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	<title>Anthony Drewe-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>Anthony Drewe-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Eine unterhaltsame Familien-Show auf Deutschlandtour</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 10:10:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Update, 20.05.2018 Das wohl bekannteste Kindermädchen macht Station in Hamburg. Im Theater an der Elbe tanzen Mary Poppins, Schornsteinfeger Bert und Familie Banks durch einen kurzen, sehr bedeutsamen Lebensabschnitt der Familie. Optisch steht die Hamburger Fassung den Wiener und Stuttgarter Inszenierungen in nichts nach, auch die Hauptdarsteller kennt man schon, denn Elisabeth Hübert und David ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/eine-unterhaltsame-show-im-falschen-theater/">Eine unterhaltsame Familien-Show auf Deutschlandtour</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Update, 20.05.2018</h3>
<p>Das wohl bekannteste Kindermädchen macht Station in Hamburg. Im Theater an der Elbe tanzen Mary Poppins, Schornsteinfeger Bert und Familie Banks durch einen kurzen, sehr bedeutsamen Lebensabschnitt der Familie.</p>
<p>Optisch steht die Hamburger Fassung den Wiener und Stuttgarter Inszenierungen in nichts nach, auch die Hauptdarsteller kennt man schon, denn Elisabeth Hübert und David Boyd haben auch für den Hamburger Tourstop ihre Rollen aus Stuttgart und Wien wieder übernommen.</p>
<p>David Boyd scheint in der Rolle des tanzenden und singenden Kleinkünstlers und Gelegenheitsarbeiters Bert seine Paraderolle gefunden zu haben. Einmal mehr überzeugt er von der ersten bis zur letzten Minute. Auch Elisabeth Hübert liegt die bittersüße Mary durchaus, auch wenn ihre Fröhlichkeit manchmal etwas zu aufgesetzt wirkt. Tänzerisch zeigt sie jedoch an diesem Abend nicht ihre stärkste Leistung.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-401 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary-266x400.jpg" alt="Vereinigte Bühnen Wien present Disney's and Cameron Mackintosh's MARY POPPINS, directed by Richard Eyre, codirector and choreography Matthew Bourne starring Annemieke van Dam (Mary Poppins), David Boyd (Bert), Reinwald Kranner (George Banks), Milica Jovanovic (Winifred Banks), Tania Golden (Mrs. Brill), Maaike Schuurmans (Miss Andrew), Dick Lohr (Generaldirektor/Admiral Boom), Niklas Abel (Robertson Ay), Sandra Pires (Vogelfrau) Deutschsprachige Erstaufführung am 1. Oktober 2014 im Ronacher Theater, Wien" width="266" height="400" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary-266x400.jpg 266w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Mary.jpg 500w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" /></p>
<p>Livio Cecini erinnert stark an Monty Python’s John Cleese, was es zu Beginn etwas schwierig macht, ihm die ernste, verbitterte Seite abzunehmen. Umso glaubwürdiger ist er dafür aber gegen Ende der Show, wenn er den Bankenbossen seine Meinung geigt. Lisa Kolada ist eine wunderbar selbstbewusste Winifred Banks. Das passt zwar nicht so ganz zu dem Bild, welches man eigentlich von der liebenden Ehefrau und Mutter hat, doch Kolada wirkt authentisch und hat mit „Mrs. Banks zu sein“ einen ganz starken Moment.</p>
<p>Die beiden Kinder Jane und Michael wollen in der besuchten Vorstellung nicht so recht überzeugen. Sie reichen weder gesanglich noch schauspielerisch an andere Nachwuchsdarsteller heran, die man bisher in diesen Rollen gesehen hat – ganz zu schweigen von den Kindern, die diese Rollen am Londoner West End gespielt haben.</p>
<p>Das Personal der Banks, Mrs. Brill und Robertson Ay, werden von Heike Wiltrud Schmitz und Niklas Abel gespielt. Im Vergleich zu früheren Inszenierungen bleiben die beiden jedoch eher blass, auch wenn ihre Comedy-Einlagen das Publikum durchaus erfreuen.</p>
<p>Die schauderhafte Miss Andrew gibt Maaike Schuurmans, die sichtliche Freude daran hat, diesem bösartigen, egoistischen Charakter Leben einzuhauchen. Dass sie gesanglich über jeden Zweifel erhaben ist, kann sie jedoch leider nur andeuten.</p>
