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	<title>42nd Street-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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	<title>42nd Street-Archiv - Herzlich willkommen auf musicals-online.com</title>
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		<title>Jens Janke: Von der Gorch Fock in die Vampirgruft und weiter an den schillernden Broadway</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Oct 2004 15:07:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews mit Darstellern]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
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<p class="Body">In den vergangenen zehn Jahren stand der gebürtige Westfale in acht Großproduktionen und vielen Stadttheater-Musicals auf der Bühne. Meistens gehörte er dabei zur Erstbesetzung, doch nur einmal – nämlich als Zigeunerkönig Clopin in „Der Glöckner von Notre-Dame“ – war er in einer Hauptrolle zu sehen, die auch von außen als solche betrachtet wurde. Doch auch als Kronprinz Rudolf in der Wiener Inszenierung von „Elisabeth“, als Prof. Abronsius im „Tanz der Vampire“ in Wien und Stuttgart und als Harold Bride in „Titanic“ füllte er nicht eben kleine Rollen aus. Der IMAGE-Award, den er 1998 als bester Nebendarsteller für seine Interpretation des Tobias in „Sweeney Todd“ im Opernhaus Köln erhalten hat, macht deutlich, dass Jens Janke sich auch als Ensemble-Mitglied „bemerkbar“ macht.</p>
<p class="Body">Sein aktuelles Engagement bei „42nd Street“ in Stuttgart, der Frauenheld Billy Lawlor, wird nach außen hin nicht als Hauptrolle verkauft. Im Mittelpunkt sämtlicher PR-Aktionen stehen seine Kollegen Kevin Tarte (Julian Marsh), Isabel Dörfler (Dorothy Brock) und Karin Seyfried (Peggy Sawyer).</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Billy Lawlor ist genauso wie der Funker Bride und Prof. Abronsius eine nicht gerade kleine Erstbesetzung, die aber von der Stage Holding nicht als Hauptrolle bewertet wird. Was bedeutet das für Sie?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Es ist immer schwierig, die Rollen eines Stückes in Haupt- und Nebenrollen einzuteilen, denn dafür ist nicht allein die Größe der Rolle, die Anzahl der Lieder oder die Länge der Szenen ausschlaggebend, sondern auch die dramaturgische Funktion der Rolle – ist sie Teil des Konfliktes oder des Haupthandlungsfadens? Leider hängen von dieser Einteilung nicht nur die Applausordnung, sondern auch Presse- und Promotiontermine und nicht zuletzt auch die Gage ab.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Der Funker Harold Bride ist ganz klar eine Nebenrolle in „Titanic“. Eine wirklich zentrale Hauptrolle gibt es in diesem Stück meiner Meinung nach aber sowieso nicht. Prof. Abronsius ist da schon spezieller, er ist fast den ganzen Abend auf der Bühne und eindeutig die komödiantische Hauptrolle des Stückes.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Billy Lawlor ist zusammen mit Peggy Sawyer die einzige „Drei-Sparten-Vollblut-Musicalrolle“ in „42nd Street“. Die stimmlichen und tänzerischen Anforderungen an diese Rollen sind sehr hoch, beide stehen fast den ganzen Abend auf der Bühne und sind Solisten in den großen Nummern der Show. In diesem speziellen Fall habe ich wirklich ein Problem damit, dass Billy von der Stage Holding nur als „mittlere Nebenrolle“ eingestuft wurde. Aber dafür sind Fotos von Karin Seyfried und mir jetzt gerade auf allen Nutella-Gläsern. Solche Kooperationen haben sonst nur ganz große Tennis-Stars.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Was ist für Sie das Besondere an „42nd Street“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> „42nd Street ist bisher meine erste Show, in der niemand – und schon gar nicht der Großteil des Ensembles wie bei „Les Miserables“ oder „Titanic“ – stirbt. Ich muss auch keinen Mord oder Selbstmord begehen wie bei „Elisabeth“, „Gambler“ oder in „Sweeney Todd“. Das ist wirklich ungemein heilsam fürs Gemüt…<br />
