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L. Olivier 2003

Die 27. Verleihung der Laurence Olivier Awards fand im Londoner Lyceum Theatre statt – dem Theater, in dem sonst Simba, Timon und Pumbaa in »Disneys The Lion King« ihr Unwesen treiben.. In 23 Kategorien wurden die besten Darstellerinnen, Darsteller, Stücke, Choreographen etc. aus den Bereichen Theater, Musical und Oper der laufenden Theatersaison geehrt.

Auf Musicalseite gehörten mit je vier Nominierungen das Boy George Musical »Taboo«, »Contact« von Susan Stroman und John Weidman sowie »Our House« von Tim Firth und »Chitty Chitty Bang Bang« von den Sherman-Brüdern mit je 3 Nominierungen zu den ganz heißen Anwärtern auf die begehrte Theater-Trophäe.

»Our House« (ausführliche Kritik siehe blickpunkt musical 01/03) bekam den Award für das Beste Neue Musical und »Anything Goes« von Cole Porter wurde als Herausragende Musicalproduktion geehrt. Als Beste Darsteller wurden Joanna Riding und Alex Jennings für den Kassenschlager »My Fair Lady« ausgezeichnet. Bester Nebendarsteller wurde Paul Baker für »Taboo«.

»Contact« und »Chitty Chitty Bang Bang« waren aber nicht die einzigen Musicals, die trotz vieler Nominierungen bei der Verleihung leer ausgingen. Denn der Award für die besten Kostüme ging nicht – wie erhofft – an Andrew Lloyd Webbers neueste Produktion »Bombay Dreams« sondern an Jenny Tiramani für »Twelfth Night« im Shakespeare's Globe Theatre. Der Shakespeare-Klassiker erhielt zwei weitere Awards: Sam Mendes wurde als bester Regisseur der Theatersaison ausgezeichnet und auch der Preis für das Beste Revival ging an »Twelfth Night« und kann damit als einer der Sieger der diesjährigen Verleihung der Laurence Olivier Awards bezeichnet werden.