<p>Erwähnenswert ist definitiv auch Michael Clauder, der als Admiral Boom breitestes Hamburgisch spricht und Maik Lohse, der als sächsischer Parkwächter für viele Lacher sorgt.</p>
<p>Hat man die Show mehrfach gesehen, achtet man natürlich noch viel mehr auf das drum herum. Die originellen Schattenspiele beim Drachensteigenlassen zum Beispiel oder das herausragende Lichtdesign bei „Schritt für Schritt“ und das tolle Bühnenbild insbesondere in der Bank. Hier waren eindeutig Könner am Werk, die wissen, wie man eine magische Show kreiert!</p>
<p>Leider fällt aber im gleichen Ausmaß auf, das die Choreographien auch einige Wochen nach der Hamburg-Premiere noch nicht sitzen. Zu viele kleine Asynchronitäten und verspätete Einsätze trüben den Genuss etwas.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-406 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop-400x266.jpg" alt="mp_stu_prio2_szenenmotiv_rooftop" width="400" height="266" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop-400x266.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/11/MP_STU_Prio2_Szenenmotiv_Rooftop.jpg 500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Doch das Publikum achtet im allgemeinen nicht auf diese Details. Die Zuschauer feiern „Supercalifragilistic“ genauso wie „Chim Chim Cheree“ oder „Alles was wir wollen kann passieren“.</p>
<p>Apropos Publikum, es scheint inzwischen nicht nur Usus zu sein, dass man in Alltagskleidung (zerrissene Jeans, fleckige Pullis, ausgelatschte</p>
<p>Schuhe) ins Musical geht. Vielmehr greift es wie eine Seuche um sich, dass im Theater nicht nur gegessen und getrunken wird, sondern dass das Bühnengeschehen hörbar kommentiert und im Extremfall die Songs sogar mitgesungen werden.</p>
<p>Die auf diese Art engagierten Zuschauer sind sich des Ärgernisses, das sie auslösen, zumeist nicht bewusst, manchmal ist es ihnen aber schlichtweg egal.</p>
<p>Diese Respektlosigkeit gegenüber den Künstlern auf, unter, vor und hinter der Bühne ist kaum mehr zu ertragen und man kann sich nur wünschen, dass diese Entwicklung irgendwie gestoppt werden kann.</p>
<p>Denn die Künstler auf der Bühne geben jeden Abend ihr Bestes, um die Gunst des Publikums zu erlangen! Der langanhaltende Applaus im Theater an der Elbe zeigt an diesem Abend ganz klar die Dankbarkeit der Mehrheit der Zuschauer für eine unterhaltsame, gelungene Show. Dem kann ich mich nur anschließen! Danke für zweieinhalb Stunden gute Laune und die Energie, die Ihr jeden Abend wieder über die Rampe bringt!</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<hr />
<p>Disney’s Bühnenversion von „Mary Poppins“ ist wundervoll. Das haben London und <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=151">Wien</a></span> eindrucksvoll bewiesen. Die Stuttgarter Inszenierung ist 1:1 aus Österreich übernommen und bietet produktionstechnisch folglich keine Überraschungen. Bühnenbild und Kostüme (beides Bob Crowley) sind prachtvoll und farbenfroh, die Choreographien (Matthew Bourne, Stephen Mear) mitreißend (wenn auch an einigen Stellen etwas unausgereift und holprig) und die Charaktere gut erarbeitet (Regie: James Powell). Bleiben also die Darsteller, denen wir uns ausführlich widmen können.</p>
<p>Elisabeth Hübert ist eine resolute und doch warmherzige Mary Poppins. Mehr als einmal lässt sie hinter der strengen Fassade die herzensgute, liebevolle Mary aufblitzen. Sie passt stimmlich sehr gut auf die Rolle und kommt während der schwungvollen Tanzszenen nur selten hörbar aus der Puste.</p>
<p>Ihr zur Seite steht der unermüdliche Optimist Bert, den David Boyd nach Wien auch in Stuttgart in Perfektion spielt. Er und seine steppenden Schornsteinfeger-Kollegen versprühen jede Menge guter Laune und sorgen zusammen mit „Supercalifragilistisch“ für eine von nur zwei ausgiebig beklatschten Szenen.</p>
<p>„Schritt für Schritt“ hat zudem eine sehr gute Dramaturgie, Musik, Tänzer und Szenerie ziehen das Publikum vollkommen in ihren Bann.</p>
