019 „nur“ einen Drama Desk Award für das „Beste Puppet Design“. Dennoch waren Zuschauer wie Kritiker von den technischen Finessen, die in der Show erstmalig in dieser Vollkommenheit gezeigt wurden, sehr angetan.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Stage Entertainment mit genau dieser Magie, diesem Zauber, die Werbetrommel rührt. Denn die Handlung von „Die Eiskönigin“ kennt sowieso fast jeder.</p>
<p>Inhaltlich gibt es nahezu keinerlei Abweichungen zum Animationsfilm. Versierte Kenner des Films vermissen jedoch Olafs wertvollen Hinweis, dass „gelb und Schnee ein No Go“ sind. Auch dass er seine Karottennase nicht ein einziges Mal verliert, fällt durchaus auch einigen Zuschauern auf.</p>
<p>Das Publikum lernt sehr aufgeweckte Schwestern kennen, die im Schloss von Arendelle ihre Kindheitstage genießen. Insbesondere Anna (bei der Premiere gespielt von Anastasia) ist ein echter Frechdachs und sorgt mit ihr herrlich forschen Art für viele Lacher. Hier haben auch die von Ruth Deny ins Deutsche übertragenen Dialoge einen nicht unwesentlichen Anteil („nicht hummeln, sondern helfen!“). Elsa (gespielt von Isabella) hingegen trägt schon früh an der Bürde ihrer Zauberkräfte und zieht sich nach dem Unfall, bei dem sie Anna schwer verletzt hat, gänzlich in ihr Schneckenhaus zurück. Die Spielfreude der beiden Mädchen ist ansteckend, da schaut das Publikum wohlwollend darüber hinweg, dass der Gesang ziemlich schief ist („Willst Du einen Schneemann bauen?“).</p>
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<p>Dass die beiden gesanglich exzellent auf die Rollenprofile passen, steht jedoch außer Frage. „Ich lass los“ ist auch im Bühnenmusical der Showstopper! Weckerlins Ausdrucksstärke und ihre Fähigkeit von den leisesten, zerbrechlichen Tönen bis hin zu raumgreifenden, energiegeladenen Passagen alles blitzsauber zu intonieren, sind beeindruckend. Die stehenden Ovationen waren – gerade auch im Zusammenspiel mit der Begeisterung für die magische Verwandlung der Bühne – mehr als gerechtfertigt. Auch der neue Song „Monster“ ist Weckerlin quasi auf den Leib geschrieben. Das Kostüm jedoch ist für eine Elsa absolut unpassend.</p>
<p>Pieper überzeugt vor allem mit ruhigeren Duetten wie „Wann warst Du schon mal verliebt?“ oder „Du bist alles“. Gerade im letztgenannten Duett fällt auf, wie ähnlich die Stimmfarben der beiden Hauptdarstellerinnen sind.</p>
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<p>Leider ist es das dann aber auch schon in Sachen Magie. Der Rest des Stücks plätschert recht unaufgeregt dahin und wären nicht Olaf, Kristoff und Sven bliebe es in Arendelle ganz schön finster. Olaf wird – genau wie Timon bei „Disney’s König der Löwen“ – von einem Darsteller gespielt und gesungen, der Kopf und Körper des Schneemanns vor den Bauch geschnallt hat und manuell steuert. Sven hingegen gleicht in der Funktionalität den Antilopen aus dem Nachbartheater: Ein Balletttänzer ist an Händen und Füßen mit Stelzen verbunden und stakst so als Rentier über die Bühne. Kein Wunder, denn die Puppets stammen von Michael Curry, der auch bei „Der König der Löwen“ für die Puppets verantwortlich zeichnete.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3169 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x252.jpg" alt="" width="400" height="252" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson-400x252.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_KRISTOFF_Benet-Monteiro-cDisney_Foto-Johan-Persson.jpg 566w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Benét Monteiro und Antoine D. Banks-Sullivan verkörpern das lustig-tollpatschige Duo Kristoff und Sven. Wenn Kristoff im Zweigespräch mit Sven feststellt, dass „Kein Mensch ist so gut wie ein Rentier“ oder ihm seine Liebe zu Anna („Kristoffs Gute Nacht Lied“) gesteht, legt Monteiro sehr viel Gespür für Timing und genau die richtige Portion Gefühl in die Songs, um noch glaubwürdig zu wirken. Elindo Avastia hat als Olaf etwas leichteres Spiel: Das Publikum johlt beim Anblick des kleinen Schneemanns und freut sich mit ihm, wenn er vom „Sommer“ träumt und Hildegard, der Möwe, hinterherruft.</p>