Zudem ist „Billy Lawlor“ eine große Herausforderung, weil es eine der wenigen Rollen ist, die gleichermaßen Tanz, Gesang und Schauspiel erfordert.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vom Professor über einen Funker hin zu einem steppenden Frauenhelden… Der Professor und der Funker waren eher schauspiel- und gesangslastig – Billy Lawlor dagegen bewegt sich in erster Linie tanzend bzw. steppend über die Bühne. Wie war die Umstellung für Sie? Haben Sie für diese Rolle extra Tanzstunden genommen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong></span> Nein, ich tanze und steppe seit vielen Jahren und habe auch in Wien an der „Universität der Künste“ und am „Tanz- und Gesangstudio Theater an der Wien“ Stepptanz unterrichtet. Es wäre illusorisch zu glauben, dass man sich die erforderlichen Steppkenntnisse für „42nd Street“ mal eben während der achtwöchigen Probenphase aneignen könnte…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Acht Shows in der Woche steppen sind auch im Musicalbereich eine außergewöhnliche Belastung. Was machen Sie, um sich sprichwörtlich „auf den Beinen zu halten“?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> Morgens nach einer Doppelvorstellung tun die ersten Schritte vom Bett zum Bad schon ziemlich weh. Da hilft nur tägliches WarmUp vor der Show und danach duschen, baden, salben usw.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Hatten Sie nicht auch die Möglichkeit in Hamburg zu bleiben, um den Prof. Abronsius im „Tanz der Vampire“ in der Neuen Flora zu spielen? Warum haben Sie sich für Billy Lawlor und „42nd Street“ entschieden?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong> </span>Nach den Auditions im letzten Sommer war ich ziemlich in einer Zwickmühle. Es war sehr schmeichelhaft, für beide Premieren eine Hauptrolle angeboten zu bekommen und ich liebe den Vampirjäger Abronsius. Aber seit ich 1990 „42nd Street“ in Wien gesehen habe, wollte ich einmal auf der großen Dollarmünze steppen. Dass ich als Billy Lawlor bei einer weiteren deutschen Erstaufführung zur Premierenbesetzung gehöre, spielte natürlich auch eine Rolle bei meiner Entscheidung.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Was ist für Sie das Faszinierende an Ihren Job?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong>Jens Janke:</strong> Helden, Verlierer, Liebhaber, Mörder, Narren, Genies, Wahnsinnige, Lebemänner – die Bandbreite von Erfahrungen, die man auf der Bühne machen kann, ist einfach viel größer als die eines einzigen Lebens. Das hat mich von der Schule an fasziniert und tut es immer noch, zumal ich bisher auch das Glück hatte, eine ungewöhnliche Vielfalt an Rollen darstellen zu dürfen.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Vor Ihrer Ausbildung zum Musical-Darsteller haben Sie auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ als Funker die Welt umsegelt. Wieso haben Sie das Schiff gegen die Bühne eingetauscht?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Die Funkerei und ihre technischen Aspekte haben mich damals sehr interessiert. Ich habe als Funker eine schöne und interessante Zeit auf der „Gorch Fock“ gehabt, aber ein Traumberuf im Sinne von „das ist die Erfüllung meines Lebens“ war es nicht.<br />
Während meiner Weltumsegelung auf der „Gorch Fock“ habe ich in Sydney „Les Miserables“ gesehen. Das ist eine lange Geschichte von einem einzigartigen Abend in meinem Leben… Fakt ist, dass mich die Show so nachhaltig beeindruckt hat, dass ich seit diesem Abend Sänger und Schauspieler werden wollte – und geworden bin.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie und wo haben Sie Ihre Ausbildung gemacht? Was hat Sie in dieser Zeit besonders geprägt?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Ich habe drei Jahre an Peter Wecks „Tanz- und Gesangstudio Theater an der Wien“ studiert. Prägend war vor allem die Wiener Kulturszene, die täglich eine unglaubliche Palette an Oper, Schauspiel, Ballett und Musicals bietet. Dort habe ich dann auch meine Frau kennen gelernt, die in Wien Theaterwissenschaften studierte.</p>
