Eine sehr deprimierende Inszenierung mit einer starken Frau im Mittelpunkt

Andrew Lloyd Webbers und Don Blacks „Tell me on a Sunday“ hat ein bewegtes Leben hinter sich: Ende der 1970er ist das Stück als erster Teil des Zweiakters „Song and Dance“ entstanden. Im Laufe der Jahrzehnte wurden neue Songs hinzugefügt, andere gestrichen – insbesondere für die Broadway-Premiere wurde die Show in größerem Umfang überarbeitet. 2003 …

Ansprechende, kreative Inszenierung mit einer Schwachstelle

Andrew Lloyd Webbers musikalischer Beitrag zum Irland-Konflikt wird (nicht nur hierzulande) sehr selten gespielt. Umso schöner ist es, dass sich das Theater Koblenz gemeinsam mit dem Koblenzer Jugendtheater dieses dramatischen Stoffs angenommen hat. Schon bei „Jesus Christ Superstar“ hat Intendant Markus Dietze zusammen mit Dramaturgin Juliane Wulfgramm ein Händchen für stimmige Regiearbeit bewiesen (siehe Ausgabe …

Eine gute Regie-Idee allein reicht nicht aus, um zu überzeugen

„Eva Peron ist tot. Ihr Landsmann Che, der fortan als außenstehender Kommentator fungiert, beschreibt zynisch die Ergriffenheit des Volkes.“ (Zitat von der Website der Burgfestspiele Bad Vilbel) Tatsächlich verkündet ein lächelnder Zirkusdirektor (sehr gute Mimik: Randy Diamond) den Tod der First Lady Argentiniens. Das anschließende (kaum hörbare) Peitschenknallen wirkt etwas deplatziert, doch man ist neugierig, …

Fesselnde Location, gute Regie-Einfälle, falsche Sprache

Andrew Lloyd Webbers Musicalversion der letzten Lebenswoche von Jesus findet sich vermehrt auch in deutschen Stadttheatern. Das Theater Koblenz bringt den Klassiker in diesem Sommer Open Air im Innenhof der Festung Ehrenbreitstein zur Aufführung. Die massigen Festungsmauern oberhalb des Rheins bilden eine prachtvolle Kulisse. Lloyd Webbers Rockmusical hält nicht minder beeindruckende Songs bereit. Doch gleich …

Eine unterkühlte Strippenzieherin in ausgefallenen, puritanischen Kulissen

Das Publikum findet sich in einer Kinoatmosphäre wieder: Auf der Leinwand wird ein Film mit Argentiniens First Lady Eva Duarte de Perón gezeigt. Plötzlich bricht der Film ab und im Saal wird verkündet, dass ebendiese Schauspielerin, von ihrem Volk liebevoll Evita genannt, soeben verstorben ist. Andrew Lloyd Webbers düsterer Auftakt zur musikalischen Erzählung von Eva …

An Intensität kaum zu überbieten

Denkt man an Andrew Lloyd Webber, kommen einem zwangsläufig seine in den 1970er und 1980er Jahren komponierten Musicals „Phantom der Oper“, „Jesus Christ Superstar“ und „Cats“ in den Sinn. Die Melodien sind gefällig und wirklich weltbekannt. Mit „Love Never Dies“ versuchte Lloyd Webber vor fünf Jahren, sein leicht angestaubtes Image loszuwerden. Doch die von ihm …