<p>Livio Cecini gibt einen nicht nur optisch überzeugenden Mr. Banks. Er erinnert an John Cleese, ist aber bei weitem nicht so schlaksig. Er spielt rollenentsprechend überheblich, aber nicht so eklig und distanziert, wie man es in anderen Inszenierungen schon erlebt hat. Cecini landet einen der größten Lacher, als er ein Investitionsgesuch in der Bank mit den Worten abschmettert: „Dann gehen Sie doch zur Deutschen Bank!“. Sein „Supercalifragilistisch“ und der wahnwitzige Ausraster in Erwartung seiner Kündigung sind großartig! So nahbar hat man George Banks selten erlebt.</p>
<p>Als seine unerwartet selbstbewusste Gattin Winifred ist Jennifer van Brenk zu sehen. Wie sie sich gegenüber Georges Chef in der Bank behauptet ist super. Etwas befremdlich wirkt es dagegen, wenn sie ihren Mann nachäfft und die Vorstellung ihrer Kinder ins Alberne abgleitet.<img decoding="async" class="size-medium wp-image-399 alignright" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1-400x255.jpg" alt="MARY POPPINS, mit Elisabeth Hübert (Mary Poppins), David Boyd (Bert), Livio Cecini (George Banks), Jennifer van Brenk (Winifred Banks), Maaike Schuurmans (Miss Andrew), Betty Vermeulen (Vogelfrau), Petra Welteroth (Mrs. Brill), Niklas Abel (Robertson Ay), Dirk Lohr (Admiral Boom), Roimata Templeton (Miss Lark) und Anastasia Bain (Miss Corry)" width="400" height="255" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1-400x255.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MP_STU_Prio1_Szenenmotiv_Supercali_1.jpg 500w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Apropos Kinder&#8230; Dass die Besetzung von Kinderrollen in Deutschland seit jeher problematisch ist, weiß man. Die Qualität der Kinderdarsteller am West End oder Broadway erreichen „unsere“ Kinder nie. Aber es wäre doch schön, wenn sie zumindest singen könnten. Zina Strunz und Benedikt Neuhoff können als Jane und Michael leider nicht einmal einen Niedlich-Bonus einheimsen. Michael ist ein Lausejunge, wie er im Buche steht, und pöbelt ganz gern. Er spielt insgesamt recht gut und auch sein Gesang ist solide. Strunz hingegen schreit sich weitgehend durch den Abend und wirkt auch im Spiel noch recht unsicher. Aber vielleicht gibt sich das ja im Laufe der Spielzeit.</p>
<p>Das Personal von Familie Banks, Mrs. Brill und Robertson Ay, wird von Petra Welteroth und Niklas Abel gegeben. Abel spielt absolut rollendeckend. Welteroth legt aber ihm gegenüber noch eine Schippe drauf, ist herrlich herrisch und gestresst. Beide können nichts dafür, dass die Dialoge in der Szene, in der die Küche in Trümmer gelegt wird, recht platt sind. Aber Welteroth erreicht das Publikum mit ihrem schwäbischen Fluch am Ende des Stücks problemlos. Schade jedoch, dass das lange, laute „Sirenengeheul“ dadurch entfällt. Aber hierzulande hätte vermutlich niemand diesen Ton einem britischen Krankenwagen zugeschrieben.</p>
<p>Eine Besonderheit (an diesem Abend?) ist die Doppelrolle von Maryanne Kelly, die als Vogelfrau und fruchtbares Kindermädchen Miss Andrew zu erleben ist. Als Miss Andrew ist sie herrlich eklig und ihr „Krautsaft und Fischöl“ ist wirklich sehr schwer bekömmlich. Als Vogelfrau jedoch ist sie etwas zu hart und ihre tiefe, volle Stimme mag nicht so recht zu der gefühlvollen Ballade „Futter“ passen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-400 alignleft" src="http://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert-400x291.jpg" alt="mary_stu_prio1_szenenmotiv_bert" width="400" height="291" srcset="https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert-400x291.jpg 400w, https://www.musicals-online.com/wp-content/uploads/2016/10/MARY_STU_Prio1_Szenenmotiv_Bert.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Des Weiteren sind noch Anastasia Bain und Maik Lohse zu erwähnen: Bain ist die wundervolle, freche Mrs. Corry. Ihre voluminöse Gospelstimme passt perfekt zu dieser selbstbewussten Figur. Lohse taucht in vielen Szenen als Parkwächter auf. Seine sächsischen Kommentare sind lustig und seine Begeisterung für das Drachensteigenlassen weckt bei den Zuschauern Kindheitserinnerungen. Wer fand es nicht toll, seinen Drachen hoch am Himmel im Wind tanzen zu sehen?</p>