<p class="Body"><span class="style_3"><strong>Michaela Flint:</strong> </span>Sie arbeiten in Stuttgart, Ihre Frau in Berlin – ist das auf die Dauer nicht sehr belastend?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Es ist nicht einfach, aber wir wissen beide, dass das im Theaterberuf unvermeidlich ist. Durch diese jobbedingte Trennung gehen wir bewusster miteinander und der gemeinsamen Zeit um. Und wer weiß, vielleicht zieht „42nd Street“ in nicht zu ferner Zukunft nach Berlin um…</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Mit zwei Haushalten, die zudem noch mehrere hundert Kilometer auseinander liegen, ist Ihre Freizeit sicherlich sehr begrenzt. Bleibt da noch Luft für Hobbies?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>An den Wochenenden, d. h. montags/dienstags, bin ich so oft ich kann in Berlin. In Stuttgart kümmere ich tagsüber vor allem um meine Bonsais, nachts sitze ich meistens vor dem Computer. Ich freue mich schon jetzt auf den Sommer, darauf mein neues Fahrrad einzufahren, die Sonnenstunden im Möhringer Freibad und die beginnende „Nicht-mehr-nur-Trockenanzug-Tauchsaison“.<br />
Meine Freizeitgestaltung ist im Wesentlichen auf Entspannung aufgebaut. Ich brauche nicht wirklich einen Ausgleich oder gar ein Kontrastprogramm zu meinem Job. Im Gegenteil, ich gehe nach wie vor auch als Zuschauer gern ins Theater, sogar in Musicals.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Ehrlich? Gibt es ein Musical, das Sie besonders gern ansehen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Mein „all-time-favourite“ ist „Sweeney Todd“ von Stephen Sondheim. Die Geschichte ist fantastisch, intelligent, lustig, gruselig, die Musik atemberaubend. Vor allem „Not while I´m around“ ist einfach wunderschön!</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus? Welche Rolle möchten Sie unbedingt noch mal spielen?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><span class="style_3"><strong>Jens Janke:</strong> </span>Ich möchte mich in der Zukunft weniger an den Rollen orientieren und mehr an meinem Privatleben, d. h. je näher an Berlin, desto reizvoller die Rolle. Ein „unbedingt“ gibt es nicht mehr.<br />
Aber Prof. Abronsius würde ich jederzeit wieder spielen und auch Billy Lawlor würde mir viel Spaß machen – in Berlin. Bei „Sweeney Todd“ sind alle Rollen eine echte Herausforderung an den Schauspieler und ich könnte mir gut vorstellen, darin in einem Stadttheater mitzuwirken. Gleiches gilt für „Sunday in the Park with George“.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span> </strong>Viele Musicaldarsteller engagieren sich auch außerhalb des Theaters, z. B. auf Galas.Oer sie produzieren eigene CDs. Haben Sie da auch Ambitionen? In der Vergangenheit war in dieser Richtung von Ihnen noch nicht allzu viel zu sehen…</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span></strong> Stimmt. Ich liebe es einfach, Rollen auf der Bühne zu durchleben. Mehr oder weniger „nackte“ Galas hatten für mich noch nie einen Reiz. Die meisten „Meine-liebsten-Musical-Songs“-CDs finde ich sehr eintönig, außerdem glaube ich nicht, dass ich eine bessere machen könnte, also lasse ich lieber die Finger davon. Eine CD-Produktion mit Liedern von Perrin Allen (Musikalischer Leiter von „Mamma Mia!“ Anm. d. Red.) oder Couplets von Wolfgang Adenberg wäre reizvoll, aber bisher gibt es noch keine konkreten Pläne.</p>