<p>Fast alle Songs, die an diesem Abend zu hören sind, wurden von Kirsten Anderson-Lopez und Robert Lopez für das Bühnenmusical neu geschrieben. Stücke wie „Hygge“ oder „Hans aus dem Süden“ bleiben jedoch nicht wirklich haften. Nichtsdestoweniger bringen die neun Musiker unter der Leitung von Aday Rodriguez Toledo die Kompositionen kraftvoll zu Gehör. Auch wenn in Hamburg weniger als die Hälfte der Musiker im Orchestergraben sitzt als am Broadway, klingen die Stücke doch sehr ausgewogen und voluminös.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3168 alignright" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson-400x301.jpg" alt="" width="400" height="301" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson-400x301.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_ANNA-und-HANS_Celena-Pieper-u.-Milan-van-Waardenburg-c-Disney_Foto-Johan-Persson.jpg 460w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch die Choreografien (Associate Choreographer: Charlie Williams) sind nicht wirklich magisch, sondern eher eine unauffällige Ausschmückung der Handlung. Einzig bei „Fixxer upper“, wenn Pabbie (der stark an Aquaman erinnernde David Negletto) versucht, Anna das Leben zu retten, lassen sich wunderbar kreative Ansätze erkennen. Viele Ensemblenummern erinnern vom Staging her zudem an die Hexenjagd-Szenen bei „Wicked“. Überhaupt ist dies ein Thema, welches sehr stark betont wird. Als Anführer der Hexenjäger ist Eric Minsk als Pitzbühl in gewohnt enervierender Art zu sehen.</p>
<p>Genial gelungen ist die Visualisierung der Hexenjagd als Elsa auf der Suche nach ihrer Schwester alle Bewohner Arendelles zu Eisblöcken gefrieren lässt. Hier greifen Licht, Kostüm und Choreografie perfekt ineinander.</p>
<p>Unter diesem Schwerpunkt leidet jedoch die Ausarbeitung der Bindung der beiden Schwestern zuweilen sehr. Hier wurde viel Potential verschenkt, das Stück für Erwachsene attraktiver zu machen.</p>
<p>Milan van Waardenburg steht als Prinz Hans auf der Bühne. Er hat eine recht undankbare Rolle, da er den langweiligen Prinzen nur allzu glaubhaft verkörpert und sich auch gesanglich nicht absetzen kann. Am spannendsten wird er, wenn Hans Anna sein wahres Ansinnen gesteht: Sehr schön düster und gefährlich reiht er sich ein in die Riege derer, die auf Hexenjagd gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3170 alignleft" src="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson-400x264.jpg" alt="" width="400" height="264" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson-400x264.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2022/01/JPG-72-dpi-RGB-EIS_HH_OLAF_Elindo-Avastia_cDisney_Foto-Johan-Persson.jpg 566w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Auch wenn es eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte, möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass das Ensemble von „Die Eiskönigin“ sicherlich das mit Abstand „diverseste“ Ensemble ist, das je auf einer deutschen Musicalbühne gestanden hat. Das Königspaar ist maximalpigmentiert und asiatisch (Dominik Doll und Lanie Sumalinog), Olaf und Kristoff sind ebenfalls maximalpigmentiert (Avastia und Monteiro), dazu kommen zahlreiche weitere Künstler aus dem europäischen, englischen und amerikanischen Raum. Warum dies bemerkenswert ist? Weil in diesem Fall ganz bewusst die Ebene des Klischeedenkens (Olaf muss weiß sein, Kristoff und das Königspaar müssen skandinavisch aussehen) verlassen wurde und schlichtweg die besten Darsteller für diese Rollen besetzt wurden. Chapeau, liebes Casting-Team.</p>
<p>Elsas Eispalast muss die komplette Show tragen, was leider nicht durchgehend gelingt. Technische Neuerungen sucht man in den übrigen Szenen nahezu vergebens. Ja, es gibt ein oder zwei magische Broadway-Momente, doch das allein ist nicht genug. Den Aufwand, den es bedurfte, die komplette Bühne zu verkabeln und mit LEDs auszustatten sowie die 30 Computer zu programmieren, die jeden Abend die Kulissen und Bühne zum Erstrahlen bringen, nimmt man als Zuschauer nicht wahr. Dafür braucht es Wow-Momente. Und den gibt’s in der „Eiskönigin“ nur einmal.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000080;">Michaela Flint</span><br />
<span style="color: #000080;"><em>gekürzt erschienen in <a style="color: #000080;" title="http://www.musicals-magazin.de/" href="http://www.musicals-magazin.de/"><span style="color: #333399;">musicals &#8211; Das Musicalmagazin</span></a></em></span></p>
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<div class="text-content style_External_270_124">
<p><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Theater an der Elbe, Hamburg</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong><span class="Bold">8</span><span class="Bold">. November 2021<br />
<strong>Darsteller:</strong> Sabrina Weckerlin, Celena Pieper, Benét Monteiro, Antoine D. Banks-Sullivan, David Negletto, Eric Minsk, Milan van Waardenburg, Dominik Doll, Lanie Sumalinog<br />
<strong>Musik / Regie: </strong>Kirsten Anderson-Lopez &amp; Robert Lopez / Adrian Sarple<br />
<strong>Fotos: </strong>Morris Mac-Maatzen<br />
</span></span></p>
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