<p>Alles in allem also ein wirklich schönes, neues Familienmusical. Wären da nicht ein paar Ungereimtheiten im Gesamteindruck: Die eigentlich sehr energiegeladene Show kann genau diese diese Energie leider nicht gänzlich über die Rampe bringen. Nicht ohne Grund dauert es fast den kompletten ersten Akt bis das Publikum zum ersten Mal Szenenapplaus spendet („Supercalifragilistisch“), obwohl es auch schon vorher genug Gelegenheiten dafür gegeben hätte. Die Dialoge sind teilweise zu leise, so dass man nicht jedes gesprochene Wort verstehen kann. Gesang und Orchester hingegen sind wiederum sehr gut ausgesteuert. Bernd Steixner heizt seinen Musikern ordentlich ein!</p>
<p>Die schlichte Größe der Bühne im Apollo Theater, auf der die Kulissen manchmal etwas verloren wirken (bspw. das viel zu dunkle Kinderzimmer oder auch das eben nicht bühnenfüllende aufgeklappte Haus der Banks’ und die sehr breiten Seitenbegrenzungen in der Parkszene), wird zu einem Störfaktor. Im Vergleich zu der optisch sehr kompakten Inszenierung im <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="http://www.musicals-online.com/?p=151">Wiener Ronacher</a></span> wirkt hier vieles wie auf einer Guckkastenbühne.</p>
<p>Doch natürlich verfehlen Großkulissen wie die beeindruckende Bank und Effekte wie die von der Bühne in den Saal fliegenden Sterne beim Finale („Alles was wir wollen, kann passieren“) sowie der kleine Zug, der bei der Vogelfrau-Szene im Hintergrund entlangfährt, ihre Wirkung nicht.</p>
<p>Ein weiteres Manko war das Verhalten des Publikums: Unterhaltungen und Kommentierungen des Bühnengeschehens bis hin zum Mitsingen der bekannten Songs scheinen heutzutage total akzeptabel zu sein. Zumindest war dies in den Reihen vor und hinter mir der Fall. Wenn dann das Theater wie in der besuchten Vorstellung nur im Parkett gefüllt ist und die Ränge leer bleiben, fällt solch ein schlechtes Benehmen noch mehr auf. Man kann nur hoffen, dass die Künstler auf, unten und neben der Bühne möglichst wenig hiervon mitbekommen.</p>
<p>Denn das Ensemble gibt alles, damit „Mary Poppins“ funktioniert. Und mit dem Buch (Julian Fellowes), der Musik und der aktuellen Besetzung sind hierfür die besten Voraussetzungen geschaffen.</p>
<p style="text-align: right;">Michaela Flint</p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<div class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Besuchte Vorstellung: </span></strong>26. Oktober 2016</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong>  Elisabeth Hübert, David Boyd, Livio Cecini, Jennifer van Brenk, Petra Welteroth, Niklas Abel, Anastasia Bain, Maik Lohse</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Musik / Regie:</span></strong>  <span class="Bold">Richard M. Sherman &amp; Robert B. Sherman sowie George Stiles &amp; Anthony Drewe / James Powell<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong>  Stage Entertainment</span></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschlandpremiere eines Off West End Erfolgs</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/deutschlandpremiere-eines-off-west-end-erfolgs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2007 09:57:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Anthony Drewe]]></category>
		<category><![CDATA[Bernie Blanks]]></category>
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		<category><![CDATA[Georges Stiles]]></category>
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		<category><![CDATA[Maaike Schuurmans]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man kann sagen, was man will, aber es ist lange überfällig, das die erfolgreichen Musical Comedys aus dem Ausland auch endlich in Deutschland gezeigt werden. Mit „Honk!“ haben Anthony Drewe und Georges Stiles, die in der Folge auch eigene Songs zum West End Musical „Mary Poppins“ beisteuerten, die bekannte Geschichte vom „Hässlichen Entlein“ für die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="style_SkipStroke_2 shape-with-text flowDefining">