<p class="Body"><strong><span class="style_3">Michaela Flint:</span></strong> Ich bin nicht sicher, wie groß der Fankult bei „42nd Street“ ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass viele ehemalige „Tanz der Vampire“-Fans aus dem Schwäbischen auch „42nd Street“ in ihr Herz geschlossen haben. Was bedeuten Fans für Ihre Arbeit?</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;"><strong><span class="style_3">Jens Janke:</span> </strong>Die „Tanz der Vampire“-Vorstellungen, in denen hunderte weitere Vampire im Zuschauerraum saßen, waren schon etwas Besonderes. Wenn ein Stück eine große Fangemeinde anziehen und binden kann, dann ist das eine tolle Bestätigung für alle Beteiligten und gibt einem das gute Gefühl, etwas richtig Tolles gemacht zu haben.</p>
<p class="Body" style="padding-left: 30px;">Mit einem „Star-Kult“ konnte ich noch nie etwas anfangen, ich freue mich aber immer sehr, wenn mir – wie gerade erst vorgestern eine junge Frau aus Wien – Menschen erzählen, dass ich der Auslöser war, einen Theaterberuf zu ergreifen. Das ist das schönste Kompliment, das es gibt.</p>
<p class="Body">Mehr Informationen unter <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" title="http://www.jensjanke.de" href="http://www.jensjanke.de">www.jensjanke.de</a></span></p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht in blickpunkt musical</em></p>
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		<title>Das Steppfieber erfasst eine ganze Region</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/das-steppfieber-erfasst-eine-ganze-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2003 15:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2003]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Dörfler]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Seyfried]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body">Ganz im Stil großer Hollywood-Klassiker der 30er Jahre erzählt »42nd Street« die Geschichte von Peggy Sawyer, einem Landmädel, das den Traum vom großen Broadway-Erfolg träumt. Immerhin gewann sie den Ersten Preis beim Melkwettbewerb ihrer Stadt, da kann es doch nicht so schwer sein, in der neuen Show des berühmten Broadway-Direktors Julian Marsh aufzutreten. Soviel zur Ausgangslage… Die sich daraus entwickelnde Handlung ist schnell erzählt: Peggy überzeugt mit ihrem außerordentlichen Talent und nicht zuletzt durch ihren natürlichen Charme den Direktor und wird für seine neue Show „Pretty Lady“ als Ensemble-Mitglied engagiert. Obwohl sie um Längen besser tanzt und singt als ihre Kolleginnen, ist Peggy mit der Ensemble-Rolle überglücklich.</p>
<p class="Body">Bei einer der Previews kommt es zu einem folgenschweren Unglück: Peggy wird von einem Tanzpartner so ungeschickt geführt, dass sie mit dem Star der Show – der Diva Dorothy Brock – zusammenstößt, die sich daraufhin den Knöchel bricht. Peggy wird gefeuert und ohne Hauptdarstellerin droht die Show zu platzen… In wenigen Tagen ist Premiere und niemand ist da, der die Rolle der Diva adhoc übernehmen kann – außer Peggy.</p>
<div id="id5" class="style_SkipStroke_2 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_669_1007">
<div class="style_2">
<p class="Body">Mit vereinten Kräften überzeugt das Ensemble Julian Marsh das junge Ausnahmetalent zurückzuholen. Dies gelingt und für Peggy beginnt ein Proben-Marathon, denn sie muss binnen 36 Stunden eine große Hauptrolle auswendig lernen, damit die Premiere von „Pretty Lady“ am Broadway ein Erfolg wird.</p>
<p class="Body">Schon die Ouvertüre dieses Glamour-Musicals ist atemberaubend: Der Vorhang hebt sich nur einen Meter, gerade soweit, dass das Publikum die Füße des Ensembles sehen kann. Dann wird es von einem wahren Trommelfeuer aus Steppschritten geradezu in die Sitze gepresst! Und genau das ist es, worum es geht: Stepptanz! Die Show besteht zu 75 % aus der genialen Choreographie von Gower Champion, die von Randy Skinner für die Stuttgarter Inszenierung beeindruckend umgesetzt wurde. Für die restlichen 25 % leuchten die schillernden Kostüme und das glitzernde Bühnenbild um die Wette.</p>
<p class="Body">800 Kostüme und 600 Paar Schuhe kommen jeden Abend zum Einsatz. Diese Vielfalt allein übertrifft schon alles bisher da gewesene. Doch das Bühnenbild von Douglas W. Schmidt stellt alles andere in den Schatten: Ein überdimensionaler, bühnenfüllender Spiegel macht aus dem tanzenden Damen-Ensemble perfekt aufeinander abgestimmte Synchronschwimmerinnen. Die von auffälliger Leuchtreklame umgebene Showtreppe gibt dem Finale der Show den passenden Rahmen. Wer bis dahin nicht weiß, worum es geht, weiß spätestens dann: Wir sind am Broadway! Der schimmernden Scheinwelt von Ruhm, Träumen und Tränen.</p>
<p class="Body">Die Handlung wird durch auffallend wenige Gesangsstücke und spritzig-leichte Dialoge erzählt, die jedoch mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny adaptiert wurden.</p>
<p class="Body">Wenn man Kritik an diesem Stück üben möchte, bietet sich bei der Handlung ein geeigneter Ansatzpunkt: Die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten (sei es nun zwischen Peggy Sawyer und dem Broadway-Direktor Julian Marsh oder dem Tenor Billy Lawlor, der sich in Peggy verguckt) werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.</p>
<p class="Body">Karin Seyfried gibt als Peggy Sawyer ein sympathisches, naives Mädchen vom Lande, das sich in der hübschen Traumwelt des Showbizz sehr wohl fühlt. Tänzerisch gehört sie zum Besten, was Deutschland Musicalbühnen derzeit zu bieten haben. Ihr zur Seite steht mit Jens Janke in der Rolle des selbsternannten Frauenhelden Billy Lawlor, ein erfahrener Sänger und Schauspieler, der schon als Prof. Abronsius in »Tanz der Vampire« und Funker Harold Bride (»Titanic«) die Herzen des Publikums eroberte. Seine leicht überzogene Darstellung des eitlen Gockels sorgt für viele Lacher im Publikum und gibt der Show etwas sehr erfrischendes. Dass er nun aber auch noch tanzen und steppen kann – und sich dabei ganz sicher nicht verstecken muss – macht ihn zum Star von »42nd Street«!</p>
<p class="Body">Hervorzuheben ist Wolf Wrobel, der bis zum Sommer bei »Mamma Mia!« in Hamburg auf der Bühne stand. Als Dance Captain Andy Lee scheucht er das Ensemble über die Bühne und unterzieht es harter Proben. Sieht man den Münchner zum ersten Mal auf der Bühne, so glaubt man kaum, wie viel explosive Energie in ihm steckt, mit der er bei seinen Steppeinlagen die Zuschauer scheinbar spielend mitreißt.</p>
<p class="Body">Der Star von „Pretty Lady“ – die alternde Diva Dorothy Brock – wird von Isabel Dörfler glaubhaft verkörpert, obwohl ihre Zickigkeit und ihre Starallüren an der ein oder anderen Stelle noch mehr betont werden könnten.</p>
<p class="Body">Ex-Vampirgraf Kevin Tarte ist mit Stuttgart zwischenzeitlich so verwachsen, dass er in »42nd Street« die Rolle des Broadway-Direktors Julian Marsh übernahm. Ob er sich jedoch damit einen Gefallen getan hat? Zeitweise hat man das Gefühl, er karikiert die Rolle des erfolglosen Direktors sehr stark.</p>
<p class="Body">Dadurch wirkt er nicht wirklich überzeugend, seine Souveränität und seine fesselnde Bühnenpräsenz machen jedoch vieles wieder wett. Dass Kevin Tarte in der gesamten Show nur zweimal mit seiner vollen und warmen Stimme beeindrucken darf, bedauern sicherlich nicht nur seine Fans…</p>
<p class="Body">»42nd Street« wird vom Stepptanz getragen – alles andere ist nebenrangig. Der Funke springt schon in der ersten Szene auf die Besucher über und viele wippen im Sitz mit, wenn die 48 Darstellerinnen und Darsteller loslegen. Die Premierengäste von dem beeindruckenden Ensemble schwindelig getanzt. Überall hörte man nach der Premiere wie mit Hochachtung und Ehrfurcht von der Leistung des Ensembles gesprochen wurde.</p>