<div class="text-content style_External_390_285">
<div class="style_2">
<p class="Body">Man kann sagen, was man will, aber es ist lange überfällig, das die erfolgreichen Musical Comedys aus dem Ausland auch endlich in Deutschland gezeigt werden. Mit „Honk!“ haben Anthony Drewe und Georges Stiles, die in der Folge auch eigene Songs zum West End Musical „Mary Poppins“ beisteuerten, die bekannte Geschichte vom „Hässlichen Entlein“ für die Musicalbühne aufgearbeitet und zeichnen die bekannte Handlung mit schrägen Charakteren, eingängigen Kompositionen, viel Textwitz und natürlich dem obligatorischen moralischen Zeigefinger nach. Nicht ohne Grund erhielten sie 2000 für ihr Werk den begehrten Laurence Oliver Award als Bestes Musical.</p>
<p class="Body">Am 28. April feierte nun die Deutschlandpremiere dieses Stücks im Casino Hohensyburg ihren Einstand. Produzent Marcel Dries konnte für dieses Projekt zahlreiche erfahrene Musicaldarsteller gewinnen, Namen wie Bernie Blanks (Kater), Chris Brewer (Gnomy = hässliches Entlein) und Maaike Schuurmans (Moni u. a.) sprechen für sich. Weitere zehn Darsteller (Stefanie Connah als Entenmama Ida, Mariano Scroce als Papa Erwin, Alexandra Gehrmann, Felix Grüning Sonja Hebestadt und Stefanie Lämmerhirt als Geschwister des hässlichen Entleins sowie Michèle Connah, Tracy E. Lord, Sven Menningmann und Arno Maubachin in zahlreichen Ensemblerollen) haben sich vor allem in deutschen Stadttheatern verdient gemacht und ebenso wie die drei erstgenannten viel Energie in dieses ehrgeizige Projekt gesteckt.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1125">
<div class="style_2">
<p class="Body">Das Kreativteam um Marcel Dries verfügt über eigene Bühnenerfahrung als Darsteller, wechselte für „Mein lieber Schwan-HONK!“ aber nicht zum ersten Mal die Seiten. Heike Werntgen (Regie) und Inga Riebel (Choreographie) haben gemeinsam mit den Darstellern die deutsche Bühnenfassung erarbeitet. Das dabei der sichtbare rote Faden verloren ging, ist leider allgegenwärtig. Aber dazu später mehr.</p>
<p class="Body">Die sechsköpfige Liveband unter der Leitung von Christoph Böneker spielt die fröhlichen, eingängigen Melodien schwungvoll und ist sicherlich eines der Highlights der gesamten Inszenierung.</p>
<p class="Body">Dass als erste Spielstätte ein Casino ausgewählt wurde, ist sicherlich ungewöhnlich und stellt gerade an die Ausstattungsbereiche große Herausforderungen. Das Bühnenbild als solches kommt jedoch so funktional daher, dass man sich keinerlei Sorgen über einen Spielortwechsel machen brauchte. Bedauerlich ist eine derartige, zweifelsohne legitime, simple Anlage der Kulissen nur dann, wenn dem Zuschauer sich dadurch an Schulaufführungen erinnert fühlt. So praktikabel die Schilfbeete auf Rollen und das durch eine Treppe dominierte Gerüst, vor dem gespielt wird, sind, so wenig wird daraus gemacht. Man hätte aus den mobilen Elementen deutlich mehr unterschiedliche Blickwinkel und Szenenwechsel herbeiführen können als geschehen. So begnügen sich die Darsteller damit, die Rollwagen mit den Pompeseln und Schilfrohren (sichtbar aus einfachen, grün angemalten Plastikrohrer gefertigt) in ein oder zwei Szenen von links nach rechts zu schieben, wodurch sich das Bühnenbild nicht wirklich verändert.</p>
<p class="Body">Die verschiedenen Kostüme sind vom Ansatz her gut gedacht und unterstreichen durch ihre Unterschiedlichkeit die verschiedenen Vogelarten auf dem Hof, doch auch hier sind leider Elemente zum Einsatz gekommen, die eher Theater AG Niveau haben als ein professionelles Musicalproduktionslevel.</p>
<p class="Body">Kommen wir zu dem, was diese Aufführung dennoch sehenswert macht: Die 13 Darsteller auf der Bühne.</p>
<p class="Body">Unter den teilweise recht skurrilen Charakteren gibt es dennoch viele Sympathieträger &#8211; Ähnlichkeiten zur Menschenwelt sind durchaus gewünscht. Herausragend ist Chris Brewer, der die Entwicklung vom hässlichen Entlein namens Gnomy hin zum wunderschönen Schwan glaubhaft und liebenswert nachzeichnet. Er hat zwar die dankbarste Rolle von allen, aber auch daraus muss man erst einmal etwas machen… Auch Stefanie Connah als besorgte Entenmama Ida legt viel Herz in ihre Interpretation. Die Gesangsnummern der beiden sind eine wahre Freude und man lauscht ihnen gern.</p>