<p class="Body">Aber in einem war man sich sicher: Die absoluten Sympathieträger – und damit die Stars des Stuttgarter Broadway – sind Karin Seyfried und Jens Janke!</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
<div id="id4" class="style_SkipStroke_4 shape-with-text">
<div class="text-content style_External_270_124">
<p class="style_3"><span style="color: #000080;"><strong><span class="Bold">Theater:</span></strong> Apollo Theater, Stuttgart</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Premiere: </span></strong>Dezember 2003</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Darsteller:</span></strong> Isabel Dörfler, Jens Janke, Karin Seyfried, Kevin Tarte</span><br />
<span style="color: #000080;"> <strong><span class="Bold">Choreographie:</span></strong> <span class="Bold">Randy Skinner<br />
</span><strong><span class="Bold">Fotos:</span></strong> Stage Holding<br />
</span></p>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>42nd Street &#8211; Offene Probe</title>
		<link>https://www.musicals-online.com/42nd-street/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[MF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2003 08:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[42nd Street]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Janke]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Tarte]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Mitte September vibriert das gesamte Theater unter den 96 steppenden Füßen des »42nd Street«-Ensembles. Für die 48 Darstellerinnen und Darsteller ist das vor allem eine konditionelle Herausforderung: „Ich wusste gar nicht, dass man so viele Blasen an den Füßen haben kann“, seufzt sich Tänzer Benjamin Rufin. Alle Backstage-Abteilungen arbeiten auf Hochtouren, damit bis 21. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/42nd-street/">42nd Street &#8211; Offene Probe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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<p>Seit Mitte September vibriert das gesamte Theater unter den 96 steppenden Füßen des »42nd Street«-Ensembles. Für die 48 Darstellerinnen und Darsteller ist das vor allem eine konditionelle Herausforderung: „Ich wusste gar nicht, dass man so viele Blasen an den Füßen haben kann“, seufzt sich Tänzer Benjamin Rufin.</p>
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<div class="text-content style_External_390_301">
<div class="style_2">
<p class="Body">Alle Backstage-Abteilungen arbeiten auf Hochtouren, damit bis 21. November jeder Schritt und jedes Wort perfekt sitzen. „42nd Street ist eine temporeiche Tanzshow mit einer großen Portion Comedy.“ erklärt Eddy Habbema, der nach »Titanic« auch bei dieser Stage Holding Produktion Regie führt.</p>
<div class="tinyText stroke_2">
<div><img decoding="async" class="alignright" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/42nd_Street_2003_files/shapeimage_3.png" alt="" /></div>
</div>
<p class="Body">Die Geschichte spielt Ende der 30er Jahre. Julian Marsh (gespielt von Ex-Vampirgraf Kevin Tarte), ein Musicalproduzent mit großen finanziellen Schwierigkeiten, erhofft sich ein Comeback mit seiner neuen Produktion »Pretty Lady«. Finanziert wird das neue Stück von Abner Dillon, dessen ganzes Interesse jedoch nur der Hauptdarstellerin Dorothy Brock (Isabel Dörfler) gilt, die nach Julian Marshs Meinung aber viel zu alt für diese Rolle ist.</p>
</div>
</div>
</div>
<div>Bei der Auswahl von Bewerbern für die Ballettgruppe sind die Ansprüche an Gesang und Tanz sehr hoch. Kurz vor Schluss des Vortanztermins erscheint die junge Peggy Sawyer (Karin Seyfried). Sie kommt direkt aus der Provinz und hat sich verspätet. Zwar bekommt sie noch die Chance, ihr Talent zu beweisen, doch Choreograph Andy Lee ist hart, wer zu spät kommt, fliegt raus. Enttäuscht eilt Peggy von der Bühne und läuft Julian Marsh direkt in die Arme, ohne zu wissen, wer er ist. Billy Lawlor, der männliche Star des Stücks, sowie einige Ensemblemitglieder, sind begeistert von Peggys Talent und überzeugen Julian davon, dass er sie unter Vertrag nimmt.</div>
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<p class="Body">In der Hektik einer Aufführung kommt es zu einem unglücklichen Vorfall: Peggy verursacht einen Zusammenstoß mit Dorothy, die sich dabei den Knöchel bricht. Die Vorstellung muss abgebrochen werden und Peggy wird gefeuert. Wieder ist die Produktion in Gefahr, weil Dorothy so nicht auftreten kann. Das verzweifelte Ensemble sieht nur eine Chance: Peggy muss für Dorothy einspringen.</p>
<p class="Body">Die Premiere am Broadway steht kurz bevor, doch die anstrengenden Proben setzen Peggy zu: Sie ist kurz vor dem Zusammenbruch. Julian ist sicher, dass sie es schaffen wird und macht ihr Mut. Vor der Premiere kommt sogar die verletzte Dorothy zu Peggy und wünscht ihr Glück. Das Musical beginnt, Premiere wird ein großer Erfolg und aus dem unbekannten Aschenputtel Peggy wird über Nacht ein Star.</p>
<p class="Body">„Der Humor muss auf das deutsche Publikum zugeschnitten werden. Außerdem ist es sehr wichtig, dass die Solisten Akzente richtig setzen und die Pointen sauber herausarbeiten.“ so Eddy Habbema. Mit dem Feinschliff des Buchs sind Ruth Deny (Dialoge) und Wolfgang Adenberg (Songtexte) beauftragt worden. Beide haben ihr Können schon bei »Mamma Mia!« (Ruth Deny) und »Titanic« (Wolfgang Adenberg) erfolgreich unter Beweis stellen können.</p>
<p class="Body">Auch die Kostüm- und Maskenabteilung hat alle Hände voll zu tun. Für das 48-köpfige Ensemble müssen über 200 in Indonesien geknüpfte Kunsthaarperücken typindividuell angepasst werden. Als Vorlagen für die Frisuren der 30er Jahre dienen zahlreiche Fotos von Hollywood-Diven wie Marlene Dietrich oder Greta Garbo vor.</p>
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<div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="http://old.musicals-online.com/musicals-online/42nd_Street_2003_files/shapeimage_5.png" alt="" width="408" height="171" /></div>
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<p class="Body">Seit Mitte Oktober finden bis zu vier Proben zeitgleich statt: Tanzproben für das Ensemble, Phonetik- und Schauspielunterricht für die Solisten und Gesangsproben. Choreograph Randy Skinner stellt sich der Herausforderung, 48 steppende Beinpaare zu koordinieren und für Synchronität zu sorgen. Er ist begeistert von der Internationalität des Ensembles: „Noch nie habe ich mit so einer internationalen Cast gearbeitet. Es ist toll, Künstler aus 15 Ländern in einem Ensemble zu haben. Das gab es noch nicht einmal am Broadway!“</p>
<p class="Body">Nicht genug, dass das Haus unter den Tanzproben erbebt – zudem gibt es auch lautstarke Umbauten im Foyer und Theatersaal: Allein die imposante Show-Treppe hat einen Umfang von 8 mal 10 Metern. Das Foyer wird komplett umgestaltet: Das mystische Flair der Vampirgruft mit all ihren Spinnweben wird einem klassisch-eleganten Theaterambiente Platz machen. Im Theatersaal selbst werden Teppichboden und Sitze komplett erneuert.</p>
<p class="Body">Man darf gespannt sein, ob dieser Vorbereitungs- und Probenmarathon bis 21. November wirklich abgeschlossen ist und eine reibungslose »42nd Street«-Premiere von im runderneuerten Apollo Theater über die Bühne gehen kann.</p>
<p class="paragraph_style" style="text-align: right;">Michaela Flint<br />
<em>Veröffentlicht unter Pseudonym in blickpunkt musical</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.musicals-online.com/42nd-street/">42nd Street &#8211; Offene Probe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.musicals-online.com">Herzlich willkommen auf musicals-online.com</a>.</p>
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