<p class="Body">Michèle Connah, bekannt aus zahlreichen Produktionen der Schmidt Theater in Hamburg, stellt erneut ihr ausgeprägtes Talent für schrullige Charaktere unter Beweis und hat somit die meisten Lacher des Abend sauf ihrer Seite. Auch Maaike Schuurmans zeigt, dass sie nicht nur brave, eindimensionale Rollen spielen kann, sondern spielt von der Entendiva bis hin zur Frau eine Gänsemajors alle Rollen glaubhaft und mit viel Leidenschaft.</p>
<p class="Body">Überhaupt ist es Leidenschaft, die das Ensemble auszeichnet. Alle 13 gehen in ihren Rollen auf, selbst wenn diese nur sehr schwach ausgearbeitet wurde, wie beispielsweise die Geschwisterküken oder das Schwanenpaar. Der einzige, dem die ungenügende Charakterbildung zu einem deutlichen Nachteil gereicht, ist Bernie Blanks. Sein Kater, der eigentlich der Bösewicht sein soll, kommt es blass über die Rampe. Zwar belegen Gestik und Mimik in Anlehnung an einen gerissenen Mafioso, dass er nichts Gutes mit dem Entlein im Schilde führt, doch etwas Bedrohliches oder gar Gefräßiges geht von ihm nun wahrlich nicht aus. Zudem hat man ihm sein finales Solo gestrichen, was der Rolle sehr geschadet hat.</p>
<p class="Body">Die Kompositionen von Stiles und Drewe ergeben kein zusammenhängendes Ganzes, aber jeder Song kann einzeln für sich bestehen. Das gilt jedoch nicht für die Regie. Recht einfallslos reihen sich die Szenen aneinander, die Handlung wird nicht durch die Regie getragen, sondern von dem charismatischen Titelhelden, der mit seinen lauten „Honk!“-Ausrufen immer wieder verdeutlicht, warum das Stück so heißt. Es ist einfach nur schade zu erleben, wie wenig sich Regisseurin und Choreographin für das Stück engagiert haben. Die Energie und Leidenschaft, die von den Darstellern ausgeht, hätte sich eindeutig übertragen müssen, um eine schwungvolle und abwechslungsreiche Inszenierung zu kreieren. So jedoch plätschern die meisten Szenen vor sich hin. Das mag auch an den holprigen Texten liegen, die ebenso simpel wie weit entfernt von jeglichen Wortwitz ebenfalls auch Schultheater-Niveau bleiben.</p>
<p class="Body">Die Botschaft von Hans Christian Andersens Märchen und dem Musical von Stiles und Drewe, dass anders sein okay ist und man sich nicht zu verstecken braucht, wird nur ganz beiläufig aufgelöst. Auch dieses Manko kann man ebenso wie die unausgeprägten Charaktere gut und gern der Regie zuschreiben. Dreht man an dieser Stellschraube lässt sich aus „Mein lieber Schwan-HONK!“ sicherlich viel mehr herausholen.</p>
<p class="Body">Bedauerlicherweise haben wir in Deutschland keine Off-Kultur, wie sie sich am Broadway und im West End etabliert hat. Nicht nur diese Tatsache, sondern auch die Wahl der Spielstätten mitten in Nordrhein-Westfalen anstatt in den Musicalhochburgen Deutschlands, sind ein Grund dafür, dass eine Vielzahl von Tourterminen bereits kurz nach Premiere abgesagt wurden. Dennoch muss dem Mut für ein solches Projekt Respekt gezollt werden. Die deutsche Musicalszene braucht diese Impulse.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
</div>
</div>
</div>
<div class="spacer"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Casino Hohensyburg</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>28. April 2007</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Bernie Blanks, Chris Brewer, Maaike Schuurmans</span><br />
<span style="color: #000080;"><strong>Buch<span class="Bold"> / Musik:</span></strong> <span class="Bold">Anthony Drewe / Georges Stiles<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Casino Hohensyburg</span></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/deutschlandpremiere-eines-off-west-end-erfolgs/">Deutschlandpremiere eines Off West End Erfolgs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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